Frage zu Solaranlage

Emil Naepflein schrieb:


Hallo,
kein Souverän kann die Physik ausser Kraft setzen. Das konnten die früheren absoluten Monarchen nicht und eine Demokratie kann es auch nicht. Es kann nicht mehr Energie eingespeist werden als das Netz transportieren kann und als momentan verbraucht wird. Bevor das Netz zusammenbricht muss man auch Solarenergie und Windenergie abschalten können.
Bye
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wrote:

Wo wird die Physik ausgesetzt?

Das hat auch niemand behauptet.

Wenn dann mal beides in Summe die vertikale Netzlast übersteigt, muss man abregeln. Vorher müssen alle Kraftwerke die Brennstoffe verbrauchen vom Netz.
Vor allem muss man dafür sorgen, dass der Stromtransport über lange Strecken mehr kostet als über kurze, und auch von denjenigen bezahlt wird, die den Strom erhalten. D.h., auch Abnehmer von Strom im Ausland müssen zu den Netzkosten in D beitragen.
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On 2013-06-14 07:03, Emil Naepflein wrote:

Warum?

Nein, die Kosten wären den EE-Betreibern zuzurechnen, schließlich sind ja sie es, die ihren überteuerten Strom unbedingt verkaufen müssen.

Wieso sollte das Ausland für das Versagen der deutschen Energiepolitik bezahlen? Würde das Ausland den überschüssigen Strom nicht abnehmen, müsste noch deutlich mehr abgeregelt werden, was die volkswirtschaftlichen Verluste noch weiter erhöhen würde.
--
rs

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Emil Naepflein schrieb:

Hallo,
und wer sorgt dann für die Netzstabilität wenn der Solar- oder Windstrom mal einen plötzlichen Einbruch hat? Thermische Kraftwerke die Stunden brauchen bis sie vom Stillstand betriebswarm sind kann man nicht vom Netz nehmen wenn man sie mal eine eine halbe Stunde lang nicht gebraucht werden, spätestens bei Einbruch der Dunkelheit aber wieder Strom liefern müssen.
Bye
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muss man

vom Netz.

Windstrom

liefern

Christoph! Dein Einsatz! :-)
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Am 15.06.2013 00:00, schrieb Martin Gerdes:

Stimmt. Thema passt.
Probleme der beschriebenen Art pflegt man mit technischen Reglern zu lösen. Im konkreten Fall kann man ein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem (ASTROHS) implementieren. Die Konsequenz daraus wird sein, dass die Nachfrage nach stromproduzierenden Heizkesseln stark steigen wird und man deshalb in die Großserienfertigung einsteigen wird. Entsprechend werden die Stückpreise fallen und die Marktsättigung wird entsprechend schnell erreicht sein. Das wiederum setzt die Produzenten unter Druck, die darauf entweder mit Marktausstieg oder mit Spezialisierung sinnvoll reagieren können. Im letzten Fall bietet sich für die Meisten die Spezialisierung auf lokale regenerative Energien an, indem Großserienprodukte an diese Energieformen adaptiert werden. Solche "verlängerte Werkbänke" werden also z.B. preiswerte Großserienprodukte auf Stirlingbasis kaufen - nur ohne Brenner und Erhitzerkopf. Diese sind dann die Spezialität der Kleinfirmen.
Es wird unter solchen Umständen nicht lange dauern bis sämtliche trägen Großkraftwerke im Land, die auf Kühltürme angewiesen sind, überflüssig und durch massenhaft flinke Kleintechnik ersetzt worden sind.
Stellt sich dann eine Wetterlage ein, in der viel nicht speicherbare Primärenergie verfügbar ist (also Sonne, Wind und Wasser), dann werden diese Energieformen den Strompreis in den Keller schicken, womit das Verbrennen von teuren Energiespeichern unsinnig erscheint. Flinke Kleinanlagen wird man deshalb umgehend abschalten. Etwaiger Wärmebedarf wird dann ggf. elektrisch gedeckt, was ja angesichts der fehlenden Umweltbelastung unter diesen Umständen auch kein Problem darstellt. Statt teurer, verlustbehafteter und durchaus umweltrelevanter Stromspeicherung speichert man dann einfach die lagerbare Primärenergie und hebt sie sich mitsamt "Ab"wärme (ist dann Nutzwärme) für Zeiten auf, in denen Sonnen-, Wind- und Wasserenergie knapp sind. Macht das System ganz automatisch bzw. die Programme, die in der Peripherie draußen arbeiten und i.d.R. auf wirtschaftlichen Betrieb optimiert sein werden.
--
Servus
Christoph Müller
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Wer sorgt heute dafür?

Man braucht schnelle und flexible thermische Kraftwerke und Speicherkraftwerke.
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Am 15.06.2013 04:58, schrieb Emil Naepflein:

"schnelle und flexible thermische Kraftwerke" SIND bereits Speicherkraftwerke! Denn schnell und flexibel bedeutet am nichts Anderes, als dass man sie bedarfsgerecht jederzeit ein- und ausschalten kann. Genau dafür sind Speicherkraftwerke gut.
--
Servus
Christoph Müller
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Emil Naepflein schrieb:

Hallo,
das tut er doch schon, in Form von Übertragungsverlusten die mit der Länge der Strecke zunehmen. Aber auch Strom aus Windkraftanlagen muss auch mal über grössere Strecken bis zum Abnehmer transportiert werden.
Bye
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Wo werden im Stromhandel irgendwo die Übertragunsverluste in Ansatz gebracht.

Das wird gerne suggeriert, ist aber in der Realität nicht so.
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Am 15.06.2013 05:00, schrieb Emil Naepflein:

Erfolgt mit ASTROHS im Rahmen der Handelsspanne.

Richtig.
--
Servus
Christoph Müller
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Emil Naepflein schrieb:

Hallo,
die Physik tut das, es wird am Anfang der langen Leitung mehr Leistung eingespeist als an ihrem Ende entnommen werden kann.

So, Beweis durch Behauptung?
Die Windkraftanlagen sind im Norden an der Küste, die Abnehmer im Süden.
Bye
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Da wir keine direkte Leitung von Nord nach Süd haben, sondern ein Netz mit vielen anderen Kraftwerken und Verbrauchern dazwischen, fließt der Strom immer zum nächsten Verbraucher.
Und die nächsten Verbraucher sind auch im Norden, oder werden die alle abgeschaltet?
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Am 17.06.2013 15:24, schrieb Emil Naepflein:

Einfach die großen thermischen Kraftwerke im Norden abschalten, sobald genug Wind weht und schon wir auch der Windstrom im Norden selbst verbraucht. Das erspart teure Fernleitungen.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 17.06.13 15.29, schrieb Christoph Müller:

mal konkret nachgefragt: welche großen thermischen Kraftwerke im Norden möchtest Du denn abgeschaltet wissen, um bspw. die kommenden GW Offshore-Leistung zu kompensieren? Dafür würden sich primär alle großen thermischen Kraftwerke bis max. 20 km Entfernung zur Küste anbieten. Dann zähl doch mal nach auf
www.umweltbundesamt.de/energie/archiv/kraftwerkskarte.pdf?
Viel Glück beim Ostereiersuchen...
V.
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Volker Staben schrieb:

Gleich werden wieder wirre Theorien kommen. Das Problem, welches beim Abschalten von Brokdorf kommt, versteht er nicht. Er sieht halt nur Wirkleistung.
VG Jörg
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Die Windkraftanlagen können auch problemlos Blindleistung liefern.
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Emil Naepflein schrieb:

Jaja, sie dürfen bloß nicht, gell?
Nur mal so: Brokdorf kann, wenn ich das Generatorleistungs- diagramm richtig im Kopf habe, zwischen -350 und +500MVar am NAP. Das können alle WKA in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zusammen nicht. Erst recht nicht im untererregten Betrieb.
VG Jörg
--
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wrote:

Ja, das können die meisten Anlagen heute noch nicht, weil Die Anlagen bisher größtenteils nicht darauf ausgelegt waren. Aber eine Anlage könnte durchaus ein paar 100 kvar liefern. Bei weit mehr als 1000 Anlagen könnte also Brokdorf durchaus ersetzt werden. Und sehr große Solaranlagen mit ihren Wechselrichtern können das auch, Tag und Nacht.
Die Frage stellt sich ob man überhaupt noch soviel Blindleistungkompensation braucht, wenn der Strom weitgehend dezentral erzeugt, und nahe an der Erzeugung verbraucht wird.
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Joerg Bradel schrieb:

Ach, soo ist das...

Man kann KKW ziemlich weit runterregeln, ohne sich dabei allzuviel Ärger mit der Xenonvergiftung einzuhandeln. Was ihre "Blinden" aber gar nicht beeinträchtigt... Und die Kurzschlußleistung auch nicht.
Nächster Versuch.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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