Nach 1970 offenbar mit Thyristoren, damals Luft- heute wassergekühlt. Die Itaipu-Anlage hat 6.3 GW, Spannung vielleicht +-500kV. Das "50 Jahre HGÜ"-Heft hab ich nicht mehr im www gefunden, nur noch die englische Ausgabe. Hab die deutsche Version mal provisorisch geparkt:
formatting link
Didn't find your answer? Ask the community — no account required.
R
Rolf Bombach
Deswegen schrub ich ja auch _durchschnittliche_ Intensität, welche sich aus Tag/Nacht/Sommer/Winter usw zusammensetzt. Also die
1000 "Volllaststunden", die man in typischen Nordeuropäischen Gegenden findet. Versus die 2300 oder so in günstigeren ariden Gegenden. Dein Faktor eben. Der kann je nachdem entscheidend sein für die pay back time. Extremes Beispiel: Monokristalline Si-Zelle auf nebliger Insel mit Akkupuffer: Pay back time unendlich, da jedesmal kurz vor der Rentabilität der Akku getauscht werden muss. Variante 2: Dünnschichtzelle in süd- westamerikanischer Wüste, die den Strom in Netz einspeist: Pay back time 3/4 Jahr oder so.
War nie anderer Meinung. Günstig wird IMHO ein System, etwa der warmwasserproduzierende PV-Dachziegel oder so was ähnliches. Zelle um der Zelle willen nachträglich irgendwo draufpappen wird selten rentabel. BTW, im Gebirge hatten wir im Winter schon deutlich über 100% "Plansoll" beobachtet, offenbar sind die Wirkungsgrade (via Spannung logischerweise) bei Minustem- peraturen und Wind doch deutlich besser und offenbar macht die Rückstreuung vom Schnee einiges aus. Kann man natürlich nicht auf permanent im Winter neblig-trübe Gebiete übertragen...
R
Rolf Bombach
Wer sagt das? Nach wesentlich kürzerer Zeit (durchaus lösbar mit nicht definitiv verschlossenen "rückholbaren" Lagern) ist die Radiotoxizität auf ein Niveau abgeklungen, welches der chemischen Giftigkeit natürlicher Schwermetallvorkommen entspricht. Letztere liegen auch unbewacht einfach so in der Gegend rum, BTW. Unter den Teppich gekehrt werden wieder einmal die Emissionen und Abfälle aus Kohlekraftwerken. Ist eigentlich klar, dass ein Kohlekraftwerk vergleichbar viel Uran pro produzierte kWh durchlässt wie ein KKW? Und wo bleibt das Zeug? In wenigen Jahren werden die Kohlekraftwerke die erste _Million__Tonnen_ Uran (von Thorium reden wir gar nicht erst) aus dem Boden geholt und irgendwohin deponiert haben. Würde man ähnliche Anforderungen an die Abfalllagerung wie bei der Kernkraft stellen, würde jede Betriebsgenehmigung sofort widerrufen.
M
Martin
Am Thu, 19 May 2005 17:18:59 +0200 schrieb Ralf Kusmierz :
In einem guten Vakuum könnte man schon viel höhere Feldstärken nutzen, aber eine Vakuumdichte Wellendurchführung wird zur Herausforderung. In einem schlechten Vakuum kannst du die Feldstärke vergessen - siehe Gasentladungslampen. Erhöhter Druck wäre auch eine Lösung, oder im Öl (schlecht wegen Reibung).
Modelle aus PET Flaschen mit Alufolie hab ich schon gefunden, Kommutator wurde durch Sprühentladungselektroden ersetzt.
J
Josef Erbs
Tom Berger schrieb:
Hi soweit kann ich Dir zustimmen, die Kernenergie wurde und wird kräftig subventioniert. Darum hat sie ja auch in Ländern, in denen das nicht geschieht, seit Jahrzehnten keine Chance mehr. Beispiel USA oder England.
Da muß ich Dir widersprechen. Spätere Generationen werden erkennen, daß die paar Jahrzehnte, in denen der Steinkohletiefbau in Deutschland subventioniert wurde historisch nur insofern bedeutung hat, als dadurch ein lebensfähiger Bergbau für die Zeit, in der man ihn wieder braucht und er wieder Gewinne abwirft, erhalten wird. Schau auf die Kokskohle, auf die ebenfall steigenden Preise für Kesselkohle, auf den geringen Anteil der Weltkohleförderung, der überhaupt frei gehandelt wird und auf die zahlreichen bevölkerungsreichen Staaten, die an der Schwelle zur Industrialisierung stehen bzw. diese gerade überschritten haben. China ist nur der Anfang, und dessen Energiehunger immer noch nicht ausgewachsen. Indien und andere indonesische und asiatische Staaten werden folgen, und zwar sehr bald. Kokskohlengruben können bereits jetzt zu Weltmarktpreisen fördern, und bei Kesselkohle ist es nur eine Frage von wenigen Jahren. Und der Peak Oil geht auch gerade an uns vorbei. Wir können hier Energiealternativen diskutieren wie die Professoren im Wolkenkuckuksheim, in der Realität werden die Zuwächse am Energiebedarf vor allem durch Kohle gedeckt werden. Der Traum von der billigen und ausreichend verfügbaren Kohle ist ausgeträumt. bye Jupp
M
Martin
Am Thu, 19 May 2005 18:39:15 +0200 schrieb Arne H. :
Jedes Kraftwerk kostet beim Bau Energie, Material und Arbeitslohn - das wird zu seinen Baukosten zusammengefasst. Die werden aber bei einer im wesentlichen mechanischen Anlage, wo nicht kg weise höchstgereinigte Halbleiter drinstecken (Solarzellen), nicht so hoch sein.
Oder ihnen zum Durchbruch zu verhelfen.
Die Subvention kann auch "Initialzündung" sein, um einen Haufen Holz zu Energie "umzuwandeln" mußt du auch erstmal Energie zuführen (Streichholz, Papier, Reisig). Ständig mit dem Anzündmaterial zu heizen ist eher schlecht.
J
Josef Erbs
Hi ja, die liegen da rum. Seit Jahrmilliarden und ohne Gefahr für die Biosphäre. Anders dagegen ein Endlager. Das ist damit verglichen immer brandneu und hat Zugang zur Biosphäre. Und imho gibt es nix, was länger strahlt und gleichzeitig toxischer ist als Plutonium.
Und das mit den Steinkohleaschen deponierte- heute meist als Flugasche zu Verbundsteinen verarbeitete- Abfallprodukt ist wie der Müll aus Atomkraftwerken aufkonzentriert und aktiviert? Mal mit nem Geigerzähler über ne Bergehalde gelaufen oder über den verbundsteingepflasterten Marktplatz? Kann zwar sein, daß tatsächlich so viel Uran, wie Du behauptest, durch den Schornstein gegangen ist. Dabei wurde aber die natürliche Verdünnung beibehalten, was bei der Atomwirtschaft gerade nicht passiert. Und atomare Aktivierung durch Neutronenbeschuß findet im Steinkohlefeuer auch keine statt.
bye Jupp
C
Christoph Müller
Ralf Kusmierz schrieb:
Diese Quellen hätte ich ja auch noch gesondert aufführen können. Es ging aber nur um das Buch.
Nebenbei noch: Was die statistischen Daten angeht, so habe ich die gewünschten Daten sehr häufig NICHT gefunden. Aber sie ließen sich i.d.R. aus anderen Daten herausrechnen, was teilweise ganz schönen Aufwand bedeutete. Denn das setzt auch voraus, dass man die Erhebungsmethoden kennt, die oft erst im Detail zu ermitteln waren. Dem Lektor (Dr. der Mathematik) hat die Sache aber standgehalten.
Warum denn nicht? Die Sender haben eine Archivierungspflicht. Damit sind die Beiträge wiederbeschaffbar.
Servus Christoph Müller
formatting link
A
Arne H.
Nein, Wirtschaft DARF nicht gesteuert werden, unter gar keinen Umständen. Was du da so verherrlichst in dunkelster Drecks-Kommunismus. Hast du noch nicht mitgekriegt, dass die Planwirtschaft nicht funktioniert hat?
R
Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Christoph Müller schrieb:
Ich neige inzwischen zu der Ansicht, daß eine nackte Literturliste auch wenig bringt - man müßte schon kommentieren, was es da jeweils Interessantes zu lesen gibt, und dann hat man schon die halbe Arbeit beisammen, es würde also zu umfangreich.
Kenne ich ...
Wegen der sehr fragwürdigen Qualität. Selbst, wenn Fachleute zu Wort kommen, können sie sich unter den gegebenen Umständen meistens nicht in der gebotenen wissenschaftlichen Präzision äußern, und ihre Aussagen werden dann gewöhnlich noch von den Moderatoren verhunzt. Man muß schon deutlich machen, was nur Rohmaterial ist und was eine wissenschaftliche Quelle - zu letzteren zählen Rundfunksendungen nun einmal nicht, außerdem sind sie furchtbar schlecht nachprüfbar.
Gruß aus Bremen Ralf
R
Robert Probst
Hier sollte man aber aus Gründen der Objektivität intervenieren.
Karl Marx hatte geistig ein Vielfaches mehr drauf als Du. Ob seine Vision eines neuen, allseits gebildeten, allseits sozialen, allseits friedfertigen [...] Menschen realisierbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Um es historisch einmal ins rechte Licht zu rücken - was gemein hin immer unter dem Schlagwort Kommunismus oder auch Sozialismus geführt wird, war defacto alles andere als das.
Leninismus-Stalinismus trifft den Kern der Sache dagegen voll - und das hat nun beides recht wenig mit Marx und Engels zu tun. Das ist ja die philosophische und geschichtliche Ironie daran :)
Wie gerade erwähnt: Sozialismus ungleich Realsozialismus des 20. Jahrhunderts.
Daß das jetzige System in absehbarer Zeit an den Baum fahren wird, ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr. Man sollte sich also nicht so zu Stammtischparolen der Marke "Drecks-Kommunismus" hinreißen lassen, vor allem nicht als [Unterstellung] historisch und geisteswissenschaftlich gebildeter Demokrat.
;)
R
Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Josef Erbs schrieb:
Das ist einfach nur falsch und zudem irrelevant. Die Toxizität radioaktiver Isotope interessiert einfach niemanden, und das Problem mit dem Pu ist nicht dessen Aktivität, sondern seine Spaltbarkeit ist
- es ist ein Bombenrohstoff, zudem ein unter Proliferationsgesichtspunkten besonders gefährlicher, weil chemisch (ohne Isotopentrennung) rein darstellbar. Also bitte nicht die unverstandenen Anti-Atom-Parolen der grünen Birkenstockmuttis und friedensbewegten Religions- und Sozialkundelehrerinnen nachplappern.
(Ein ernsthaft diskutiertes Konzept zum Schutz vor Pu-Proliferation bestand übrigens darin, die Pu-haltigen Abfälle mit hochaktiven Strahlern zu verschneiden, um die Aktivität des Atommülls zu *erhöhen*
- potentielle Bombenbastler hätten dann bei der Pu-Extraktion starke Strahlenschutzprobleme.)
Gruß aus Bremen Ralf
M
Martin
Am Thu, 19 May 2005 22:26:25 +0200 schrieb Arne H. :
Die Wirtschafft muß mMn in gewissen Grenzen gesteuert werden (zB über Rahmenbedingungen, das heist aber keinesfalls Planwirtschaft (wo die gesamte Produktion zentral geplant werden sollte). Reine Marktwirtschaft wäre ein ziemlicher "Sozialdarwinismus", das wäre für die Zufriedenheit aller Bürger in einem Staat nicht sehr förderlich und es könnte leicht massiver sozialer Unfrieden entstehen. Man muß dem Kapitalismus die härtesten Kanten nehmen und Instabilitäten (Monopolbildung) dämpfen. Das Ganze nennt sich dann soziale Marktwirtschaft.
T
Tom Berger
Am Thu, 19 May 2005 22:26:25 +0200 schrieb Arne H.:
Da erübrigt sich jedes weitere Wort - für Deppen wie Dich hab' ich nur ein ganz lautes PLONK übrig
Tom Berger
C
Christoph Müller
Arne H. schrieb:
Deshalb ist automatischer Stromhandel zu unterlassen? Oder müsste er nicht selbstverständlich vorangetrieben werden? Da wird schließlich nach Angebot und Nachfrage gearbeitet.
Servus Christoph Müller
formatting link
C
Christoph Müller
Martin schrieb:
Ohne hoch subventionierte Initialzündung gäbe es heute gar keine Kernenergie. Warum darf die Solarenergie nicht eine ähnliche Starthilfe wie die Kernenergie bekommen?
Servus Christoph Müller
formatting link
A
Arne H.
Und wo wäre dabei das Problem?
Die Starken würden erhalten, was sie verdienen, und die Schwachen würden eben unter die Räder kommen. Wie ungerecht ist die Situation denn jetzt? Die Starken werden überproportional stark besteuert, erhalten nicht das, was sie für ihre Arbeit verdient hätten, und die Schwachen haben nicht nur diese Steuer- vergünstigungen, nein, sie werden sogar noch vom Staat weiter durchgefüttert, und das beste: Sie beschweren sich noch, dass die Fleißigen der Gesellschaft etwas mehr verdienen als sie. Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit ist genauso unter den Betrieben vertreten: Irgendwelche misswirtschaftenden Unternehmen werden finanziell unterstützt, andere nicht-konkurrenzfähige Sparten werden massiv durch Subventionen durchgefüttert, und das darf einfach nicht sein.
M
Martin
Am Fri, 20 May 2005 11:31:48 +0200 schrieb Christoph Müller :
Sie darf nicht nur - sie soll. Da bin ich absolut dafür. Ich finde hier aber ein zentral koordiniertes Konzept mit Förderungen besser, als die Stabilität des Stromnetzes und damit die Versorgung mit einem inzwischen (fast) lebensnotwendig gewordenen Energieträger den reinen Marktkräften zu überlassen. Außerdem glaube ich, daß du die zeitliche Variabilität des Stromverbrauches zu hoch einschätzt - und die ist die Basis deines ganzen Planes mit ASTROHS. Ich denke aber, die Diskussion dreht sich seit einiger Zeit ziemlich im Kreis, die Argumente beleiben die gleichen.
F
Franz Glaser (KN)
Ich habe jetzt aus Müdigkeit den ganzen thread nicht mitgelesen. Hab mir den Spaß erlaubt, nicht mitzuzanken.
Solarenergie gibts bei (Tages)licht und bei Schönwetter. Das ist nicht viel. Unbeachtet von Wirkungsgradrechnungen bedeutet das, daß rund um die Erde viele Photovoltaikanlagen verteilt werden müssen um einigermaßen gleichmäßig Strom herzubringen. Ich sehe die Gefahr in der globalen Ver- netzungsnotwendigkeit. Die Anzahl der Wahnsinnigen wird (empirisch gesehen) nicht weniger, sowohl amtliche als auch freischaffende Idioten ohne Zahl, die die Kabel und Schaltanlagen gefährden.
Deswegen sehe ich für die Zukunft nur eine Möglichkeit: Dezentralisierung, Inselversorgung und nur ein darübergelegtes Notmaschennetz. Die Versorger sind autark, wobei chemische oder atomare Energie (sorry) leichter speicher- bar ist als alle anderen.
Anstatt das ganze Hirnschmalz der Ingenieure in die Erzeugung von Strom zu investieren und staatlich zu fördern, müssen so schnell wie möglich alle Förderungen auf SPARmaßnahmen umgeleitet werden und auf Verbrauchs- disposition. Zum Beispiel so, daß bestimmte Industriebetriebe ihre Ma- schinen nur geschachtelt einschalten um den Verbrauch intelligent auf- einander abzustimmen. Das kann heute jede Spedition mit ihren Lastern. In Zukunft wird das innerhalb von einer Stadt oder einem Landkreis disponiert werden müssen. Die Algorithmen sind Forschungsaufgabe. Die Maschinen mit hohem Verbrauch laufen dann, wenn die Sonne brennt und die Bleche werden auf Vorrat gewalzt. Nicht mehr die BWL-Fritzen haben das Sagen (die die Maschinen AfA kalkulieren) sondern die Energiedis- ponenten.
Immer mehr Energie zu erzeugen, das kann jeder Depp. So wie bisher immer mehr automatisieren bis Hartz 4.
MfG Glaser
R
Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:
Klingt alles nach Argumenten für variable Strompreise im Rahmen eines automatischen Stromhandels.
Gruß aus Bremen Ralf
Join the Discussion
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Didn't find your answer?
Ask the community — no account required
Report Content
You are reporting this content to the moderators. They will look at it
ASAP.