Re: Wie lassen Schafe eine Bahn entgleisen?

Roland Damm schrieb:


Von wegen. Da gibt's schon Tricks. Z.B. ein 50 cm langes Rohr, an dessen oberen Ende der Sensor sitzt. Dort wird etwas saubere Luft eingeblasen. Grade so viel, dass die Gischt nicht bis zum Sensor hinauf reicht. Nach unten ist das Rohr offen blickt auf eine Schienenkante.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Und was soll der Sensor dann messen? Schiene da oder nicht? Bischen wenig...
Und woher kommt die Druckluft, die so sauber ist, dass man sie jahrelang an der Optik vorbeiblasen lassen kann, ohne dass es Probleme gibt?
Da die wesentlichen Systeme des Fahrzeugs ohne Druckluft auskommen (denke ich), sollte man die Verwendung von Druckluft generell vermeiden und die Dinger billig zu halten.
Ach ja, wenn das Fahrzeug steht, nisten sich bestimmt gerne irgendwelche Insekten in so einem Rohr ein...
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Ein Zeilensensor sieht deutlich mehr.

z.B. vom Fahrtwind. "Druckluft" ist ja schon regelrecht übertrieben, weil es ja nur um Millibar geht.

Wieso denn jahrelang? Man wird auch bei diesen Fahrzeugen gelegentlich nach dem Rechten schauen müssen. Und Filter gibt's auch.

nein. Man wird mit Sicherheit mit Druckluft arbeiten. Mindestens für die Federung, damit diese dann auch höhenverstellbar ist und damit die Last im Falle von Punktlast auf mehrere zusammengeschaltete Railtaxis gleichmäßig verteilt werden kann.

Ob man für den Sensor die "echte" Druckluft anzapfen wird, weiß ich nicht. Glaube ich eher nicht. Man wird eher den Fahrtwind nutzen, mit dessen Hilfe Luft aus dem Sichtrohr "abgesaugt" wird.

Das wird sicher nicht unbemerkt bleiben. Hat man schon mal Druckluft, kann man ggf. auch mal kurz ein Ventil öffnen...
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Ja, die Farbe der Schiene sieht er. Das kommt mir immernoch etwas zu schwammig vor.

Das mag bei der Fahrt gehen, aber im Stand - aber dazu meintest du ja unten, da können man noch mal richtig durchpusten vor Fahrtantritt. Aber ein Filter? Irgendwie nicht so richtig Wartungsneutral. In so einem Rohr werden durchaus Turbulenzen herrschen, also ein Phänomen, welches sich vereinfacht mit einer sehr großen Diffusionsgeschwindigkeit von Partikeln annähern lässt. So groß muss dann die Strömungsgeschwindigkeit mindestens sein. Damit und mit dem Rohrquerschnitt ergibt sich ein Mindest-Volumenstrom der durchgeblasen werden muss. Und nun schaue man sich mal einen normalen PC (Computer) an, der jahrelang in einem sauberen Büro gearbeitet hat, wie verdreckt der von innen ist. Selbst auf den Schaufeln vom Ventilator sitzt Dreck.

Aber wie oft man nachschauen muss, ist ein eintscheidender Kostenfaktor.

Ist zwar ein anderes Thema, aber wenn man eine Einzellast auf mehrere Wagen verteilen will, muss man diese Starr koppeln können, davon habe ich bisher nichts bei dir gelesen. Einfach nur eine Höhenverstellung bringt diesbezüglich jedenfalls nichts.
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Warum sollte er nur die Farbe sehen und nicht mehr?

im Stand befürchte ich eher weniger, dass die Gischt nach oben zum Sensor getrieben wird, um diesen abzuschatten.

Nur bei Bedarf. Ist ja das schöne mit bildgebenden Sensoren, dass man die Bilder (oder auch nur die Zeilen) interpretieren kann. Daraus kann man auf den Verschmutzungszustand des Sensors schließen. Ginge das nicht, dann wäre man als Autofahrer unfähig, einen Scheibenwischer einzuschalten, wenn es regnet.

Sagt ja auch niemand, dass so ein Ding 1 Mio. km wartungsfrei zu laufen hat. Ein- oder zweimal im Jahr Filterwechsel sollte durchaus zu tolerieren sein.

So ein Rohr muss keineswegs rund sein. Der Durchmesser ist auch nicht vorgeschrieben. Er kann auch ein Kunststoffblasteil sein mit nicht konstantem Durchmesser, womit man Einfluss auf die Turbulenzen nehmen kann. Es gibt auch Simulationprogramme, mit denen solche Turbulenzen recht gut vorhergesagt werden können. Alles in Allem bin ich guter Dinge, dass optisch funktionieren könnte. Aber es geht ja neben induktiv auch noch kapazitiv. Selbst eine mechanische Kantenabtastung wäre denkbar. Schließlich werden die Kräfte nur sehr klein sein, womit sogar auf einem Luftpolster gleitende Gleitsteine denkbar wären.

Wird i.d.R. auch filterlos betrieben. Ein Auto zieht auch jede Menge Luft durch den Vergaser. Filter davor und der Vergaser bleibt trotzdem sauber.

Richtig. Dieser Kostenfaktor wird auch mit darüber entscheiden, ob nicht vielleicht doch besser mechanische oder kapazitive Sensoren, evtl. auch Ultraschallsensoren als redundante Abstandssysteme verwendet werden.

Gelesen nicht. Kannst dir aber anschauen unter http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm . Die großen Bügel braucht man nicht nur, um die Ladung als "letzte Sicherung" zu sichern, sondern auch, um eben dies starre Verbindung mit anderen Railtaxis herstellen zu können. Sie bilden dann eine kompakte Fläche, weshalb die Fahrwerke natürlich auch seitenverschieblich und leicht drehbar sein müssen. Sonst wäre ja spätestens im Bahnhofsbereich keine Kurvenfahrt möglich.

Sie bringt die Möglichkeit, mit einfachen Mitteln Neigetechnik realisieren zu können.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Was gibt's für eine Kamera denn mehr zu sehen?

Huhh, sicherheitstechnisch ein ziemliches Problem, fürchte ich. Beim Auto mit menschlichem Fahrer ist das kein Problem, weil ein menschlicher Fahrer nur aus traditionellen Gründen zugelassen ist und wohl auch bleiben wird. Nur gemessen an den Sicherheitsanforderungen, die an technische Systeme heute gestellt werden, wäre ein menschlicher Fahrer eigentlich niemals zulässig.

Optisch sauber?

All diesen Sensortypen würde ich größere Chancen zusprechen, als optischen.

Ach so, das war mir garnicht klar. Das verursacht natürlich eine ganze Menge Zusatzaufwand beim Fahrwerk. Es muss schwenkbar und noch seitenverschiebbar sein. Mit den richtigen Regelkreisen geht das vielleicht auch ohne theoretisch großen aufwand, aber diese Regelungstechnik ist dann wieder sicherheitsrelevant und deswegen 10 mal so teuer, wie sie sein müsste um einfach nur zu funktionieren.
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Das, wofür man Kameras gemeinhin einsetzt: Strukturen. Z.B. Kanten.

Gut möglich. Allerdings werden auch Statistiken gemacht. Da steht dann irgendwann das Gefühl gegen die Macht des Faktischen. War mit dem Gurt nicht anders. Vor der Gurtpflicht gab es sehr wohl große Ängste. Z.B. die: "was passiert, wenn ich in einen Unfall verwickelt bin, bewusstlos im Gurt hänge, die Helfer den Gurt nicht auf kriegen und das Auto Feuer fängt?" Wg. dieser Frage wurde z.B. das hier http://www.astrail.de/tH.htm entwickelt.

Nach meinem Eindruck ja. Im Übrigen kann man Optiken durchaus so bauen, dass sie Einiges an Verschmutzung verträgt. Nur deshalb funktionieren die CDs und DVDs, ohne dass man sie luftdicht verpacken und abspielen müsste.

Eine solche Aussage würde ich erst nach umfangreichen praktischen Tests wagen.

Klar. So ein Railtaxi wird in der Tat ein echter Technologieträger sein, den nicht jeder Hinz und Kunz mal eben in der Garage zusammenbastelt. Ist ein Auto schließlich auch nicht.
Um mal Etwas Gefühl für die Sache zu entwickeln, macht der Vergleich mit Autos durchaus Sinn. Die Stückzahlen werden schließlich ganz ähnlich sein. Dementsprechend auch die Fertigungsmethoden. Allerdings wird die Variantenvielfalt im Gegensatz zum Auto fast gegen Null gehen, weil der Anforderungskatalog immer der Gleiche sein wird. Eine Forderung wird auch sein, dass bestimmte Dinge überall repariert werden können. Da wäre eine große Variantenvielfalt ziemlich hinderlich. Viel Entwicklungsaufwand wird deshalb in der Definition von Schnittstellen liegen.

Und durch Massenproduktion kostet sie dann nur noch 1/10. Da es in erster Linie um elektronische Komponenten gehen wird, eher 1/100.
Bei der Gelegenheit: Auch die Vorderradachse eines Fahrrads ist ein Sicherheitsteil...
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Schön - und zwar wörtlich gemeint: Wenn das Wetter schön ist. Nur ein System, welches nur bei schönem Wetter, sauberen Schienen, ordentlichem Untergrund, sauberer Optik,... funktioniert, nutzt in diesem Zusammenhang leider nichts.

Wie? Error 404 wurde deshalb entwickelt? Wir hatten das Thema schon mal, du betrachtest fahrerlose PKW als einfach nur eine technische Weiterentwicklung von Sicherheitssystemen, wie sie mit dem Gut ihren Anfang genommen haben. Du übersiehst dabei aber vollkommen, dass ein selbstfahrender PKW etwas kategorisch anderes neues ist. Selbst wenn sie sicherer als herkömmliche sind, was ich mir irgendwann in ferner Zukunft noch vorstellen könnte, wird es keinen Hersteller geben, der freiwillig sowas verkaufen wollte. Denn damit übernimmt der Hersteller die Haftung bei Unfällen. Solche Autos müssten schon ein ganzes Stück teurer werden müssen als herkömmliche. Aber selbst das ist nur ein Punkt, die technischen Probleme sind einfach zu gigantisch, als das ich in den nächsten 50 Jahren mit etwas rechnen würde, was man nur annährend als fahrerlosen PKW bezeichnen kann.

Das kann dem System aber das Genick brechen - mal abgesehen davon, dass die Bahnprivatisierung sowieso das endgültige Aus für Astrail bedeutet, falls man jemals darauf hoffen durfte.
Von diesen Fahrzeugen werden geschätzt 5 pro 100 Autos gebraucht, das sind rund 2.5e6 Fahrzeuge in Deutschland. Da wird man ganz genau auf den Stückpreis achten müssen.

Vergleicht man das mit Fahrzeugen wie dem Golf, also einem Massenauto, dann glaube ich nicht, dass da noch viel preislicher Spielraum drin ist. Die Produktionsrate bei so großen Stückzahlen lässt sich nur noch durch Parallelisierung erhöhen. Das senkt aber nicht mehr den Stückpreis. Allenfalls die Umlage der Entwicklungskosten auf die große Stückzahl senkt noch den Preis pro Stück. Aber das dürfte bei den Stückzahlen auch nicht mehr so viel ausmachen. Bleibt einzig nur die Möglichkeit, die Produktionskosten zu senken. Anzahl der Einzelteile reduzieren, nur eine E-Maschine statt zwei oder vier einbauen,... sowas halt.

Ein mechanisches. Da sind die Sicherheitsanforderungen einfacher einzuhalten, zumindest so lange man sich nicht an der Grenze des werkstofftechnisch machbaren bewegt.
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Was du schreibst, heißt nichts Anderes, als dass man bei schlechtem Wetter nicht mehr autofahren kann, weil man dann nichts mehr sieht. Heute regnet's. Trotzdem fahren Autos. Folglich muss deine Schlussfolgerung falsch sein. Liegt einfach daran, dass man Optik frei und unempfindlich gegen Verschmutzungen halten kann.

Sorry, kleines "h". Muss heißen: http://www.astrail.de/th.htm

Precrash-Sensoren sind allerdings nichts kategorisch Anderes. Sie werten bereits das aus, was sich vor dem Fahrzeug tut.

was ist "fern"?
> wird es keinen

Du meinst, so wie mit den Aufzügen ohne Liftboy? In welchen Aufzügen braucht man heute überhaupt noch einen?
> Denn

Wird üblicherweise auf Versicherungen abgewälzt, die ihre Sicherheit aus einer größeren Statistik beziehen wie der Hersteller.

Vermutlich werden sie sogar billiger, weil die Bedienelemente wesentlich einfacher werden.

Die Rennen, die mit fahrerlosen Autos bereits stattfinden, kennst du aber schon?

Länder, die mit High-Tech glänzen wollen, sollten auch High-Tech im Angebot haben. Von 3.-Welt-Ländern erwartet man so etwas freilich nicht. Was wollen wir sein?

Selbstverständlich wird man ganz genau auf den Preis achten müssen. Deshalb wird man für viele Teile auch entsprechende Spezialmaschinen bauen. Das Übliche eben, das man in Großserie zu tun pflegt und was die Produkte dann auch entsprechend billig macht, ohne dass es deshalb zu Qualitätseinbußen käme. Der Verbilligungsfaktor von 10 bis 100 gegenüber Kleinserie ist durchaus üblich. Deshalb macht man ja Großserie, wenn's geht.

Massenprodukte pflegen in der Tat finanziell ziemlich ausgelutscht zu sein. Genau das macht sie so preiswert gegenüber den kleinen Stückzahlen, wie sie z.B. für Loks und Waggons üblich sind.

Nein. Das pflegt man mit entsprechenden Spezialmaschinen zu erledigen.

Man wird einfache Gleichteile verwenden. Was sich elektronisch erledigen lässt, wird man auch elektronisch realisieren. Z.B. die Neigetechnik, indem die Luftfedern auf beiden Seiten unterschiedlich stark aufgepumpt werden anstatt dafür eigens eine Neigemechanik einzubauen.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Christoph Müller wrote:

Bitte, bleib doch am Boden der Realität.
Es ist wohl ein Unterschied, ob eine höchstentwickelte Optik mit einem vorgeschalteten Schmutzfang v. ca. 0,5qm im Einsatz ist, oder ein 08/15-Sensor mit deutlich geringeren Herstellungskosten.
Und nein, wenns so einfach ginge, das menschliche Auge mit der Selbstreinigungsfunktion nachzubauen, dann hätten wohl auch unzählige Digicams dieses Feature.
HC
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Hans-Christian Grosz schrieb:

In vielen Autos sind Scheibenwischer bereits Serie.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Und wenn der Scheibenwischer Schmiert, weil da irgend ein komischer Dreck auf der Scheibe ist, dann steigt der Fahrer aus und macht die Scheibe von Hand sauber. Es ist heute nicht so, dass der Fahren dann einfach nur blind weiterfährt, gegen den Baum rast und den Scheibenwischerhersteller auf Schadenersatz verklagen kann.
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Ich ergänze: In vielen Autos sind Scheibenwaschanlagen bereits Serie.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Ändert ja nichts an dem Argument - welches du offensichtlich nicht begreifen willst.
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Was heißt hier "nicht begreifen wollen"? Die optische Variante habe ich schon immer als nur eine von vielen gesehen. Zu testen wäre sie jedenfalls mal. Denn ob das Schmieren überhaupt wirklich ein Problem wird, weißt weder du noch ich genau. WENN das Schmieren und sonstige Verschmutzen WIRKLICH ein Problem werden sollte, dann nimmt man eben was Anderes, das ebenfalls schon genannt wurde. Vor diesem Hintgergrund kann ich deine Stichelei nicht nachvollziehen.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Christoph Müller schrub:

Falsch. Selbst das Auge hat mitunter Verschmutzungen, die Scheibe sowieso. Weswegen ein Mensch nachts bei regen noch Auto fahren kann liegt an was ganz anderem: Der Intelligenz. Der Mensch sieht die gesamte Szene und steckt obendrein noch einiges an Erfahrungswerten rein, interpretiert sich also das dazu, was er nicht sehen kann. Die Technik ist derzeit noch meilenweit von sowas entfernt.

Und treten auf die Bremse oder auch nicht. Was kategorisch neu wäre, wäre eine Steuerung, die garantiert auf die Bremse tritt. All das was du bisher aufgezählt hast oder aufzählen könntest, sind immer nur Sicherheitseinrichtungen, die meist wohl helfen, aber nicht helfen müssen. Ein Gut kann Leben retten, muss aber nicht. Für einen Sensor, der vor einem Aufprall automatisch die Bremse zieht, wird der Hersteller niemals garantieren, dass dieser Sensor jeden Unfall verhindren kann. Ein Sicherheitssystem, welche in 99% der Fälle die Unfallfolgen vermindert ist halt noch _lange_ nichts, was mit einem fahrerlosen Fahrzeug zu vergleichen wäre.

Je nach Anwendung. Für etwas, was mit dem heutigen PKW zu vergleichen ist, vielleicht in 100 Jahren.

Ja gut. Wenn Autos nur auf dafür vorgesehenen Schienen fahren können müssen, dann ja. Deswegen meinetwegen auch fahrerlose Züge a la Astrail. Kein großes Problem. Aber ein Auto: Kann überall lang fahren. Auf Feldwegen wo es keinen Führungsschinen und genormten Randmarkierungen gibt z.B.... Ach ja, und wenn die Führerlosen Autos dann noch die selbe Sicherheitsreserve wie Fahrstühle haben sollen/müssen/dürfen - :-)

Die der Kunde dann mit bezahlt. Der Kunde haftet also indirekt für die Konstruktionsfehler des Herstellers. Das wird dem Kunden gefallen....

Lachhaft, diese Peanuts zählen wohl kaum.

Ja, da wo die Autos mit Supercomputer im Heck die Böschung hochfahren und nur durch den Ferngesteuerten Not-Aus-Schalter davon abgehalten werden, sich aufs Dach zu legen.....
Es gibt auch eine Roboter-Fussball-WM - ziehst du daraus auch den Schluss, dass in wenigen Jahren keine menschlichen Spieler mehr bei einer Fussball-WM antreten weil die Roboter besser sind?

Sollten.... In unserer Demokratie sind aber Vernunft oder Intelligenz oder Kompetenz nicht die Kriterien, nach dem die Regierung ausgewählt wird. Wie man gerade an der Debatte um Geldausgeben-was-man-nicht-hat schön sieht.

Dann lass das Fahrzeug doch 100 mal so billig wie die Kleinserie werden, was nutzt das, wenn in der Kleinserie das Einzelfahrzeug 10 Milliarden € kostet?

Waggons sind kleinserie? Was kostet denn so ein Waggon? Und wie viel billiger wird er, wenn man ihn mit Antrieb austattet und der ganzen Regelungs- und Sensortechnik?

Um weitere Fehlerquellen einzubauen? Was bitte soll an einer Luftfeder billiger sein - und sei sie auch elektronisch angesteuert - als an einer Blattfeder?
CU Rollo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Roland Damm schrieb:

Trotzdem funktionert das Ganze und in der Natur seit millionen von Jahren und kann ohne weiteres als Standard gesehen werden. Notfalls eben per Redundanz. Um genau diese Redundanz geht es hier auch. Beobachten auf mehreren Kanälen. Auf mehreren und unterschiedlicheren, als in der Natur üblich. Einer davon ist die optische Erfassung der Umgebung - hier speziell der Gleiskante.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Was man beschreiben kann, kann man auch programmieren. Eine Primitivversion der automatischen Ergänzung ist z.B. die Wortergänzung beim Schreiben von SMS. Drei Buchstaben eingegeben und schon erscheinen ganze Wörter, die noch gar nicht geschrieben wurden. Das geht mit Bildern natürlich genauso.

Das wäre überhaupt nicht neu und sogar sehr einfach zu machen. Nur will man sowas gar nicht haben. Man erwartet etwas mehr Intelligenz von so einem System.

Das wird auch immer so bleiben. Was am Ende interessiert, ist die Unfallhäufigkeit manuell oder automatisch. Ist die automatische geringer, kannst du dir ja überlegen, welche Schlüsse man daraus ziehen könnte.

Klar. Es geht um Statistik und Wahrscheinlichkeiten. Die Spezialisten dafür sind die Versicherungen, die sich der Sache sehr wahrscheinlich annehmen werden.

Wenn du Verantwortlicher der Bahn wärst, würdest du mit dieser Einschätzung die Existenz des Unternehmens akut gefährden.

Eine Weiterentwicklung heißt NICHT, dass man alles so lässt wie es ist und nur mit einer anderen Farbe anmalt.

Durch die Wüste wurden bereits einige Rennen mit automatischen Fahrzeugen gefahren. Sie suchen sich ihren Weg selber raus und müssen nicht mal vorhandenen Wegen folgen. Ein deutsch-amerikanisches Team hat gewonnen. 2007 ging's um Stadtverkehr, den das deutsche Team nur deshalb nicht gewonnen hat, weil sich ein anderes Fahrzeug davor quer gestellt hat und daran aus Platzgründen nicht vorbei kam.

Logisch. Wenn die Unfallgefahr allerdings niedriger ist als mit manuellen Fahrzeugen, wird das eher zu einer Ent- statt zu einer Mehrbelastung führen. So lange es zu einer Mehrbelastung führen wird, wird man die automatischen Fahrzeuge kaum zulassen.

Ist jetzt keinen Deut anders. Entweder geht's über den Kaufpreis oder über die Versicherungsprämie oder gleich um beides.

Peanuts? Weißt du, was alleine ein Lenkstockschalter kostet? Für das Geld kriegst du schon einen kleinen Computer. So ein Cockpit hat aber nicht nur einen Lenkstockschalter, sondern noch einige andere Bedienelemente und Anzeigeinstrumente.

Mir scheint, du willst nur die Dinge sehen, die schief gingen. Die Möglichkeiten, die sich mit der Technik auftun, scheinst du ignorieren zu wollen. Warum eigentlich?

Nein. Das halte ich wirklich für eine ganz andere Baustelle. Beim Fußball geht es in erster Linie um Emotionen und das Gefühl zu haben, dass man bei entsprechender Fitness selber mit von der Partie sein und eingreifen könnte. Wüsste nicht, wie man das mit Automaten auch hin kriegen könnte. Vor allem, wenn die Bewegungsabläufe ganz andere sind als bei Menschen. Räder können menschliche Beine schlecht imitieren und umgekehrt. Vielleicht wird's mal was mit Asimo und Kollegen...

Geht nicht. Fahrzeuge SIND bereits aus Großserie. Willst du Kleinserie sehen, schau' dir Ferrari und Ähnliche an. Dann kriegst du auch gleich ein Gespür für die Preise der Kleinserie. Und das, obwohl selbst in diesen Fahrzeugen sehr viele Teile aus Großserien verbaut werden.
> was nutzt das, wenn in der Kleinserie das Einzelfahrzeug

Gibt es sachlichen Grund für diese in meinen Augen doch schon sehr merkwürdige Einschätzung? Oder entbehrt sie jeder Grundlage?

Aber sicher doch. Oder anders rum gefragt - wie viele hunderttausend Stück produziert denn eine Waggonfirma pro Jahr?

Sag's halt.

Zusatzausstattung kostet selbstverständlich zusätzlich Geld. Wenn sich diese Zusatzausstattung allerdings so auswirkt, dass aus der Klein- plötzlich eine Großserie wird, dann ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass die gesamte Kiste trotz Zusatzaustattung billiger wird als eine ohne aus Kleinserie.

Um überhaupt die Technik zu ermöglichen.

Mit Blattfedern kriegt man Ding schlicht nicht ordentlich zum Funktionieren. Dann braucht man nämlich noch jede Menge Zusatzmechanik, um auf die angestrebte Funktionalität zu kommen. Diese dürfte deutlich teurer sein, als wenn man gleich von vornherein mit Luft- statt mit Blattfedern arbeitet.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

es ist sicherlich fuer irgendetwas nuetzlich, wenn ein fahrzeug schnell verschiedene bilder aus einem (hihi) bilderbuch zusammenfuegen und als nachricht verschicken kann.
bilderkennung ist allerdings ein voellig anderes problem, und da sind wir jetzt an einem punkt, wo wir algorithmen produktiv mobil einsetzen koennen, die waehrend meines studiums entwickelt wurden.
sicherlich ein gehoeriger schritt, aber einen stehenden fussgaenger von einem baum zu unterscheiden gelingt damit leider nur sehr unvollkommen, um mal den problemraum anzudeuten...

man will sowas nicht nur, sondern verkauft es sogar. (es verkauft sich aber ulkigerweise nicht sonderlich gut, scheint zu teuer zu sein, trotz massenfertigung von automobilen)
Honda bietet sowas unter dem namen CMBS an, es gibt aber auch nationale anbieter. die auswirkungen auf den markt lassen ungefaehr erahnen, wie schnell sich ein selbstfahrendes automobil durchsetzen wird...

du bewegst dich da ziemlich orthogonal zur realitaet: 'unfallhaeufigkeit' ist naemlich ein deutlich unterbewertes kriterium bei der auswahl von transportmitteln, egal welche metrik man da ansetzt.
es mag boese klingen, aber menschenleben und warenverluste sind relativ guenstig, schon durch die struktur des versicherungswesens im strassenverkehr.

die versicherungen haben aus allradantrieb und ABS gelernt, dass solche systeme einerseits recht schnell durch den fahrzeugfuehrer hyperkompensiert werden, andererseits aber auch die schadenssummen vergroessern. ein nichtriviales optimierungsproblem.

aeh, ja. und darin siehst du kein grundsaetzliches problem?
es ist simpel, durch die wueste zu fahren, es ist simpel, ueber eine autobahn zu fahren, es ist noch annaehernd einfach, durch eine menschenleere stadt zu fahren, wenn dort keine ungeplanten hindernisse auftreten.
das war es dann aber auch, und wenn man sich ueberlegt, dass man schon in den sechzigern auf der basis von linienleitern LKW auf autobahnen 'im prinzip' fuehrerlos fahrenlassen konnte, hat sich da ganz einfach nicht so aufregend viel getan.

teilautomatiken sind seit einem jahrzehnt kaeuflich, auswirkungen auf den gesamtmarkt aber kaum erkennbar. flapsig formuliert ruehren in Deutschland auch noch mehr als 60% der autofahrer selbst im getriebe herum, obwohl das seit einem halben jahrhundert technisch komplett ueberholt ist.

UIC-konforme tragwagen fuer container liegen zwischen 60 und 100kEUR, je nach achszahl und laenge. die nehmen dann in etwas das auf, was drei bis sechs Railtaxi transportieren koennten, wenn dort ueberhaupt eine moeglichkeit erkennbar waere, wie man sinnvoll 40' und 45'-kisten damit transportiert.
(ich gehe von einer plattformlaenge von 5m aus, tragwagen fuer zwei 45'er sind ueber puffer knapp 30m lang)
der kostenvorteil durch massenfertigung muss schon immens sein, wenn eine selbstfahrende plattform mit vier raedern, antrieb, stromabnehmern und steuerung nicht deutlich mehr als 18kEUR kosten darf.
(ja, da ist der preis fuer die lok beim zug schon eingerechnet, allerdings unter der optimistischen annahme, dass wir mal bald an der 1500m-grenze fuer ganzzuege knabbern. sonst darf eine plattform soviel kosten wie ein neuer Golf-Variant Sportline)
--
frobnicate foo

Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
*frank paulsen* wrote on Mon, 08-05-19 20:45:

Mein Problem ist eher der Unterschied eines dunkel gekleideten Fußgängers zu garnichts - und das können sowohl meine Tochter als auch manche Sensoren nachts besser als ich alter Sack.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Axel Berger schrieb:

Automaten wird man sicher in mehreren Spektralbereichen arbeiten lassen, während Menschen halt nur im sichtbaren Licht sehen. Infrarot ist da eine feine Sache, um "unsichtbare biologische Masse" gut sichtbar zu machen. Ich arbeite selbst mit einer solchen Kamera.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.