Li-Ion Akkus viel umweltfreundlicher als erwartet

Emil Naepflein schrieb:

Ganz einfach, indem man in in Pumpspeicherwerken das Wasser im Kreis pumpt, das geschieht wenn der Preis an der Strombörse unter 0 fällt.
Du darfst auch es auch gern als weggeworfenen Strom sehen, wenn ein Kraftwerk seinen Strom nicht los werden kann und durch Kühlmassnahmen eingesetzte Energie vernichten muss, statt damit Strom zu erzeugen.

Das ist defintiv falsch. Wenn Anlagen ausserhalb ihres Optimums betrieben werden müssen, wirfst du Energie weg, mit der du sinnvoll Strom hättest erzeugen können.
Praktisch wirfst du den Strom weg, indem du ihn trotz eingesetzer Energie nicht erzeugst.

Effektiv wird er dem Erzeuger zu 100% abgenommen. Effektiv müssen dafür andere Kraftwerke gedrosselt werden, was deren Kosten pro kwh zwangfsläufig erhöht. Kosten die nirgends sondervergütet werden, die an den Kraftwerksbetreibern hängen bleiben.

Nein, aber die Kraftwerksbetreiber.
Harald
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Hi, durch Verheizen in Ohmschen Widerständen auf dem Gelände des Erzeugers oder Netzbetreibers...zur Not, indem man die Autobahn tagsüber beleuchtet...oder das Nachtspeichersignal für die Speicherheizer schaltet.

Richtiger wäre zu sagen, es wird soviel geleitet, wie eingespeist wird. Was die Kraftwerke machen und wieviel beim Verbraucher ankommt...das erfaßt diese Regel nicht.

Aber hallo. Denk nur an die Schaltungen, die Zellensicherungen und Spannungsüberwachung. Wenn z.B. wegen eines Unfalls ein Teil des grids abgeschaltet werden muß, reicht es bei konventioneller Netzstruktur, wenn die Einspeisung vom nächsthöheren Netzverbund aus abgekoppelt wird. Bzzt, Klack! Koblenz ist dunkel.... aber wenn Du allerlei lütte Windanlagen und BHKs innerhalb dieses Netzgrids hast, müssen diese entweder die gesamte Gridlast tragen oder alle einzeln rausgekickt werden, und zwar schnell. Und tragen diese die Netzlast, wer kompensiert bei Überproduktion oder sonstigen Schwankungen, wenn das größere Verbundnetz "fehlt"? In jedem solchen Grid braucht man entweder viele weitere Leistungsschalter oder ein Unter-Regelkraftwerk, daß ev. nur in solchen Notfällen läuft und z.B. größere Schäden wie durchbrennende Straßenbeleuchtungen verhindert.

Ich fürchte, Du hast eine Vorstellung vom Stromnetz wie vom Wasserleitungsnetz. Es reicht nicht, einfach irgendwo einen Bach einzuleiten und dafür einen größeren Fluß zu stauen...
--
mfg,
gUnther
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wrote:

Von den ersten zwei habe ich noch nie gelesen. Gibt es das?
Letzeres ist eine legitime Nutzung und nennt sich Lastmanagement. Da wird der Strom aber nicht weggeworfen sondern die Energie als Wärme gespeichert und zeitverzögert genutzt.

Die meisten kleinen Erzeugungsanlagen gehen einfach selbständig vom Netz wenn es abgeschaltet wird. Dies ist so vorgeschrieben. Die Kosten dafür trägt der Betreiber mit den Anlagekosten bei der Installation.
Die Anlagen die eine Netzdienstleistung erbringen indem sie z.B. Blindleistung einspeisen um das Netz zu stützen werden vom Netzbetreiber gesteuert. Auch hier trägt der Eigentümer der Anlage die Kosten für seine Seite der Steuerung selbst.
Die Kosten der Netzführung werden dem Netzbetreiber über Netzdurchleitungskosten vergütet.
defa entfernt
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Hallo Harald Hengel, Du schriebst am 08.09.2010 13:35
[kleine BHKW]

Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit effizienter. Rechne mal nach. Bei einem Großkraftwerk auf Verbrennungsbasis (egal ob Kohle, Öl, Gas, ..) erreichst Du bei der Umsetzung chemischer in elektrische Energie vielleicht 60% Wirkungsgrad (und das ist eher optimistisch schöngerechnet). Mit Kraft-Wärmekopplung wirst Du deutlich besser, da die anfallende Wärme jetz auch "Wirkenergie" ist (sie wird ja zum Heizen eingesetzt und dafür anderer Energieeinsatz unnötig). Durch die nötigen langen Leitungen hast Du aber erhebliche Verluste (bin jetzt zu faul zum gugeln wie hoch die genau sind).
Nimmst Du Kleinkraftwerke, die ihre "Abwärme" praktisch komplett lokal loswerden und deren abgegebene elektrische Energie eben auch "komplett" gebraucht wird kommst Du nah an 100%, denn Leitungsverluste fallen weg (was die Wärme angeht. Aber die elektrischen Leitungsverluste haben wir beim Großkraftwerk ja auch nicht gerechnet).

Solange der Abnahezwang zu einem Kunstpreis besteht hast Du Recht. Der dient aber doch dazu erst mal Infrastrukturen zu schaffen, deren Anschubfinanzierung niemand freiwillig übernehmen würde. Genau das aber ist staatliche Aufgabe. Wenn der freie Markt immer alles zum Besten regeln würde bräuchten wir keinen Staat!
Gruß     Werner
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Werner Schmidt schrieb:

60% in elektrischer Energie.

Stimmt, macht man aber inzwischen auch bei Großkraftwerken.

Windstille im Sommer, was willst du heizen?

Ja, wenn du es wirklich brauchst.

Wenn es staatliche Aufgabe ist, warum dann nicht mir Steuergeldern? Weil der Bürger dann merkt was das wirklich kostet?
So wie es jetzt läuft sind die realen Kosten gut versteckt, die Windkraft kann dem dummen Bürger als billig verkauft werden, weil die dafür notwendigen Reservekapazitäten nirgends auftauchen. Sie sind aber dieselben, würdest du auf reine Windkraft setzen, da hast du mir zugestimmt, dass es viel zu teuer ist. Die versteckten Kosten, wenn man es anderen zuschreibst erkennt aber kaum jemand.
Harald
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Hallo Harald Hengel, Du schriebst am 12.09.2010 00:11
[Kraftwerks-Wirkungsgrad]

Ja, aber durch die für die Fernwärme meist erheblichen Verteilungswege hast Du entsprechende Verluste. Der Aufwand für EInrichtung, Wartung und Betrieb des Fernwärmenetzes kommmt auch noch dazu. ENtfällt bei Haus- oder Block-HKW.

Nichts, klar. Von Warmwasserbereitung vielleicht abgesehen. In *dem* Fall müssen Haus- oder Block-HKW eben mal angeworfen werden (wenn die Last durch PV und WK nicht abgedeckt werden kann) und ihre Überschusswärme an die Umwelt abgeben. Der Wirkungsgrad übers Jahr gerechnet läge dennoch weit über den 60%, die ein Großkraftwerk erreicht (und durch die kurzen Verteilwege auch immer noch über denen mit Fernwärme). Immerhin beträgt die Heizperiode hierzulande eher 2/3 als die Hälfte des Jahres. Und auchim Sommer wird Warmwasser gebraucht (auch wenn das wie gesagt weniger ausmachen dürfte, ein bisschen bringt's auch noch).

Meinetwegen auch so. Der Weg des Geldes ist mir da ziemlich egal.

Na, mir sind sie durchaus bewusst. Und auf der anderen Seite: es sind Kosten, die der Energieversorgung zuzurechnen sind. So kann auch jeder durch sparsamen Umgang mit dieser Energie seinen Anteil daran mindern.
Gruß     Werner
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Werner Schmidt schrieb:

Du übersiehst geflissentlich den erheblichen Mehraufwand zur Erstellung vieler Kleinanlagen, sowie den erheblich höheren Wartungsaufwand.
Das sind nicht unerhebliche "Verluste", auch wenn sie nicht als Verluste deklariert sind.

Du meinst, man erzeugt höhere Kosten um sie dann irgendwie krampfhaft wieder einzusparen? Warum erzeugt man nicht gleich günstig?
Harald
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Hallo Harald Hengel, Du schriebst am 15.09.2010 18:38

weil es so, wie man Strom erzeugen will nicht günstig(er) geht?
Wenn wir nun mal von fossilen Energieträgern weg wollen (die Gründe dafür jetzt mal außer Acht gelassen) und die Risiken von Kernenergie für nicht tolerabel erachten (die Gründe dafür jetzt auch mal außer Acht gelassen) wird es halt teurer.
Gruß     Werner
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Man könnte auch einsehen, dass es falsch ist davon wegzuwollen. Dann wird es wieder billiger.
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Hallo Wolfgang Schwanke, Du schriebst am 15.09.2010 22:47

womit wir wieder beim Grundproblem wären.
Dir ist Kernenergie sicher genug. - Mir und vielen anderen nicht.
Dir erscheinen 200-800 Jahre (je nach Studie) Reserven an Kohle und Öl ausreichen um zu sagen "dann verfeuern wir es doch jetzt". - Mir und vielen anderen reicht das nicht; ich denke man muss an zukünftige Generationen mit denken und jetzt schon beginnen, Voraussetzungen zu schaffen, die ihnen das Überleben ermöglichen. Und das "worst case - Szenario" von 200 Jahren ist so weit weg dann ja auch wieder nicht (im Gegensatz zu 800 und mehr Jahren sogar sehr nah an 100 - wo Du in etwa die Obergrenze für überschaubare Zeiträume gesetzt hast).
Ach ja, bereits 100 Jahre sind Deiner Meinung nach nicht überschaubar. - Die 300 Jahre, die man die radioaktiven Rückstände der Kernenergienutzung solide lagern muss aber schon? Bezüglich der "Nichtüberschaubarkeit" dieses Zeitraumes kommt das der Notwendigkeit eines "Endlagers" IMO ziemlich nah.
Gruß     Werner
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Es gibt kein Problem. Das einzige Problem das wir haben, ist die geistige Verwirrung eines Teils der deutschen Öffentlichkeit, die partout darauf beharren will, den Ast abzusägen auf dem sie sitzt. Uns anderen könnte das egal sein, wenn wir nicht auf demselben Ast sitzen würden, an dem ihr alle sägen wollt.

Mit dem mutwilligen Verzicht auf die Nutzung der preisgünstigsten Ressourcen tust Du genau das Gegenteil. Du verbaust den zukünftigen Generationen ihre Zukunftschancen. Denn wenn wir unsere industrielle Entwicklung ohne Not drosseln, dann machen wir nicht nur uns selbst arm, sondern auch unsere Nachfahren.

Ein Zeitraum von mehr als 100 Jahren ist nicht überschaubar. Wenn du heute vorschlägst, wir sollten auf die Nutzung von Kohle verzichten damit unsere Nachfahren noch was davon haben, ist das so als hätten die Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts beschlossen, auf den Bau von Holzschiffen zu verzichten, damit wir heute genug Holz für unseren Schiffbau übrighaben.

Ja
Ich habe dazu keine Meinung.
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Wolfgang Schwanke schrieb:

Wenn man sich mit Deinen Meinungsäußerungen befaßt und die mit der Realität vergleicht, dann ist völlig klar, wo die geistige Verwirrung zu verorten ist.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

In Bremen ist es grad finster, kalt, es regnet und an der See stürmts aus West. Das sieht jede Realität düster aus.
Siegfried
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wrote:

Es ist immerhin die Mehrheit der deutschen Bevölkerung: http://www.welt.de/wirtschaft/article3291773/Die-Mehrheit-der-Deutschen-will-den-Atomausstieg.html http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1127/umfrage/meinung-zum-atomausstieg-deutschlands-bis-zum-jahr-2025 /

Deine Argumente sind die eines Geisterfahrers.
defa entfernt
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Das mag sein oder nicht, allerdings hast du den Faden verloren:

Von Atomkraft war nicht die Rede, sondern von der Umstellung auf Ökoschnöko zu Lasten von z.B. Kohlekraftwerken.

Wenn die Mehrheit eine Politik will, die ihr selbst schadet, heißt das nicht dass der Schaden nicht eintreten wird.
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Das mag sein oder nicht, allerdings hast du den Faden verloren:

Von Atomkraft war nicht die Rede, sondern von der Umstellung auf Ökoschnöko zu Lasten von z.B. Kohlekraftwerken.

Wenn die Mehrheit eine Politik will, die ihr selbst schadet, dann tritt der Schaden trotzdem ein.
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wrote:

Erstmal soll es zu Lasten der AKWs gehen. Für ist der Ausstieg schon beschlossene Sache. Bei Kohle kommt er dann später.

Nun, die Mehrheit ist nicht davon überzeugt dass ein Schaden eintritt, eher das Gegenteil.
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Das ist nicht finanzierbar.

Wenn die Öko-Generation in Rente geht, ist das vermutlich zu Ende.
--
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Avec les anges si purs, la mer
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wrote:

Da täuscht Du Dich. Es betrifft mindestens noch die Kinder und die Enkel der Öko-Generation. Die Erziehung wirkt nach. Du wirst also damit rechnen müssen dass mindestens die nächsten 40-50 Jahre Öko noch weiter wirkt. Bis dahin ist die ganze Energieversorgung auch schon umgebaut.
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So pessimistisch bin ich nicht. Es ist gute Tradition, dass Kinder gegen ihre Eltern rebellieren. Spätestens wenn sie wegen überteuertem Strom keine Lehrstelle mehr finden oder ihre Stromrechnung nicht bezahlen können, wird sich Skepsis breitmachen.

Die ganze Energieversorgung nach Ökowünschen umbauen geht nicht, weil das einfach nicht bezahlbar sein wird. Selbst falls es auf Biegen und Brechen versucht wird, kommt der Prozess irgendwo auf halbem Wege mangels Finanzen zum Stillstand.
--
Die Frau als solche ist aus unserer Gesellschaft kaum mehr wegzudenken

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