230V-Umstellung

Jun 05, 2026 Last reply: 1 week ago 160 Replies

Kann es sein, daß die seit Jahrzehnten allmählich die Leistung herunterfahren? Zumindest einige, nicht die reinen Dudelsender aber z.B. WDR 5? Normalerweise würde ich die beobachteten Phänomene auf Empfängeralterung zurückführen, aber es betreifft zu viele sehr verschiedene Einzelgräte synchron und in gleicher Weise.

Hörerverluste gab es wohl, aber ein Aufschrei blieb aus. Die Relevant ist nicht mehr so groß wie früher.

Sind die Pegel tatsächlich geringer oder sind nur mehr Störgeräusche hörbar?

Es gibt heute haufenweise Schrottelektronik, die den Äther breitbandig vollmüllt.

Hast du ggf. eine Dachantenne, die schon alt ist und sich langsam zersetzt?

Ich tippe eher auf: - schlechtere Qualität der Empfänger (im Sinne von: "Da kann man doch bestimmt was an der Platine billiger machen ...") - mehr "Dreck" im Äther

Zu "mehr Dreck": Mehr als einmal passiert, auf der Autobahn unterwegs, Radiosender dudelt nette Musik. Auf einmal prasselt ganz andere "Musik" drüber, die dann wieder verschwindet - korrelierend mit einem sich entfernenden Auto. Da hat wohl jemand den Telefon-zu-UKW Injektor preis- wert in China gekauft und der bläst dann weit jenseits der zulässigen Sendeleistung in den Äther ... ja, eigentlich strafbewehrtes Verhalten, aber dazu muss man den (vermutlich zudem ahnungslosen) Betreiber des Gerätes erstmal dingfest machen.

Man liest sich, Alex.

Mit Hausmitteln nicht feststellbar.

Nein. Ich habe in Odenthal über 20 Jahre ständig die Antenne verbessern müssen. Erst ging ein Draht, dann ein großer, T-förmiger Flachkabel-Dipol und zuletzt eine Yagiantenne unter dem Vordach über dem Balkon. Zuerst ging es immer noch mit Umschalten auf Monobetrieb und zuletzt war bis zum jeweiligen Antennenwechsle auch das gestört. Wie gesagt probiert mit etlichen Empfängern. Zu einen Zeitpunkt gingen immer alle gleich gut oder gleich schecht.

Hier seit 2016 in Köln und auf Reisen in Hotelzimmern geht keines meines verfügbaren Radios akzeptabel. Als Radiowecker habe ich jetzt DAB.

Es ist eigentlich zu viel verschiedenes, um an mir zu liegen. Es scheint als seien die UKW-Sender allmählich immer schlechter geworden. Sprachprogramme betrifft es stärker als Dudelei.

In Odenthal hatte ich in Richtung zum Sender auf etliche Kilometzer unverbaute freie Sicht und auch sonst ein sehr frei stehendes Haus. Störungen kommen eher weniger in Frage. Hier in der Großstadt mag das anders sein.

Am 13.06.26 um 16:23 schrieb Marco Moock:

Wozu auch ein Dichtes UKW-Sendernetz unterhalten wenn eine einzelne KW/MW Station das ganze Land mit "Oh weh der Böse Russe kommt über'n Deich" Meldungen bespaßen kann.

Ich meine das nicht ernst aber ich ahne das Politiker ernsthaft in so einer Richtung denken könnten. Wenn sie sich aus den Verfügbaren Fakten nur das für sie genehme heraus gepickt haben. Was sie aus Gründen (s.u.) natürlich nicht tun würden.

Alle anderen Broadcast-Möglichkeiten brauchen m.E. viel mehr Aufwand um den gleichen Effekt (Katastrophen-information an alle) zu erreichen. Aber das ist eben Alte Technik die nicht in die "Schöne Neue[Digital-vernetzte] Welt" passen will.

In Jungen Jahren habe ich die RPB Fibeln verschlungen und über Detektor-Empfänger mit kaum 10 Bauteilen, Pendel-Audio u.a. gelesen. Ein damaliger Philips Baukasten brachte auch alles mit um ein Radio aus ein paar Bauteilen auf zu bauen, mit 2*4,5 Volt Flachbatterien als Energiequelle.

Wenn man vom Dudelfunk mal absieht ist der Einfache Mono-Sprachkanal in Analogtechnik doch das einfachste und zugleich kleinstmögliche Gemeinsamkeit um wirklich Alle erreichen zu können.

Bye/ /Kay

Hallo,

Am 11.06.26 um 11:33 schrieb Axel Berger:

Es sei denn, man hat den *sichtbaren* Teil mit dem entsprechenden Isolierband umwickelt;-)

Ciao Walter

Im Jahr 2018 war das Kosovo, und zwar die dortigen Serben. Die hatten munter bestellt, aber nicht bezahlt.

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"Swissgrid spricht von einem Verbundnetzpartner, welcher Probleme mit der Fahrplantreue hat." Eine politische Umschreibung für "Die haben geklaut."

Gruß, Ralf

Am 14.06.26 um 16:33 schrieb Walter Brill:

Beim *nicht* Sichtbaren Teil geht's ja auch nicht. ;)

OK, Nur wenn Einzeladern in Rohr verlegt wurden. Und da wäre es je nach Länge und Bögen wohl einfacher einen mehr zu legen oder aus zu tauschen.

Naja. Die SPARwechselschaltung war ja auch mal erlaubt... und dann gab's doch noch eine (Zerknall-Technologische).

Bye/ /Kay

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Vorteil: Du kannst an beiden Schaltern noch Steckdosen oder zusätzliche Lampen mit an schließen. Nachteil: Nicht durch Kreuzschalter erweiterbar.

Ich dachte die sei auch nicht mehr erlaubt aber ich finde dazu jetzt nichts. Lange her.

Und dann gibt's da ja noch die "Kurzschluß"-Variante. Ich wußte grad auch nicht das man die auch Hamburger-Schaltung nennt.

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Die IST Verboten weil Gefährlich. Je nach Schalter-lage liegt volle Spannung an der Lampe - auf beiden Polen der Anschlüsse. UND, es wird der N geschaltet was nicht sein darf.

Aha. BTW. Schon mit CNC und anderen Modernen Apparatchiks oder noch mit den "klassischen" Ansätzen (Schützschaltungen, alles Diskret aufgebaut)?

Oder überhaupt nicht auf der Elektrischen Ebene unterwegs sondern die Heavy-Metal Seite dieses Handwerks? :)

Bye/ /Kay

Danke.

Wo ist denn da das Sparen? Es ist zwar in der Wikipedia verwirrend gezeichnet, aber es führen im (langen) Rohr drei Drähte zur Leuchte.

Das ist das, auf das ich beim Überlegen, wie man sparen könnte, gekommen bin.

Nix. Ewiger Student, keine Praxis. Fachrichtung Reaktortechnik. Studien und Diplomarbeit:

Kalibration, Inbetriebnahme und Bestimmung der Grenzen eines Messgerätes, Plasmazündung für Ottomotoren, numerische Abschirmungsrechnung. Bewußt drei völlig verschiendene Sachen mit dreimal Einarbeiten.

Zur Lampe brauchst (mit PE) ja immer drei Drähte.

Aber der Knackpunkt liegt bei den Schaltern. Früher (TM) wurde meist über eine Verteilerdose in Deckennähe installiert, d.h. du brauchst ein Extra Kabel von der Verteilerdose zur Schalterdose. So was reißt man ja auch nicht ohne Not um. Und Schaltungsbedingt hast du hier an jedem der beiden Wechselschalter bereits eine Phase und einen Neutralleiter.

Bei der Normalen Wechselschaltung hättest du zum Schalter

- Die Phase - Oder Lampen-ader

- Die beiden Korrespondierenden (wechsel-schaltend)

was schon drei (Spannung führende) Leitungen sind. Bei einem 5-ader Kabel hast du dann noch Blau und Gn/Ge für N und PE. Damit kannst du aber nur an dem Schalter eine Steckdose drunter setzen an dem auch die Phase zum Schalter hin geht. Auf der anderen Seite hast du die Geschaltete Lampen-leitung die über die Verteilerdose dann die Lampe ansteuert.

Bei der Spar-Schaltung hast du dagegen an beiden Schaltern Phase UND Neutral und kannst an beiden eine Steckdose haben.

Kurz: Es entfällt die Arbeit an der 2. Dose ein Zusätzliches Kabel hin zu legen.

Hier bei uns (S-H) wurde bei neubauten schon länger direkt über die (Tiefen) Schalterdosen verdrahtet. Es gibt also keine Verteilerdose mehr dazwischen. Damit hat man i.allg. genug Möglichkeiten und braucht die Sparschaltung nicht, kann sie aber dennoch nutzen wenn es doch eng wird. Es gibt ja auch Serien-wechselschalter = Eine Dose, Zwei Schalter.

Dabei muß man auch immer die Räumliche Aufteilung und Kabelverlegung mit denken. Die Schaltung ist aus guten Gründen verboten. Steht ja im Artikel, selbst mit einem Zweipoligen Spannungsprüfer (auch Duspol) oder Meßgerät kann es sein das beide Enden der Lampe auf gleichem Potential liegen und das Gerät "Null" anzeigt - obwohl in Wirklichkeit volle 230V anliegen.

Damals waren FI's noch mangelware. Wer da anfasst bleibt am Strom "kleben" wo heute der FI "klack" sagen würde und alles abtrennt.

Dann bist du; im Gegensatz zu Atomreaktoren; nie in den Bereich der Kritikalität (Praktische Arbeit) gekommen?

= Du mußt reich (geheiratet?) sein/haben. Ich hab mir in Jungen Jahren gewünscht mehr und mehr fachliches lernen zu dürfen. Aber das war nicht finanzierbar - für mich. Plus Örtliche Probleme. S.u.

Hmm, früher hieß es bei uns (Fachkunde Elektrotechnik) "Alles über 5% Toleranz ist nur noch ein 'Schätzeisen'" und dann immer diese Rechnerei mit dem Skalenendwert. = Knoten im Kopf. :-/

Schön wenn man sich das leisten kann/konnte. Wie man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann ist mir jedoch nicht klar. (Fach)bücher Schreiben ist auch nicht jedermanns Sache. Und nebenbei noch Arbeiten gehen... wäre HIER zumindest schwer bis unmöglich gewesen. Keine Höhere Schule in Reichweite! Und dazwischen ca. 4 Stunden Fahrzeit (Eine Richtung) bis z.b. nach HH, FL o.a.

Bye/ /Kay

Am 09.06.26 um 19:35 schrieb Volker Staben:

...

Bei den vorher angesprochenen Verbrauchergrößen (2-21kW) frage ich mich wie man da im Ortsnetz eine Schieflage vermeidet.

Wenn da beispielsweise Hundert Balkonkraftwerke (800W?) alle auf L1 "gesteckt" sind und dann ein DLE mit 21kW auf L1-L3 zuschlägt dann "saugt" der nur an L1 Solarstrom ab und L2,L3 müßten aus dem Ortsnetz-Trafo kommen. = Schieflast.

Aber wie sollte man dem kleinen Haushalt sagen auf welcher Phase er sein BKW stöpseln sollte um eine halbwegs gleichmäßigere Verteilung auf die Phasen zu erreichen? Die müssen m.W. nicht angemeldet werden und eine Wahl der Phase gibt es da wohl oft überhaupt nicht.

Bei größeren Anlagen wird das sicher anders sein. Aber müssen die

3-phasig einspeisen oder wird denen vom ÜNB gesagt auf welcher sie einphasig einspeisen dürfen/sollen? Dann ist zumindest dort vorab schon etwas ausgleichende Planung möglich. Ob das reicht?

Bye/ /Kay

Du hast völlig recht. Kommiltonen, die neben dem Studium arbeiten müssen und trotzden teils besser vorbereitet zur Übung kommen als ich, habe ich immer bewundert. Auch den zweiten Bildungsweg, das hätte ich Faupelz nie geschafft. Ich hatte bis heute ein sehr schönes, behütetes Lebens und habe nur getan, was mir Spaß macht. Ich bin (meinen Eltern) sehr dankbar dafür. Auch meine Tochter hätte manchmal, nicht immer, lieber meine Eltern als den Vater, den sie bekam.

Meines Wissens ist unter anderem deshalb L1 nicht in jedem Haus dieselbe Phase. Es ist ja ohnehin nur ein Name. In der Praxis mittelt es sich auf einem kurzen Straßenstück mit wenigen Häusern schon weitgehend aus. So zumindest habe ich es bisher verstanden.

Am 18.06.2026 um 01:22 schrieb Kay Martinen:

Das mittelt sich tatsächlich weitgehend weg. Und AFAIR muss eh alles außer Balkonanlagen symmetrisch dreiphasig einspeisen.

Gruß, V.

Wenn ist das neu. Ich kenne einphasig angeschlossene Dachanlagen mit Einpeisezähler und mehreren kW. Warum nicht? Ein Backofen, eine Mikrowelle, ein Wasserkocher sind alle einphasig. Alte

21-kW-Durchlauferhitzer schalteten für die kleinere Stufe auf zwei Phasen zurück.

... die nicht angemeldet werden mußten, mit entsprechenden Vorgaben?

AFAIR schalten die Alten DLE mit Hydraulischer Steuerung sogar erst nur eine Phase ein und nehmen dann die 2. und 3. hinzu wenn mehr Durchfluß entsteht.

Bye/ /Kay

Die ich kenne waren um 1980 schon nicht mehr neu und hatten eine rein manuelle Umschaltung. Durch die feste Leistung waren Durchfluß und Temperatur gekoppelt. Im Winter mußte ich weit herunterstellen, damit es noch halbwegs warm wurde. Ein kleines Bißchen zu viel und, klack, war er ganz aus und Wasser völlig kalt.

Moin, Axel,

Am 18.06.2026 um 10:20 schrieb Axel Berger:

Das war meine Erinnerung :-)

Ich habe nochmal im mir vorliegenden Entwurf der VDE-AR-N 4105:2024-10 nachgelesen: dort steht "Bei Drehstrom-Erzeugungsanlagen mit Netzeinspeisung über Umrichter ist die Leistung dreiphasig symmetrisch in die drei Außenleiter einzuspeisen." Es darf vermutet werden, dass das auch in der geltenden Fassung so steht.

Die meisten modernen Dachanlagen werden vermutlich mit dreiphasigen Wechselrichtern installiert. Ansonsten gilt eine mximale Schieflast von

4,6 kVA je Phase.

Gruß, V.

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