Strompreise ...

May 13, 2005 274 Replies

Hallo, Franz,

Du (www) meintest am 01.06.05:

Dann wird es sich also über den Preis regeln, und dann amortisiert sich verringerter Einsatz von Primärenergie recht schnell. Das kollidiert aber mit dem System des automatischen Strohs, das (statt zu sparen) viele Minikraftwerke propagiert.

Viele Grüße! Helmut

X-No-Archive: Yes

begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Genau genommen ist Wasser aber auch "nur" ein Energieproblem, denn an sich gibt es davon genug, weil es fast überhaupt nicht zerstört wird. Man kann also eigentlich überall beliebige Wassermengen durch Aufbereitung gewinnen, selbst in der Wüste durch Kondensation aus der Luft. Es ist eben eine Frage des (Energie-)aufwands.

Was wir uns bald nicht mehr leisten können werden, ist, Wasser nach Gebrauch ohne Aufbereitung einfach "wegzuwerfen". (Die Kosten für das "Einfangen" des bei landwirtschaftlicher Nutzung (Bewässerung und Verdunstung) verschwindenden Wassers durch Kondensation sind allerdings relativ hoch.)

Gruß aus Bremen Ralf

Nein, verflucht, denn dieser Energieaufwand hat Verluste, die in die "Entropie" entschwinden. Und dort weiß "man" nicht, wohin damit. Willst nicht verstehen oder kannst nicht? Außerdem weiß "man" nicht, wohin mit dem Dreck, der bei der Aufbereitung entsteht. Und die Transportkosten und -verluste mußt auch einkalkulieren und die Erpreßbarkeiten. Derzeit wird gerade die Welt wegen des Öls in den Krieg gestürzt, was meinst du, was die Idioten wegen des Wassers noch für Kriege anfangen werden? Das braucht ja auch Pipelines quer über mehrere Länder und die noch viel dicker.

"Also", "allerdings" und "relativ" in deinen Sätzen, mir wird schlecht. Irgendwie habe ich das Gefühl, daß ich hier in einer stupiden kaufmän- nisch-juristischen, nicht in einer .ing. - Gruppe bin. Ein ALPTRAUM!

MfG Glaser

Ich habe noch nicht gesehen, daß sich Feuerwehrhäuser und Kläranlagen über den Preis geregelt haben. Dann wären die privat finanziert und nicht von den Kommunen. Nicht einmal die Blasmusik wird privat finan- ziert und das Landesmuseum auch nicht :-)

Allerdings gibt es vorausschauende Bürger (die den Namen Bürger auch verdienen), die Genossenschaften bilden und notwendige Einrichtungen auf die Beine stellen. Sogar Nationalbanken sind so entstanden. Aber nicht nach dem "Preisregelsystem".

MfG Glaser

Hallo, Franz,

Du (www) meintest am 02.06.05:

Weder kaufmännisch noch juristisch. Technisch auch nicht. Leider.

Nur Träumereien. Ökologie als Vorwand für die "saubere" Weltrevolution. "Grosskonzerne knacken" ...

Viele Grüße! Helmut

Hallo, Franz,

Du (www) meintest am 02.06.05:

Du nicht auch noch ... Hier ging es mal um Energiepreise, nicht um Sicherungssysteme.

Obwohl auch ich bei Rationalisierungsbestrebungen gern die Feuerwehr als Beispiel für einen Betrieb mit (auf den ersten Blick) riesigen Rationalisierungsmöglichkeiten nenne ...

Um weiter off topic zu bleiben: unser Ministerpräsident (Niedersachsen) versucht derzeit auszuloten, wie viel er bei der Polizei sparen kann. Immerhin ist das Telefon auf der Wache noch rund um die Uhr besetzt ...

Ich weiss schon, warum ich Christoph nach den Strukturen, nach den Steuer- und Regelmechanismen seines automatischen Strohs für Notfallsituationen gefragt habe.

Viele Grüße! Helmut

X-No-Archive: Yes

begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Was "nein"?

Ja und? Die Erde nimmt eine Strahlungsleistung von ca. 180 PW von der Sonne auf und verteilt sie zur Hälfte als Infrarotstrahlung im Weltraum, die andere Hälfte wird direkt reflektiert. Das macht pro Mensch eine Leistung von ca. 30 MW aus - glaubst Du ernsthaft, daß das bißchen anthopogene Energiefreisetzung irgendwie Merkliches ausmachte?

Was denn?

Dreck aus Wasseraufbereitung? Genau dahin, wo er sonst ohne Aufbereitung auch wandern würde, oder eben nutzbringend in die Klärschlammverbrennung.

Genau. Man muß kalkulieren. Scheiß-Kaufleute aber auch ...

Da hast Du irgendwie ein Problem, was? *Abhängigkeiten* (so tendenziöse Wörter wie Deine sollte man doch lieber vermeiden) sind nichts Schlechtes, sondern fördern Frieden und Völkerverständigung - den bösen Fremden möchte man vielleicht totschlagen, den türkischen Imbißbudenbesitzer mit dem leckeren Freßzeugs lieber nicht, und international ist das nicht anders.

Langsam. Du hattest behauptet, Energie gäbe es reichlich und Wasser sei knapp. Darauf hatte ich eingewendet, daß man mit viel Energieeinsatz beliebige Wassermengen gewinnen könnte (übrigens auch "einfach so" aus der Luft vor Ort, ohne Pipelines). Und was ist daran falsch?

Der Wert von *ing bemißt sich nun einmal nicht nach Deinem Spieltrieb oder Deiner gastroenterologischen Befindlichkeit, sondern nach seinem Handelswert, ob Dir das nun paßt oder nicht.

Also regen's sich nicht künstlich auf, bringt nix ...

Gruß aus Bremen Ralf

Hallo, Christoph,

Du (christoph_mueller_ibmx) meintest am 04.06.05:

Wenn sie stattfindet: informierst Du uns? Die Gaudi will ich mir nicht entgehen lassen.

Viele Grüße! Helmut

[...]

moechte ich auch gerne sehen ;-}

Und von Rudi

DA möcht ich jetzt aber dreinhauen. Das Volk hat schon oft genug mit einer blödsinnigen Mentalität einen enormen Schaden angerichtet, der nicht mehr gutzumachen war und Schneepflugmenschen haben eine neue Mentalität durchgesetzt.

Das war jetzt kein Plädoyee für das Astrail-Konzept sondern gegen die Eisenbahn, gegen die Benzinkutschen, gegen die Hochspannungs- leitungen, gegen die Chemikalien in den Spraydosen usw. Und gegen die Großwindturbinen. Gegen die Raucherei in den Wirtshäusern und gegen die Stierkämpfe

;->>

MfG Glaser

Das heißt "Kick off event". Für das Bullshit-Bingo mußt Du noch etwas üben...

Au ja, wir kommen im Tourbus. ;-)

SCNR,

Sebastian

Im Namen mehrerer Feuerwehren protestiere ich hiermit persönlich! :-)) SCNR

Erstens sagt mir die Ansicht "Nun, dann lass Dir mal von einem Physiker, der den Unterschied zwischen kW und kWh wohl noch besser kennt als Du", dass du in dsp besser aufgehoben bist, die hegen und pflegen Pestalozziseelen. Zweitens, ja.

Genau.

Dann nenn doch mal ein konkretes Nuklid und den Zeitraum, der dir Sorge macht. Ausserdem könnte man auf die Idee kommen, mit dieser Aussage impliziertest du, dass die Endlagerspezialisten entweder keine Geologen zuziehen oder dass die Geologen weniger von Geologie verstehen als du.

OK, das ist eine Klarstellung. Du meinst also geologische Zeiträume. Kritisch für das Endlager sind die Zeiten von einigen hundert bis einigen Tausend Jahren. Nach dieser Zeit ist die Toxizität (ob radio- oder nicht ist biologisch irrelevant) auf das Niveau natürlicher Lagerstätten von Hg, As usw. abgesunken. Und diese Lagerstätten kommen bei den Gebirgsverschiebungen ebenfalls an die Biosphäre. Beachte auch die Gesamtaktivität im Vergleich zu der natürlichen Aktivität von Uran und Thorium, insbesondere auch zur Aktivität des aus diesen natürlichen Lagerstätten entweichenden Radons. Ein Vergleich mit anderen Energieträgern sei auch erlaubt. Sicher produziert ein KKW pro Gigawattjahr vielleicht 50 Ci (sorry, aber alte Einheiten haben handlichere Zahlen) an langlebigem Pu-242 (Freigrenze 20 Bq/kg), welche Alphastrahler sind. Ein Kohlekraftwerk gibt mit der Asche pro Gigawattjahr aber ebenfalls etwa 50 Ci an Thorium ab, Freigrenze

6 Bq/kg, ebenfalls Alphastrahler, noch viel langlebiger. Letzteres "Produkt" wird zu Verbundsteinen verarbeitet und in der Innenstadt verlegt... 1) Nein, ich bin nicht kompromisslos für Kernenergie, aber ich denke, man sollte das für und wider pragmatisch angehen und nicht mit der Konstruktion irgendwelcher Horrorszenarien. Das ich bei der Kernenergie wesentliche Schwachpunkte sehe, auch wenn das gänzlich andere sind, hab ich ja öfter schon erwähnt. 2) Ich arbeite auch nicht für die Kernenergie und kriege auch von denen kein Geld, wie hier schon mal ansatzweise unterstellt wurde. Ich arbeite schliesslich für die Konkurrenz. 3) Das Argument, man könne gut für Kernkraft sein, wenn das Kraftwerk weit weg ist, gilt für mich in diesem Fall gleich doppelt nicht. Im Umkreis weniger km befinden sich 3 KKWs sowie ein Forschungsreaktor (vor wenigen Jahren noch deren 3) und ein Zwischenlager. Besonders lustig ist das nicht, insbesondere wenn man Iodtabletten in der Schublade haben muss. Die Wahrnehmung scheint eh von Land zu Land verschieden zu sein. Hier rollen gelegentlich die Castor-Transporte wenige Meter vor meinem Bürofenster durch. Eine Presse-Mitteilung von Greenpeace ist da schon als wuchtige Grossdemo zu werten. Es gab eigentlich bis jetzt nur zweimal Ärger mit dem Transport in meiner Nähe. Einmal sprang immer der Polizeihund vom Pritschenwagen, er wollte bei dem Schleichtempo wohl lieber zu Fuss gehen, und einmal war ich mit dem Feuerwehrauto im Weg und benutze die Gelegen- heit, um die Leute vom Zwischenlager zu ärgern, was auch her- vorragend funktioniert hat. In Deutschland hätten sich wohl Demonstranten an die Bäume gekettet (als würde dadurch der Müll irgendwie weniger), allerdings wissen dort auch Grüne Spitzen- politiker(innen) nicht, dass eigentlich alles und nicht nur Kernbrennstoff aus diesen "Atomen" (igitt) besteht. (Siehe Posting von HvH in dsp neulich).

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Mit grösseren Mengen meinte ich relativ zum heutigen Umsatz. Eine generelle Ablösung anderer Energieträger halte ich für kaum möglich oder sinnvoll, aus den von dir genannten Gründen. Dazu kommt, dass der Transport über grössere Distanzen ("Sahara"- konzepte) im Moment nach wie vor total unwirtschaftlich ist. Die Kompression des Wasserstoffs auf Molekularer Ebene mittels Kohlenstoffatomen, AKA Benzin/Diesel, ist so gesehen schon eine geniale Sache. Handkehrum besteht das Erdgasnetz schon und es liegt doch nahe, dass man das Erdgas durch nachhaltig erzeugten Wasserstoff teilweise substituiert. Die Wasserstoff- befürworter verweisen gern dabei auf das schon bestehende Wasserstoffverbundnetz in Europa. Dies gibt es zum Transport des Wasserstoffs als Chemikalie, für Wasserstoff als Energie- träger sind jedoch dermassen andere Quantitäten nötig, dass dieses Netz dazu nicht ausreicht. Leider wird das Thema Wasserstoff sehr emotional diskutiert, vielen Leuten ist nicht einmal klar, dass es sich um einen Energieträger und nicht um eine Energiequelle handelt. Es gibt keine konkreten Hinweise und keine konkreten Pläne, dass der Wasserstoff wesentlich mehr als ein additiver Energieträger sein wird.

Absolut full ACK. Amerikanische Pläne gehen von nuklearer Produktion von Wasserstoff aus... und nein, dafür bin ich jetzt wirklich nicht.

Hallo, Christoph,

Du (christoph_mueller_ibmx) meintest am 18.07.05:

Klingt (unabhängig von den Mengen, unabhängig von den Anlagekosten, unabhängig von den Emissionen usw.) natürlich schick.

Aber sobald Du Energiemengen einsetzt, hakt es von vorn bis hinten. Sobald Du Platzbedarf, Gerätekosten, Amortisation usw. einsetzt, ist es unrentabel. Sobald Du eine Schadstoffbilanz machst, ist es ökologischer Unfug.

Viele Grüße! Helmut

Solange das einfach in der Natur des Menschen liegt, würde ich nicht gleich die Verschwörungstheorie aus der Ideologienschublade ziehen. Dieses Phänomen ist doch üblich, selbst bei normalsten Firmen. Ein Gerät oder ein Chip wird auf den Markt gebracht, und wenn keine Konkurrenz da ist, wird das Ding Jahrzehnte lang unver- ändert (technisch natürlich, nicht preislich ;-]) verkauft. Manchmal wird dann die Produktion eingestellt, und wenn dann trotz Bedarf immer noch keine Konkurrenz kommt, ist der Kunde halt der dumme.

Du kannst doch keinen Hersteller zwingen, etwas zu produzieren.

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