Anschluß Elektroherd

Sep 06, 2006 148 Replies

Hallo zusammen,



nachdem ich die Frage in der "Heimwerken"-Newsgroup ziemlich fehlplatziert finde, stelle ich sie mal hier: eine Bekannte von mir hat k=FCrzlich eine Wohnung angemietet, in der offensichtlich s=E4mtliche Deckenleuchten, viele Steckdosen und alle Steckdosen in der K=FCche =FCber einen einzigen 16A-Sicherungsautomaten abgesichert sind. In der K=FCche ist au=DFerdem ein Gasanschlu=DF vorhanden (also war hier vorher wohl ein Gasherd in Betrieb).



Kann man in dieser Wohnung guten Gewissens einen E-Herd anschlie=DFen? Der E-Herd ist seinerseits f=FCr 1-, 2- oder 3-phasigen Anschlu=DF geeignet. Jedoch d=FCrfte die Sicherung dann beim Kochen auf 2 Platten + Staubsaugen fliegen... oder? Selbst wenn an den entsprechenden Steckdosen kein E-Herd angeschlossen w=FCrde, mit einem Geschirrsp=FCler h=E4tte man doch dasselbe Problem... Irgendwie finde ich das alles recht komisch. Ist das normal in Mietwohnungen?



Gru=DF, Dieter



snipped-for-privacy@gmx.net schrieb:

Diese Situation kenn ich. Ob das wirklich erlaubt ist, keine Ahnung. Ich hab auch schon Wohnungen gesehen, wo die Wohnung mit zwei 16A Sicherungen lief. Wenn da ein Gasanschluss ist muss der Vermieter auch nichts ändern, du kannst dir ja nen Gasherd kaufen. Mann kann Elektroherde hinten an der Anschlussleiste so mit Brücken versehen, dass man den auch an einer oder zwei Phasen betreiben kann. Die Brücken sind mitgeliefert und es steht in der Anleitung, wie das geht. Je nach Charakteristik kannst löst die Sicherung erst beim dreifachen Strom (Dauerbetrieb) aus. Du solltest vielleicht nicht vier Platten + Backofen und Staubsauger und Fritteuse gleichzeitig betreiben. Ansonsten geht das aber.

snipped-for-privacy@gmx.net schrieb:

Hallo,

wenn man mit vorhandenem Elektroherd eine Wohnung mietet, dann sollte=20 man schon vor Abschlu=DF des Mietvertrages pr=FCfen ob es da eine=20 Herdanschlu=DFdose in der K=FCche gibt und wie diese Wohnung elektrifizie= rt=20 und abgesichert ist. Es ist zwar nicht mehr zeitgem=E4=DF alle Deckenleuchten und viele=20 Steckdosen =FCber eine Sicherung zu betreiben, aber in vielen Altbauten=20 kann man sowas noch vorfinden.

F=FCr den Elektroherd sollte die Wohnung eigentlich dreiphasig versorgt=20 werden und einen Drehstromz=E4hler besitzen.

Bye

Naja, dazu müsstest Du mal sagen, wie die Wohnung _insgesamt_ abgesichert ist! Und ob z.B. Drehstrom überhaupt vorhanden ist.

Wenn Du alles an einem Kreis betreibst, hoffentlich! Generell kann ich nur davon abraten, einen Herd einphasig an 16A zu betreiben, wenn dieser nicht herstellerseitig auf 16A verriegelt werden kann.

Denn bei der Dimensionierung eines Stromkreises muss bei der Absicherung u.a. gelten I[b] 10kW / 230V >> 16A

tb

Hallo, d.guthmann,

Du (d.guthmann) meintest am 06.09.06:

Dann installiere einen Gasherd (wenn der Anschluss immer noch mit Gas versorgt wird). Der Benutzer hat dann erheblich geringere Betriebskosten. Grob geschätzt: schlimmstenfalls 1/3 der Stromkosten.

Viele Grüße! Helmut

snipped-for-privacy@gmx.net schrieb:

Im Grunde sollte die Wohnung Mehrphasig versorgt werden. Es bleibt zu prüfen ob eine entsprechende dreiphasige Steigeleitung vorhanden ist. An diese könnte ein Elektriker einen Zähler anschließen und alles fachgerecht absichern. Die Leitung für den Herd müsste neu verlegt und gesondert abgesichert werden. Ferner würde ich das Licht in verschiedenen Zimmern auf verschiedene Phasen schalten, damit beim Ausfall einer Phase nicht in der ganzen Bude dunkeltuten angesagt ist. Genauso würde ich die anderen Geräte auf verschiedene Phasen aufteilen, so das sich die Last einigermaßen sinnvoll verteilt. Letzteres hängt aber von der gegeben Leitungsinfrastruktur ab. Bei der Gelegenheit sollten mal alle Verteilerdosen und Erdungsleitungen gründlich überprüft werden. Nassräume sind zusätzlich durch Fehlerstromschalter zu sichern. Auf jeden Fall sollte dies alles ein fachkundiger Elektrohandwerker tun.

MFG Stefan

stefan.sprungk schrieb:

Das stand doch gar nicht zur Debatte. Die Frage ist doch, was man in so einer Situation macht, denn der Vermieter wird das gewiss nicht zahlen. Es gibt eben Altbauten, wo die gesamte Wohnung an zwei 16A Sicherungen hängt und ein FI sowieso fehlt.

Kikki-Kram. 1 phasig geht durchaus, jedoch sollte man eine extra Leitung vorzugsweise ein 3x4 verlegen. Gruß Christoph, dies so mehr getan habend

Was an sich noch kein Problem darstellt, wenn man sie bestimmungsgemäß (d.h mit Gasherd und mit Waschmaschine im Keller) benutzt - für Beleuchtung, Kleingeräte und ein einziges Großgerät (Spülmaschine) reichen 2*16A locker.

Wenn man darin einen überbordenden Elektrohaushalt mit jedem verfügbaren Großgerät installieren will, wird man aber um einen neuen Verteiler und ggf. eine neue Steigleitung nicht herumkommen - und dann könnte schlimmstenfalls auch die gesamte Verkabelung zu erneuern sein, da nach so einer grundlegenden Änderung die in dieser Generation Wohnung übliche klassische Nullung keinen Bestandsschutz mehr genießt...

Gruß Sevo

Helmut Hullen schrieb:

Absolute Zustimmung!

F=FCr maximalen Komfort ginge sich zur Not wahrscheinlich sogar ein Gasherd mit Elektrobackrohr aus, das hat "nur" ca. 3500W. Daf=FCr k=F6nnte man auch eine aufputz verlegte neue Leitung mit eigenem Stromkreis andenken.

sg Ragnar

Nein, Drehstrom ist keiner da - aber der Herd ist auch mit nur einer Phase anschlie=DFbar (Herstellerseitig). Bedenklich ist eben, da=DF s=E4mtliche Stromanschl=FCsse in der K=FCche auf genau dieselbe Sicherung gehen... zusammen mit vielen anderen Steckdosen in der Wohnung, sowie allen Leuchtenanschl=FCssen.

Sorry, hatte ich nicht so genau geschrieben: der Herd ist sozusagen f=FCr 1-, 2- oder 3-Phasenbetrieb konfigurierbar (mitgelieferte Br=FCcken auf Herdseite). Allerdings denke ich, da=DF damit nur gew=E4hrleistet ist, da=DF der Herd an einer Phase funktioniert (mit allen Funktionen) - nicht allerdings, da=DF er sich automatisch nur mit 16A begn=FCgt.

Das d=FCrfte aber ein Grunds=E4tzliches Problem bei diesen E-Herden sein, die auch mit einer Phase funktionieren... ich denke kaum jemand wird so einen Herd mit einer Phase an eine 63A-Sicherung h=E4ngen *g*

Gru=DF, Dieter

Daran hatte ich auch schon gedacht... aber das mit der Aufputz-verlegten Leitung ist wahrscheinlich nicht so toll, weil die K=FCche sehr weit vom Sicherungskasten weg ist, und die Wohnung vom Vermieter frisch renoviert ist (Tapeten, Fliesen usw.).

Gru=DF, Dieter

snipped-for-privacy@gmx.net schrieb:

Und die paar Kröten für eine vernünftige Elektroinstallation waren nicht drin. Es lebe der Geiz!

Gruß Dieter

Das habe ich vermutet, aber hoch ist Deine gesamte Wohnung abgesichert?

25A oder 35A

Das ist unpraktisch, aber nicht grundsätzlich ein Problem.

Das ist jeder Herd, der in D ausgeliefert wird.

Das ist der springende Punkt. Wenn das nicht begrenzbar ist, würde ich umgehende von einem Anschluss an einen Steckdosenkreis (16A) absehen. Denn der herd würde funktionieren, aber Du installierst Dir einen Brandsatz!!

Doch, in Berlin sind die so durchgeknallt... ;-) Da wird eine Wohnung schonmal einphasig mit 50A angefahren, oder sind es gar 63A, Christoph ;-)

tb

Christoph. Hensel schrieb:

Hallo,

wenn Z=E4hler und Steigleitung daf=FCr geeignet sind.

Bye

Da ist allerdings die Sicherung davor - der Herd ist halt nur sehr bedingt nutzbar, wenn das volle Backofenprogramm plus einer Platte oder mehr als drei simultane Platten auf großer Stufe jedesmal die Sicherung schießen.

Was man unterlassen muß, ist allerdings, dann durch Zusammenlegen von Stromkreisen den Herd mehrfach zu speisen - da ist eine Überlastung kaum zu vermeiden. Am schlimmsten ist da die (leider auch von vielen Elektrikern betriebene) Unsitte, mangels Drehstrom eine fünfadrige Herdzuleitung mit 3*16A Wechselstrom anzuschließen - da sich in Wechselstrom die Ströme im Neutralleiter addieren statt wie in Drehstrom auszulöschen, belastet das den Neutralleiter mit bis zu 48A, weit mehr als die in solchen Installationen üblichen Kabelquerschnitte ohne akute Feuergefahr verkraften...

Gruß Sevo

Selbst nach den alten TAB hat zwischen Zähler und UV mind ein 10qmm zu liegen. Wenn er ned eh ne NZ-Tafel hat. Er schrub aber schon AP-Leitung oder Nachverlegung wär ned so toll, weil Wohnung is frisch renoviert, bleibt also nur einen Selbstmördergasherd zu installieren. Gruß Christoph mit Induktion

"Christoph. Hensel" schrieb:

Es gab noch ältere, da waren selbst 4qmm nicht unüblich, und zulässig.

Gruß Dieter

Christoph. Hensel schrieb:

Nach dem =C4quivalent zu den TAB von 1930 reichen da 2,5mm2. Woher wei=DFt du, wie alt das Zeug wirklich ist?

Selbstmord??? Sonnst gehts dir aber eh noch gut oder? Was ist an einem modernen Gasherd selbstm=F6rderisch?

sg Ragnar

Stimmt, hatte ich verdrängt. Gruß Christoph

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