230V-Umstellung

Jun 05, 2026 Last reply: 1 week ago 160 Replies

Nicht nur das. Der letzte Travo (an der Straßenecke) hat ein spezielles Wicklungs"muster", das genau diesen Effekt ausgleicht.

Du meinst vermutlich Zickzackschaltung (Yzn) oder Ausgleichswicklungen. Wie verbreitet die im Gelände sind, kann ich aber auch nicht sagen.

Am 18.06.26 um 20:02 schrieb Stefan Wiens:

Das klingt ein bißchen nach "Phasenkoppler" so wie bei Powerline oder den Wechselsprechgeräten die auch über's Stromnetz "funkten". :)

Hier ist wohl der Ausgleich von Schieflasten gemeint. Aber wie das funktionieren soll müsste ich erst nachlesen/suchen. Vorstellen könnte ich mir das auf einer Stärker belasteten Phase in diesem Teil der Wicklung die Spannung steigt und so last auf die anderen beiden Wicklungs-teile übertragen wird. Ist aber nur wild geraten.

Und dann: WENN es einen LETZTEN Trafo geben kann. Schließlich hat nicht jede Straße eine "Ecke" :) und man korrigiere mich wenn ich das falsch sehe, aber in Ortsnetzen wird doch eine Vermaschung angestrebt. Da gibt es dann prinzipiell doch kein "Ende". Vermutlich bestenfalls Stichleitungen die in Seitenstraßen enden.

Bye/ /Kay

Ich habe ein ähnliches Problem mit Fahrradtachos. Beim aktuellen habe ich vier Minuten Abweichung zwischen den Zeitumstellungen, also in einem halben Jahr. Am Temperaturbereich liegt es eher nicht, die meiste Zeit liegen die Tachos ja in der Wohnung.

Ich hatte auch mal zwei baugleiche Tachos von Sigma, der eine ging sehr genau, der andere hatte mehrere Minuten Abweichung. Und das konstant, winters wie sommers, von daher denke ich, die Abweichung wird die Ungenauigkeit des Quarzes sein und im Werk wird offenbar kein Feinabgleich gemacht.

Leider kann man innerhalb der zweiwöchigen Frist für einen Umtausch auch nicht zuverlässig feststellen, wie genau die Uhr geht. Man kauft also die Katze im Sack.

Wenn man, wie ich, keine Armbanduhr trägt und nicht immer das Handy auf den Lenker schnallen will, dann ist so eine ungenau gehende Uhr die Pest. Man kann ihre Genauigkeit auch nicht korrigieren, weder per Software noch mit einem Trimmer, o.ä. Man müsste sie jeden Monat neu stellen und dafür muss man sich jedesmal durch das ganze Menü hangeln. Das macht man nicht freiwillig.

Dabei gibt es aus dem Unix-Umfeld seit Ewigkeiten ein einfaches und leicht zu implementierendes Verfahren: hwclock und adjtime. Wer das nicht kennt: Man hat im Prinzip zwei Uhren, eine Hardwareuhr, das ist die mit der Abweichung, und eine Systemuhr in Software, die die eigentliche Zeit zählt. Jedesmal, wenn man die Uhr stellt, berechnet das hwclock-Programm die Differenz zur Hardwareuhr und zieht sie von Uhrzeit der Systemuhr ab oder addiert sie. So wird die angezeigte Zeit mit der Zeit immer genauer. Man braucht die Abweichung nicht anzugeben, die rechnet sich das Programm selber aus. So hatte man im Unix-Bereich schon vor NTP mit wenig Aufwand genau gehende Uhren.

In einem Mikrocontroller könnte man das leicht implementieren, indem man den Teiler für den Uhrentakt variabel macht und bei jedem Stellen der Uhr anhand der Abweichung errechnet und passend setzt. Diese Teiler sind heutzutage ja in der Regel ohnehin programmierbare Zähler. Man bräuchte in einem Fahrradtacho auch keine schleichende Annäherung an die wirkliche Zeit, sondern könnte sie hart setzen. Das vereinfacht alles. Fahrradtachos haben heutzutage jede Menge Schnickschnack eingebaut, den kein Mensch braucht: Kalorien"zähler", eine Anzeige, wie viele Bäume man gerettet hat, weil man nicht Auto gefahren ist, wie viel CO_2 man eingespart hat, usw. Nur diese sinnvolle Funktion, die sicherlich mit wenig Aufwand implementierbar wäre, hat meines Wissens kein Fahrradtacho.

Alternativ wäre ein Fahrradtacho mit Funkuhr eine schöne Sache, gibt es aber auch nicht. Dabei gibt es seit Ewigkeiten Funkwecker für wenig Geld und mit wenig Stromverbrauch. Die Technik ist also da.

An solchen Details merkt man IMHO immer wieder, dass die Leute, die solche Produkte entwickeln, sie selbst nicht benutzen, sonst wäre ihnen das Problem schon längst aufgefallen.

Es gibt dann nur den ganz großen Sprung auf Tachos mit eingebautem GPS, das geht dann aber schon in Richtung Navis und sie haben vermutlich auch einen so hohen Stromverbrauch, dass man sie nahezu täglich aufladen muss, wogegen die kleinen Fahrradtachos mit einer Knopfzelle mehrere Jahre laufen.

Sorry, das musste mal raus, nervt mich schon seit Jahren! :-)

[Xpost und Fup2 de.rec.fahrrad]

Martin

Am 19.06.26 um 21:37 schrieb Martin Klaiber:

Ja, nun, eine Uhr in einem Tacho ist auch nicht wirklich Teil des zentralen Funktionsumfangs, sondern lediglich ein Gimmick, das 99% der Kunden wahrscheinlich nie nutzen. Schon allein die Wahl des Fahrrad als Verkehrsmittel ist ein Indiz, das ein paar Sekunden mehr oder weniger gerade nicht sooo die zentrale Rolle spielen ^_-.

Womöglich ist da noch nicht einmal ein dedizierter Uhrenquarz drin, sondern der Microcontroller zählt einfach über einen der integrierten Timer seine Taktimpulse. Für die exakte Bestimmung der Geschwindigkeit als zentrale Funktion eines Tacho genügt dies vollauf.

Features, über die sich andere Kunden freuen, sind also "Schnickschnack, den kein Mensch braucht", aber dein persönliches Wunschfeature ist so zentral, das der Hersteller zusätzlichen Soft- und Hardwareaufwand treiben und womöglich gar noch eine kostenintensive Kalibrierung im Werk durchführen soll?

Kostet Geld. Bei einem Nischenprodukt wie einem Fahrradtacho sogar relativ viel, da die Zeitzeichensender nicht international standardisiert sind und der Hersteller etliche Varianten in der Produktions- und Vertriebslogistik unterscheiden müsste.

Funkwecker dürften um mehrere Größenordnungen höhere Stückzahlen erreichen, so das das dort weniger ins Gewicht fällt.

Ja, GPS ist ein massiver Stromfresser. Das ergibt erst Sinn, wenn in einem Navigationsgerät zum einen die Positionsinformation benötigt wird und zum anderen hinter dem großen Display Platz für einen fetten Akku ist.

Als Basis für eine Uhr ist GPS zudem schlecht geeignet, da keine Informationen zu Zeitzone und Sommerzeit übermittelt werden und diese (bei dem Mangel an Bedienelementen an einem Fahrradtacho ziemlich mühsam) vom Endkunden konfiguriert werden müssten. Weiterhin besteht eine variable Differenz zur Uhrzeit (zur Zeit ~18sek), da die GPS-Zeit kontinuierlich fortschreitet und bewusst keine Schaltsekunden berücksichtigt. Auch das müsste noch konfiguriert werden, damit die Uhr nicht doch wieder subjektiv falsch geht.

Oder so. Trvowicklungen waren in meiner Ausbildung nur ein Randgebiet, und i.d.r. einfache 1 oder 3 Phasen Travos für Kleinspannung (24V~, aber durchaus bis 30 A).

  • Hergen Lehmann snipped-for-privacy@snafu.de:

Die Chancen sind intakt, dass es "ewig" bei den 18 Sekunden bleibt.

- Andi

GPS überträgt den Offset zu UTC, da muss man nichts konfigurieren.

Bei mir auch, das ist allerdings Jahrzehnte her. Ich erinnere mich noch das es verschiedene Möglichkeiten gibt (Stern/Dreieck oder kombinationen) und das man es Unter- und Ober-spannungs-seite nannte, statt Primär und Sekundär. Und natürlich das es Schalt"gruppen" gab. Steht im Fachkundebuch von damals genauer - wenn ich das je Offline nachlesen wollte. Oder im Dümmler Tabellenbuch.

Wow, das müssen wohl steuertrafos gewesen sein, für SPS o.ä. Hatte ich nur eine kurze Zeit lang praktisch mit zu tun (Schaltschrankbau). Aber später etwas heftigeres als das selbst besessen, einen Alten Kinogleichrichter der 50A DC am Ausgang liefern konnte (Dreiphasig angeschlossen) und das Gleichgerichtet und mit Transduktoren-Stellern. Ein Brachiales Gerät. ;-) Und faszinierend, wie man durch DC in der Steuerwicklung auf der AC-Seite (dreiphasig) den Strom einstellen kann, bevor es in den Selen-gleichrichter ging. Rein Elektro-mechanisch! Haupt- und Steuer-trafo hatten 3Ph.Anschluß und mehrere Anzapfungen und Schaltmöglichkeiten.

Unter last mit einem Lichtbogen-Lampenhaus ging die Spannung aber von 50 auf ca 25 Volt runter, der Strom blieb aber gleich. Works as Designed!

(Schutz)kleinspannung bevor es den Begriff noch gab? Das Teil war aus den 50-60'ern. ;)

Bye/ /Kay

Hergen Lehmann schribbselte:

Wir lassen uns grundsätzlich km/h, Tageskilometer und Uhrzeit bei unseren Fahrrad-Tachos gleichzeitig anzeigen.

Wasserdichte Funk-Armband-Quarzuhren mit Multiband-Empfänger (!) gibt es von Markenherstellern wie etwa Casio komplett mit allem schon so ab 50 Öro im Endverkauf. Batterielaufzeit etwa 3 Jahre.

Das ist längst keine Raketenwissenschaft mehr.

Ach, was. Einfache Fahrrad-Tachos gibts so ab 15 Öro. Dann noch ein Casio-Multiband-Funkmodul und ein anderes Gehäuse - ich wüßte nicht, wieso das nicht für irgendwas um 65 oder 70 Öro von einem großen Hersteller wie etwa Sigma zu machen sein sollte.

Die WOLLEN halt NICHT.

Am 20.06.26 um 17:14 schrieb Henriette P. Krokenkorch:

Casio hat das mit den genau gehenden Uhren vor 40 Jahren schon hingekriegt und ist damit aber auch ziemlich alleine, zumindest solange wir über preiswerte Uhren sprechen.

Es ist *nicht kaufentscheidend,* also weg damit. Das machen eigentlich alle Hersteller. Gäbe es eine signifikante Nachfrage, wäre das Feature drin.

Marcel

Marcel Mueller schribbselte:

Das war mal. Schon vor etlichen Jahren kam z. B. auch Citizen drauf, daß sie wesentlich mehr verdienen, wenn sie nicht nur eigene Uhren mit ihren Werken bauen, sondern die Kaliber auch an Fremdhersteller/OEMs verkaufen.

Die fallen da zu Millionen vom Band, bekannt unter dem schönen Namen Miyota (100 % Citizen).

Selbst die billigsten Teile aus Plastik liegen da im Bereich von +2 bis +4 Sek./Monat, ganz ähnlich wie bei Casio.

Seiko bedient den Ultrabillig-Markt AFAIK nicht, aber auch da bekommt man Kaliber wie das klassische NH35 oder NH36 schon für unter 30 Öro im Endverkauf (OK, das sind Automatik-Kaliber, aber wirklich gut, robust und langlebig, bekannt als "Traktor", und sie lassen sich mit einer Zeitwaage sehr gut trimmen).

Was bei Quarzen nach- oder zu viel vorgeht, kommt direkt aus der maschinellen Prüfung in den Schrott, da tun die nicht rum.

Und z. B. die ganzen Discounter-Quarzuhren um 20 bis 25 Öro haben diese Miyota-Kaliber drin. Ist halt nach 2 Jahren die Batterie leer.

Markenhersteller wie etwa Ronda zeichnen sich dann durch sehr gute Quarzkaliber aus, die komplett aus Metall und reparierbar und mit Steinen bestückt sind. Da hält dann eben eine Batterie um 4 Jahre und länger, selbst mit täglich zu schaltendem Tagesdatum. Aber rein von der Ganggenauigkeit her können die da keine Rekorde mehr brechen.

Ergo: Wenn man heute eine Quarzuhr erwischt, die nach- oder mehr als 4 oder

5 Sek./Monat vorgeht, hat man sich mit ultrabilligstem China-Schrott granatenmäßig versch***ern lassen.

Hallo Kay,

Du schriebst am Sat, 20 Jun 2026 16:10:16 +0200:

Elektro-_magnetisch_ - der Stellstrom verändert den Arbeitspunkt auf der Hystereseschleife. ...

Ja, Lichtbögen sind negative (differnteille) Widerstände, bei Stromerhöhung sinkt da die Brennspannung. Aber das weißt Du ja sicher alles schon...

Weiß ich nicht, aber dann wäre die Frage warum. Auf den Tacho am Lenker zu schauen, der ohnehin im Sichtfeld liegt, ist viel einfacher, als dafür extra den Arm zu drehen und auf die Armbanduhr zu schauen.

Wenn es Sekunden wären, würde ich ja nichts sagen. Aber es summiert sich auf locker 4-5 Minuten im halben Jahr. Und wenn ich mit dem Rad zur S-Bahn unterwegs bin, ist das schon eine relevante Zeitinformation.

Die Vermutung hatte ich auch schon.

Ein Kalorienzähler ist sinnfreier Schnickschnack, zumindest in der Weise, in der er bei den einfachen Tachos integriert ist. Da wird kein Systemgewicht abgefragt und es geht auch keine Höheninformation oder die Windgeschwindigkeit mit ein, weil sie gar nicht erhoben werden. Das einzige, was der Tacho kennt, ist die Geschwindigkeit, das reicht aber nicht für den Energieverbrauch. Wer mit 15 km/h unterwegs ist, kann gerade mit viel Gepäck und Anstrengung einen Berg hochfahren, oder gemütlich in der Ebene dahinradeln oder ohne zu Treten einen Berg hinabrollen. Ebenso bei der Frage von Rücken- oder Gegenwind. Von null Watt bis zu mehreren hundert Watt sind da also alle Leistungen möglich und entsprechend auch der Energiebedarf.

Die Gangabweichung einer Uhr kalibrieren zu können, ist sicherlich nicht nur mein persönliches Wunschfeature. Diese Möglichkeit hatten sogar schon die mechanischen Uhren meiner Großeltern. Die hatten dafür unter dem rückseitigen Deckel ein Schräubchen, mit dem man die Federspannung der Unruh verstellen konnte.

Naja, einmal den Faktor für den Teiler der Taktfrequenz zu berechnen und zu setzen, wenn die Uhr gestellt wird, ist ja nun kein übermäßiger Aufwand. Für den o.g. Schnickschnack sind ja auch Ressourcen da.

Das hatte ich nicht gefordert. Das ist auch nicht nötig, weil nach dem ersten Stellen die Gangabweichung weitgehend korrigiert ist und bei jedem weiteren Stellen immer besser wird.

Ja, das ist ein Argument. Wobei es aber auch Reisefunkwecker gibt, die mehrere Zeitzeichensender empfangen können. Es geht also, wenn man will. Wie viele muss man empfangen können, um weltweit versorgt zu sein? Drei bis vier müssten doch reichen, oder?

Ja, auf der anderen Seite kosten Mittelklassefahrradtachos auch gerne um die 50 Euro, ohne dass da die Möglichkeit eingebaut ist, die Uhrzeit einfach korrigieren zu können. Das Geld ist da und wird auch ausgegeben. Das sieht man ja auch am Markt der GPS-Tachos oder der Fitness-Armbänder, wofür hunderte Euros locker gemacht werden.

Es wird wohl so sein, dass es niemanden wirklich interessiert. Was ich nicht nachvollziehen kann. Eine Uhr, von der man nicht weiß, wie genau oder ungenau sie aktuell geht, ist in meinen Augen ziemlich wertlos.

Man sieht allerdings auch immer mehr Radfahrer in der Stadt mit einem Handy am Lenker. Die werden das sicher nicht nur als Navi benutzen. In der Stadt kennt man mit der Zeit ja die Wege. Vielleicht ist es doch so, dass vielen die genaue Uhrzeit wichtig ist, und da die Hersteller es nicht schaffen, genau gehende Uhren in Tachos einzubauen, behilft man sich eben mit dem Handy am Lenker.

Martin

Also ich habe Transduktoren eher als einphasig erlebt; in größeren Ladegeräten waren dann drei verbaut.

Fortschrittliche Transduktoren konnten auch Phasenanschnitt. Und dahinter ein Germaniumgleichricgter.

Seiko hat auch ein paar Billigmarken, z.B. Alba.

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wobei die zeitweise auch sehr schöne Dinge gemacht haben, z.B. die Riki Watanabe Desinger-Uhren.

Ja, wobei in Fahrradcomputern, Auto-Einbauuhren etc. wohl oft noch schlechteres verwendet wird. Eine Markenuhr (z.B. Casio) für 20 Euro ist eh für alle praktischen Belange ausreichend, nur in diversen Geräten wo die Uhr nicht die Hauptfunktion ist, wird eben noch billgeres eingebaut, das halt irgendwie die Zeit anzeigt, aber zwischen Sommerzeitumstellungen schon nervig falsch geht.

Ich glaube Ronda macht das nicht, aber ETA hat zwei Qualitätsstufen: Thermokompensierte genaue Werke und "normale". Seit einer Reform der Regeln können nur mehr thermokompensierte Quarzwerke eine Chronometer- Zertifizierung bekommen, wenn du eine chronometerzertifizierte Quarzuhr (z.B. von Breitling) kaufst, dann ist da so ein "besseres" Werk drin.

Ja. Aber das sind Entscheidungen, die halt oft andere für einen Übernehmen. Niemand wir sein Auto wegwerfen, weil die Uhr inakzeptabel falsch geht.

/ralph

Am Sun, 21 Jun 2026 05:53:29 -0000 (UTC) schrieb Ralph Aichinger snipped-for-privacy@h5.or.at> zum Thema "Re: Genauigkeit der Uhren in Fahrradtachos":

Stimmt. Gerade bei Kfz. Über 20 Jahre bin ich mit einem Astra F Bj.1996 rumgefahren, bei dem die Uhr zwischen den Zeitumstellungen zwei bis drei Minuten "zulegte". Nachdem das klar war, habe ich sie bei der Umstellung halt zwei Minuten nachgehen lassen. Sehr entspannend wenn ich zu Terminen musste, auf 2 Minuten kam es selten an.

Beim letztes Jahr gekauften gebrauchten Bj. 2013 beobachte ich noch, ob es Abweichungen gibt.

Am Sat, 20 Jun 2026 11:53:08 +0200 schrieb Hergen Lehmann snipped-for-privacy@snafu.de zum Thema "Re: Genauigkeit der Uhren in Fahrradtachos":

Kann man so sehen. Ich nehme mit dem Rad allerdings Termine im Kurzstreckenbereich wahr und habe bei Radtachos schon vor 30 Jahren darauf geachtet, dass sie auch eine Uhr haben. Schon als Jugendlicher habe ich am damaligen Leichtkraftrad ("80er") eine Uhr nachgerüstet, da gabs noch nicht mal die heutigen Radtachos sondern nur mechanische mit Abnehmer am Vorderrad und Welle dahin. Sogar von VDO. Hatte ich an einem Rad tatsächlich mal.

Zwischen 1996 und 2000 habe ich sogar einen Radtacho an ein größeres Motorrad gebaut, weil serienmäßige Tacho einiges voraus eilte, aber auch um eine Uhr zu haben. Mit den üblichen Motorradhandschuhen kann man nämlich gar nicht auf eine Armbanduhr schauen.

Die anderen genannten Funktionen kosten ein bisschen Entwicklungsaufwand und dann nichts mehr. Eine genauere Uhr kostet bei jedem produzierten Stueck. Wieviele Kunden gibt es, die bereit waeren, den sich ergebenden Mehrpreis zu zahlen? Offensichtlich nicht genug, dass es auch nur ein Hersteller bei einem Modell macht.

Bei mir geht die Uhr zwischen zwei Zeitumstellungen 2min vor, damit kann ich leben, deswegen wuerde ich mir keinen neuen Tacho kaufen (und bei einem Neukauf waeren andere Kriterien wohl entscheidender). Und dabei ist der Fahrradtacho durchaus oefters meine Alltagsuhr (normalerweise habe ich kein Handy und keine Armbanduhr dabei).

Wenn ich mir die Zeitumstellung sparen koennte, das waere mir aber schon ein paar Euro wert.

Klar zeigt der nicht bzw. nur mit Glueck die tatsaechlich verbrauchten Kalorien an, aber voellig sinnfrei ist die Anzeige nicht. Z.B. habe ich zwei Runden gemacht:

km Av km/h cal Datum

112.25 20.8 2071 2026-06-14 111.19 20.8 2181 2026-06-21

An beiden Tagen war wenig Wind, und da es Runden waren, haben ich Saldo 0Hm gemacht. Was sagt die cal-Angabe jetzt? Dass bei der zweiten Runde es mehr Variabilitaet in der Geschwindigkeit (laengere schnelle Abschnitte oder vielleicht auch gleich lange schnelle Abschnitte, dafuer mit hoeherer Geschwindigkeit) dabei war, was auf steilere oder mehr Anstiege und Gefaelle hindeutet. Und ich denke, das war auch der Fall.

Klar, aber wenn Du eine Runde drehst, wird die potentielle Energie, die Du beim Rauffahren reinsteckst, beim Runterfahren in kinetische Energie umgewandelt, die der Kalorienzaehler dann mitzaehlt.

Ja. Inwieweit sich das bei einer Runde ausgleicht, wenn der Wind gleich bleibt, habe ich noch nicht ueberlegt.

Ein weiterer Aspekt, den der Kalorienzaehler nicht beruecksichtigt, ist das Bremsen. Wenn einer z.B. beim Runterfahren staendig bremst, wird die potentielle Energie nicht vollstaendig in kinetische Energie umgewandelt, und der Kalorienzaehler wird die verbremste Energie natuerlich nicht mitzaehlen.

Fuer die meisten Kunden ist das aber einfack ein Gimmick, mit dem sie eine ungefaehre Idee bekommen, wieviel so eine Radfahrt verbraucht, und die sie mit den Angaben auf den Nahrungsmittelverpackungen vergleichen koennen.

- anton

Am 20.06.26 um 20:36 schrieb Sieghard Schicktanz:

Sorry, bei Elektro-Mechanisch hatte ich den Draht-stellwiederstand im Blick. Im grunde ein Fettes Stell-Potentiometer das die DC-Steuerspannung in die Steuerwicklung der 3 Transduktoren schickte. Auf deren anderen Schenkeln die drei Sekundären Phasen vom Haupttrafo an lagen. Erst nach dem ging es auf den GleichRichtEr.

Aber es stimmt wohl. AFAIR ändert der Steuerstrom die Sättigungsmöglichkeit der Wicklungen was strom dämpfend wirkt. Ist ca.

45 Jahre her das ich darüber nach las.

Es ist einfache logik. Zum Zünden muß man die Kohlen kurzschließen und dann auf ziehen. Das dabei die Spannung in den Keller geht ist klar. Und das der Lichtbogen in Luft brennend mit steigendem Abstand der Spitzen immer mehr widerstand erzeugt - bis er aus geht - ist auch klar. Darum ja die Stromeinstellung, weil es auf die Spannung nicht ankommt und ein gleichmäßiger Strom gleiche Lichthelligkeit verspricht. Es darf nur nicht zu wenig strom (eingestellt) werden sonst geht er früher aus oder zündet gar nicht erst.

Das Lampenhaus hatte aber keinen automatischen Nachsteller, nur eine Drehkurbel. Minimum-distanz (so das der Parabolspiegel noch was ab bekam) waren ca. 5mm und maximal etwa 15mm - zwischen den Spitzen.

Mit einer etwas anderen Ansteuerung soll man (wie ich damals nach las) aber auch Spannungs-steuerung gemacht haben.

Bye/ /Kay

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