230V-Umstellung

Jun 05, 2026 Last reply: 1 week ago 160 Replies

Oder doch. Ein Tacho mit Uhr hat eine Uhr, auch wenn die nach etlichen Monaten wenige Minuten falsch gehen mag. Die Erwartung, eine Uhr nicht regelmäßig stellen müssen, ist eine extrem junge und war vor wenigen Jahren unbekannt. Wir haben uns schnell daran gewöhnt.

Von Deinem Auto auch nicht? Die Uhr im Kilometerzähler (rotierend, meist habe ich die Uhrzeit aktiv) muß auch bei der Zeitumstellung nur rund jedes dritte Mal leicht korrigiert werden. Die die hat aber auch einen Quarz im Megahertzbereich und darf, gemessen am Angebot einer Knopfzelle, Unmengen Strom ziehen.

Wie ich in die Volksschule gekommen bin hab ich meine erste Uhr bekommen. Sie ist pro Tag ca. 1 Minute falsch gegangen, was einfach zu lösen gewesen wäre, indem man sie reguliert hätte[1], das hat mir aber damals keiner gesagt.

Aber: Sie zu stellen war eine Sache von wenigen Sekunden. Einmal die Krone ziehen, auf den Minutenzeiger schauen, ihn genau dorhin drehen wo er hingehört, fertig. Und weil sie nur ca. einen Tag Gangreserve gehabt hat, hat man das sowieso öfter gemacht, wenn man vergessen hat sie aufzuziehen.

Und: Damals, wie Quarzuhren gerade aufgekommen sind, und Funkuhren im Alltag unbekannt waren, war die Erwartung an Genauigkeit eine andere. +/- 5 Minuten war durchaus pünktlich, niemand hat so genau gestellte Uhren gehabt oder das von anderen erwartet.

Heute ist das Mißverhältnis größer. Sowohl die Erwartungen an Genauigkeit von Uhren ist höher (ein Handy ist per NTP immer auf die Sekunde genau, Funkwecker ebenso) und vor allem das Einstellen von Digitaluhren ist nervtötend mühevoll. Wie lange ich gebraucht habe, bis ich jedes Jahr ohne Rumprobieren die Uhr an meinem Backofen von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt habe? Bei einer mechanischen Uhr mit Krone hat niemand eine Anleitung gebraucht, und das einstellen hat Sekunden gedauert statt eine Minute mit Probieren und durchtippseln.

/ralph

[1] es war eine Uhr mit sogenanntem "Wehrmachtswerk" AS1130
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Ein Tacho als Anzeiger der aktuellen Fahrtgeschwindigkeit in Kilometer pro Stunde braucht aber m.E. nur einen gleichbleibenden Takt. Nur weil in Km/h auch 'Stunde' drin steckt bedeutet das noch nicht das seine Zeitbasis ihn zur Uhr macht.

Er könnte auch in Meter pro Sekunde anzeigen. Erwartet man da dann das er Sekundengenau die Zeit anzeigt - oder nur das er die Sekunden immer gleich lang mißt. Weil allein das auf die Verläßlichkeit seiner Hauptfunktion Einfluß hat. Das sein 'Sekunden'-Begriff mit einer Universellen Normsekunde gleich ist halte ich für eine Erwartung die nicht unbedingt erfüllt sein wird nur weil man es so will.

Ja, die Erwartungen haben sich erhöht. Teils überzogen, wie ich finde. Ich habe immer noch Armbanduhren mit Zeiger und Mechanik. Die sind schnell und einfach auf zu ziehen und zu stellen. Bei der Digitalen muß man etliche Knöpfe (von den fünf vorhandenen) Drücken und es dauert minuten bis man sie (um)gestellt hat.

Bei Geschwindigkeits-kontrollen gab oder gibt es seitens der Polizei ja auch einen Abzug der Tachoungenauigkeiten ausgleichen soll. Wenn alle Tachos überall Synchron und immer genau gleich laufen würden dann wäre der nicht nötig. Obwohl ich irgendwo mal las das dieser Abzug nun kleiner sei weil die Tachos ja heute eher digital und genauer sein sollten. NULL ist er aber dennoch nicht. :)

Mein Auto hat keine Uhr im Kilometerzähler. Jedenfalls keine die ich da anzeigen lassen könnte. Ist es damit 'zeitlos' oder hat es einfach nur einen Internen Taktgeber für die Messung!?

Die Einzige Uhr steckt im Radiosystem und die geht auch etwa 1 Minute falsch auf 1-2 Monate. Dafür kann das Infodisplay ("Bordcomputer") zwischen Tacho und drehzalmesser auch auf Anzeige der Fahrtgeschwindigkeit gestellt werden. Bei mir steht es immer auf der Reichweiten-angabe (km bis Tank leer). Ich find es interessanter wie die Zahl manchmal nicht kleiner wird sondern bei sparsamen Fahren sogar ansteigt oder lange stehen bleibt. Jedem seine Gewohnheit, oder?

Ich weiß nicht was Ford in einem Transit für Zeitgeber im Tacho und km-zähler verbaut. Das der km-stand in einem EEPROM gespeichert würde habe ich mal gelesen. Ansonsten hoffe ich mal das der Tacho genau genug ist und bisher hat er mir den Akku auch noch nicht leer genuckelt. ;)

An meiner MoFa früher hing an der Tachowelle noch ein Mechanischer Zeiger und ein Rollenzählwerk.

Mit dem Transit bin ich in 5 Jahren ein mal in eine Kontrolle geraten. Ich meine der Tacho zeigte 55, die Polizei meint ihr Laser hätte knapp

60 gemessen. Was solls, sich darum zu streiten macht keinen Sinn.

Bye/ /Kay

Am 05.07.26 um 16:25 schrieb Kay Martinen:auch wenn die nach etlichen

So weit muss man gar nicht ausholen: Eine Abweichung von 1% bei der Geschwindigkeitsmessung würde wohl jeder als ausreichend bis überraschend gut bezeichnen. Die selbe Abweichung von 1% bei einer Uhr wären eine Viertelstunde pro Tag!

Für eine brauchbare Uhr reden wir über um mehrere Größenordnungen höhere Anforderungen an Genauigkeit, Langzeit- und Temperaturstabilität des Taktes. Das fällt nicht mehr "gratis" mit ein paar zusätzlichen Bytes Code ab, sondern erfordert ganz andere konstruktive Ansätze, die für ein Gimmick offenbar keiner zu gehen bereit ist.

Natürlich hast Du recht. Wenn ein Meßwert den Quotient aus zwei Werten darstellt, dann braucht der Fehler des geneueren von beiden nur die Hälfte des anderen zu betragen, um im Ergebnis praktisch zu verschwinden. Eine weitere Verbesserung brigt gar nicht. wie genau kann die Wegzählung in der Praxis werden?

Uhren sind die genaueste Messung, die wir kennen. 2 Sekunden im Monat sind ein ppm. Trotzdem halte ich eine Uhr für sinnvoll und praktisch und genaue Uhren sind billig. Martins Erwarung halte ich allerdings auch für übertrieben. Meine Arbanduhr stelle ich monatlich um 20 Sekunden zurück.

Kay Martinen schribbselte:

Daaankeschön für dieses schöööne doitsche Gespräch.

IBTD: Die Temperaturkompensation wäre in wenigen Zeilen Code einzubauen. Die meisten Fahrradtachos zeigen auch die Temperatur an, also wäre die Information vorhanden. Da aber wie gesagt zur Geschwindigkeitsmessung eine Genauigkeit des Quarzes von 1000 ppm ausreicht (der Radumfang ist auch nur auf 1000 ppm einstellbar), spart man sich den Aufwand.

Am 05.06.26 um 16:22 schrieb Juergen:

Nein, das Netz ändert sich nicht. Wenn man im HAK den PEN auftrennt, ist es ein TN-C-S Netz. Ansonsten ist es entweder ein TN-C oder ein TN-S Netz.

Am 07.06.26 um 08:40 schrieb Wolf gang P u f f e:

Bei Neubauten sind hierzulande alle Zähler im Technikraum und der ist normal verschlossen. Meines Erachtens auch illegal aber es ist Standard. Ablesen müssen wir nicht, das geht selbstständig (smartmeter). Jetzt, als Stockwerkeigentümer, haben wir über einen gemeinschaftlichen Schlüssel Zugang zum Technikraum, denn wenn im Kellerabteil der FI-LS auslöst, dieser befindet sich im Technikraum....

Und seit wir eine PV-Anlage haben, stellt das EVU auch nur noch eine Gesamtrechnung für die komplette Überbauung und die Aufteilung auf die Eigentümer übernimmt die Verwaltung.

Am 07.06.26 um 19:14 schrieb Kay Martinen:

R, S und T kenne ich tatsächlich nur von der Geschichtsstunde während der Lehre. U, V und W werden aber heute noch benutzt, bei Motorklemmbrettern ist das gang und gäbe. Was mir nie jemand gesagt hat: Warum gerade diese Buchstaben?

Am 09.06.26 um 19:30 schrieb Kay Martinen:

XYZ?!? Wann war denn das? Motoranschlüsse kenne ich als U1/U2, V1/V2 etc. Ist auf jeden Fall logischer, dann sieht man gleich welche zusammen gehören.

Also das "Einzählermodell". Könntest Du dazu näheres erläutern? Wie ich es verstanden zu haben meine, hat dann die gesamte Gemeinschaft einen Vertrag mit dem EVU. Anstatt zwölf Grundgebühren würden wir dann hier im Haus nur eine bezahlen. Ist das so richtig? Ich sparte dann ein volles Drittel meiner Stromrechnung. Wir müßten nur ein einziges Panel als Alibianlage aufstellen um in den Genuß dieser Riesensubvention zu kommen.

Kann das sein, oder übersehe ich etwas wesentliches?

Danke Axel

P.S: Ich suche schon länger nach konketen Informationen, finde aber keine. Hochtrabendes Gelaber über Klima, ja, konkrete Details und Zahlen, nein.

Warum nicht in einem öffentlichen Bereich (Stiegenhaus, Freibereich im Keller)? Gerade ein reiner Zählerschrank (ohne FI und LS-Schalter) hat ja auch weniger Manipulationsmöglichkeiten.

/ralph -- ein Bekannter hat einen bösen Nachbarn gehabt, der ihm im Urlaub die Gefriertruhe abgeschaltet hat.

Eventuell "U" als traditionelles deutsches Symbol für Spannung, und dann beschlossen, dass nach vorne im Alphabet weiterzählen sinnvoller/weniger verwechslungsgefährdet ist, weil X,Y als Variable häufig und Z die Impedanz?

/ralph

Ich denke das ist Mieterstrom nach EnWG. Helfen diese Stichworte?

Grüße Marc, der seinen privaten Eigenverbrauch so abrechnen

Hallo,

Am 11.07.26 um 11:35 schrieb Ralph Aich>> Am 07.06.26 um 19:14 schrieb Kay Martinen:

Es wird noch doller!

Ich kann mich an Motorklemmbretter mit der Beschriftung

U V W Z X Y

erinnern.

Hier habe ich wieder eine Erinnerung daran gefunden:

"Allerdings ist es ein älterer AEG Motor welcher noch die Bezeichnungen UVW und ZXY besitzt..."

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Wegen "Cloudfare" leider nicht erreichbar:

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Ciao Walter

Nein, nicht im geringsten. Eben das wußte ich schon. "Mieterstrom" ist ein Obergriff und es gibt zur Umsetzung mehrere andere als das Einzählermodell. Zu all dem gibt es ausführliche Artikel z.B. bei sfv.de. Nur das für mich entscheidende fehlt überall.

Deshalb die Frage an den mit der konkreten eigenen Erfahrung.

Das "warum" kann ich nicht beantworten, aber bestätigen es ist so, sowohl hier in diesem Neubau als auch bei meiner Tochter in Berlin. Sie muß für jedes Ablesen den unfreundlichen und mürrischen Hausmeister bitten. Da der für sie gleichzeitig den Kontakt und Ansprechpartner ihres Vermieters darstellt, hat es Folgen, ihn zu ärgern, egal wie berechtigt und gestzlich vorgeschrieben ihre Bitten an ihn sein mögen.

Ihr Zählerstand ist ihr verborgen und Zwischenablesungen sind ihr nicht möglich. Der FI liegt in der Unterverteilung in der Wohnung und im Keller erwarte ich keinen. (Hier bei mir gibt es dort nur den von mir selbst nachträglich gesetzten für die Waschmaschine im Keller und für mein Kellerabteil. Die anderen Wohnungen haben für die Bereiche gar keinen.)

Zu Zeiten meiner Ausbildung (Elektromaschinenbau) waren diese Bezeichnungen noch weit verbreitet, neue Maschinen hatten natürlich U1-U2 etc.

Bei Gleichstrommaschinen dann A-B, C-D, E-F.

Da sollte man schon flexibel sein ...

Gemini meint, die Umstellung habe 1976 stattgefunden. (DIN 42401 -> VDE 0530-8 -> IEC.)

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