Stromausfall/Blackout am Samstag 04.11.2006 ca. 22 Uhr 10

Moin,
Uwe Hercksen schrieb...


Interessanterweise kam es in Zeiten geringem Verbrauchs zu dieser Abschaltung. Ab 22:0Uhr beginnt ja der Nachttarif schon ab 22:00, da ab dann der Verbrauch gegenber dem Tage schon deutlich gesunken ist. Mich haben auch die unterschiedlichen Meldungen in den Medien gewundert. Mal hie es, da zu viel Strom eingespeist wurde und dafr die Windkraftanlagen verantwortlich seien. Dann hie es woanders, da durch die Abschaltung in Papenburg zu wenig Strom verfgbar sei. Beides scheint mir nicht plausibel zu sein.
BTW, heute Morgen im Radio gehrt (aus der Erinnerung): "... erstaunlich, wie viele Politiker schon kurz nach Ende des Netzausfalls schon wieder ein funktionierendes Mikrofon gefunden haben."
- Heinz
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Heinz Saathoff schrieb am 07 Nov 2006 :

Unsere Herren Journalisten geben Ahnungen als Wahrheit aus... Wissen wird mans erst nach einer gründlichen Auswertung, und das dauert ein wenig. Was mich dabei eben _ein wenig_ irritiert ist die Tatsache, das da zwei Leitungen im Koppelbereich von E.ON und RWE in der Schwachlastzeit wegen Leistungsüberschreitung auslösten. Diese Leitungsabschaltung an der Ems war doch nicht die erste, die Leute in der BLZ machen das doch nicht zum ersten mal. (wobei Routine auch ein nicht zu unterschätzender Gefährdungsfaktor ist). War um die Zeit in Norddeutschland mehr Wind als sonst, das da wirklich so viel abtransportiert werden mußte? Andererseits sind 3000MW nicht wirklich viel, die haben wir früher[TM] manchmal mit einer Leitung wegfahren müssen.
Frank
--
Die letzten Worte eines Baustatikers: Ich glaube da habe
ich mich irgendwo verrechnet...
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Frank Spreer wrote:

Trotzdem - meine ich - daß da eine unglückliche Kombination von "Eigen- mächtigkeit" einzelner "Geräte" einerseits und der übergeordneten Struktur in der Vermaschung andererseits zu den Ausfällen geführt hat. Besonders was das Zeitverhalten betrifft.
MfG
--
das smiley ist im header verborgen
http://www.meg-glaser.biz/wiz/power-cons.html
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Franz Glaser (KN) schrub:

Und ich traue mich wetten: es steckt irgendein gammliges Stück Software dahinter. Spekulation^2: Wahrscheinlich eine angepasste Aktien-Spekulationssoftware (Stichwort: Computerhandel). Wäre nicht abwegig...
Ansgar
--
Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht! Gültige
Adresse gibt's bei Bedarf!
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Ansgar Strickerschmidt wrote:

Nein, das glaube ich nicht. Auch wenn du das als Spaß geschrieben hast, bleibe ich bei meiner Aussage: es handelt sich um ein ähnliches Phänomen, wie es die Biologen vor 25 Jahren als großes Heureka erkannt haben als Eingriff in die Natur (und auch mit offenem Maul dagestanden sind).
Regeltechnik funktioniert wunderbar aber _gebt_ mir einen festen Punkt im Raum. Und der ist nicht mehr da!
MfG
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Heinz Saathoff schrieb:

Hallo,
hier gibt es ein paar Zahlen: http://www.ucte.org/pdf/News/20061106_Details_on_disturbance.pdf
Zu dem Zeitpunkt 3,3 GW Windenergie, 13,5 GW Verbrauch im EON Netz. Nach der Trennung in Teilnetze 6 GW berschu im nordstlichen Teilnetz. Gesamte Abschaltungen im Bereich der UCTE 13,8 GW, am meisten in Frankreich mit 5,2 GW, in Deutschland insgesamt 2,4 GW, in sterreich, Italien und Spanien je 1,5 GW, Belgien 0,8 GW, Portugal 0,5 GW, Niederlande 0,4 GW.
Bye
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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Die "Öffentlichkeit" besteht nicht nur aus grantelnden Dummköpfen wie Dir.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz wrote: X-No-Archive: Yes

Du bist doch immer für eine überraschend intelligente Antwort gut. Respekt! Und das auch noch in perfektem Dootsch.
--
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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Außer Dir ist eigentlich niemand überrascht.

Nicht verzagen! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrieb:

Hallo,
etwas selber messen kann ja auch der (fachkundige) Verbraucher selbst, die Netzfrequenz nmlich. Wenn man einen entsprechend genauen und stabilen Frequenzmesser mit der Messung von Periodendauern hat mit dem man von den 50 Hz auch nderungen um 10 oder besser 1 mHz messen kann sollte man daran im Tagesverlauf schon einiges ber die nderung der Lastsituation im Verbundnetz sehen knnen. Interessant wird es wenn man solche Messungen aus verschiedenen Ecken von Deutschland und Westeuropa vergleichen kann. Das wre doch eine schne verteilte Anwendung fr das Internet.
Bye
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Moin

Gibts vielleicht ein paar USVs, die sowas können? Ich kann bei meiner APC zumindest die Line-Frequenz auslesen, allerdings nur auf nur auf eine Nachkommastelle genau (von der Meßgenauigkeit ganz zu schweigen). Das wird wohl nicht reichen, oder? Ansonsten wär das ja gar nicht so übel, weil keine weitere Hardware notwendig wäre und viele Server ohnehin an ner USV hängen...
MATZE
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Matze schrieb:

Hallo,
also wenn man 50 Hz auf besser als 1 mHz genau messen will sind das 1/50000, die USV sollte also fr die Frequenzmessung einen Quarzoszillator benutzen der eine Stabilitt und Abgleichtoleranz besser als 20 ppm hat.
Bye
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Moin,
Uwe Hercksen schrub:

Was soll man daran sehen können, wenn man die Einspeiseleistung nicht kennt? Angenommen es kommt eine Lastspitze. Dann sackt die Frequenz kurzzeitig etwas ein und erholt sich wieder, sobald die Spitzenlastkraftwerke nachgeregelt haben. Angenommen die Lastspitze wird erwartet, dann steigt die Frequenz kurzzeitig bevor dann die Lastspitze wirklich kommt. Das Bild des Frequenzverlaufes ist ein völlig anderes, der Sachverhalt ist aber fast der selbe.

Die Frequenz sollte doch überall im Verbundnetz die gleiche sein. Bestenfalls die Phasenlage kann variieren, aber das kann sie - wie ich inzwischen hier gelernt habe - aus diversen Gründen und aus der Phasenlage lässt sich ebensowenig genau etwas über die Lastsituation ablesen.
CU Rollo
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begin quoting, Uwe Hercksen schrieb:

Die Netzfrequenz ist überall im Verbundnetz exakt gleich und sagt fast nichts über die lokalen Lastverteilungen aus, daher ist so eine Messung reichlich hyperfluid. Es ist ganz einfach so: Entweder ist die Leistungsbilanz ausgeglichen, dann "stimmt" die Netzfrequenz, oder eben nicht, dann bricht das Netz zusammen bzw. zerfällt in Inselnetze - mehr Möglichkeiten gibt es nicht.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrieb:

Hallo,
man sollte bei so feinen Unterschieden natrlich auch von der Phase sprechen, das ist richtig. Aber es gab schon Vorflle im Verbundnetz wenn ein grsseres Kraftwerk ausfiel wo eben die Frequenz nicht berall exakt gleich war, zumindestens kurzzeitig. Aber es ist wohl besser diese Schwankungen als Phasenverschiebungen zu bezeichnen, denn ein bleibender Frequenzunterschied entstand dabei natrlich nicht so lange das Netz nicht zerfllt.
Bye
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Ralf Kusmierz schrieb:

Hallo,
und nach diesem Dokument http://www.ucte.org/pdf/News/20061105-Disturbance.pdf ist das gesamte Netz ja eben gerade in drei Teilnetze zerfallen, eines mit 49 Hz, die anderen beiden mit ber 50 Hz. Da htte so eine verteilte Frequenzmessung durchaus Ergebnisse gebracht. Man htte an den Messdaten den Zeitpunkt des Zerfalls und auch die Synchronisation vor der erneuten Zusammenschaltung rekonstruieren knnen, unabhngig von den Energieversorgern und Netzbetreibern. Die Netzfrequenz ist ja das einzige was einer unabhngigen, privaten Messinitiative zur Verfgung stnde. Interessant wre es natrlich wenn die Messung so przise an Atomuhrzeiten angebunden wre das man auch lokale Phasenschwankungen aus den Messungen entnehmen knnte.
Bye
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begin quoting, Uwe Hercksen schrieb:

Das stimmt, gibt aber dennoch keinen Aufschluß über die Lastverteilung.

Nein, leider: Die "Netzphase" ändert sich natürlich auch abhängig von der jeweiligen Netzkonfiguration (die sich durch das Zu- und Abschalten von Leitungen verändert) und der Belastung - um das auszuwerten, braucht man aber ein zutreffendes Netzmodell; herumraten reicht nicht. Allerdings könnte man Schalthandlungen so wohl identifizieren - die sind aber im Verbundnetz nun nicht gerade selten.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz wrote: > Ich würde gerne wissen bzw. anregen, daß die BNA die > aktuelle Lastsituation im deutschen und benachbarten > Höchstpannungsnetz inkl. der Schaltzustände der > einzelnen Leitungen und Abgänge zeitnah veröffentlicht > und dokumentiert...
Hier gibts etwas Info zur Lastsituation bei der Störung: http://www.ucte.org/pdf/News/20061106_Details_on_disturbance.pdf
mfG Wolfgang Martens
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Wolfgang Martens schrieb am 07 Nov 2006 :

Hauerha, zwei Leitungen ausgelöst (wobei in dem Bericht die Ursache der Überlast nicht zu ersehen ist) und zwei weitere nicht zur Verfügung, das gibt logischerweise Haue ;-) Die Teilung in drei Inseln und der Lastabwurf im Unterfrequenzgebiet sind dann logische Folgeerscheinungen. Hier bei Vattenfalls sprach man übrigens von "Glück gehabt!", das PSW in Goldistal war gerade beim Übergang in Pumpbetrieb und konnte so die Frequenz runterziehen, ansonsten hätte es hier auch Probleme gegeben, allerdings durch Überfrequenz.
Frank
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Hallo, Wolfgang,
Du (na3506b) meintest am 07.11.06:

Wehrendorf-Landesbergen liegt nordwestlich von Bielefeld, und Bechterdissen-Elsen liegt südlich von Bielefeld.
Muss ich noch mehr sagen?
Viele Grüße! Helmut
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