Re: Wärmepumpe und Lüftungsanlage - Kombinieren?

Mar 14, 2007 485 Replies

Emil Naepflein schrieb:

Könnte daran liegen, dass du dir ein automatisches Stromhandelssystem für Jedermann nicht vorstellen kannst. Das wäre die Grundvoraussetzung, um den Bedarf verstehen zu können.

Die machen das, womit sie JETZT Geld verdienen können. So lange der Laden läuft - wieso sollten sie was ändern? Sie sind doch keine Umweltapostel, die vom guten Willen leben. Gib ihnen die Möglichkeit, dass sie mit solchen Anlagen Geld verdienen können und du wirst dich wundern, wie schnell sie ihre Produktpalette angepasst haben werden. Ohne ein automatisches Stromhandelssystem läuft ihr Laden jetzt auch. Mit würde er halt etwas anders laufen.

Warum sollte ich? Wenn es keinen nennenswerten Aufwand macht, Schadstoffe zu entsorgen - wieso sollte man das denn bleiben lassen? Nur, damit sich die Gebäudeisolierungen besser verkaufen lassen? So gesehen wären sie dann ja sogar mitschuld an der Methanbelastung.

Im schlimmsten Fall kann er schon auch mal das machen, was die Großkraftwerke über 8000 Stunden im Jahr machen: wegwerfen. Meistens wird er aber damit schon was anfangen können. Gebäude heizen (auch die in der nächsten Nachbarschaft), Futter trocknen, die Biogasanlage zwecks höherer Ausbeute heizen, ...

Weil du vorher mit viel Geld so viel Wärmedämmung drauf gepackt hast ;-)

Das hat nicht unbedingt mit böser Gesinnung zu tun. Eher mit fehlendem Wissen um bestimmte Dinge.

Wieso denn nur Strom? Es geht auch um Wärme und zudem um das zeitliche Verhalten. Je nach dem vielleicht auch noch um Solarzellen auf dem Dach, ein Windrad im Garten und einen kleinen Wasserlauf. Möglicherweise auch um günstig liegende Erdwärme oder sonst was. Die Welt ist scheinbar viel komplexer, als du dir vorstellen kannst.

Meinst du ernsthaft, dass jemand seine Anlage laufen lassen würde, wenn er für den Strom nicht mal seinen Brennstoff bezahlen könnte und auch mit der Wärme nichts anfangen kann? Wieso erklärst du solche Dummheit zum Standard?

Mir geht's nicht mal um's Einsaparen von Primärenergie, weil wir davon mehr als genug haben. Mir geht's um die Minimierung des Umweltschadens und die Maximierung des sozialen Nutzens. Das ist eine ganz andere Welt, die du noch nicht zu kennen scheinst. Du bewegst dich noch auf dem Niveau, dass Energieverbrauch gleichbedeutend mit Umweltbelastung wäre. Das gilt aber doch nur für Energieformen, die z.B. Schadstoffe anreichern können, wie fossile und atomare. Sonne und Wind reichern gar nichts an. Wasser und Biogas nur ganz wenig. Sonstige Biomasse meist nur lokal, aber nicht global.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich...

Servus Christoph Müller

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Roland Damm schrieb:

Genau so ist es.

Servus Christoph Müller

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Helmut Hullen schrieb:

Halte ich für reichlich einfältig und insgesamt für wenig wirksam. Dafür um so teurer. Optimierung auf breiter Front bringt mehr. Nur braucht man dafür auch einen Grund, den ich mit dem Astrail-Konzept anbiete. Doch damit scheine ich gegen die Einfalt nicht anzukommen.

Servus Christoph Müller

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Emil Naepflein schrieb:

Ich denke aber an die Zukunft, weil ich davon aus gehe, dass ich an der Gegenwart nichts ändern kann. Wie soll das gehen?

Frag' mal beim Fraunhofer Institut in Dresden.

Sie werden ja nicht ferngesteuert. Es wird den Anlagen lediglich über den Preis ein Angebot gemacht. Viele Anlagen werden wahrscheinlich auch modulierend betrieben. Die grade ohnehin laufenden Maschinen können die Stromabgabe dann teilweise binnen Millisekunden erst mal aus der Schwungmasse und dann mit Leistung Aufdrehen verstärken. Sind Drezahlschwankungen erlaubt (weil über Wechselrichter eingespeist wird), kann man die Schwungmasse wirklich nutzen. Großkraftwerke können das aufgrund der starren Netzkopplung trotz ihrer riesigen Schwungmassen nur in äußerst eingeschränktem Maße. Dazu kommen die Fahrzeugakkus (wenn das ganze Astrail-Konzept realisiert wird), die ja sowieso die meiste Zeit im Netz hängen. An Sekunden- und Minutenreserve sollte es also wirklich nicht mangeln.

Weißt du überhaupt, von wem das Astrail-Konzept stammt? Weißt du, woher der Name kommt?

Immer diese Teilwahrheiten ohne jeden Überblick...

Was ist das für ein Konzept?

Servus Christoph Müller

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Roland Damm schrieb:

Astrail ist ein Kunstwort, das im Ersten Teil von ASTROHS (Automatisches STROmHandelsSystem) und im zweiten Teil von Railtaxi abgeleitet ist. Hier wurde jetzt fast nur über den ersten Teil - über ASTROHS - diskutiert. Das Railtaxi ist Individualverkehr auf der Schiene, der deshalb direkt und speicherlos im Stromnetz über lange Strecken betrieben werden kann. Die speziellen Weichen und Fahrwerke erlauben es, entlang der Strecken sehr viele Anschlusspunkte zu realisieren, so dass kaum jemand eine größere Distanz zum Systemzugang zurücklegen muss. Weil damit das Langstreckenproblem gelöst ist, reicht ein Kurzstreckenantrieb für das Auto. Somit hat man die Grundvoraussetzung geschaffen, die das Elektroauto für den Masseneneinsatz benötigt. Kann man dann auch noch seinen Strom selber machen (ASTROHS), so hat man einen zusätzlichen Anreiz, sich ein Elektroauto zu kaufen statt eines mit mit Verbrennungsmotor. Damit ist dann auch der Kurzstreckenverkehr in die regenerative Energiewirtschaft eingebunden und die Produktion von Umweltschaden weitestgehend minimiert.

Servus Christoph Müller

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Emil Naepflein schrieb:

Insbesondere, wenn es sich um Turbinen handelt, wirkt sich die abverlangte Leistung auch gehörig auf den Wirkungsgrad aus. Deshalb kommen selbst heute noch Dampfmaschinen zum Einsatz, wenn mit größeren Leistungsschwankungen gerechnet werden muss. Da gibt man sich dann schon mit 20...25% Wirkungsgrad zufrieden. Wie mag das erst bei den leistungsempfindlichen Turbinen mit ihrem schmalen Nennlastbereich sein?

Servus Christoph Müller

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Emil Naepflein schrieb:

Was nützt die große drehende Masse, wenn sie sich weder in Drehzahl noch Phasenlage nennenswert verändern darf? Tut sie das nämlich, stimmt weder Frequenz noch Phasenlage. Viel Spaß dann noch mit diesen großen Wummern...

Wir denken aber weniger über die nicht mehr veränderbare Gegenwart nach, sondern über die noch gestaltbare Zukunft.

Vorausgesetzt, die Anlagen sind teuer genug. Um von diesem hohen Preis runter zu kommen, muss der Markt große Stückzahlen aufnehmen können. Dafür wäre ein automatisches Stromhandelssystem recht hilfreich, weil es damit sehr schnell sehr großen Bedarf an solch kleinen Maschinen gäbe. Die Industrie würde aus diesem Grund entsprechend zielgerichtet entwickeln und produzieren.

Weil der Markt auf superträge Großanlagen hin optimiert ist.

Schon mal eine Kostenanalyse gemacht? Meinst du ernsthaft, dass dieser Preis auch noch bei einer Million pro Jahr der Gleiche wäre?

Eine Auto mit Motor, Computer, Getriebe, Fahrwerk, Bremsen, Lenkung, ABS, ESP, Tank, Blechkleid, 5 Türen, Zentralverriegelung mit Funkschloss, Sportsitze, Radio, CD-Player, Airbags, Klimaanlage, Kat, Partikelfilter usw. ca. 300,- Euro pro kW (Audi A3).

Merkst du was? Nimm Motor und Getriebe und den Rest kannst du Lebensdauer und Optimierung stecken. Glaubst du nicht, dass man damit was erreichen könnte?

Es gibt auch immer wieder Stimmen, die bereuen, geheiratet zu haben. Trotzdem ist die Mehrzahl aller Ehen glücklich.

Servus Christoph Müller

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X-No-Archive: Yes

begin quoting, Christoph Müller schrieb:

Eher weniger kritisch: Die Drehzahl bleibt konstant, nur das Moment ändert sich.

Gruß aus Bremen Ralf

Ralf Kusmierz schrieb:

Reden wir jetzt vom Elfenbeinernen Turm oder vom richtigen Leben?

Doch.

Es geht aber nicht nur um Grundrechte (die übrigens auch menschengemacht sind), sondern auch noch um jede Menge Einzelbestimmungen und sonstige Vorschriften und Reglementierungen, die im Prinzip jederzeit geändert werden können. Das geht auch so weit, dass sich dann sogar offensichtlicher Blödsinn rentieren kann, der niemandem nutzt (außer den Anwendern der "Gesetzeslücken"), aber der Allgemeinheit schadet. Die EU ist voll von traurigen Beispielen. Tabakanbau wird gefördert. Gleichzeitig wird Rauchen eingeschränkt. Tiere werden kreuz und quer durch ganz Europa gefahren, was dann wieder eigene Zusatzregelungen erfordert ... Alleine aufgrund solcher Regelungen lebt mindestens ein ganzer Berufsstand. Der der Steuerberater und wahrscheinlich noch viele andere mehr, wie z.B. die vielen Aufpasser im Gesundheitswesen und sonst wo, von denen eigentlich niemand so recht was zum Volkswohl beiträgt. Sie leben ausschließlich aufgrund menschengemachter Bestimmungen, die jederzeit verändert werden können, wie man auch Produkte verändern kann.

Damit bestätigst du aber, dass ein Markt tatsächlich ein menschengemachtes Produkt ist. Ob frei oder nicht, hängt von denen ab, die die Regeln für den Markt definieren. Das Produkt Markt wird damit geformt.

Ähem - ich will auf den Sprit keine Steuern zahlen und für's Radlfahren Subventionen einstreichen...

De facto ist mir das alleine schon wg. meiner Vermögensverhältnisse "verboten".

Servus Christoph Müller

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Emil Naepflein schrieb:

Meiner nicht. Denn der sieht eine Handelsspanne vor, mit der sich das System selbst finanzieren soll.

Es gibt allerdings durchaus gelungene Versuche der Stromwirtschaft, die zeigen, dass man mit einem automatischen Stromhandel sogar recht gut regeln kann. Freilich wurde da nur einseitig und selbstverständlich ohne Handelsspanne gearbeitet. Hätten sie nämlich eine vorgesehen, hätte sich das System nämlich finanziell verselbständigen können und man hätte sich seine eigene Konkurrenz gebaut. Das wollte dann doch niemand von den Verantwortlichen riskieren. Stichworte: MAREN, Strompreisampel, ...

Servus Christoph Müller

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Ralf Kusmierz schrieb am 24 Apr 2007 :

Du willst Netzregelung ernsthaft durch Lastabwurf durchführen? Kusmierz-E-Power wird sehr schnell seine Kunden los sein...

Frank

Ralf Kusmierz schrieb:

Demnach gibt es keinen Grund, Dampfmaschinen zu verwenden. Wovon leben die Spillingwerke in Hamburg?

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Strömungen verhalten sich dummerweise auch nicht so ganz linear. Bläst man vorne stärker rein, hat man über die Turbine gesehen einen ganz anderen Druck- und Bewegungsverlauf als wenn man nur wenig rein bläst. Folglich müssten sich - trotz konstanter Drehzahl - die Anstellwinkel der Blätter verstellen. Nicht alle gleichermaßen, sondern wahrscheinlich von vorne nach hinten unterschiedlich. Die Turbinen, die ich kenne (mal von Windturbinen abgesehen) haben aber gar keine Blattverstellung. Das wäre für die vielen Schaufeln vermutlich viel zu aufwändig und mechanisch zu anfällig.

Servus Christoph Müller

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Ralf Kusmierz schrieb am 24 Apr 2007 :

Ich habe selten ein von so wenig Sachkenntniss zeugendes Beispiel der Beschreibung des Betriebes von Kraftwerksanlagen gelesen. Warst du nur einmal nur in der Nähe einer solchen Anlage und hast dich erkundigt, wozu die vielen bunten Zahlen auf den Anzeigen und Monitoren da sind? Hättest du es mal gemacht...

Frank

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Frank Spreer schrieb:

Nein, nicht ich: Das machen die Kunden dann nämlich selbst und freiwillig.

Ok, Du wolltest auch mal was schreiben ...

Gruß aus Bremen Ralf

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Christoph Müller schrieb:

Man nimmt auch keine, sondern Turbinen.

Das müßtest Du die Spilling-Werke fragen.

Hey: Wir sind irgendwo bei 10 % Laständerung maximal. Welche katastrophalen Unglücke sollten da bei konstanter Drehzahl passieren?

Gruß aus Bremen Ralf

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Frank Spreer schrieb:

Du bist irgendwie in jeder Hinsicht nicht so ganz auf Ballhöhe, nicht?

Gruß aus Bremen Ralf

Hallo Frank,

Frank Spreer schrieb:

wie groß ist denn der Anteil an Photovoltaik bei deinem Verteilnetzbetreiber?

Noch nicht einmal der Dreck unter den Fingernägeln.

Warum sollte es bei der Photovoltaik schwerer sein, als bei der Windkraft?

Die Leistung lässt sich ganz gut vorhersagen, es ist jedenfalls leichter als bei Windkraftanlagen. Zudem ändert sich die Leistung ja auch nicht sprunghaft. Es ist immer noch genug Zeit, gegenzusteuern.

MfG Michael

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Roland Damm schrieb:

Außer Dir will das aber offenbar keiner. Wozu sollte das auch gut sein.

Nein, kann man nicht, dazu ist die Benutzungsstundenzahl viel zu gering.

Ich habe nichts von feststehenden Schlußfolgerungen geschrieben.

Ein "freier Markt" kennt keine "Veränderung der Preisstruktur", der findet seine Preisstruktur selbst. Was Du intendierst, ist ein dirigistischer Eingriff in den Markt, und der _kann_ (und nichts anderes habe ich geschrieben) völlig andere als die beabsichtigten und erwarteten Folgen haben.

Ähm: Quatsch. Es ändert sich nichts an den natürlichen Marktgesetzen, weil jemand an der Regulierung herumbastelt.

Wer?

So langsam könntest Du mal ein paar Quellen nennen.

Zum Beispiel.

Das wären die natürlichen Marktgesetze ...

... und das regulative Eingriffe.

Ohne diese Vorschriften liefe das per Vereinbarung ganz genauso - das sind technische Rahmenbedingugen, die vereinbart werden müssen, damit das System funktioniert. Die Wettbewerbsregeln müssen nur sicherstellen, daß sich daran niemand vorbeidrücken kann.

Stimmt.

Nö. Eine Versorgungspflicht besteht nur für Tarifkunden, und asu der kommt der Versorger ganz leicht durch Betriebsaufgabe heraus. Will er aber nicht? Na, fein.

Ähm - das ist einfach Bullshit.

Damit verbreitest Du dann aber ähnlichen Unsinn wie Christoph.

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen, nicht?

Durchaus denkbar - mir fallen dutzende von Beispielen ein, daß ich wegen bekloppter Servicezeiten kein Geld ausgeben konnte, obwohl ich dazu bereit war.

Ich behaupte, daß Deine Meinung falsch ist.

Ich vermute, daß sich die Quote kaum ändern würde, aber mehr erwischte Taschendiebe ordentlich was aufs Maul bekämen.

Ja: Glücklicherweise können auch die skrupellosesten Politiker die Marktgesetze nicht außer Kraft setzen.

Sie werden nicht langsam.

Durch die verfügbare Verstellbreite natürlich - es können Fälle vorkommen, daß der Regelbereich ausgereizt ist, dann müssen Reserven ran, und das kostet, weil die genau dafür vorgehalten werden. Mit Ansprechgeschwindigkeit hat das aber nichts zu tun.

Sie sind doch gar nicht träge.

Nochmal schreibe ich es nicht ...

Ehrlich: Das frage ich mich auch. (Bzw. kann ich die Höhe des Preises schon verstehen, nicht aber, warum denn angeblich so viel davon benötigt wird.)

Gruß aus Bremen Ralf

Moin,

Ralf Kusmierz schrub:

Zu dem Zweck, dass alle beteiligten die gleichen Rahmenbedingungen haben und damit derjenige das Geschäft macht, für den es am günstigsten durchzuführen ist.

Vergleiche ein BHK mit einer Öl-Zentralheizung, der Vergleich ist nämlich wichtig. Das BHK erzeugt den Strom Verlustfrei (zumindest so weit, wie die Abwärme verwendet werden kann). Da kommt auch das beste Großkraftwerk nicht mit.

Von was für Betriebsstunden pro Jahr gehst du denn aus? Eine etwas größere Anlage: 5kW elektrisch, 10% Einschaltdauer macht

876h/a also 4380kWh/a. Wenn die mit 1¤/kWh vergütet werden sind das eben 4380¤/a. Davon geht noch runter, was die Anlage wegen der Stromproduktion mehr an Öl verbraucht hat, als eine Ölheizung gleicher Leistung. Was kostet so eine Anlage mehr als eine Ölzentralheizung?

Es klang so, als ob zwangsläufig jede mehreinnahme aus Ökosteuer dem Staat in der Art seine Ausgabensturuktur ändern müsste, dass daraus ein Wirtschaftswachstum resultiert, welches zwangsläufig den Stromverbrauch trotz höherer Stromkosten konstant hält.

Wenn man planlos (also so wie üblich) genug heran geht, kommt nicht das dabei heraus, was man beabsichtigte. Man kann aber auch planvoll eingreifen, so etwa in dem Stil von Kung-Fu: Nütze die Kraft deines Gegners für dich selbst (oder so sinngemäß).

Vielleicht meinst du das selbe wie ich, es ändert sich nichts daran, dass jeder Teilnehmer sein persönliches Optimum anstrebt. Aber wie/wo dieses Optimum liegt und aussieht, ändert sich durch eine Regeländerung.

Und wenn ich das nicht tue, weil ich vielleicht in dieser Information einem Irrtum aufgesessen bin? Dann nimm es einfach als hypothetisches Beispiel.

Ein weiteres Beispiel gefällig? Es gibt eine Dienstleistung, für deren Inanspruchname man einen festen Satz bezahlt, der geringer wird, wenn man diese Dienstleistung sehr selten in Anspruch nimmt. Nimmt man die Dienstleistung aber deutlich häufiger als normalbürger in Anspruch, erhöht sich dieser Satz nicht. Es sei denn, man braucht spezielle Zusatzleistungen, dafür steigt der Satz dann plötzlich ins astronomische. Die für die Dienstleistung benötigten Hilfsstoffe bezahlt man für den Fall dass diese Hilfsstoffe preiswert sind voll. Sind die Hilfsstoffe jedoch teurer, bekommt man beim Kauf einen Rabatt, der je nach Produkt ausgewürfelt ist und nicht mit dem Marktpreis korreliert.

Ich rede vom aktuellen Gesundheitssystem.

Gut, soweit einer Meinung.

ich schätze, du betrachtest erst recht heftige Eingriffe als Eingriffe. Ich sehe das etwas weiter.

Wie gesagt, meine Lebensmittelversorgung funktoniert auch, ohne dass ich mit dem lokalen Einzelhändler ein Liefervertrag abgeschlossen habe.

Ich kann mich daran vorbeidrücken, beim lokalen Lebensmittelhändler einzukaufen, kollabiert deswegen dessen Geschäft oder meine Lebensmittelversorgung? Wieso sind im Lebensmittelhandel offensichtlich Regelungen überflüssig, die in Energiemarkt vorgeschrieben sind? Diese Vorschriften im Energiemarkt sind dementsprechend offensichtlich ein Eingriff des Staates in das System. Du kannst jetzt zwar behaupten, dass sie folgenlos sind, weil es ohne diese Vorschriften ja genauso laufen würde. Nur belegen kannst du das kaum.

Meinst du das jetzt ernst? Also so wie 'Steuern zahlen ist freiwillig', weil es jedem Menschen ja frei steht, sich umzubringen?

Dann erklähr' mal, wieso sich die Energieversorger nicht einfach zusammensetzen und den Strompreis um 30¢/kWh erhöhen. Jetzt komm nicht mit der schwächlichen Erklärung, dass sie dadurch weniger verdienen würden. Oder der große Konkurrent aus dem Ausland käme - wenn der kommt sperrt man einfach seine Stromnetze für dessen Angebot und er darf sich erst mal seine eigenen bauen. Oder ist es vielleicht einfach so, dass es gesetzlich nicht erlaubt ist?

Hast du dieses Geld jetzt noch in der Tasche und denkst dir 'damals hätte ich es ausgeben können, jetzt ist die Gelegenheit vorbei und ich werde es wohl verbrennen müssen'?

Und dann jede Menge Leute vor Gericht stünden, weil sie unbescholtenen Bürgern was aufs Maul gegeben zu haben.

Leider können dadurch aber auch intelligente Politiker (es kann sie ja theoretisch geben) nicht so sinnvoll handeln, wie es theoretisch denkbar wäre.

Gut, dann erzähl das mal den Leuten, die Speicherkraftwerke betreiben, die wissen bestimmt noch nicht, wie überflüssig sie sind.

Aha, da schlägt wohl der 'freie' Markt richtig zu.

Warum ist übrigens Nachstrom so günstig? Wenn ich z.B. 20¢/kWh zahle und erfahre, dass Strom an der Börse zur gleichen Zeit nur 1¢/kWh kostet, dann kann das daran liegen, dass 19¢ für den Transport draufgehen. Nur wenn jetzt Nachtstrom nur 10¢/kWh kostet, dann heißt das ja, dass der Energieversorger pro Kilowattstunde Nachtstrom 9¢ dazulegt. Wieso machen die das? Oder machen die das garnicht? Und wieso schalten die nicht nachts einfach ihre Kraftwerke ab? Fragen über Fragen...

CU Rollo

Moin,

Ralf Kusmierz schrub:

Ein PKW-Motor schafft das recht gut.

Was sind jetzt die spezifischen Leistungskosten?

Billig in Sachen Anschaffungskosten oder Brennstoffkosten?

Wo du so eine Katastrophe gerade ansprichst, wie sieht das aus, wenn in Privathaushalten kleine Generatoren stehen, die vielleicht auch noch Inselbetrieb können? Man muss ja nicht gleich eine Netzfrequenz haben, die atomuhrgenau läuft.

So mag's gehen. Man hat natürlich noch das Ärgernis, dass man sie eine Zeit lang vorhalten muss, weil man ja doch nicht auf die Minute genau weiß, wann die Mittagsspitze kommt. Wie sieht das umgekehrt mit dem Runterfahren aus?

Nun ist aber - Definition hin oder her - unvorhersehbar etwas anders als vorhersehbar.

Gut, deine Argumentation ist nach etwas herumgrübeln und Interpretation tatsächlich mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar.

Na ja, mit der Schnelligkeit der Regelbarkeit hat die Kostensache ja erstmal nichts zu tun. Der Zusammenhang entsteht erst durch die reale Gegebenheit, dass schnell regelbare Kraftwerke auch oftmals teuren Brennstoff brauchen.

Vor Jahren hab ich mal gehört, es wird daran probiert, Gasturbinen-Kraftwerke mit Kohle zu betreiben. Gibt's sowas schon?

CU Rollo

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