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Feb 28, 2005 87 Replies

Hallo,

genau, es ist nur die fehlerhafte Anlage. In einer einfachen Haus-Elektroinstallation gibts auch keine Frequenzumrichter alter Bauart, neuartige richten sowieso erst gleich.

Also, mir ist die Hutschnur geplatzt als die 30 mA-FI-Schutzschaltung von einem Möchtegernelektromeister in irgendeinem Beitrag hier abgelehnt wurde, weil "die Dinger nicht halten".

Wenn "die Dinger nicht halten" sollte er einmal "durch die Anlage kriechen" !

Es gibt im Moment keine bessere Standartschutzschaltung, insbesondere, wenn Kinder im Haushalt sind.

have a nice day

mfG Baumann

Nachtrag,

und wie niederohmig der Betriebserder sein muß, kann mann ausrechnen, je nach Anzahl der Schutzschalter am Erder.

Ich empfehle folgende Literatur:

KIEFER VDE 0100 und die Praxis, VDE-Verlag

mfG

Ingenieurbüro Baumann

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Am Sun, 6 Mar 2005 16:33:02 +0100 schrieb Leo Baumann :

Aber "zu niederohmig" kann er m.E. eben nicht sein:-) Ich hätte unter "einfache E-Installation" auch sowas wie eine Wohnung/Haus verstanden, also sicher ohne FUs, vielleicht aber mit 24kW E-Durchlauferhitzer. Ich weis nicht, ob die üblichen Blankdrahtsysteme genügend symetrisch, etc. sind, daß da ein FI nicht auslösen könnte, ich weis aber auch nicht, ob die überhaupt über FI verbaut werden.

vielleicht aber mit 24kW

Blankdrahtsysteme

Hi Martin,

VDE sagt ausdruecklich bei den "Badezimmer-FIs", dass elekt.Warmwasserbereiter nicht darueber angeschlossen werden brauchen.(Speicher und DLE). Was nicht heisst, dass man es nicht duerfte.Viel Sinn machts nicht, die fallen nicht in die Wanne und uebers Wasserrohr sind sie auch noch zusaetzlich toll geerdet. Dann koennt man ,nur Bad,auch sehr kleine FIs,2pol.25 A, nehmen und sogar mit 10 mA Fehlerstrom.

10 mA, laesst das den Schluss zu, dass es richtig erfrischend sein koennte, in der einen Hand den Foen,in der and.Hand den Rasierer, in die Wanne zu huepfen ? Naja, manchmal uebertreib ich etwas.

Gibts eigentlich noch von Markenherstellern Blankdraht-Durchlauferhitzer ? Gut, sie sollen ja kaum verkalken, wenn der Heizdraht blank im durchstroemen.Wasser liegt.

Mit Gruss bastian

bastian schrieb:

Bin mir inzwischen nicht so sicher, das du übertreibst. Vor einiger Zeit eine Wanne aus Kunsstoff (Keramik?) bewundert. Rohrsysteme aus Kunsstoff. Wenn sich dort jemand in der Wanne rasiert, könnte ich mir vorstellen, das wenn überhaupt ein nennnenswerter Fehlerstrom fließen sollte, der den FI nicht auslösen würde. Viele Geräte brauchen ja keinen Schutzleiter mehr. Hinzu kommt, das manch Zeitgenosse durch die hohe Fehlerstromempfindlichkeit meint, es könne nichts mehr passieren. Frage: "Wozu brauchen wir eigentlich noch Sicherungen?" Vor einiger Zeit vernommen ;-(

X-No-Archive: Yes

begin quoting, bastian schrieb:

Nun gibt es bekanntlich Wasserrohre aus nichtleitenden Werkstoffen (Glas, Kunststoff) sowie Isoliermuffen zur Vermeidung elektrochemischer Korrosion. Also sollte man sich auf Wasserleitungserdung nicht verlassen.

Gruß aus Bremen Ralf

Und jetzt erlaub ich mir noch einmal, ganz leise, die Frage, was für eine Bewandtnis dann der Erdungswiderstand wohl haben soll.

Wenn es doch _eh_ erst auf den Fehlerstrom während der Berührung ankommt, den Strom, welcher letal durch den Körper des Menschen hindurch rinnt.

Wann wird der Wesenszweck des FI-Schalters wieder einmal in die Köpfe der Vorschriftsmacher hineindiffundieren, daß der FI schon auslösen soll, _bevor_ ein Menschlein ein defektes Gerät antappt?

Das Prinzip des FI - Schalters ist das Erkennen einer zu hohen _Berührungsspannung_ an einem defekten Gerät. Schlau wie das Gerät ist, mißt es nicht die Spannung sondern den Fehlerstrom und berech- net aus dem Erdungswiderstand nach dem _einfachen_ ohmschen Gesetz die Berührungsspannung. Es schaltet aus, _bevor_ wer hintappt.

Badewanne:

10mA in der Badewanne sind letal, egal, was die Professoren dazu sagen. Alldieweil der FI-Schalter den Strom ja nicht auf 10mA begrenzt, wenn der Fön ins Wasser fällt. Der Strom kann leicht 1000mA oder mehr gewesen sein vor dem Abschalten. Nur einem Juristen kann wer einreden, daß das Typenschild auf dem RCD/FI sowas wie eingebauter Vorwiderstand wäre, der den Strom begrenzt.

MfG Glaser

Hallo Horst-Dieter, sicher kann es bei Kunststoffwanne und Abfluss sein, dass der 30mA Fehlerstr.nicht erreicht wird und nicht abgeschaltet wird. Bei weniger als 30 sollte man aber auch nicht sterben. Andererseits gibts ja eben auch die 10 mA-Schalter.

Andererseits, fasst man dann aber einen Speicher-Wasseranschluss oder die Mischbatterie an, fliegt der FI eben doch. Nur, bei fehlendem FI wuerde die Nullung absolut nichts tun. Deswegen heisst sie ja auch N u l l -ung.

Mehr geht halt nicht. Mit Gruss bastian

Hallo, Dieter,

Du (Dieter.Wiedmann) meintest am 07.03.05:

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Solltest Du ihr wärmstens empfehlen.

Viele Grüße! Helmut

Am 2005-03-06 schrieb Franz Glaser (KN):

Für mich ist ein FU "einfache Elektroinstallation". ;-) Ist schneller gebaut wie eine Sterndreieckschaltung. ;-)

Nur verbaue ich dort weitaus seltener einen RCD. Aber: Jedes Schaltnetzteil hat ganz ähnliche Wirkungen auf einen RCD wie ein FU, denn das Problem ist ja die elektrostatische und (weniger) elektromagnetisch abgestrahlte HF Leistung, die über die Abschirmung auf dem Erder landet und so ganz simpel den RCD auslöst. Hast du mal gezählt, wie viele Geräte heute ein Schaltnetzteil im Haushalt haben?

Man kann sich nur freuen, dass die meisten schutzisoliert sind und zudem isoliert zur Erde stehen.

Wenn das mit den Rechnerleistungsaufnahmen so weiter geht, wird es nicht mehr lange dauern und du schließt sie auf Drehstrom an...

Am Mon, 7 Mar 2005 21:49:46 +0100 schrieb Juergen Bors :

"Elektrostatisch abgestrahlt"? Naja, sind halt Ableitströme über die Filterkondensatoren. Aber wenn es zuviel ist, dann kann es einen FI auslösen.

Das sind dann die Geräte mit hochohmigen 115VAC auf der Masse - nicht gefährlich für Menschen aber manchmal unangenehm und manchmal gefährlich für Elektronik.

Dann kompensieren sich die Ableitströme vielleicht wieder zu Null (Sternpunkt)?

bastian schrieb:

Wenn ein an 230V angeschlossenes Gerät in eine solche Badewanne versenkt wird, kann der dann fließende Strom schon größer als

30mA sein. Die Isolierung solcher Badewannen kann so gut sein, das also der FI-Schalter gar nicht ansprechen muß. Die Gefahr könnte sein, das es dann zu Herzkammerflimmern oder/ und zu Muskelverkrampfungen kommen könnte.

Wie angedeutet, erstmal reine Spekulation. Ich würde solche einen Versuch trotzdem nicht wagen ;-)

Wenn jemand in der Badewanne sitzt, müßen solche Einrichtungen nicht unbedingt im Handbereich liegen.

richtig

Jein. Die Überlegung ist zwar richtig, aber wenn das Gehäuse wirklich gut geerdet ist, liegt auch ohne FI und Abschaltung keine Berührspannung mehr an, da es über den niederohmigen PE auf Erdpotential herabgezogen wird, die gesamte Berührspannung also am Widerstand des Isolationsfehlers im Gerät abfällt (wenn das Gehäuse /niederohmig/ am L liegt, löst eh der Leitungsschutzschalter aus).

Du beschreibst den normalen Schutz nach Schutzklasse I, der keinen FI erfordert.

vG

Geh=E4use

Ach nein doch, ich beschreibe den Schutz nach Schubert's Symphonie Nr. 8, der Unvollendeten, die neuerdings als 9. benummert wird.

Wo der FI-Schalter den Fehlerstrom erkennt, der durch den Erdschlu=DF =FCber den Schutzleiter "zur Erde" rinnt. Da gen=FCgen dann eben 300mA statt 15A, um den Strom abzuschalten. Selbst ein Erdwiderstand von

100 Ohm w=FCrde da nur 30V Ber=FChrungsspannung am defekten Ger=E4t verursachen und meist lange vor der Ber=FChrung ausschalten.

Die 30mA Ausl=F6sestrom sind der Bl=F6dsinn der Nebuchanten, aber was hab ich mir da schon das Maul fusselig geredet: Der Schalter begrenzt ja nicht den Strom, die Dinger haben keinen Widerstand eingebaut.

MfG

Am 2005-03-07 schrieb horst-d.winzler:

Ähm, von wo nach wo (außer von L nach N) fließt denn in einer isolierten Wanne Strom? Solange der Badende nicht gerade geerdete Wasserhähne anfasst und zudem ein Totes Meer in seinem Bad simuliert, wird es eher schwierig einen RCD wirklich davon zu überzeugen, dass er auslösen soll.

Wie viel Mikrosiemens hat denn wohl sauberes Badewasser?

Wie?

Toll: Eine Badewanne ohne Mischbatterie. Was die Leute so alles fortschrittliches haben...

Am 2005-03-07 schrieb Martin:

Hm. Wenn ein Y Kondensator richtig funktioniert, sollte ja gerade kein FI auslösen, deshalb nimmt man ja zwei gleich große Kondensatoren, damit es keine Stromdifferenzen zwischen N und L gibt. Um einen Differenzstrom hin zu bekommen, ist recht wahrscheinlich ein PE oder ein geerdetes Teil (Schirm) beteiligt.

Juergen Bors schrieb:

Nein. N und L sind nicht symmetrisch zu PE.

Ciao - Peter

Am 2005-03-08 schrieb Peter Muthesius:

Wo liest du das?

Juergen Bors schrieb:

Vielleicht von N nach L?

Sowas läßt sich messen. Man macht dazu am Besten eine Meßreihe mit normal verschmutztem Badenden. Kleine Indianer gelten da schon als schwer verschmutzt.

Nichts Neues. Der vornehme Römer rief und eine hübsche Sklavin kam mit wohltemperiertem Badewasser. Also, wozu benötigte der eine Mischbatterie?

Am Tue, 8 Mar 2005 21:35:50 +0100 hat Juergen Bors geschrieben:

Ist doch klar: L hat ca.230V gg. PE, N hat ca. 0V gg. PE - nicht symmetrisch. Wenn genügend Y Kondensatoren an 3poligen Geräten (=genügend Geräte) vorhanden sind, dann kann dein FI auch auslösen, wenn diese in Ordnung sind. Wenn sie gleich groß sind, dann hast du genau (bei 230V)

115V über 2*C_Y gg. PE, die Ströme summieren sich.

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