Li-Ion Akkus viel umweltfreundlicher als erwartet

Sep 01, 2010 490 Replies

----- Durch das geplante Netz in der Nordsee erhielten Länder wie Deutschland, die viel unberechenbare Windkraft erzeugen, Zugang zu den Speicherkraftwerken Skandinaviens, Österreichs und der Schweiz, sagt Raphael Görner vom Fachvertrieb elektrische Netze bei ABB Deutschland

----- Windkraftwerke in Norddeutschland erhalten durch ein Netz in der Nordsee Zugang zu Speicherkraftwerken in Oesterreich und in der Schweiz. Offenbar kann man den leuten heute jedes Maerchen erzaehlen.

Die sind dann problemlos realisierbar wenn man auf den bisher von Hochspannungsleitungen genutzen Trassen einfach eine unterirdische HVDC-Leitung verlegt. Man könnte dann eventuell sogar die bestehende Hochspannungsleitung abreissen, weil die neue Leitung ein Vielfaches der Lesitung transportieren kann. Die Trassenbreite lässt sich dann sogar verringern.

Emil Naepflein wrote in news: snipped-for-privacy@4ax.com:

Das hätte man schon immer mit allen Überlandleitungen machen können. Was vermutest du ist wohl der Grund, dass die nicht verbuddelt, sondern stattdessen an diesen aufwendigen Stahlgestägen aufgehängt werden?

Emil Naepflein wrote in news: snipped-for-privacy@4ax.com:

Das hätte man schon immer mit allen Überlandleitungen machen können. Was vermutest du ist wohl der Grund, dass die nicht verbuddelt, sondern stattdessen an diesen aufwendigen Stahlgestängen aufgehängt werden?

Emil Naepflein wrote in news: snipped-for-privacy@4ax.com:

Das mag sein oder nicht, allerdings hast du den Faden verloren:

Von Atomkraft war nicht die Rede, sondern von der Umstellung auf Ökoschnöko zu Lasten von z.B. Kohlekraftwerken.

Wenn die Mehrheit eine Politik will, die ihr selbst schadet, dann tritt der Schaden trotzdem ein.

Moin,

Am 17.09.10 07.54, schrieb Emil Naepflein:

Das wundert doch niemanden wirklich. Netzausbau findet seit vielen Jahrzehnten kontinuierlich statt, vgl. u.a.

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Was hat der ganz normale, täglich stattfindende Ausbau des vorhandenen Netzes, dieses völlig alltägliche ingenieursmäßige Lösen einer Aufgabenstellung, an der seit Jahrzehnten viele gut ausgebildete Ingenieure (w/m) arbeiten, mit Supergrid zu tun?

In

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"Neues Netz", "Weder gibt es das Supergrid schon", "Forscher am Fraunhofer-Institut in Kassel planen dieses Supernetz", ... Das hat mit Realität nicht wirklich viel zu tun, sondern ist reines Kriegsgeschrei.

Volker.

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Werner Schmidt schrieb:

Uuuaaah - er schrieb /konzentriert/, nicht /angereichert/.

"Ein paar hundert Jahre" ist eben nicht das was man unter Endlager versteht - Trittin faselt gerade wieder von "einer Million Jahren". (Warum macht der das? Wahrscheinlich glaubt er, was er sagt. Oder er glaubt, daß seine Klientel das von ihm hören will. Was ist schlimmer? Und für wen?)

Könntest Du Dir nicht einfach etwas Bildung zulegen?

Pu wird nicht /zu Brennelementen verarbeit/ (gibt es auch, nennt sich MOX-Elemente), sondern /entsteht/ in den Brennelementen durch die Bestrahlung des 238U während des Reaktorbetriebes. (Und der Kernbrennstoff liegt normalerweise in Oxidform vor, wobei der Sauerstoffanteil am Schwermetall gewichtsmäßig vernachlässigbar klein ist.)

Außerdem werden Brennelemente nicht aufgearbeitet (das ist nach dem Atomgesetz verboten), sondern sollen "endgelagert" werden. (Werden sie aber nicht.)

Das ist ja das Leiden in der ganzen Diskussion (auch in der medienöffentlichen): Die Blinden reden mit den Lahmen übers Schlittschuhlaufen, die Parlamentarier sind genauso dämlich.

Kommen wir zur nächsten Lektion:

Was ist ein "GAU"? Den gibt's nicht mehr: Das /war/ der "größte anzunehmende Unfall" (heißt heute nämlich Auslegungsstörfall) - das ist der Fall, für den Anlagen auszulegen sind: bei einem "GAU" darf nämlich - nach außen hin - genau *nichts* passieren, das muß die Anlage vielmehr ohne Beeinträchtigungen für Umwelt und Gesundheit abkönnen, weil sie dafür *ausgelegt* sein muß.

Daher typische Diskussionssituation:

Ökodepp, Sorte dauerempört: "Und was passiert bei einem GAU? Sagen Sie mir das!" Experte, wissend, grinsend: "Nichts!" Ökodepp - *empört*.

Na prima.

Demokratie funktioniert nicht. Die Welt besteht nämlich im wesentlichen aus Idioten. Wußte schon Nietzsche.

"Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit"? Ha, lächerlich. (Das "selbstverschuldet" natürlich nicht.)

Und dann im Unterricht bitte ausgeschlafen sein.

Weißt Du, was am meisten nervt, ist, daß einem die "eigenen Leute" mit grenzenloser Dummheit in den Rücken fallen. Villa Kunterbunt und "ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt" funktioniert nämlich nicht.

Gruß aus Bremen Ralf

Oder. Ich hatte das vor Kurzem mal =FCberschlagen- pro ja waren es wimre 11 Tonnen, die abgeblasen werden und dem zu 99,9% wirksamen Feinstaubfilter entkommen.

N=F6. Deine Toleranzschw=E4che mag h=F6her liegen, aber wer im 21. Jahrhundert noch beqin< >< >irgentwas Spielchen versucht zu treiben, im letzten Jahr mindestens 2 mal sein from ge=E4ndert hat, rump=F6belt, wenn ihm die Argumente ausgehen, sich an Rechtschreibung hochzieht- wobei bei ihm immer noch nicht angekommen ist, dass die offizielle Rechtschreibung sich signifikant von dem unterscheidet, was ere als "Rechtschreibung" bezeichnet, den kann ich nicht weiter ernst nehmen.

N=F6. Klar, w=E4re ein Endlager nett, aber selbst die marode Asse w=FCrde ausreichen.

Metallisches Pu wirst Du in Brennelementen nicht finden-das ist zu reaktiv. Aber Pu-verbindungen sind durch die Bank schwerl=F6slich und lassen sich maximal mit Komplexbildnern ein bisschen durch die Gegend verfrachten. Pu aus Bombenversuche oder auch aus Tschernobyl finden sich selbst nach 20 Jahren nicht unterhalb weniger Zentimeter im Boden. Bei Interesse werde ich nochmals im Literaturverzeichnis meiner Diplomarbeit und Promotion st=F6bern (PM funktioniert). In Brennelementen =FCbrigens wird Pu, genau wie das Uran zu oxidischen Keramiken verarbeitet. die sind nicht wirklich wasserl=F6slich.

Gau Gau. Ein zweites Tschernobyl wird es mit Druckwasserreaktoren nicht geben. Das ist physikalisch unm=F6glich. Das ist ja das Problem. Selbstverst=E4ndlich gibt es einen GAU bei einem Druckwassereaktor. Aber welche Folgen das hat, unterscheidet sich ganz erheblich von Tschernobyl, aber auch letztenendes von Reaktor zu reaktor. Je nachdem auf welchem Entwicklungsstand er sich befindet. Ein Biblis A wird niemals das Sicherheitsniveau eines EPR bekommen. Aber solange der Druckbeh=E4lter seine Funktion aufrechterh=E4lt, kann man mittels Peripherie die Sicherheit auf einem modernen Niveau halten. Es gibt schlie=DFlich verschiedene M=F6glichkeiten, eine Kernschmelze zu vermeiden.

Vielleicht. Aber eigentlich sprich sehr viel f=FCr eine *repr=E4sentative* Demokratie, weil ein Volk nicht nur aus Einsteins besteht. Das Problem ist, dass aus Frau Merkel niemand von den Bundeskaspern in Sachen Physik auch nur den blassen Dunst einer Ahnung hat und alle miteinander Klientelbedienung zwecks Machterhalt betreiben. Wenn man denn wenigstens einmal SAchargumente austauschen w=FCrde, w=E4re ja schon manches Problem angegangen. W=FCrde man nicht alles Zerreden, sondern einfach mal anpacken, auf die gefahr hin, nur die zweitbeste L=F6sung zu erwischen, w=FCrde man ehrlich miteinander umgehen, w=E4ren manchen weniger Eitel, w=E4re es um unsere Demokratie viel viel besser bestellt.

Habe ich behauptet dass der täglich stattfindende Ausbau mit dem Supergrid zu tun?

Du hast gefragt wer das bauen soll. Ich habe Dir eine Antwort mit Referenz gegeben.

Planung kommt vor der Realisierung. Es bleiben ja auch Jahrzehnte Zeit das Netz in die Richtung eines Supergrid auszubauen.

Erstmal soll es zu Lasten der AKWs gehen. Für ist der Ausstieg schon beschlossene Sache. Bei Kohle kommt er dann später.

Nun, die Mehrheit ist nicht davon überzeugt dass ein Schaden eintritt, eher das Gegenteil.

Unterirdische Hochspannungsleitungen sind an sich schon ein Problem, nicht nur wegen der Kosten fuer das vergraben, sondern auch die isolation des Kabels ist teuer, und dann gibt es noch das Problem der Waermeabfuhr, bei hohen Leistungen.

Dann waere es allerdings sinnvoller eine HGÜ Freileitung neu zu bauen, da kann man fuer weniger Geld sehr viel mehr Leistung transportieren.

Am 17.09.10 09.52, schrieb Emil Naepflein:

Du hast den Bezug hergestellt. Hier:

Eine Referenz, die die Speerspitze der Wissenschaft darstellt?

"Neues Netz", "Weder gibt es das Supergrid schon" klingt nicht wirklich nach "Ausbau des vorhandenen Verbundnetzes in Richtung Supergrid".

Volker.

Weil die Technologie noch nicht so fortgeschritten und zu teuer war, und weil man bei der bisherigen Versorgungsstruktur und den Gebietsmonopolen keine richtig dicken Fernleitungen braucht. Die Großkraftwerke wurden in der Nähe der Verbrauchszentren gebaut (Ausnahme Braunkohlekraftwerke).

Hallo Wolfgang Schwanke, Du schriebst am 16.09.2010 22:27

Um in Deinem Bild zu bleiben: Du glaubst auf dem Ast zu sitzen, an dem gesägt werden muss. Und Du glaubst, an *dem* Ast weiter sägen zu müssen, auf dem wir *tatsächlich* sitzen. Und an dem das Herumgesäge endlich unterbleiben muss.

Wer redet von "drosseln"? Ich nicht. Was willst Du denn weiter steigern, was willst Du mehr konsumieren? Wir (in den "westlichen" Industrieländern) haben doch eine Überflussgesellschaft. In der überkonsumiert wird. Sieh' Dir die Menschen doch an. Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes wo Du nur hinschaust. Angezeigt wäre es, die Überproduktion zu reduzieren und die freiwerdenden Kapazitäten sinnvoll einzusetzen. In Maßnahmen, die das langfristige Überleben sicherstellen.

Zum Teil ist das ja schon passiert. Kein Auto braucht einen Kat, um zu fahren. Kein Kohlekraftwerk braucht eine Rauchgasentschwefelung um Strom zu liefern. Alles das haben wir mit viel Aufwand eingeführt. Und es erfüllt seinen Zweck. Kein Mensch wünscht sich die Verhältnisse der 70er und 80er zurück, verschlimmert noch durch das inzwischen weiter stattgefundene Wachstum.

Nur: all' das reicht immer noch nicht. Und es gibt immer noch Überkapazitäten auf anderen Gebieten, die man freimachen könnte. Und müsste.

Der Unterschied ist: die hatten keine Alternative. Wir haben sie.

Das macht das Problem inexistent?

Gruß Werner

Hallo Ralf . K u s m i e r z, Du schriebst am 17.09.2010 08:57

das ist mir schon bewußt. Klar bedeutet die Verbrennung von Kohle (durch das "Verschwinden" von C in Form von CO2) ein Aufkonzentrieren anderer, nicht flüchtiger Bestandteile in der Asche (abgesehen davon, dass auch radioaktive Partikel mit dem Abgas mitgerissen werden; soweit die nicht in Filtersystemen abgefangen werden können gelangen die halt auch in die Atmosphäre und liegen dann nicht in Asche / Schlacke herum). Das sind dann eben u.a. auch Uran 238 und Uran 235 im in der Kohle gegebenen Mischungsverhältnis. Klar müssten die für ein Brennelement auch noch getrennt werden ("Anreicherung" des jeweiligen Isotops).

Was die radioaktive Strahlung und das von ihr ausgehende Risiko angeht sind wir bei Kraftwerksasche aber IMO noch weit entfernt von dem, was ein Kraftwerksbrennstab darstellt, oder? Da befindet sich AFAIK (im nicht "abgebrannten" Neuzustand) reines Urandioxid (UO2) drin (in Form gesinterter Pellets). Also erheblich "konzentrierter" als in Kohleasche. Was im Einzelnen nach der Verwendung in welchen Mischungsverhältnissen drinsteckt und welches Gefährdungspotential davon ausgeht ist wieder eine andere Frage. Strontium 90 und Caesium 137 wurden als Isotope mit mittlerer HWZ bereits erwähnt.

Eines mit langer HWZ fand keine Erwähnung: Iod 129 entsteht auch noch. Iod ist ein Halogen (Salzbildner) und kommt AFAIK in der Natur überwiegend in Salzform (gut wasserlöslich) vor. Iod 129 hat eine lange HWZ (15,7 Mio. Jahre) und wird aufgrund der gleichen chemischen Eigenschaften wie das stabile Isotop (Iod 127) bei Vorkommen in Nahrung oder Trinkwasser aktiv in den Organismus aufgenommen und in der Schilddrüse (wo Iod für die Produktion der Schilddrüsenhormone benötigt wird) eingelagert.

Ich habe nicht den Eindruck, dass das leicht endzulagern wäre (angesichts der HWZ wäre eine Endlagerung erforderlich, angesichts der Wasserlöslichkeit eine zuverlässig wasserdichte Endlagerung). Ich habe auch nicht den Eindruck, dass das harmlos wäre, wenn es in Atmosphäre oder Grundwasser gelangte. Kannst Du mich beruhigen?

Wenn ich schon einen Zeitraum von 100 Jahren kaum überschauen kann, was eine auch nur einigermaßen genaue Vorhersage der dann herrschenden Umstände angeht, dann muss ich für ein z. B. 500-Jahre-Lager genau so sichere Zustände schaffen wie für ein"Endlager", oder? Wobei ich da allerdings weniger an die geologische Stabilität denke (die sich aber auch unerwartet ändern kann) als an die Sicherung vor menschlichem Zugriff.

Diese Fragen würde ich auch gern beantworten können ...

Ich sollte vor allem etwas mehr mitdenken vor dem Posten. Ich war gedanklich noch beim Uran.

... in denen es einen Teil des Kernbrennstoffs darstellt (in Form von Plutoniumdioxid); der andere Teil ist Urandioxid. Daher der Begriff MOX (Mischoxid-) Elemente. Ich weiß (das mit dem -dioxid musste ich allerdings noch mal nachlesen).

Ja.

Bleibt die Frage, ob es eine Gefahr für Grundwasser oder Boden darstellen könnte. Bezüglich seiner chemischen Eigenschaften eher nein. Ich zitiere mal aus der Wikipedia (ich habe die Information für mich anhand weiterer im Netz gefundener Quellen verifiziert):

************************************************************************ Eigenschaften Plutoniumdioxid ist wenig reaktiv und wird von Wasser oder salzhaltigem Wasser fast nicht angegriffen. Es kann auch zu keramischem Material gesintert werden, das bei Schlageinwirkung in größere Bruchstücke zerbricht anstatt zu zerstäuben. ************************************************************************

Klingt erstmal relativ harmlos. Ist nur die Frage, wie langzeitstabil so ein gesintertes Pellet ist. Wenn das unter dem Einfluss der eigenen Strahlung oder auch aufgrund "gewöhnlicher" Alterung in ein paar Dutzend Jahren zu Staub zerfällt ... ich habe dazu nichts weiter finden können.

*Hier* wird nicht aufgearbeitet. Aber das nur am Rande. Was anderswo passiert ist ja eh nur schwer zu beeinflussen.

Ich bleibe mal in Deinem Bild: Die Welt besteht überwiegend aus Blinden und Lahmen und es ist immer Eis auf den Straßen. Die Schlittschuhläufer wollen ungehindert Schlittschuh laufen. Die Blinden und Lahmen sehen darin eine Gefahr für sich ... sollten sie *nicht* mitreden dürfen?

Schön und gut. Ist sichergestellt (*kann* überhaupt sichergestellt werden), dass es unter gar keinen Umständen zum "Durchgehen" eines Reaktorkerns kommt? Ist *dies* der "Auslegungsstörfall? Kann überhaupt sichergestellt werden, dass in diesem Fall das Reaktorgehäuse oder eine zusätzliche darum herum gebaute Umhüllung "dicht" bleibt? So lange, bis die dabei entstandene Radioaktivität hinreichend abgeklungen ist?

Wenn dies tatsächlich (plausibel belegbar und auch für ältere noch im Betrieb befindliche KKW) *sicher*gestellt werden könnte wäre ich bereit, an die Betriebssichereheit von KKW zu glauben. Die Umfeldproblematik (Risiken bei Gewinnung des Urans, Transport, Brennelementefertigung, "Endlagerung") ist damit aber noch nicht abgedeckt.

Anmerkung: ich weiß, dass dies für deutsche KKW im Rahmen der gestellten Anforderungen sichergestellt ist. Ich frage mich, ob diese Anforderungen hinreichen und ob angesichts der möglichen Folgen *überhaupt* hinreichende Anforderungen gestellt werden *können*.

Und ichg ebe auch gleich noch die Antwort auf obige Frage: Nein,

*sicher*gestellt werden kann gar nichts. Im Fall von KKW wird lediglich jede sicherheitsrelevante technische Apparatur und jeder entsprechende Arbeitsablauf durch mehrfache Redundanz abgesichert. Dass gleichzeitig alle Sicherheitsmaßnahmen versagen, die einen kritischen Bereich schützen sollen ist unwahrscheinlich. Nur leider nicht un*möglich*.

Ja, gut. Legen wir den GAU beiseite und betrachten das "schlimmste denkbare Szenario". Oder wie auch immer Du das formulieren würdest.

Was *kann* passieren (und was passieren *kann*, das *passiert* statistisch auch irgendwann) und ist *sichergestellt*, dass es "doch nicht passieren kann"? Na also.

Und auch er war sicher nicht der erste, dem diese Erkenntnis aufgeblüht ist.

Dennoch hat Demokratie auch ihre guten Seiten. Im gesellschaftlichen Diskurs kommen durchaus auch Risiken zur Sprache, die sonst aus Partikularinteresse heraus aus der Wahrnehmung ausgeblendet worden wären (siehe auch Dein obiges - von mir erweitertes - Beispiel mit Blinden. Lahmen und Schlittschuhläufern).

Eh.

Gruß Werner

Hallo Lars Wilhelm, Du schriebst am 17.09.2010 09:15

Moment mal. Brennelemente (bzw. die in sie eingesetzten Pellets) bestehen AFIK aus 100% Urandioxid. Die Asche der Kohlekraftwerke aber doch ganz sicher nicht.

Äh, Moment. Die 11 t gehen komplett durch den (bezüglich anderer Substanzen zu 99,9% wirksamen) Feinstaubfilter durch (weil das Uranzeugs zu kleine Partikel macht)? Oder: es entstehen 11.000 t, von denen "nur " 11 t in die Atmosphäre gehen, weil der Feinstaubfilter zu 99,9% wirksam ist?

Und: 11 t deutschlandweit? Europaweit? Weltweit? (Laut Wikipedia 10 t weltweit, die teils in die Umwelt gelangen, teils in der Asche und in Filtern liegen).

Und: wie hoch ist die Konzentration in der Asche? Müsste man die auch "endlagern" oder ist die Konzentration niedrig genug, dass die Strahlungsmenge vor der Hintergrundstrahlung verblasst? Ist das Feinstaub, den man besser nicht einatmen sollte (weil das Uran dann in den Atemwegen liegenbleibt) oder kann man das Zeugs auf die Aschebahn des Sportplatzes tun?

Nun ja. Wer auf Beleidigungen und Pöbelei seinerseits mit Beleidigung reagiert begibt sich aufs gleiche Niveau. Ich versuche das zu vermeiden (was nicht heißt, dass mir das immer gelänge). Wenn's mir zu doll wird packe ich denjenigen halt still in den Filter, dann brauche ich das Zeugs nicht mehr zu lesen und reagiere dann nicht (was ich nicht weiß, ...). Ist entspannter so.

Auf eine Provokation aber reagiere ich oft erst mal mit einer Gegenprovokation. Manchmal schaltet der Betreffende dann und merkt, dass er übers Ziel hinausgeschossen ist. Mit Ralf kann ich derzeit wieder richtig diskutieren, und das finde ich gut.

Geologisch ja. Aber funktionell (bezüglich der Kontrolle zum Schutz vor missbräuchlichem Eindringen) bleibt's für mich ein Endlagerkonzept (wegen der langen Zeträume. 2-300 a finde ich für sowas schon viel).

Ja, habe mich da auch selber schon schlau gemacht (siehe mein anderes diesbezügliches Posting im Thread). Aber auch Staub wäre nicht risikolos. Bleiben die Sinterpellets stabil?

Akzeptiert. Aber:

Ad 1: wenn es Möglichkeiten gibt will man sie auch nutzen. Gelingt dies aber mit 100% Sicherheit auch unter allen Umständen? Nein. 100% Sicherheit kann es nicht geben. Also lebt man mit einem Restrisiko. Die Frage ist (angesichts möglicher Folgen) ob man bereit ist, ein (prozentual ausgedrückt auch noch so beliebig kleines) Restrisiko einzugehen.

Der Kardinalfehler im Konzept einer repräsentativen Demokratie ...

Tja. Wege dahin?

Gruß Werner

Hallo Volker Staben, Du schriebst am 17.09.2010 06:09

da diese Information so für sich dahingestellt noch nicht sehr erhellend ist hier mal ein paar Zitate:

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der DIN 31 000 Teil 2 findet man die Definition: »Sicherheit ist eine Sachlage, bei der das Risiko nicht größer als das Grenzrisiko ist. - Grenzrisiko ist das größte noch vertretbare Risiko eines bestimmten technischen Vorgangs oder Zustands«. --> Sicherheit, Gefahr, Restrisiko

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Grenzrisiko bezeichnet die Grenze von "allgemein akzeptierten" Gefahren, die zu einer bestimmten Tätigkeit gehören, z. B. weil sie relativ selten eintreten (Stromunfall bei Elektrofachkräften) oder nur geringen Schaden verursachen (mit dem Hammer auf den Finger schlagen) und wird durch Gesetze und Vorschriften festgelegt, z. B. durch die Angabe von Grenzwerten. In der Arbeitssicherheit wird eine Gefahr, die nicht durch technische Maßnahmen ausgeschlossen werden kann, als Restrisiko bezeichnet.

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Restrisiko wird die Gefährdung bezeichnet, die einer Tätigkeit, einer Methode, einem Verfahren oder einem (technischen) Prozess nach dem Stand der Wissenschaft selbst bei Anwendung aller theoretisch möglichen Sicherheitsvorkehrungen noch anhaftet (wissenschaftlich denkbare Vorkehrungen).

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Außer beim Grenzrisiko gehen die ganzen Risikodefinitionen überwiegend von Eintrittswahrscheinlichkeiten aus und suggerieren mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit hohe Sicherheit eines Verfahrens oder einer (z. B. kerntechnischen) Anlage. Kaum eine Definition bezieht die Folgenschwere eines Ereignisses gewichtend ein - außer dem Grenzrisiko. Dieses bezieht die "allgemeine Akzeptanz" eines Risikos ein. Ist die aber angesichts des möglichen Ausmaßes der Folgen eines schweren kerntechnischen Unfalls überhaupt gegeben? - Wobei ich "die Leute regen sich nicht auf, also akzeptieren sie's offensichtlich" nicht gelten lasse.

Mal etwas plakativ: Was bekäme man von den Leuten zur Antwort, wenn man fragte "Würden Sie es akzeptieren, dass man zur Sicherstellung der Energieversorgung Deutschlands das Risiko eingeht, dass das halbe Land verstrahlt wird?"

Ich bezweifle stark, dass hier die richtigen Parameter angelegt werden. YMMV.

Gruß Werner

Moin,

Am 18.09.10 00.09, schrieb Werner Schmidt:

... die allerdings teils falsch und eher verdunkelnd sind...

Korrekt.

Das hingegen ist nicht ganz korrekt. Es geht nicht darum, dass eine irgendwie definierte "Allgemeinheit" die Gefahrengrenze definiert - die verantwortung liegt be denjenigen, die die entsprechenden Vorschriften und Gesetze formulieren. Ein typisches Beispiel von Verschlimmbesserungen der Wikipedia.

Nicht korrekt. Restrisiko ist dasjenige Risiko, das nach Wirksamwerden der tatsächlich angewendeten (eben nicht: aller theoretisch möglichen) Schutzmaßnahmen noch verbleibt. Das Restrisiko muss nicht möglichst gering, sondern lediglich geringer als das Grenzrisiko sein.

M.a.W.: wenn das Restrisiko geringer als das Grenzrisiko ist, aber durch Anwendung weiterer/besserer... Schutzmaßnahmen noch reduziert werden könnte, dann wird diese weitere Reduzierung im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (normalerweise) nicht gefordert werden können.

Dies ist nun eindeutig völlig falsch. Dies geht bereits aus der Definition des Begriffs "Risiko" hervor - Zitat aus VDE

31000: "?zusammenfassende Wahrscheinlichkeitsaussage, die die zu erwartende Häufigkeit des Eintritts eines zum Schaden fu?hrenden Ereignisses und das beim Ereigniseintritt zu erwartende Schadensausmaß beru?cksichtigt."

das darft du gern. ich bezweifle aber, das das von irgendwelcher Relevanz ist.

Volker.

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Werner Schmidt schrieb:

Wie wär's denn mal mit einfach nachrechnen? Kohle enthält Pi mal Daumen 50-200 Bq/kg Uran und Folgeprodukte, und pro kWh Strom werden ungefähr 0,3 kg Kohle verbrannt. Dann brauchst Du noch die spezifische Aktivität, die kriegst Du (nuklidweise) über lambda = ln 2 / t_1/2 raus, und für die (uninteressanten) Massen brauchst Du naoch die Avogadro-Konstante. Gibt's notfalls alles bei Wikipedia...

Ich schätze vorsichtig ab, daß von den 50-200 Bq wahrscheinlich ca. 10 Bq aus dem Schornstein rauskommen, dann emittiert ein typisches Kohlekraftwerk ähnlich viel Radioaktivität an die Luft wie ein KKW (beide im Bereich von TBq/a). Das sich der Rest nicht in Wohlgefallen auflöst, landet er zwangsläufig in den Kraftwerksnebenprodukten (Asche, Filterstäube, REA-Gips). Da gibt es eine blühende Industrie, die daraus Baustoffe macht - vermutlich ziemlich harmlose. Uranhaltige Feinstäube aus dem Zerfall der Baumaterialien kannste vergessen - schau einfach mal, wie hoch der natürliche Urangehalt der Gesteine der oberen Erdschicht ist, da kommt dann vom Ascheplatz auch nicht mehr zusammen als von der Staubwolke aus der Ackererde.

Problematisch ist eigentlich nur Radium, weil es Radon an die Raumluft abgibt. Das stört sowohl im Wasser als auch in Baustoffen erheblich.

Die luftgetragenen Radioaktivitätsabgaben sind aber vermutlich nicht harmlos: Bei den KKW verursachen sie nachweisbare lokale Effekte (u. a. das, was die KiKK-Studie gefunden hat - es gibt noch mindestens einen weiteren), und warum sollte das bei Kohlekraftwerken eigentlich anders sein? (Ich untersuche das gerade, kann sich aber noch ein Jährchen hinziehen, bis die Ergebnisse vorliegen).

Warum diskutierst Du mit so einem Psychopathen wie dem Wilhelm eigentlich? Der hat doch offensichtlich den berufstypischen Dachschaden aller Atomfanatiker.

Gruß aus Bremen Ralf

Werner Schmidt wrote in news:i705mo$jd8$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com:

Doch, du weißt es nur nicht. Alle diese Öko-Maßnahmen, die ihr für so "vernünftig" haltet, sind in Wirklichkeit der helle Wahnsinn.

Unter anderem auch das, aber das ist meine geringste Sorge. Das industrielle Wachstum bremsen bedeutet Armut für breiteste Bevölkerungsschichten, möglicherweise Hungersnöte und Schlimmeres.

Und deswegen kann man sie ja ruhig demolieren oder was?

Es gibt einen Unterschied zwischen vernünftigen Maßnahmen und hochgradiger Demenz. Deine letzten beiden Beispiele haben einen günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Für vergleichsweise niedrigen Aufwand - der sich nur geringfügig auf den Kaufpreis eines Autos bzw. den Strompreis niederschlägt - bekommt man einen hohen Nutzen: Dass Autoabgase bzw. ungesäuberte Abgase von Kohleverbrennung tatsächlich unmittelbar gesundheitlich sind, ist evident, und dass deren Vermeidung ggf. auch hohen Einsatz rechtfertigt ist im Prinzip unumstritten. Außerdem war der ökonomische Einsatz ziemlich gering, umso besser.

Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen wie "Klimaschutz", "CO2-Vermeidung", "Vermeidung jeglicher fossiler Energie" sind nicht eine Fortsetzung dieses Prinzips, sondern ein Schritt in den Wahnsinn. Selbst wenn man ihnen einen gewissen Nutzen unterstellt, er ist in jedem Fall gering. Der Preis dafür aber ist ein komplette Umwälzung der gesamten Volkswirtschaft mit sehr sehr hohen Kosten, mit Verschwendung von Volksvermögen in nie gekanntem Ausmaß, mit sehr effektiver Bremswirkung für sämtliche ökonomische Aktivitäten, die sehr schmerzhafte gesellschaftliche Folgen haben werden. Und das für vermeintliche Ziele, die selbst wenn man sie als real annimmt, niemandem unmittelbar einen Vorteil bringen, sondern die nur einem theoretischen Prinzip geschuldet sind. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Sinn grundsätzlich strittig ist.

Und: Das belastet nicht nur uns massiv, sondern auch unsere Nachfahren, die ja von uns erben sollen, und denen Deine Sorge angeblich gilt. Die haust du mit in die Pfanne.

Nee haben wir nicht, du hast den Punkt nicht verstanden:

Wir brauchen heute gar kein Holz! Wir haben uns von diesem Rohstoff fast vollständig verabschiedet, weil in der Zwischenzeit technische Umwälzungen passiert sind, von denen die Leute vor 200 jahren keine Ahnung hatten. Ihr "edelmütiger" Verzicht wäre komplett für die Katz gewesen!

Könnte es mit Kohle vielleicht ähnlich laufen, so dass es völlig für die Katz wäre wenn wir heute Askese üben?

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