Strom wird nicht verbraucht?

May 27, 2004 111 Replies

Hallo, ich habe letztens einen FI Schutzschalter (Wechselstrom) gesehen an dem eine Phase und ein Neutralleiter angeschlossen waren. Nach einigem googeln fand ich ein Beschreibung die da lautete:



Der FI würde die hineinfließenden Ströme mit den hinausfließenden Strömen vergleichen. Tritt eine Differenz der beiden Ströme auf (hinaustretende Strom ist kleiner als der hineinfließende) so lößt der FI Schalter aus, weil ein Fehlerstrom gegen Erde abfließt. Soweit so gut.



Ich dachte eigentlich immer, dass in einem Verbraucher, der Strom verbraucht wird (Motor, Heizung ect.pp).



Wenn aber derselbe Strom im Neutralleiter zurückfließt, kann ja nichts verbraucht worden sein. Krasser Denkfehler meinerseits nehm ich an, aber wie hängt das zusammenhängen?



Danke JDX


Ganz einfach.

Der FI vergleicht den in den (Verbraucher-)Stromkreis hineinfließenden Strom mit dem herauskommenden Strom. Hat sich ein Teil des Stromes davongestohlen schaltet er ab.

mfg Wilfried

Wilfried Dietrich schrieb:

Sorry, aber das war nicht meine Frage. Das wußte ich bereits ;)

JDX

[...]

Also, der Strom wird nicht verbraucht, das stimmt schon. Stell dir das vereinfachst so vor: Der Strom (Elektronen) wird von einem Gerator, Batterie oder sonstwas durch die Leitungen "gedrückt", verrichtet dort im Verbraucher Arbeit und muß natürlich wieder zurück (Sonst würden ja irgendwo aus den Leitungen die Elektronen tropfen ;-)). Das kannst du dir so wie bei einer Wassermühle vorstellen: Durch die Fallhöhe/Fluß des Wassers wird das Wasserrad angetrieben, das Wasser fleißt trotzem weiter. Das Rad wird halt durch die kinet. / potent. Energie des Wasser angetrieben, das Wasser selbst wird nicht verbraucht.

Fachlich nicht ganz korrekt, aber einafch zum Vortsllen

Schönen Abend,

-Robert

Hallo, Jens,

Du (M=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6=F6p) meintest am

27.05.04:

Das ist Stoff der 6. Klasse Hauptschule, aber kein Thema dieser Newsgroup.

Viele Grüße! Helmut

Robert Rudolf schrieb:

Aha.

Gute Erklärung deinerseits. Aha, dann fließt also dieselbe Menge Strom die ich von den E-Werken bekomme auch an sie zurück.

Das wirft aber die Frage auf, für *was* ich die Menschen von den E-Werken bezahle? Hat es etwas mit der Elektrischer Arbeit zu tun, die deren Strom bei mir verrichtet hat (Wasser erhitzen Kühlschrank Motor usw).?

Den Teil habe ich aber gut verstanden ;)

Dito.

Danke

JDX

Jens Dubrovnik verlautbarte zum Themenkomplex Re: Strom wird nicht verbraucht?:

Dieselbe Mange an elektrischer Ladung, d.h. Elektronen. Strom ist das Fließen der Ladungen.

Dafür, dass sie die Elektronen fließen lassen.

Ja. Der Stromfluß transportiert Energie, du bezahlst die geleiferte Energie. Übrigens zählen Haushaltszähler tatsächlich nur den Wirkstrom, d.h. wenn Ladungen herumfließen, ohne Arbeit zu leisten (Blindstrom), bezahlst du es nicht.

Michael Kauffmann

Michael Kauffmann schrieb:

Gut, kann ich mir vorstellen.

Das auch ;)

Das noch nicht so ganz. Wird diese Energie aus den Elektronen oder aus Spannung und Elektronen gebildet?

Beispiel: Ich habe einen Wasserkocher mit einer niederohmigen Heizspirale. Jetzt nehme ich mal an, dass durch diese Niederohmigkeit der Spirale mehr Elektronen fließen und dadurch das Wasser schnell erhitzt wird. Also sind doch in diesem Fall die Elektronen die Energie( Viele Elektronen=viel Energie). Wird ausschließlich mit Elektronen Elektrische Arbeit verrichtet? Oder doch noch was mit der Spannung?

Danke JDX (ders jetzt aber wissen will) :)))

Jens Dubrovnik verlautbarte zum Themenkomplex Re: Strom wird nicht verbraucht?:

Anzahl der geflossenen Elektronen mal Potentialdifferenz auf ihren Weg (=Spannung).

Ja, die Spannung ist ja gleich groß.

Ja. (In dieser Gruppe. news:de.sci.physik wird es anders sehen.)

Spannung ist auch wichtig. Wenn Elektronen durch einen Supraleiter flitzen, verrichten sie keine Arbeit.

Michael Kauffmann

Die Spannung ist gewissermaßen der "Druck" der Elektronen: Hast du eine kleine Spannung, drückt die die Elektronien weniger stark durch deinen Widerstand und die können nun weniger Arbeit verrichten. Wenn du die Spannung erhöhst, werden viel mehr Elektronen durch deinen Widerstand gedrückt und diese können dann mehr Arbeit verrichten. Konkret: Wenn du deinen 230V-Wasserkocher mit einer Autobatterie betreiben würdest (...und die hat viele Elektronen :-)), könnte durch die relativ gerine Spannung zu wenig Strom (=Menge an Elektronen pro Zeit) fließen, um genug Arbeit zu verrichten, um dein Wasser zu erhitzen.

Also: Spannung = Druck der Elektronen, Strom=Menge an Elektronen pro Zeit, Widerstand=Dort verrichten die fleißenden Elektronen Arbeit

...oder so ähnlich zumindest ;-)

-Robert

Für die Spannung (=Höhenunterschied beim Wasserrad) multipliziert mit dem fliessenden Strom (=Wassermenge) multipliziert mit der Zeit.

Das Ergebnis dieser Rechnung ist eine elektrische Arbeit gemessen in kWh, und genau die bezahlst Du.

Exakt.

Hergen

Michael Kauffmann schrieb:

[sehr gute und klärende Worte]

Hallo Michael, ich habe soweit alles befgriffen. :)

Vielen Dank Dafür!

JDX

Robert Rudolf schrieb:

Ok, alles klar :)

Ich danke dir vielmals.

JDX

Hergen Lehmann schrieb:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Nur zur info, meine richtige E-Mail Adresse steht im Header ;) Ist nur als kl. anti Spam Maßnahme zu verstehen.

OK, dann werde ich weiter zahlen *g*.

Ich danke Dir.

JDX

Helmut Hullen spoke thusly:

Ist es Dir lieber, wenn Jens irgendwo anders gänzlich unqualifizierte Antworten erhält und die am Ende noch weiterverbreitet?

kopfschüttelnd,

Sebastian

Hallo, Sebastian,

Du (sebastian.suchanek) meintest am 27.05.04:

Ja. Ich lese diese Newsgroup nicht, um den Stoff der 6. Klasse zu wiederholen. Das sind keine News.

Viele Grüße! Helmut

Helmut,muss Dir Recht geben.

Frag 'mal Jens, ob er schon 'mal Elektronen gesehen, bzw. gezaehlt hat ;-))

Rudi

Richtig. Sogar daß, was am FI vorbeifließt; das fließt halt nur auf einem anderen Weg zurück.

Google mal nach "Kirchhoff".

Und wenn Du das nächste Mal eine Rechnung für "Stromverbrauch" bekommst, schick sie mit dem Hinweis zurück, du habest jedes Mikroampere bereits frachtfrei zurückgegeben.

vG

Autsch! "Sogar das, was ..." sollte daß heißen.

iG

Dein Newsreader sollte eine Funktion zum Ausblenden einzelner Threads, die Du nicht lesen möchtest, besitzen. Wie wäre es, diese zu benutzen, statt hier die -zigste Meta-Diskussion über erlaubte und nichterlaubte Themen loszutreten?

Da der OP ein aussagekräftiges Subject verwendet hat, hättest Du nicht mal das erste Posting dafür öffnen müssen.

Mich persönlich nerven die Herdanschlußthreads viel mehr als ernstgemeinte Fragen interessierter Laien. Letztere sind IMHO herzlich willkommen.

vG

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