Stromausfall/Blackout am Samstag 04.11.2006 ca. 22 Uhr 10

Nov 06, 2006 191 Replies

Hallo Sevo

Sevo Stille schrieb:

Die Aussage, dass in DE geregelte Ortstrafos üblich sein sollen, halte ich für flasch. Man kann die Ortstrafos in gewissen Grenzen an die OS anpassen, üblicherweise wird beim Umschalten der Trafo aber abgeschaltet. Eine Steuerung oder gar automatische Regelung ist viel zu (Kosten) aufwendig.

Die Spannungsregelung erfolgt bei der Umspannung der übergeordneten Netzspannungsebenen, was sicherlich fein genug ist. Beispielsweise regelt ein Trafo 110/20 KV üblicherweise in 300V Schritten, was auf der 0,4 KV Seite ca. 6 V ausmacht. Gegen den Neutralleiter ist der Sprung noch etwas geringer.

Jürgen

Das könnte man dadurch vermeiden, dass man nur Fehler mitloggt. Also Grenzwerte für jeden Messwert vorgibt, und nur wenn er über- oder unterschritten wird, werden die Daten protokolliert. Und dann eben so häufig, wie man es braucht.

Hallo, Dieter,

Du (D.Schabi) meintest am 07.11.06:

Doch - ja. Der echt protestantische Norden und Osten Deutschlands hat wenig abbekommen. Aber Baden-Württemberg, Bayern und das (katholische) Rheinland waren stark betroffen.

Ein neuer Religionskrieg!

Viele Grüße! Helmut

Am Tue, 07 Nov 2006 08:21:52 +0100 schrieb Mark Henning :

Ich würde sagen, an Glühlampen sieht man schon deutliche Spannungsänderungen, die noch innerhalb der zulässigen Tolernazen der Netzspannung liegen, welche aber meiner Erfahrung nach zumindest hier in der Großstadt (Wien) bei weitem nicht ausgenutzt werden. Der Mittelwert der beiden Meßgeräte lag gerade eben bei genau 230V, warum allerdings eines 225 und eines 235 zeigte? Ich werde sie demnächst mit dem teuren Fluke des Kollegen im Büro vergleichen.

Willi Marquart schrub:

Damit hast Du freilich recht. (Ich habe eine Handvoll Verwandtschaft in der Gegend und müsste es eigentlich wissen. Eine meiner Cousinen wohnt z.B. in Leer.) Allerdings: die Netzverantwortlichen von RWE, die sich ja schon letztes Jahr bei dieser Eissturm-Sache nicht mit Ruhm bekleckert haben, sitzen (höchstwahrscheinlich?) in Essen und damit in NRW.

Ansgar

Hallo, Martin,

Du (EdkIlhKpnBbr) meintest am 07.11.06:

[...]

PID und Digitaltechnik sind verschiedene Welten. PID ist zwar in Vorlesungen immer noch beliebt, aber bei elektronischen Regelungen ausgesprochen unpraktisch. Schon deshalb, weil ein solcher Regler eigentlich erst nach unendlich langer Zeit den Sollwert erreicht hat.

Hat aber wenig mit Black-outs zu tun.

Viele Grüße! Helmut

Hallo, Roland,

Du (roland-damm) meintest am 06.11.06:

Was ist daran sinnvoll?

Auch der Staat wird vermutlich Menschen als Kontrolleure usw. einsetzen, und Menschen sind fehlbar. Da hilft auch kein Computer.

Viele Grüße! Helmut

Wolfgang Martens schrieb am 07 Nov 2006 :

Hauerha, zwei Leitungen ausgelöst (wobei in dem Bericht die Ursache der Überlast nicht zu ersehen ist) und zwei weitere nicht zur Verfügung, das gibt logischerweise Haue ;-) Die Teilung in drei Inseln und der Lastabwurf im Unterfrequenzgebiet sind dann logische Folgeerscheinungen. Hier bei Vattenfalls sprach man übrigens von "Glück gehabt!", das PSW in Goldistal war gerade beim Übergang in Pumpbetrieb und konnte so die Frequenz runterziehen, ansonsten hätte es hier auch Probleme gegeben, allerdings durch Überfrequenz.

Frank

Der Staat hat kein Interesse daran, eventuell notwendige Investitionen zu unterlassen nur um den Shareholder Value zu erhöhen.

Gruß Gerd

Ansgar Strickerschmidt schrieb am 07 Nov 2006 :

Brauweiler (bei Köln)

Frank

HHullen snipped-for-privacy@T-online.de (07 Nov 2006 17:38:00 +0100):

Allerdings w=FCrde=20

1) die Investition in neue Masten nicht von einem Quartal ins n=E4chste=20 verschoben, weil sonst der Kurs einbrechen 2) die Netzdurchleitung f=FCr andere Anbieter nicht k=FCnstlich verteuert= =20 werden.=20

Der Herr Gloss findet die L=F6sungen aus D=E4nemark doch so toll. Die haben= =20 die Stromleitungen "unkompensiert" verstaatlicht und schwuppdiwupp=20 klappte das auch mit Wettbewerb.

Falk

Hallo, Wolfgang,

Du (na3506b) meintest am 07.11.06:

Wehrendorf-Landesbergen liegt nordwestlich von Bielefeld, und Bechterdissen-Elsen liegt südlich von Bielefeld.

Muss ich noch mehr sagen?

Viele Grüße! Helmut

Hallo, Gerd,

Du (gerd.kluger) meintest am 07.11.06:

Stimmt. Er lässt die Anlagen notfalls "einfach so" verkommen - schau Dir nur die Schulen an, schau Dir viele Strassen an.

Viele Grüße! Helmut

Hallo, Falk,

Du (falk) meintest am 07.11.06:

Klar - ich kenne zur Genüge die Gepflogenheiten von armen Kommunen, Investitionen zu verschieben, weil die Verschuldungsgrenze erreicht und überschritten ist.

Stimmt auch - siehe Telefonkosten zu Zeiten der Deutschen Bundespost. Die waren "natürlich" überteuert.

Viele Grüße! Helmut

23 Pfennig pro Gespräch im Ortsnetz war doch nicht übel, ca 83,95 DM für die Jahres-DFÜ-Flatrate.

MfG

Bernd Löffler schrieb:

Wie? Da gab's schon Zwangstrennung nach 24 Stunden? Ab wann?

Gruß Willi

Sevo Stille schrieb:

Die Schweiz und ihre Berge lebt vom Stromhandel. Nachts wird für 3 Cent das Wasser den Berg hochgepumpt und tagsüber für 80 Cent verkauft (Werte geraten).

Marc

Hallo, Bernd,

Du (loefflerbernd) meintest am 07.11.06:

Wenn Du schon die Steinzeit bemühst, dann bitte mit 20 Pfg/Gespräch (und vielleicht noch weniger). Lange vor 1960. Als Privatleute noch nicht wussten, was Modems oder Computer sind.

Und als die Verbindung noch tage-, wochen- und monatelang bestehen durfte.

Viele Grüße! Helmut

Martin schrieb:

Die Spannung geht bei Gl=FChlampen mit der dritten Potenz in die Helligkeit ein. Genau deswegen habe ich ja auch dazugeschrieben, woran ich die hohe Spannung erkannt habe.

Die Toleranzen liegen IIRC bei 230V +/- 10%, damit sind nach oben bis zu 253V m=F6glich, und da d=FCrften die Gl=FChlampen schon SEHR hell sein.

Bei mir (Wien 18), liegt die Spannung ziemlich tageszeitunabh=E4ngg auf

234V. In der Schule in Wien 20 waren es immer deutlich weniger, 215-218V.

Die angeblichen 355V an einem Motor die wir mal gemessen haben konnten wir allerdings dann doch als defektes Voltmeter entlarven... waren auch

377 oder so.

sg Ragnar

Moin,

Uwe Hercksen schrieb...

Interessanterweise kam es in Zeiten geringem Verbrauchs zu dieser=20 Abschaltung. Ab 22:0Uhr beginnt ja der Nachttarif schon ab 22:00, da ab=20 dann der Verbrauch gegen=FCber dem Tage schon deutlich gesunken ist. Mich= =20 haben auch die unterschiedlichen Meldungen in den Medien gewundert. Mal=20 hie=DF es, da=DF zu viel Strom eingespeist wurde und daf=FCr die=20 Windkraftanlagen verantwortlich seien. Dann hie=DF es woanders, da=DF durch= =20 die Abschaltung in Papenburg zu wenig Strom verf=FCgbar sei. Beides=20 scheint mir nicht plausibel zu sein.

BTW, heute Morgen im Radio geh=F6rt (aus der Erinnerung): "...=20 erstaunlich, wie viele Politiker schon kurz nach Ende des Netzausfalls=20 schon wieder ein funktionierendes Mikrofon gefunden haben."=20

- Heinz

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