Windkraft - thermische Energiespeicher

Hi,
Christoph Müller schrieb:


Das ist Unsinn. Dir ist möglicherweise nicht klar, dass, wenn ich eine Beleuchtung mit 100W Leistung einschalte, diese 100W innerhalb von wenigen Sekunden durch Regelkraftwerke als Mehrleistung ins Netz eingespeist werden?
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb:

Automatischer bilateraler Stromhandel für alle! Dann sollen sie doch einfach zeigen, was sie drauf haben. Wer sollte warum was gegen diese Beweismöglichkeit einwänden wollen?

Welches Problem hast du überhaupt?
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo,
Christoph Müller schrieb:

Und was ist, wenn das Führen dieses Beweis mehrheitlich für unnötig gehalten wird?
Der Energiemarkt ist kein Boxring. Der amtierende Weltmeister wird wenig Neigung zeigen, eine beliebige Herausforderung ernst zu nehmen. Man muss schon selber zeigen, dass man besser ist.
Und überhaupt: was hat das mit dem dynamischen Verhalten großer und/oder kleiner Kraftwerke zu tun?

AFAIR keines. Allenfalls ein relativ kleines...
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb:

Dann bleibt diese Beweisführung aus bzw. bleibt in theoretischen Ausführungen stecken.
Außerdem wird damit festgeschrieben, dass man die Stromnachfrage über Tarifverträge moduliert anstatt auch die Stromerzeuger mit in das Geschehen einzubeziehen.
Damit wird festgeschrieben, dass man auch künftig große Kraftwerke mit riesigen Kühltürmen bauen wird, die entsprechend große Wärmemengen dort durch jagen. Der Zusammenhang, dass man mit dieser Wärme auch sein eigenes Haus heizen und seinen Heizkessel mitsamt Energieversorgung überflüssig machen könnte, muss dann noch längere Zeit verborgen bleiben, was große Machtfülle der Stromversorger voraussetzt. Weiterhin muss verborgen bleiben, dass die teuren Wärmedämmmaßnahmen am eigenen Häuslein ihre Ursache vor allem im Betrieb der riesigen Kühltürme haben. Dieser für die Privatleute wirklich teure Blödsinn fällt nur dann nicht auf, so lange es gelingt, das alles gedanklich getrennt zu halten.
Außerdem wird damit verhindert, dass die Mobilität mit nur noch 5% der heute nötigen Energie aus kommt und bevorzugt mit regenerativen Energien betrieben wird.
Es wird verhindert, dass wir unser Land zu 70% mit heimischen regenerativen Energien betreiben. Die übrigen 30% kann man - auch in regenerativer Form - importieren oder man kann mit Subventionen die eigenen Ressourcen besser nutzen.

Er wird von 4 Königen dominiert.

Wenn der Weltmeister die Möglichkeit hat, seinen Titel zu behalten, indem er die Regeln so gestalten kann, dass es zu keinem neuen Kampf kommt - wieso sollte er denn dann noch kämpfen? Der König ist König und will es auch bleiben, ohne sich ständig neu beweisen zu müssen.

Man kann damit auf die Exzesse der Sekundärenergiespeicherung weitestgehend verzichten. Vgl. Titel des Threads.

Ich auch nicht. So what?
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph,
Christoph Müller schrieb:

So wird es wohl auch kommen.

> der Energietechnik ...]
So ganz habe ich möglicherweise Dein Konzept nicht verstanden. Aber soweit ich verstanden habe, möchtest Du Energiebedarf und Angebot ausschließlich über den Preis in Übereinstimmung bringen. Wenn keine (insbesondere regenerativ erzeugte) Energie zur Verfügung steht, steigt der Preis und die Verbraucher, die nicht gewillt sind, den Marktpreis zu zahlen, schalten sich freiwillig vom Netz?
Ich vermute, dass dies nicht funktionieren würde. Diese Stategie käme einem Paradigmenwechsel gleich: in einer zwar teilweise eingeschränkten und unvollkommenen, aber grundsätzlich marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft gehen wir bisher davon aus, dass das Angebot die Nachfrage zu decken hat - nicht umgekehrt die Nachfrage anhand des Angebots über den Preis zu steuern ist. Wie willst Du einen Anbieter daran hindern, Energie zu verkaufen, ohne sich Deinem Preisregler zu unterwerfen?
Damit würde elektrische Energie zur Bückware. Die Konsequenzen möchte ich mir nicht ausdenken.
Gruß, Volker.
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Moin,
Volker Staben wrote:

Klar. Jeder Kühlschrank kann mal eben auf 30 Minuten Kühlung verzichten, eine Waschmaschine kann sogar locker 12 Stunden verzichten. Wenn das dem Benutzer nicht gefällt, dann zahlt er halt den höheren Preis.

Na ja, meiner Erfahrung nach hängt die Nachfrage nach Ferrari-Sportwagen doch relativ stark von deren Preis ab.

Was sollte er denn machen? Strom billiger als zum Marktpreis verkaufen? Wenn er will, dann soll er doch. Strom teurer verkaufen? Soll er doch versuchen.

Was ist Bückware? Ach ja, Regal ganz unten, nur der Preis zählt. Und? Was ist daran heute anders? Oder beziehst du deinen Strom von einem Anbieter, der eine besonders hohe Ausfallsicherheit garantiert? Oder der die Elektronen vorsortiert liefert, dass sie auch alle die gleiche Ladung tragen?
CU Rollo
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Hi,
Roland Damm schrieb:

Wenn der Anbieter entsprechend günstig einkauft oder produziert, kann und wird er möglicherweise unter "Marktpreis" verkaufen - wie gesagt, der "Marktpreis" ist ja ein vom Preisregler diktierter Preis, der sich an der Verfügbarkeit von (insbesondere regenerativer) Energie orientiert. Und die Kunden werden sicherlich auch kaufen.
Es reicht nicht, einfach nur ein nicht funktionierendes Prinzip zu postulieren, man muss auch unfähig sein, es umzusetzen (frei nach G. Lütge, Die ZEIT Nr. 15, 08.04.1999)

Die Community dankt sicherlich herzlich für diesen sachlichen Diskussionsbeitrag.
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb:

Lieber heute als morgen. Besorg' mir das dafür nötige Geld und morgen geht's los. Ohne Geld bleibt's halt beim Schreiben von Büchern, Broschüren, Diplomarbieten, Newsgroups...
Merke: Fordern kann man problemlos alles. Mit dem Zahlen schaut's auf einmal ganz anders aus. Und ich bin mir fast zu 100% sicher, dass dir jetzt auch ein paar Ausreden einfallen werden, weshalb da jetzt nichts unternehmen willst. Die primitivste aller Ausreden ist einfach, dass der Glaube an das Konzept fehlt. Mit solchen Äußerungen kann man sich schließlich immer herauswinden, ohne dass man überhaupt irgendwas vom Thema wissen muss.
Wichtig in einer Gesellschaft sind nicht die Leute, immer nur wissen, was NICHT geht - wichtig sind die, die wissen, was wie und warum geht und was wie sinnvoll und wichtig ist.
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph,
Christoph Müller schrieb:

Nein, danke. Wie lange denkst Du schon über Dein Konzept nach? Die ersten Spuren auf Deiner Website verweisen überschlägig auf das Jahr 1999? Das wäre 10 Jahre her. 10 Jahre ohne einen nennenswerten Erfolg - jedenfalls soweit die Nachrichten hier bei mir im Norden ankommen?

Ich sehe tatsächlich keine tragfähige Geschäftsidee. Und viele Andere offensichtlich auch nicht. Was natürlich kein inhaltliches Argument ist, aber immerhin dafür sorgt, dass ich mich mit meiner Einschätzung nicht wirklich einsam fühle.

In diesem Zusammenhang imponieren mir sehr die Mathematiker: bervor die sich an das Finden einer Lösung machen, beweisen Sie erst einmal, ob überhaupt eine Lösung existiert. Nichts wäre unwirtschaftlicher (und stünde damit im klaren Widerspruch zu ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien), als etwas zu versuchen, was nicht geht. Auch eine Entscheidung, etwas nicht zu tun, kann eine gute Entscheidung sein.
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb:

Dacht ich mir doch. Zum Jammern, Fordern und Rumkritisieren muss man nicht viel drauf haben. AUFBAUEN ist dagegen eine ganze Ecke schwieriger.

Die Anfänge gehen auf das Jahr 1969 zurück.

Und was sagt dir das? Dass du jetzt hämisch grinsen und behaupten kannst, dass etwas Unfug sein muss, wenn es so lange Zeit unberücksichtigt bleibt? Dann klingt das aber nicht grade nach Lebenserfahrung. Überlege mal, wie lange es schon Matrizenrechnung gibt und seit wann sie erst wirklich zum Einsatz kommt. Vielleicht geht dir dann ein Licht auf.

Was man natürlich ohne Argumente IMMER ganz schnell und ohne jedes Hintergrundwissen behaupten kann.

Dito.
Wenn dir das schon reicht... Am Verstehen scheinst du dann jedenfalls nicht interessiert zu sein. Würde ja auch Mühe machen. Man kann sich sein Leben auch bequemer einrichten.

Auf diesen Zusammenhang übertragen: Der Beweis ist längst erbracht. Handel gibt es seit Jahrtausenden. Individualverkehr auf engen Wegen noch viel länger. Es gib nicht Wenige, die den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können.
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph,
mal ohne Zitat, da allgemeine Antwort:
Sich jetzt in die Ecke "unverstandenes Genie" zurückzuziehen, bringt Dich auch nicht weiter. Ich grinse nicht hämisch, sondern versuche nur, Dein Konzept zu verstehen. Und es will mir nicht gelingen, dort eine tragfähige Idee zu finden.
Aber egal - Du wirst Deine Kunden überzeugen müssen. Die Kunden zu beschimpfen und mit Äußerungen am Rande der üblen Nachrede zu überziehen, weil sie sich nicht überzeugen lassen, ist kaum eine konstruktive Strategie.
Und wenn Du seit 30 Jahren keinen Erfolg hast, sagt uns dies nicht mehr, als dass Du schlicht seit 30 Jahren keinen Erfolg hast. Das scheinen die Fakten zu sein.
Aber das kann sich ja ändern. Ich werde es sicherlich bemerken, wenn im Unterzentrum 3km entfernt das Astrail-Terminal entsteht.
Ansonsten ist für mich in diesem Teil des Threads EOD.
Gruß, Volker.
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Hallo, Volker,
Du meintest am 14.12.09:

Das passiert Christoph immer wieder ... aber es entmutigt ihn nicht. Leider. Deshalb steckt er bei vielen Leuten im Filter. Macht die Newsgroup besser lesbar.
Viele Gruesse! Helmut
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Hallo Helmut,
Helmut Hullen schrieb:

Hm, ich lese immer nur mal sporadisch mit. Da sieht man mal wieder, was man alles verpasst im Leben...
Gruß, Volker.
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Moin,
Volker Staben wrote:

Wieso sollte er unter Marktpreis verkaufen?

Das war eine Frage. Unangenehm?
Was wäre wenn... heute ein Krqaftwerk ausfällt (unvorhergesehen) und als Folge davon - als Kettenreaktion - in halb Europa der Strom ausfällt. Dass das möglich ist, wissen wir aus Erfahrung. Muss dann der Kraftwerksbetreiber oder der Stromnetzbetreiber für den entstandenen Schaden aufkommen? IMO nein. Ergo: die momentanen Kraftwerksbetreiber haben kein primäres wirtschaftliches Interesse an der Stabilität des Netzes. Den Wildwuchs, den du wohl befürchtest, den hat man schon jetzt. Und er funktioniert. Schlimmer wird es nicht.
CU Rollo
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Hallo Volker,

Nur formal. Praktisch wird da noch jede Menge anderes Zeug mit einfließen.

Fast. Sie werden sich ja kaum gänzlich vom Netz trennen, sondern halt Verbraucher abschalten, für die aktuell der Strom zu teuer ist. Wieso sollte z.B. ein Kühlschrank mit teurem Strom laufen, wenn er eh' schon bei 95% an seiner Abschaltschwelle ist? Dann schaltet er halt eher ab in der Hoffnung (die auf Erfahrungwerte -> Statistik und Ankündigungen) auf günstigere Preise. Oder die "Verbraucher" produzieren halt aus speicherbaren Energieformen Strom und speisen ihn zu entsprechend hohen Preisen ein. Mit der Abwärme lässt sich Wasser zum Duschen, Baden, Waschen, Spülen, Wohnung usw. aufheizen, Wäsche trocknen, ...

Gar nicht. Diese Leute werden ihre Standardtarife haben. Diese sind so aufgebaut, dass die Großkraftwerke optimal bedient werden können. Mit dem Preisregler kommen da allerdings einige "Störungen" ins Netz, weil es auf einmal eine (hoffentlich) große Gruppe gibt, die sich nicht um die Auslastung der großen Anlagen schert, sondern tut und lässt, was sie will. Egal, ob das den Großkraftwerken gefällt oder nicht. Das führt dann dazu, dass es nicht mehr einfach sein wird, so große und unflexible Anlagen noch wirtschaftlich zu betreiben. Die EEX wird es ja trotzdem noch geben.

Was verstehst du unter "Brückenware"?
Elektrische Energie ist die physikalisch hochwertigste Energie, mit der wir im großen Stil umgehen. DESHALB ist sie Dreh- und Angelpunkt in dem ganzen System. Strom lässt sich aus jeder Energieform produzieren. Aber mit Strom lässt sich z.B. kein Holz oder Stroh oder Pflanzenöl produzieren. Es wäre also unsinnig, wenn man sich für ein ordentliches Energie- und Verkehrskonzept einen anderen Dreh- und Angelpunkt als den elektrischen Strom suchen würde.

Gerade das wäre aber doch mal interessant durchzuspielen.
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph,
Christoph Müller schrieb:

Was heißt "nur formal"? Also im Wesentlichen wohl doch?
Welche Infos sollen denn konkret noch einfließen?

Ist klar. Mit "Verbraucher" meinte ich nicht Kunden, sondern Wirkleistungsverbraucher.

D. h., Du möchtest auf dem vorhandenen Verbundnetz einen zweiten Markt aufmachen, auf dem der Preis der Energie im Wesentlichen von der Balance zwischen verfügbarer und nachgefragter Wirkleistung abhängt? Und in dem über steigende Preise Kunden davon abgehalten werden, Wirkleistung zu verbrauchen, wenn nicht genügend regenerativ erzeugte Wirkleistung zur Verfügung steht?
Und Du hast keine Sorgen, dass Deine Kunden Dich vorher nach dem Arbeitspreis fragen? In irgendeiner Ecke meines Hirns habe ich noch abgespeichert, dass man sich im B2B gern vorher ein Angebot schicken lässt, bevor man Kosten verursacht.
Du hast auch keine Sorgen, dass Deine Kunden evtl. unzufrieden sind, weil sie unerwartet hohe Energiekosten haben - die Welt besteht nicht nur aus Kühlschränken, die gern 30 Minuten warten können?
Du hast auch nichts dagegen, dass Großkäsereien ihre Milch verschimmeln lassen müssen, weil regenerativ erzeugte Energie nicht im erforderlichen Umfang lieferbar ist? Oder ist dann der "klassische" Energiemarkt mit seiner Versorgungssicherheit als Backup wieder gut genug?
Und mit alldem hast Du die ungetrübte Hoffnung, erfolgreicher als der "klassische" Energiemarkt zu sein?
Soweit ich mich erinnere, liegt der Erfolg unseres derzeitigen Wirtschaftssystems im Bestreben, seine Kunden zufriedenzustellen - und nicht auszubremsen, weil der Lieferant nicht liefern will oder kann.
Und außer unscharfen Hinweisen auf die Technologie der 60er Jahre ("DCF 77") hast Du uns bisher keine Informationen darüber gegeben, über welche Infrastruktur denn der Informationsaustauch in Deinem Markt erfolgen soll.

Was ist "Brückenware"?

Jaja. Mit einer deutlichen Betonung auf "ordentliches". Mal eben mit einem Fingerschnips die Energieversorgung grundständig umkrempeln und nebenbei auch noch die Verkehrsinfrastuktur auf den Kopf stellen? Es gab ja auch immer mal wieder Gedanken, ganz Deutschland mit einem unterirdischen Rohrpostsystem für den Verkehr zu untertunneln oder sonstige Phantasmen.
Dagegen sind mir die Heerscharen ordentlich augebildeter Ingenieure, die tagtäglich darum kämpfen, bspw. den Wirkungsgrad einer Turbine oder Antriebs um 0,1% zu verbessern, irgendwie richtig sympatisch.

Ich glaube, da hast Du mich mit der Bückware nicht ganz verstanden.
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb:

Das heißt, dass man eine schlechte Theorie als Grundlage heranzieht, die Wesentlich unberücksichtigt lässt.

Z.B., dass der Widerstand des Stromnetzes halt doch nicht Null ist, sondern einen endlichen Wert hat. Dass es auch räumlich getrennt viele Verbraucher gibt, die viel Leistung ziehen...

??? Kühlschränke verbrauchen keine Wirkleistung?

eleganter wär's natürlich mit einem Markt. Es gibt allerdings Gruppierungen, die wollen sowas nicht. Vor allem dann nicht, wenn er die Konkurrenz begünstigen könnte, die man bis heute wirksam draußen halten konnte.

So in der Art. Ja.

Ob regenerativ oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Das werden die mit dem Standardvertrag machen. ASTROHS-Teilnehmer wissen ja, dass der Strompreis ständig in Bewegung ist.

Mach's einfach mit deiner Sprit- und Heizungsrechnung.

Wer das Konzept verinnerlicht hat, den werden hohe Strompreis nicht schrecken. Dann produziert so jemand nämlich selber Strom und verkauft ihn teuer mit entsprechendem Gewinn.

ohne Schimmel kein Käse.

spielt mit ASTROHS übrigens überhaupt keine Rolle. Regenerative Energien werden damit "lediglich" die logische Konsequenz sein.

Energie ERZEUGEN kann nur der Liebe Gott. Alle Anderen reden nur davon und tun damit kund, dass sie das Thema noch nicht recht verarbeitet haben. Wir kleine Menschlein können Energie leider nur umwandeln, aber nicht erzeugen.

Kaum wird genug für den Strom bezahlt, dann wird mit ASTROHS auch genug zur Verfügung stehen. Rechne einfach mal 40 Mio. Haushalte zu je 5 kW elektrischer Leistung, die nahezu allesamt anspringen werden, wenn nur der Strompreis hoch genug ist. Und das sind nur die privaten Haushalte. Industrie, Handel, Handwerk, Verwaltung usw. kommen ja auch noch dazu. Und da meinst du ERNSTHAFT, dass sich ein Stromengpass einstellen wird?
Sollte der Strompreis öfters mal unerträglich hoch werden - was meisnt du, wie man darauf in einem ASTROHS-Umfeld reagieren wird? Dann wird man schlicht selbst zum Stromproduzenten. Wäre speziell für deine genannte Käserei interessant, weil man da auch mit der Abwärme noch richtig was anfangen kann.

Rechne mal nach, wie viel Leistung mit ASTROHS am Netz bereit stehen würde und überlege dir deine Frage anschließend nochmal.

Es geht hier nicht nur um mich, sondern genau genommen um die gesamte Bevölkerung im Land. Sie spart sich damit teure und ineffiziente Speicherkraftwerke, reduziert ihre Abhängigkeit von nur wenigen Unternehmen und deren Preisdiktat, die riesengroßen offenen Fenster (Kühltürme) der Großkraftwerke und teure Wärmedämmung an vielen Gebäuden sowie Heizkessel und deren teure Brennstoffe, usw. Außerdem lernt sie die Geschäftswelt mit nur sehr geringem Risiko von innen kennen, was die Zahl der Unternehmensneugründungen generell erhöhen dürfte. Die Bevölkerung spart sich auch die Abhängigkeit vom Strompreisniveau, weil dieses mit ASTROHS keinen mehr interessiert. Man wird sich eher für den StrompreisVERLAUF interessieren, weil man DARAUS seine Gewinne ziehen wird.

Ein Wirtschaftssystem ist kein Laden, in dem man was kaufen kann. Ein Wirtschaftssystem besteht aus Anbietern und Nachfragern. Primärer Sinn eines jeden Wirtschaftssystem ist es, Angebot und Nachfrage zum Ausgleich zu bringen. Es müssen also SOWOHL Anbieter WIE AUCH Nachfrager zufrieden gestellt werden. Ein Wirtschaftssystem kann unmöglich eine Einbahnstraße darstellen, wie du das hier darzustellen versucht. Du verwechselst hier einzelne Unternehmen mit einem ganzen Wirtschaftssystem.

Darüber gabe es 2006 zwei Diplomarbeiten.

Wir können natürlich auch alles so lassen, wie es ist. Wärst du dann damit zufrieden? Wozu das führt, hören wir doch täglich in den Nachrichten. Willst du das wirklich haben? Mit all den persönlichen Schicksalen, Flüchtlingsströmen, Kriegen um Ressourcen usw.? Nur, um das System so zu lassen, wie es ist? Das kann ja wohl kaum dein Ernst sein.

Wo kommt denn sowas in meinem Konzept vor und wieso weißt du darauf hin?

Klar. Sie sorgen ja auch dafür, dass die Gewinne in EINE ganz bestimmte Richtung transferiert werden. Die Bevölkerung wird als auszunehmende Weihnachtsgans zur Kenntnis genommen. Sie muss für die Heizung bezahlen. Dann auch noch zusätzlich für die Wärme, die die Stromerzeuger durch die Kühltürme blasen. Und eben deshalb ist dann auch noch eine teure Gebäudedämmung fällig. Da gibt es ordentlich was abzusahnen.
Mir wäre es ehrlich gesagt sehr viel lieber, die Bevölkerung einfach mit ins Boot zu holen. Wir sitzen letztendlich sowieso alle im gleichen Boot. So gesehen ist es nicht sinnvoll, Andere einfach rausdrängen zu wollen, wenn das Boot Leck schlägt. Dann sollte es besser repariert werden.

Den Begriff der Bückware kenne ich nicht, weshalb ich mal gegoogelt habe. 1939 habe ich noch gar nicht gelebt, als dieser Begriff aufkam. http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCckware Ich bin eine andere Generation und bin im Westen aufgewachsen.
--
Servus
Christoph Müller
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Hi Christoph,
ich denke, ich habe die Kernpunkte Deines Konzepts verstanden.
EOD.
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb:

Ob du die Kernpunkte meines Konzeptes verstanden hast oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 14.12.2009 14:43, schrieb Volker Staben:

So wie ein Markt eben funktioniert.

Wenn ein Gerät eine entsprechende Auswertemöglichkeit hat, kann es das ja tun - oder gewisse Aktionen um wenige Sekunden bis Minuten verzögern.

Da gäbe es mit Sicherheit Möglichkeiten, das zu kompensieren. Siehe Geldmarkt: Banken legen das festverzinste Geld ihrer Kuden auf eine Art und Weise an, die es ihnen erlaubt, mit Schwankungen klarzukommen.
So auch hier: mein Anbieter kann mir ein Angebot machen (so ich das will), das meistens über dem durchschnittlichen Marktpreis liegt, dafür aber konstant ist.

müssen? Nein, die Alternative ist eben teurer einkaufen.
Ich sehe keinen Widerspruch zwischen Stromhandelssystem und Versorgungssicherheit.

Wenn ein Lieferant grade nicht iefern kann, geht der Preis eben soweit hoch, bis er eben doch liefert. Ob dann der Kunde noch abnehmen will, muß er dann selbst überlegen.
Ich finde Christophs Idee gar nicht mal so schlecht - nur muß sie richtig umgesetzt werden.

Man könnte etwa den Preis an die Netzfrequenz koppeln: geht selbige runter, heißt das, es fehlt Energie. So wie bisher die Kraftwerke dann nachregeln, könnten auch private Verbraucher zulegen - bei fallender Netzfrequenz müßte dann der Preis steigen. Ein Gerät könnte sich daher dazu entschließen (oder eher: drauf programmiert sein), die Leistung runterzuregeln: Kühlschrank wartet mit Anspringen oder fährt mit gerngerer Motorleistung (wahlweise: nimmt eine Solltemperatur an, die um 0,5 K höher liegt als normal - das sollte sich noch im normalen Rahmen bewegen), Waschmaschine heizt nicht mit 3000 W, sondern nur mit 2800, etc. - durchaus auch mit Fuzzy-Regelung: bspw. ein Faktor von 50 W/mHz; entsprechend gedeckelt.
Ist die Frequenz zu hoch, bedeutet das einen Energieüberschuß, Energie wird billig, Erzeuger regeln ab, Verbraucher schalten sich ein bzw. sind "einschaltwilliger".

Die Änderung kann ja durchaus "graduell" geschehen.
Wenn ich Christophs Konzept richtig verstehe, geht es in erster Linie darum, bei Energiemangel den Erzeuger dazu zu bewegen, mehr einzuspeisen und den Verbraucher zu motivieren, weniger zu verbrauchen. Ersteres geschieht im Verbundsystem ja bereits über die Regelung, was dem Privatkunden aber egal sein kann. Um es ihm nicht egal sein zu lassen, könnte man ihn über die Preis-Schiene dazu motivieren. Die technische Umsetzung kann dann ja wie gesagt über die Frequenz gehen.
Ob ein wirklicher Markt mit all seinen möglichen Höhen und Tiefe hierfür das Richtige ist, weiß ich nicht. Es müßte eine Deckelng geben. Aber was (entsprechende Technik vorausgesetzt) spricht dagegen, den Preis oberhalb von sagen wir mal 50,005 Hz günstiger zu gestalten und unterhalb von 49,995 Hz entsprechend teurer? Tatsächliche Regelgröße könnte ja weiterhin die Frequenz sein.
Oder verstehe ich das Konzept vüllig falsch?
Thomas
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