Ein Haus mit Auto-Batterie



Ja nun. Auf eine Firma zu warten, bringt wohl nichts. Was man braucht, ist ein altes Schienennetzgebiet, auf dem man fahren kann. Fahrzeuge herzustellen geht leichter, sage ich mir. Die dann auf einem Parcour als AGV fahren zu lassen, ist sicher eine ausgelassene Angelegenheit, wenn es funktioniert.

Wenn Du ueber ein Schienenareal verfuegst, kann die Bahn Dich nicht davon abhalten, Deine selbstgebauten Railtaxis auszuprobieren. Sie wird die Entwicklungs- arbeit sicher verfolgen wollen.
Was fehlt sind die erfinderischen Entwickler, die hand- greiflich werden wollen, ich meine: Handarbeit leisten, um Fahrzeuge aufzubauen und auszustatten.

news://freenews.bingo-ev.de/local.astrail http://www.bingo-ev.de/cgi-bin/ub/htmforum?fun=start&path=ngastr
Das "Forum" war mir schon als Link begegnet. Warum sollte darin ab irgendeinem Zeitpunkt nicht geschrieben werden? Vielleicht stelle ich demnaechst einen Beitrag ein.

Firmen gehen sicher nicht in ein Forum. Ich koennte mir Bahnenthusiasten vorstellen, die ueber Zukunft nachdenken und gleichzeitig real Fahrzeuge aufbauen wollen.

Also, ich sehe die Firmen nicht. Auch wird sich niemand gross Geld davon versprechen, wenn er in den Aufbau von Railtaxis mit einsteigt. Realistisch betrachtet liegt der Reiz im Her- stellen der RT's und den Versuchsfahrten. Wenn das auf einem stillgelegten Gleisgebiet funktioniert, kann man versuchen, den Aufbau eines Gleiskoerpers zu erreichen, der bestimmte Gebiete erschliesst. Ich wuerde nie auf die Idee kommen, die DB damit zu behelligen und sehe solche Railtaxistrecken als davon losgeloeste Strecken, mit denen man stillgelegte Bahn- linien wiederbelebt und das Streckennetz langsam erweitert.
Der Spass muss darin liegen, von der Welt abgeschnittenen Regionen, die nicht mehr von der Bahn bedient werden, ein Verkehrsnetz zu Verfuegung zu stellen. Da fahrerlos gefahren wird wie im Aufzug, nur horizontal, geht es um Ersparnis der Lohnkosten.

Bei Beginn muss vor allen Dingen alles ueberschaubar klein sein. Vergiss das gesamte Bahnetz. Orientiere Dich daran, was irgendwo ein einsames Streckennetz brach liegt und versuche ueber Railtaxis Nahverkehr in diesem Raum zu gestalten, der attraktiv ist. Dem muss als Auf- gabe ein wesentlich kleinerer Streckenteil vorausgehen, auf denen selbstgebaute Fahrzeuge als AGV ausprobiert werden.

Dem halte ich gegenueber: moeglichst wenig Stress, sehr viel Zeit und Spass fuer den Aufbau einer Railtaxi- Fahrstrecke zu haben.

Ein solches Szenario ist wenig hilfreich, da der Stress vollstaendig aus der Entwicklungs- und Auf- bauzeit herausgenommen sein muss.

Ja nun, den Druck der Hersteller gibt es nicht. Der kommt allenfalls von den Bewohnern einer Region, in der ein stillgelegtes Streckennetz liegt, das Du zusammen mit Deiner Entwicklergruppe nutzen willst. Wenn die Leute das Gefuehl haben, diese Entwickler- gruppe versucht da ein interessantes Verkehrsunter- nehmen ins Leben zu rufen, das der Region nuetzt, dann stuetzen sie das Projekt. Es den Leuten so ausgelegt vorzustellen, der gesamte Bahnverkehr muesse umgekrempelt werden, sieht keiner als sinn- voll an. Die Region waere froh, wenn es bei ihnen regional funktioniert und in geringen Zeitabstaenden ohne viel Wartezeiten nutzbar ist, um zwischen Halte- punkten zu verkehren.
In Bad Ems gab es eine Bahn, die als Schraegaufzug den Hang zu einer Berghoehe ueber dem Lahntal fuhr. Man bediente sich des Wassergewichtes. War eine Kabine unten angelangt, liess man Wasser aus dem Behaelter des Wagons ab. Oben erhielt gleich- zeitig der andere Wagon Wasser als Gewicht in den dafuer vorgesehenen Behaelter. Das Gewicht des oberen Wagons zog dann bei der Herabfahrt den anderen Wagon nach oben. Irgendwann konnte der Bahnbetrieb nicht mehr aufrechterhalten werden.
Dann kam es zum Aufbau einiger Kliniken auf der anderen Seite ueber dem Tal. Nun baute man einen AGV als Schraegaufzug auf dieser Talseite. Das Ding funktioniert bis heute.
Railtaxis wuerde ich nur fuer ein begrenztes Gebiet vorsehen. Es muesste etwas ersetzen, das sich nicht mehr gelohnt hat zu unterhalten. Stillgelegte Bahn- strecken bieten sich folglich an.
K.L.
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Am 16.09.2011 21:36, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Railtaxis sind durch und durch Hightech-Maschinen. Sie haben mit Draisinen oder Lokomotiven nicht allzuviel gemein. Deshalb braucht man dafür auch entsprechend hohen Entwicklungsaufwand. Ohne Massenproduktion wird nichts draus, weil die Fahrzeuge dann viel zu teuer werden.
Ein kleines Schienennetzgebiet zu haben, wäre zwar eine feine Sache. Aber damit geht die Arbeit erst richtig los!

Man kann natürlich auch ganz simple Gefährte drauf fahren lassen. Aber das ist ja nicht der Sinn der Sache. Es ist nachzuweisen, dass die Sicherheit mindestens auf dem Niveau von Flugzeugen liegt und dass es auch weitestgehend witterungsunabhängig tadellos funktioniert. Auf die Gefährt muss wirklich Verlass sein. Genauso auf die Verladerei.
Alles lösbare Aufgaben. Aber dafür muss erst mal ordentlich Geld in die Hand genommen werden, bevor es über den Verkauf wieder eingespielt wird. Deshalb müssen auch erst mal die ganzen potenziellen Hersteller ins Boot geholt werden, um dann das Projekt gemeinsam und koordiniert angehen zu können.
Dafür gibt's die Newsgroup im Vorfeld: news://freenews.bingo-ev.de/local.astrail http://www.bingo-ev.de/cgi-bin/ub/htmforum?fun=start&path=ngastr Noch ist dort nicht viel los. Wenn sich dort was zu regen beginnt, kommt das Projekt ins Rollen.

Wie gesagt - das Areal alleine ist nicht das Problem. Es müssen VIELE FIRMEN mit im Boot sitzen. Am Besten solche, die ihr Knowhow so einbringen können, dass sie damit ganz konkrete Produkte entwickeln, die dann z.B. im Railtaxi verbaut werden. Die Firmen sollen ihre Gewinne in ihrem Geschäftsbereich erzielen, weil sie sich darin nun mal am besten auskennen und deshalb wohl auch die besten Komponenten beisteuern werden.

Wenn sich genügend Firmen finden, dann wird man diese Leute schon bezahlen können.

Freut mich.

Das frage ich mich auch. Wenn ich Produkte finde, die meiner Ansicht nach ins Astrail-Konzept passen, dann schreibe ich was drüber und sende eine Kopie davon an die jeweiligen Firmen mit der Bitte, ggf. selber was dazu öffentlich zu schreiben. Gut Ding will Weile.

Bin gespannt.

Netzwerken ist auch für Firmen interessant. Auch sie haben immer gerne lieber einen Vertriebskanal mehr als weniger. Sie wollen auch wissen, was im Markt läuft. Deshalb gibt es auch Netzwerke wie XING oder BNI. Das Forum soll ein Netzwerk sein.

Solche Leute sind rar. Die meisten Bahnenthusiasten sind nach meiner Erfahrung in erster Linie an historischen Zügen interessiert, die sie evtl. auch im Kleinen nachbauen. Zukunftsinteressierte Bahnenthusiasten sind eine echte Rarität. Museumsinteressierte sind der Normalfall. So wird auch die reale Bahn betrieben. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Was für ein Absturz vom einstigen Hightech-Unternehmen! Vom 1. Rang zu den letzten Plätzen.

Ich muss wieder mal transportspezifische Unternehmen ansprechen und auf das Forum hinweisen. Wer für die Bahn Komponenten herstellt und davon einen großen Teil als Geschäftsgrundlage hat, dem müsste angesichts der Entwicklung auf der Straße Angst und Bang werden. Fahrerloses Auto...
Wird dieser Entwicklung nichts entgegen gesetzt, kann man auf den Zeitpunkt warten, wann die eigene Firma dicht gemacht werden muss. Das ist dann der Fall, wenn die Eisenbahn als überflüssig betrachtet wird. Damit natürlich auch die Komponentenlieferanten.
Deshalb müssten sie ein ganz natürliches Interesse daran haben, dass es mit Rad-Schiene auch mit fahrerlosen Autos noch weiter geht. Per Railtaxi ginge das.

Dann sind's eh' die falschen Ansprechpartner oder einfach nur Enthusiasten. Die haben aber nicht genug Geld, um so ein System zu entwickeln und in die Serie zu bringen.

Sowas lässt natürlich jedes Entwicklerherz höher schlagen. Aber das ist nicht das Ziel des Projektes, sondern nur ein Meilenstein davon.

Wäre natürlich eine Möglichkeit. Aber wie will man die potenziellen Komponentenhersteller überzeugen, wenn man weiß, dass auch noch eine KOMPLETTE Infrastruktur herzustellen wäre? Dann geht auch den Komponentenherstellern das Geld aus. Damit sie mitmachen, brauchen sie Perspektiven. Sie müssen wissen, dass sie im Erfolgsfall etwa soundsoviele Teile verkaufen können. So lange es nur um kleine und isolierte Inselnetze geht, werden die Stückzahlen sehr klein bleiben, was das Entwicklungsengagement natürlich in Grenzen hält.
Aber auch deshalb möchte ich möglichst viele Firmen beisammen haben. In Summe können sie nämlich auch ganz schön Druck ausüben. Damit kann dann allmählich auch das "normale" Schienennetz aufgerüstet werden, was sicher zu einem Verdrängungswettbewerb führt, den der Individualverkehr auf der Schiene nach meiner Überzeugung gewinnen wird.
Doch das muss passieren, BEVOR das fahrerlose Auto die Bahn komplett aus dem Markt geschossen hat.

Wäre denkbar. Allerdings sind die Gleise aus bestem Stahl mit erheblichem Schrottwert. Deshalb werden sie nach der Stilllegung recht schnell demontiert. Dann kann auch ein RT mehr drauf fahren.

Wir haben hier das Eisenbahnbundesamt. Das will ERPROBTE und ZUGELASSENE Komponenten sehen. Vorher ist nichts mit Personentransport. Von Selbstgebasteltem kriegen die Leute dort die Krätze.

Der wird dann herausgenommen, wenn die Politik ganz offiziell den Wunsch äußert, Individualverkehr auf der Schiene haben zu wollen. Dann wird sich nämlich auch die Automobilindustrie drauf einstellen. Wäre für sie ja auch ein riesen Geschäft. Endlich wieder mal Verkaufszahlen über dem Ersatzbedarf! Schließlich ändern sich damit auch die Vorgaben für die Straßenfahrzeuge erheblich. Statt unbeweglich stundenlang in einem engen Sitz zu verharren, will man eine ganz andere Ausstattung und damit auch ganz andere Fahrzeuge. Das Reichweitenproblem der Elektrofahrzeuge wäre plötzlich auch keines mehr.

Dann ist ihr Interesse an ihrem eigenen Geschäft aber nicht sehr ausgeprägt und somit schon ein potenzieller Pleitekandidat.

Welche Entwicklergruppe soll das sein, wenn nicht die potenziellen Komponentenlieferanten? Nur ein paar Freizeitbastler, die sich einmal am Wochenende für 3 Stunden treffen?

Wo findet man eine solche Idealumgebung?

Es geht nicht darum, alles umzukrempeln, sondern erst mal ein zusätzliches Angebot aufzubauen. Dieses wird den konventionellen Bahnverkehr nach meiner Überzeugung dann sukzessive ablösen.

wird es aber erst nach riesigen Investitionen in die Entwicklung. Woher nimmt man so viel Geld? Fährt man mit Unausgegorenem durch die Gegend, kriegt man zum Einen keine Zulassung und wenn doch, dann ist Projekt mit dem ersten Unfall am Ende. So sind das keine guten Zukunftsaussichten.

Mit Unausgegorenem HAT man aber lange Wartezeiten, weil man dann eben NICHT im Nullabstand hintereinander her fahren kann, sondern 3 Minuten Fahrzeugabstand wg. der Blocksicherung braucht. Das reduziert den Fahrzeugdurchsatz von 7,2 auf 0,006 Fahrzeuge pro Sekunde bzw. um den Faktor 1200. Das wird das Interesse sehr schnell ermatten lassen.

Was soll man auf solchen Strecken zeigen? Nützt das Gezeigte dem Gesamtprojekt?
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Christoph Müller
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Ja gut. Aber die Realitaet ist halt, dass es eine preis- guenstigen Vorlauf braucht. Direkt ausgereifte Heightech- Maschinen kann ich mir nicht vorstellen. Auch koennen meines Erachtens Investoren nur regional gewonnen werden, die sich sagen, dass bringt unsere Region weiter. Wenn 20 Doerfer mit einer Kleinstadt verbunden sind, von dort aus theoretisch ein Anschluss an ein groesseres Netz existiert, sind Verhandlungen mit dem groesseren Verkehrs- traeger ganz anders gestaltbar. Wenn in jedem Dorf ein sinnvoller Haltepunkt existiert, zu dem man ein Rail- taxis rufen kann, dass dann dort hinbringt, wo die be- treffende Person hinwill, andere sich zugleich individuell auf dem Streckennetz bewegen koennen, bekommt das Pro- jekt Hand und Fuss, wenn es wirklich funktioniert. Wenn so jedes Dorf mit den Kleinstaedten im Westerwald ver- bunden waere, waere die Region fein raus und haette etwas zum Vorzeigen.

Wenn es dann richtig losgeht, sagt das doch, dann geht es endlich richtig los.

Das Grundmuster muss moeglichst einfach sein und ausbaufaehig. Wenn das preiswerte Grundmuster sich bewaehrt, laesst sich alles langsam dorthin steigern, wohin man letztlich damit kommen will.

Ordentlich viel Geld gibt es nicht. Zunaechst gibt es das nur scheibchenweise. Wenn Vertrauen gewachsen ist, muss trotzdem ein Zeitrahmen ein- gehalten werden, indem ein Grundmuster zu funktio- nieren hat und erkennen laesst, dass diese Ein- richtung auf lange Zeit funktionieren kann und ausbaufaehig ist.

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Das kann ich nicht einschaetzen.

Ich vermute, dass alle diese Firmen, denen an der Idee liegt, nur kleine Garagenfirmen sind, die sich alle viel von der Idee erhoffen und mit Idealismus ans Werk gehen. Unter Umstaenden muss sich ein Verein bilden, der Foer- der sucht, um diese gemeinnuetzige Sache ins Laufen zu bringen. Deswegen denke ich, dass die ersten Ansprech- partner solche sich, die historische Bahnen aufarbeiten und ueber das Wissen verfuegen, wo sich stillgelegte Bahnstrecken befinden. Ein geeignetes Areal muss man dann befahren wollen und alle Vorarbeiten dafuer regeln.

Die werden kaum wissen koennen, auf was sie sich da einlassen und wohin das fuehren wird. Ich kann mir ein Sponsoring in die Kasse einer gemeinnuetzigen Unternehmung vorstellen, die eine erste Basis fuer das System absichern will.

Dieses "wenn <---> dann" ist gefaehrlich. Wenn Dir keine Firmen den Start ermoeglichen, dann (betreibst Du das Projekt nicht)....

Liest sich wie ein Weg. Nur suchen die sich lieber etwas, wohin sie Geld geben koennen, dass sie von der Steuer absetzen koennen.

Ich bin in den naechsten Tagen in den USA unterwegs. Es wird vielleicht noch etwas dauern.

Du wirst einen besseren Einblick in die fuer Dein Projekt notwendigen Diskussionszirkel haben.

Wir hatten in Hamburg fast taeglich Diskussionen zu AGV's. Dort wo ich wohnte suedlich des Hamburger Hafens, versammelte sich mit grossem Enthusiasmus immer ein Kreis der Leute, die ueber Zukunftsthemen der automatisierten Bahnfahrzeuge nachdachten. Auch der individuelle automatisch gelenkte Transport- waggon war taegliches Thema. Alles hoerte sich so an, als koenne man die Hafenzusammenhaenge, die auf der Schiene stattfinden, gleich morgen umkrem- peln. Es war ein Fahrzeugbauer darunter, der das Thema vehement vorantrieb. Das Ziel war, die Last- wagentransporte aus dem Hafen durch solche AGV's einzelner selbstfahrender Waggons zu ersetzen. Diese Fahrzeuge sollten zu bestimmten Punkten an der Stadtgrenze fahren, wo dann umverteilt wird. Das eine auf die Bahn, das andere per LKW, bis sich bessere Wege finden.

Ja nun, das Bahnnetz mit seinen Fahrzeugen ist histo- risch gewachsen. Natuerlich steht mehr aus der Ver- gangenheit zur Verfuegung als das, was durch Zukunfts- themen voranbewegt wird und gelegentlich zu Investi- tionen fuehrt, wenn sich Enthusiasten zusammenfinden.
K.L.
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Am 18.09.2011 23:23, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

So an etwas Neues dran zu gehen, verhindert genau dieses. Dann gibt's eben nichts Neues. Das machen dann Andere. In D schon oft passiert: Gute Idee. Verwertet wird sie z.B. von Japanern wie z.B. Fax...

Ich mir auch nicht. Deshalb braucht man am Anfang ein finanzielles Polster, das den üblichen Reifeprozess einer Idee am realen Produkt ermöglichst.

Würdest du das von einer Autofabrik auch vermuten? Wir reden hier immerhin von ähnlichen Größenordnungen.

dann ist da höchstens als Betatestfeld zu sehen. Da muss schon alles fixfertig sein. Es geht dann also nur noch um den Feinschliff.

Klar. Und wenn der nicht will, gehen die Milliarden Entwicklungsaufwand den Bach runter. Deshalb halte ich es für besser, die Finanzierung lieber im Vorfeld sicherzustellen als hinterher mit leeren Händen dazustehen.

Bis es so weit ist, muss allerdings verdammt viel Geld investiert worden sein. Oder man macht einen Spielfilm draus. Der dürfte billiger sein und man kann sich die Sache (fast) genauso gut vorstellen. Aber auch dafür fehlt mir das Geld.

Aber halt erst, NACHDEM das ganze Geld investiert wurde.

Aber nur, wenn dafür auch die nötige Kohle vorhanden ist. Nur auf ehrenamtliche Idealisten setzen zu wollen, führt höchstwahrscheinlich NICHT zum Erfolg. Auch dann nicht, wenn es eine solche Strecke wirklich gibt. Selbst wenn man sowas organisatorisch hin kriegt - sowas dauert einfach zu lang, weil ja nur in der Freizeit gearbeitet wird.

Was will man damit zeigen? Zeigt man das Eine, kommen 100 Miesmacher daher, die natürlich ganz was Anderes gezeigt haben wollen und so lange das nicht gezeigt ist, ist das gesamte System selbstverständlich Murks und nur rausgeworfenes Geld. Beißt man die Zähne zusammen und realisert, was man im Rahmen seiner Möglichkeiten realisieren kann, kommen die nächsten Einwände nach genau dem gleichen Muster. Wer was verhindern will, sucht Gründe. Wer was bewegen will, sucht Wege. Ich suche einen Weg zur Finanzierung und Realisierung des Projekts. Meine praktische Erfahrung ist eben gezeigtes Szenario. So kommen wir bis zum Beweis des Gegenteils anscheinend nicht weiter.
Erst wenn die Finanzierung zumindest für einen überzeugenden Einstieg vorhanden, kann sinnvoll an dem Projekt gearbeitet werden. Das setzt Investoren voraus, die das Thema verstanden haben und es auch realisiert haben wollen. Von dieser Sorte Leute braucht hinreichend viele.

Vielleicht meinen wir sogar das Gleiche und drücken uns nur unterschiedlich aus.
Solche Projekte werden üblicherweise über Meilensteine definiert, die nacheinander zu erreichen sind. Z.B.
1. Meilenstein: Parallelweiche und Umsteigefahrwerk bauen und Funktion des Umsteigemechanismus unter allen denkbaren Umständen zeigen.
2. Meilenstein: Funktion des geregelten Allradantriebs unter allen denkbaren Umständen zeigen.
3. Meilenstein: Funktion des geregelten Allradantriebs zusammen mit Richtungswechsel an Schalt- und Paralleweichen nachweisen. Fehlerwahrscheinlichkeit kleiner x ist sicher zu stellen.
4. Meilenstein: Automatische Frachtgutverriegelung muss in weniger als zwei Sekunden zuverlässig erfolgen.
5. Meilenstein: ...
Es bedarf sehr vieler solcher Meilensteine, bis man Personenverkehr zwischen 20 Dörfern abwickeln kann. Ist das erst mal der Fall, denn sollte die Vermarktung nicht mehr das große Problem sein. Ich könnte mir gut vorstellen, dass einem dann sowieso die Türen eingerannt werden.

Weiß ich.

Vielleicht meinst du ja die Meilensteine. Aber auch die müssen erst mal alle abgearbeitet sein, bis das Ding verkäuflich wird.

So ist es nicht. Wie gesagt: Ich auch schon mit einem Hersteller von Stromabnehmern auf einer Transportmesse diskutiert. Er wäre aus dem Stand bereit gewesen, eine Million in das Projekt zu investieren. Aber macht er das, dann gibt es zwar einen speziellen Stromabnehmer für Railtaxis. Aber wem kann er sie verkaufen, wenn der Rest nicht existiert? So geht's vielen Firmen. Denen, die Antriebe machen, Radhersteller, Federungshersteller, Karosseriebauer, Hersteller von Schienen usw.
So lange einer auf alle anderen wartet, wird nichts draus. Deshalb muss das Gesamtprojekt massiv parallel angegangen werden. Das erfordert viel Abstimmung. Für das Vorfeld gibt's desgalb news://freenews.bingo-ev.de/local.astrail http://www.bingo-ev.de/cgi-bin/ub/htmforum?fun=start&path=ngastr und wenn's um Eingemachte geht, gibt's noch ein weiteres Forum, das eher als Lexikon auf Wikibasis realisiert ist.

Wie gesagt - geht man das Projekt nur ehrenamtlich angeht, ist Rad-Schiene demontiert, bevor man was drauf ausprobieren kann.
Kann man natürlich trotzdem versuchen und ich würde auch mitmachen. Ob am Ende damit wirklich was aus dem Projekt wird, muss sich erst noch zeigen.

Die Kugelbahn wäre so eine Bahn. Der Betreiber wäre auch bereit, Railtaxis drauf fahren zu lassen. Aber woher kommen die Railtaxis? Was sagt das Eisenbahnbundesamt dazu?

das wissen sie dann, wenn ich mit ihnen gesprochen habe. Sie können sich außerdem noch im speziellen Forum umhören und Fragen stellen. Dafür wurde es schließlich gemacht.

Kann ich mir nicht recht vorstellen (was aber nicht unbedingt was heißen muss). Aufwändige Hightech-Entwicklungen auf ehrenamtlicher Basis? Wo wurde sowas schon mal gemacht? Worum ging es da? Wie lang hat's gedauert? Ich kenne nichts dergleichen mit vergleichbarem Aufwand.

So ist es.

Wäre schön, wenn ich nicht der einzige Schreiber wäre, der dort so vorgeht.

Technische Entwicklungen kann man fast immer von der Steuer absetzen.

Auf der Schiene?

Nicht schlecht. Was ist draus geworden?

Wann war das?

Das Umverteilen kann man sich per Railtaxi sparen. Die Dinger fahren gleich zum Zielbahnhof.

Vom Zielbahnhof können die Container auf LKW verladen werden. Der Zielbahnhof könnte aber auch gleich ein Hochregal sein. Vgl. letztes Bild auf http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm

Egal, um welches Unternehmen es sich handelt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
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Christoph Müller
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Die Alternative ist dann, dass das Projekt keinen Vorlauf bekommt, nicht weiterkommt.

Das liest sich wie eine Endlosschleife der Selbst- verhinderung eines sonst gemuetlich wachsenden Projektes.

Die Groessenordnung, an die ich denke, also dass ueberhaupt etwas entstehen kann, muss gering ge- halten sein. Andernfalls kommt es nicht einmal in Ansaetzen zu Anfaengen, die etwas hergeben.

Wer soll denn eine Fix- und Fertigstellung eines europaeischen Grossnetzes vorfinanzieren wollen? Wenn Du alle Doerfer und Kleinstaedte mit einem AGV versiehst, sodass jederzeit und sehr preis- guenstig zwischen den Ortschaften gependelt wer- den kann, ist endlich eine Idee umgesetzt, die zeigen kann, welchen Reifegrad der Idee sie hat.

Eine Region in sich selbst verkehrsmaessig sinnvoll mit AGV's komplett zu verbinden, kann keine Millarden kosten.

Wer soll denn in ein Produkt investieren wollen, das bereits am Anfang eine Dimension hat, die niemand be- waeltigen kann? Das weltweit vorhandene Bahnnetz ist aus kleinen Strecken entstanden, die dann verbunden wurden. Wenn ein kleines Netz mit AGV's funktioniert, laesst sich ein weiteres Netz anbinden. Das gelingt sicher auch nur dann, wenn das Testgebiet im guenstigen finanziellen Gesamtrahmen stattfindet und reibungslos laeuft. Wenn in einem Kreisgebiet wie dem Westerwald ein solches Netz funktioiniert, laesst sich der Taunus anschliessen.

Wenn komplett das Geld fehlt, muss gebastelt werden. In winzigen Schritten geht es voran. Wenn z.B. ein Museums- eisenbahnverein in seinem Lokschuppen ein Absteilgleis fuer den Aufbau freigibt, laesst sich ein AGV-Teil lang- sam aufbauen. Mit der gesamten Gruppe liesse sich ein Parcours einrichten, wo das Fahrzeug zu Haltepunkte ge- rufen werden kann und dann als AGV auf Wunsch zu einem x-beliebigen Haltepunkt den Fahrgast bringt.

Zeit muss investiert werden. Wenn ein kleiner Zusam- menschluss von Haltepunkten sicher funktioniert, kann man an reale Verbindungen denken. Anders als in kleinen Schritten kann ich mir den realen Aufbau des Systems nicht vorstellen.

Ja. Konzipiert wurde auf dem Papier ein Gueterstrecken- netz, um den LKW-Verkehr aus dem Hafen nehmen zu koennen.

Das weiss ich nicht, weil ich aus Hamburg wegging, um ueber den regionalen Raum Westerwald zu arbeiten.

Es liegt vielleicht 3 Jahre zurueck. Da es ein Gespraechskreis war, der Kontakte zur Hafenbahn, usw. hatte, wird man sicher weiter nach Wegen gesucht haben, der Idee weiteren Auftrieb zu verleihen. Gut fand ich, dass es eben um Hafengueter- verkehr ging. Damit war ein bestimmtes eingegrenztes Guterverkehrsnetz auf der Schiene gemeint. An den Endpunkten am Stadtrand sollte dann erst der LKW mit Containern beladen werden. Es war gewissermassen eine Erweiterung des automatischen Entladens im Hafen, also der automatisierte Transport an den Stadtrand.
Um auszuprobieren, wollte man einen Bahntunnel, der stillliegt, frueher fuer Transporte vom Elbufer bis nach Altona genutzt wurde, reaktivieren. Das war politisch sicher nicht durchsetzbar, da in Altona ein wichtiges Teilstueck der Trasse zerstoert war.

Der Zielbahnhof war in diesem Fall eben der Halt am Stadtrand, wo der LKW-Verkehr beladen werden sollte.

Ja sicher. In diesem Fall waeren die Container direkt auf den Lastwagen gelandet und das Railtaxissystem waere reiner Hafenbahnbetrieb und ueberschaubar.
Uberschaubarkeit und klare Kompetenzfelder sind wichtig. Die Schnittstellen, die dann in andere Netze fuehren, sind kompliziertere Zukunftsmusik. Erst das eine, dann das andere.
K.L.
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Am 19.09.2011 22:07, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Stimmt. Wenn's keiner haben will, wird's selbstverständlich auch nicht gemacht.

Oder wie die Sorge um die eigenen Existenz.

Möglich. Vielleicht stelle ich mich auch nur zu blöd an. Aber ich habe halt nun mal einen gewissen Überlebenswillen. Wenn ich alleine so ein riesiges Projekt angehe, kann ich mit absolut sicher sein, binnen kürzester Zeit pleite zu sein. Wem wäre damit wie geholfen?

Das Netz ist doch schon vorhanden. Anfangs braucht man nicht mal Parallelweichen. Da geht's noch mit Schaltweichen. Wenn auch etwas "holprig". Aber es geht. Trotzdem müssen die Fahrzeuge selber fahren. DAS ist der Entwicklungsaufwand, den ich mir nicht alleine leisten kann.

Das nicht. Aber die Entwicklung der Fahrzeuge, um die es hier geht. Das sind keine einfachen Eselskarren, sondern richtige High-Tech-Geräte, die man vom Entwicklungsaufwand her eher mit Flugzeugen vergleichen sollte.

Solche wie die, die auch den Transrapid oder Cargolifter oder Stuttgart 21 haben wollten.

Das soll auch weiter verwendet werden, um Investitionen zu sparen.

Natürlich geht das. Aber erst dann, wenn diese Fahrzeuge auch hat. Die kauft man nicht einfach im nächsten Laden.

Im Testgebiet sehe ich eher die kleineren Probleme. Da wird sich schon was finden, wenn erst mal die Entscheidung gefallen ist, wirklich Individualverkehr auf der Schiene haben zu wollen. Einer der Entwicklungsschwerpunkte wird u.a. sein, die Gefährte möglichst leise zu machen. Das lässt relativ geringe Widerstände in der Bevölkerung erwarten. Mit nur 130 km/h kriegt man auch noch vernünftige Kurvenradien hin und muss sich nicht brutal durch's nächste Dorf bohren, wie das mit der Hochgeschwindigkeit der Fall ist. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes die Kirche im Dorf lassen.

Klar geht das. Aber halt nicht ohne entsprechende Fahrzeuge.

Mit 24 Stunden pro Tag? Leben will man ja auch noch von irgendwas. Wenn 3 Stunden pro Tag übrig bleiben, ist's schon viel. Was erwartest du, dass damit raus kommt und bis wann es was Vorzeigbares gibt?

Klar. Dauert dann aber auch entsprechend lang und Miesmacher wird es nicht davon abhalten, das berühmte Haar in der Suppe zu suchen und zu finden. Auf 100 Miesmacher kommt vielleicht 1 Unterstützer. Miesmacher müssen nichts wissen und auch nichts können. Unterstützer müssen dagegen wissen, was sie unterstützen. Deshalb ist das Verhältnis von Miesmachern zu Unterstützern so schlecht.

Man kann ja mal hochrechnen, wie lang das dauert. Ein Ingenieurbüro, das ein paar (!) Leute für die Entwicklung des speziellen Fahrwerks abstellt, braucht bis zu einem sinnvollen Prototypen vielleicht ein halbes bis ganzes Jahr. Sollen's nur 2 Leute sein, dann sind das 100 bis 200 * 2 Arbeitstage zu je 8 Stunden. Also 800 bis 1600 Stunden. Das geteilt durch 3 macht also rund 270 bis 550 Arbeitstage für einen hoch motivierten und engagierten "Freizeitkämpfer", der auch schätzungsweise 10.000,- dafür übrig hat.
Fahrwerk ohne Antrieb ist nicht sonderlich hilfreich. Antrieb muss also rein. Geregelt und an allen 4 Rädern, um zu verhindern, dass der Radkranz anläuft. Lenken muss das Ding auch noch damit. Fail-Save-Konstruktion ist selbstverständlich. Jeweils 2 Motoren auf einer Achse müssen also einerseits unabhängig voneinander arbeiten. Andererseits dürfen sie keine zu großen Drehzahlunterschiede erlauben, damit das Fahrwerk nicht verkanten und aus den Gleisen springen kann. Diese beiden Motoren müssen also über eine ganz spezielle Kupplung miteinander verbunden sein, die es nirgendwo im Laden zu kaufen gibt. Diese muss erst entwickelt werden, was wohl auch so 1 bis 2 Mannjahre brauchen wird. In hoch motivierter Freizeitbeschäftigung wären's also rund 3 bis 6 Mannjahre und nochmal locker 10.000,- Euro. Ohne Regelalgorithmus funktioniert der Antrieb nicht sinnvoll. Dafür braucht man geeignete und zuverlässige Hardware sowie ein entsprechendes Regelprogramm mitsamt geeigneter Sensorik. Dafür sollte man ebenfalls in Mannjahren rechnen.
Ist das alles beisammen, hat man als einzelner Feierabendkämpfer rund 10 Jahre verbraten, viel Geld los gebracht und ist noch keinen Meter gefahren.
Aber immerhin - mit dem Erreichten kann man jetzt mal auf Rad-Schiene-Prüfstände. (Weiß nicht, ob der bei der DLR in Oberpfaffenhofen noch existiert und ob die einen Freizeitkämpfer damit spielen ließen.) Jetzt kann man die Parametrierung des Ganzen zumindest mal in groben Zügen herausarbeiten. Je nach Spurbreite werden sich einige Parameter auch verändern müssen. Diese Feinarbeit dürfte einige Wochen in Anspruch nehmen, wenn alles gut geht.
Jetzt noch Klimaprüfungen. Muss ja auch bei Eis und Schnee zuverlässig funktionieren
Nach gut 10 Jahren kann man sich an die Karosserie und Aufbauten wagen. Die Ladungssicherung muss unabhängig von der jeweiligen Fracht funktionieren. Deshalb ist der Aufwand vermutlich ähnlich groß wie der für das Fahrwerk. Könnte diesen Aufwand aber auch übersteigen.
Usw.
Als Einzelkämpfer wird man also locker 20 Jahre brauchen, um überhaupt nur ein einziges funktionierendes Exemplar zu haben. Frau und Kinder sind entweder mit Enthusiasmus dabei, ober sie haben einen derweil verlassen. Der Preis ist mir zu hoch, weil ich noch nicht mal dann weiß, ob aus dem System tatsächlich was wird.

Ohne obige Vorleistung wird allerdings nichts draus.

Ich vermute mal, dass nicht viel rausgekommen ist. Das wäre nämlich sehr wahrscheinlich groß durch die Presse gegangen.

Da wurde längst das Railtaxi diskutiert.

Das ginge per Railtaxi auch.

Wozu eingegrenzt? Wenn man die aufwändige Entwicklung schon mal gemacht hat, dann sollte sie doch eigentlich überall verfügbar gemacht werden. Sonst lohnt doch der Aufwand überhaupt nicht.

Wieso schon am Stadtrand? Der Container ist doch schon auf einem Landfahrzeug und auf einem Schienennetz, das über ganz Eurasien reicht. Jedes Umladen kostet Zeit und Geld. Per Railtaxi wird man erst am dem Ziel nächst gelegenen Bahnhof wieder umladen. Das kann auch das Werksgelände einer Firma sein.

Also eine kleine Detaillösung ohne übergeordnetes Gesamtkonzept. Das dürfte im Verhältnis zum Entwicklungsaufwand ziemlich teuer sein.

Wieso das? Hat die Bahn kein Interesse an ihrem System?

Ich vermute eher, dass das kein Ziel-, sondern nur ein Durchgangsbahnhof werden sollte. Vom Zielbahnof zum eigentlichen Ziel sollten es im Schnitt nicht viel mehr als 10...20 km sein. Nach meiner Vermutung stand den Containern von dort aus noch eine Distanz von mehreren hundert Kilometern bevor.

Wieso denn reiner Hafenbetrieb? Wenn auf dem Container eine Zieladresse steht und die ganzen Zollformalitäten erledigt sind, kann's doch gleich ab Hafen zum Ziel gehen. Oft genug gibt es auch am Ziel ein Zollamt im Landesinneren. Vom Schiff auf's Railtaxi, damit zum zum Ziel nächstelegenen Bahnhof, LKW, Zollamt, Firma.

Oder gleich ein Konzept, das die ganzen Netze bedienen kann. Deshalb wird ein Railtaxifahrwerk auch ganz schön aufwändig sein.
--
Servus
Christoph Müller
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Es duerfte sich lohnen, Erfinder- und Entwickler- biographien zu lesen.

Da offensichtlich das High-Tech-Fahrzeug der Knack- punkt ist, muss wohl ein Prototyp entwickelt werden. Darum kommst Du offensichtlich nicht herum, wenn Deine Idee serioes ist.

Man koennte aus den leerstehenden Kirchen Depots fuer AGV's machen. Fortschritt muss sein.

Ja, mei. Also ran an den Speck. Bis naechste Woche muss die Karre ausgereift vorliegen.

Dir fehlt offensichtlich die richtige Frau. Natuer- lich geht das, wenn man viel Lebenszeit in die Ent- wicklung des Fahrzeugs steckt und dann etwas vorzeigen kann.

In D, sage ich mal, kommen auf einen Aktiven 300.000 Miesmacher. Das darf niemanden schrecken.

Eine Doktorarbeit kann Dich 5 bis 10 Jahre Deines Lebens kosten. Die Veroeffentlichung musst Du in der Regel auch selbst finanzieren. Diese 10.000 Euro braucht der Dokto- rant fuer die Veroeffentlichung. Wo ist das Problem?

Das liest sich so, als sei das machbar.

Das waere dann aber schade, wenn zuvor noch nicht auspro- biert und gefahren wurde.
Wenn ich Dich richtig verstehe, braucht es einige Er- findungen. Wenn das dann erfunden ist, will das vielleicht jemand haben.
Doch zurueck zum Hafenbetrieb in Hamburg und der Idee, die entladenen Container mit AGV's an den Stadtrand zu fahren:

Was aus dem Hafen faehrt, geht durch den Zoll, wenn es von ausserhalb des eigenen Wirtschaftsraumes kommt. Das dazu.
Warum nicht gleich an die Zieladresse? Weil die Spe- diteure eine politische Macht darstellen und sich ihre Transporte sichern. Der Schritt, vom Schiff auto- matisch entladen und auf AGV's bis zu Ladestellen ausserhalb der Stadt fahren zu lassen, ist bereits sehr weitgehend als Umstellung. Die AG in Hamburg, die das reflektierte, wollte den immensen Hafenver- kehr mit LKW's aus dem Stadtgebiet heraushaben. Das wuerde grosse Stadtgebiete attraktiver und wohnlicher werden lassen. Seitdem Chinas Wirtschaft boomte, schnellten die LKW-Transporte im Hafen immer weiter an, weil immer mehr Container im HH-Hafen ankamen. Riesige Schiffe werden automatisch entladen und er- zeugen ein grosses Transportvolumen. Ein unentwegter Strom von LKW-Transporten bewegt sich dadurch durch das Stadtgebiet.
AGV-Transporte koennten leise und unauffaellig auf der Schiene stattfinden. Im ersten Schritt nur bis an die Stadtgrenze fahren zu lassen, schien machbar.
K.L.
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Am 20.09.2011 18:31, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Da stellt man dann ganz schnell fest, dass die besten Ideen die ganz einfachen sind. Reißnagel, Reißverschluss, ...
Wer Ideen hat, die erst mal viel Geld kosten, soll sich verkrümeln oder damit leben, dass er sich einem drastischen Wechselbad der Gefühle aussetzen muss, das auch schnell mal zum Selbstmord führen kann.
Ich hab's doch gerne etwas gemütlicher und stehe auf dem Standpunkt, dass gute Ideen auch gut sein müssen. Sind sie gut, dann sollten sich genügend Leute finden, mit denen man sie realisieren kann. Findet man diese Leute nicht, dann ist die Idee vielleicht gar nicht so gut. Vielleicht interessiert es einfach nicht wirklich, dass man mit geeigneten Strukturen bis zu 95% Energie in der Mobilität sparen kann. Lippenbekenntnisse gibt's reichlich. Taten sind was Anderes.

Sag' ich doch andauernd.

Ich habe schon die richtige :-)

Kann auch sein. Bin halt etwas optimistisch veranlagt.

Dummheit tut trotzdem manchmal ganz schön weh. Es geht den Miesmachern ja nicht darum, dass irgendwas besser würde, sondern darum, jemanden ordentlich an den Karren fahren zu können. Sie wollen zerstören und nicht aufbauen. Das ist erschreckend genug.

Doktorarbeiten entstehen meistens während schlecht bezahlter (!) Arbeitsverhältnisse. Immerhin bezahlt.

So teuer dürfte es heute in Zeiten des Internets und Book on Demand nicht mehr sein.

Klar ist das machbar. Aber in überschaubarer bzw. sinnvoller Zeit nicht von einem allein.

Was heißt schon "Erfindungen". Alles Notwendige ist doch schon erfunden. Sicher würde es hie und da mal auch das eine oder andere Patent geben. 97% davon werden aber ohnehin nie genutzt.

Wäre mit automatischem Transport ein rein formaler Akt.

Ist also eine reine Frage des Willens, ob man das Problem abstellen will oder nicht. Potenzielle technische Lösungen gibt es. Den Willen, sie zu nutzen, offensichtlich nicht.
--
Servus
Christoph Müller
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Ich frage mich, wie der Erfinder des Internet vorging.

Deine Dramaturgie ist natuerlich beeindruckend.

Es gibt Leute, die haben bei jeder Diskussion Angst, jemand koennte dessen Ideen fuer sich nutzen. Diese schreiben dann meist auch nicht oeffentlich. Das koennte ja jeder mitlesen.

Ein seltsamer Satz. Vor einigen Monaten sah ich mir eine Doku zu dem Erfinder der drahtlosen Telgraphie an. Niemand glaubte an die Idee. Als er dann mit sei- ner Entwicklung so weit war, dass es nachweisbar funktio- nierte, fanden sich sehr schnell Geldgeber.

Allein, es fehlt ja der Nachweis. Behaupten laesst sich viel.

Dann taet ich, falls Gleise fehlen, selbiges Fahr- zeug in Deiner Garage entwickeln und auf dem Sport- platz ausprobieren, ob es dahin faehrt, wo es hin soll. Reifen tun'sa fuer's erste auch.

Dann kann's ja sofort losgehen.

Mir liegen keine Statistiken vor. Es kommt vermutlich auf das Fachgebiet an.

Ich rechne es jetzt nicht durch. Eine bestimmte Menge an Pflichtexemplaren ist auch dann beizubringen, wenn das Werk nicht veroeffentlicht wird.

Das Feld der Entscheider ist immer gross. Die Gremien aus Politik und Wirtschaft muessen dafuer gewonnen werden. Sodann ist eine finanzielle Abschaetzung zu erstellen, die moeglichst genau beschreibt, was an Geld aufzubringen ist und wie von Banken geliehenes Geld abgezahlt werden kann. Bei Veraenderungen der Hafenwirtschaft muss dann der Bund mitgestalten. Das zieht sich dann etwas hin. 10 Jahre sind vielleicht notwendig, um alle Gremien zur Mitarbeit zu gewinnen. Diese gehen schnell ins Land.
K.L.
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Am 20.09.2011 19:40, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Der war meines Wissens im CERN in der Schweiz angestellt und macht das im Rahmen seiner Arbeit.

Das ist nicht nur Dramaturgie.

Wenn niemand die Ideen kennt - wie sollen sie dann realisiert werden?

Mit der Railtaxi ist der Sachverhalt etwas anders. Da WEIß man, dass es funktioniert, weil man sämtliche nötigen Technologien kennt. Sie müssen "nur" in geeigneter Weise zusammengestellt und ausgeführt werden. Man weiß aber auch, dass man zum Funktionieren erst mal viel Arbeit/Kapital reinpumpen muss. So lange man mit Finanzgeschäften, Zockerei und Politikbeeinflussung (Lobbyarbeit) mehr Geld bequemer verdienen kann als mit Wertschöpfung, werden keine Werte hergestellt, sondern die Leute auf die Straße. Man schiebt das Geld so lange hin und her, bis alle Vorräte aufgebraucht sind und das ganze System wie ein Kartenhaus zusammen fällt. DANN ist nach einer heftigen Hungersnot und/oder einem Krieg wieder Zeit für etwas Verstand, Neues und Wirtschaftswunder. Auf ein Neues!

Mobile Fahrzeuge brauchen Treibstoffe mit ganz bestimmten Eigenschaften. Um diese herzustellen, geht etwa die halbe Energiemenge drauf. Die andere Hälfte wird in die Tanks gefüllt. Davon werden etwa 80% sinnlos verheizt. Nur 20% kommt an den Rädern an. Macht einen Gesamtwirkungsgrad von grade mal 10%. Jede "läppische" Solarzelle auf dem Dach hat einen besseren Wirkungsgrad. Könnte man nun auch noch wie ein Waggon im Windschatten fahren und hätte auf der kurzen Strecke eine ordentliche Bremsenergierückgewinnung, dann würde die halbe Antriebsenergie für den gleichen Nutzen reichen. Fazit: 5% Energie reichen für unsere Mobilität. Richtig organisiert fällt die Abwärme dort an, wo heute Heizkessel arbeiten. Damit ist diese Abwärme keine Ab-, sondern Nutzwärme und muss der Mobilität nicht mehr zugerechnet werden. Außerdem pflegt man sationäre Stromerzeuger den verfügbaren Brennstoffen anzupassen und nicht umgekehrt wie in der Mobilität üblich. Damit entfallen die Veredelungsverluste.
Und? Ist das jetzt nur eine Behauptung?

Soo fanatisch bin ich nicht. Wie gesagt - die Gleise sind nicht das Problem. Das Problem ist der Entwicklungsaufwand.

Ich will aber nicht in ein Projekt investieren, das niemenden außer mir ernsthaft interessiert. Ich kann ja mit Sicherheit auch blöde Ideen haben. Wenn das Railtaxi niemanden ernsthaft interessiert, muss es ja wohl eine blöde Idee sein. Unabhängig davon, wie ich es selbst sehe.

Mit etwas Glück und den richtigen Interessen kriegt man auch Diplomarbeiten bezahlt. Meine beiden Themen habe ich mir allerdings selber gestellt. "Der Stirlingmotor für den dezentralen stationären Energieeinsatz" 1981 (Technik) und "Dezentrale Kleinstkraftwerke" 1984 (Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu diversen Alternativen).

Schon. Aber das hält sich im erträglichen Rahmen. 10.000,- Euro wären nicht mehr erträglich.

Technik interessiert nicht. Die hat einfach zu funktionieren.

... und so werden reihenweise gute Ideen versenkt. Man lebt ja im Wohlstand und braucht/darf deshalb nichts riskieren.
Doch das ist genau der Grund, weshalb wir im internationalen Vergleich immer weiter zurück fallen. Hätten wir noch genug Wohlstand, könnten wir uns auch eine ordentliche Bildung für breite Bevölkerungsmassen leisten. Je weniger Bildung, desto schneller geht's den Bach runter. Ist zwar nichts Neues. Interessiert aber unsere Entscheiderkreise nicht.
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Verstehe ich nicht. Wenn schon alles da ist, wie Du zuvor schreibst, was ist dann noch zu entwickeln?

Ein Bedarf scheint ja vorhanden zu sein. Jeden- falls ist er mir in Hamburg begegnet. Es wird ihn auch anderswo geben.
K.L.
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Am 20.09.2011 21:09, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Wenn schon alles da ist, dann meine ich nur Technologien. Nur weil sie gibt, spielen sie noch lange nicht in der gewünschten Weise zusammen. Das hin zu kriegen ist harte Knochenarbeit. Und weil man's das erste Mal macht, ist auch mit vielen Rückschlägen und sehr vielen teuren Einzelstücken zu rechnen.

SCHEINT vorhanden zu sein. WENN er da ist, dann sollte sich doch auch eine Finanzierung finden lassen, die nicht gleich den Kopf des Ideengebers fordert. Irre ich?

Das ist wie mit dem Fachkräftemangel in Deutschland. Sie wandern aus, weil ihnen hier zu schlechte Bedingungen geboten werden. Bietet man ihnen gute Bedingungen, sind sie gleich wieder da. Aber wie gesagt - wenn Geld hin und her schieben ein besseres Leben verspricht, dann wird man keine Werte schaffen, sondern Geld hin und her schieben. Jeder weiß, dass das auf die Dauer in die Hose gehen wird. Aber so lange das Spiel funktioniert, interessiert das keinen.
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Ich sehe dann das Problemfeld nur in den Entscheidungs- gremien. Wenn technologisch alles machbar ist, dann fehlt es nur an der politischen Durchsetzungsarbeit.

Eine Finanzierung gibt es nur bei Durchsetzungsverhalten in Gremien. Das Projekt muss ausdruecklich gewuenscht sein und gesellschaftlich Sinn machen. Wenn z.B. die Bewohner des Westerwaldes einen AGV wollen, der alle Doerfer und Kleinstaedte miteinander verbindet, sodass jederzeit jeder Ort ohne lange Wartezeit preiswert erreichbar ist, dann gibt es politische Entscheidungen, das System aufzubauen. Es muss finanzierbar sein. Gelder kommen dann vom Kreis, Land und Bund und vielleicht von der EU.

Ich halte mich derzeit im Aussenguertel von Washington DC auf. Hier befindet sich ein riesiges Gebiet aus modernen Bueroblocks und Hotels in einer ausgedehnten Parklandschaft. Fusswege gibt es nur in den Malls, die hier und da eingestreut sind, wenn Wohn- anlagen dazwischen gebaut sind. Alles ist auf das Auto abgestellt. Daraufhin ist alles optimiert. Elegante und breite Strassen, Zubrin- ger zu den Stadtautobahnen, usw. Es gibt also eine klare politische Richtung und klare Entscheidungen. Oeffentlichen Nahverkerhr findet sich hier aeusserst selten.
Zur Einfuehrung der AGV, z.B. Railtaxis, braucht es den deutlichen politischen Willen. Bevor der nicht da ist, lohnen sich Investitionen nicht.
K.L.
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Am 22.09.2011 15:11, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Genau so sehe ich das auch.

In diesen Gremien bin ich aber nicht drin und weiß ich nicht, wie ich da rein kommen könnte.

das ist das Entscheidende.

Manchmal werden auch gesellschaftlich völlig sinnlose Dinge durchgedrückt. S21, Transrapid ist grade noch abgebogen worden, Kernenergie, Großkraftwerke, ... Diese Erfahrungen sind vielleicht auch der Grund, weshalb man sich mit Neuem gar so schwer tut. Die Pleiten werden öffentlich zelebriert und breit getreten. Was funktioniert, ist ja selbstverständlich und bemerkt man deshalb überhaupt nicht. Also bleiben die Pleiten, Pech und Pannen im Gedächtnis der Öffentlichkeit und dienen dort als permanente Warnung vor Neuem, während man die Erfolge gar nicht zur Kenntnis nimmt und subjektiv gesehen sozusagen gar nicht existieren.

So weit die Theorie.

Aus eben diesem Grund ist das Railtaxi bislang nur trocken simuliert worden; sprich öffentlich in diversen Fachkreisen diskutiert worden. Dabei war die eigentliche Unart, immer nur ein Haar in der Suppe finden zu wollen, gar nicht mal so schlecht. Es haben sich Viele gefunden, die nach Schwachstellen im System suchten, was dann auch regelmäßig zu Korrekturen im System führte. Diese Korrekturen sind mittlerweile aber ziemlich selten geworden, so dass ich mich allmählich behaupten traue, dass ein hardwaremäßiger Test überfällig wäre. Aber wie du ganz richtig bemerkt hast - es braucht dazu den deutlichen politischen Willen. Den gibt es nicht. In zu schaffen, ist mir bis jetzt nicht gelungen.
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Dem muss sowieso eine moeglichst genaue Kostenauflistung und eine Darstellung des Projektes vorausgehen oder die einzelnen Stationen der Gremienarbeit begleiten. In die Gremien kannst Du eingeladen werden, um das Projekt vorzutragen. Du musst den Parteien in dem Gebiet, wo das Projekt umgesetzt werden soll, also z.B. der Wester- waldkreis, vorstellen und moeglichst eine Buergerinitiative hinter Dir haben, die das haben will und darin viel Sinn sieht. Auch der Kreis ist eine Gemeinde. Auch dort koennen die Aktiven die Projektidee vorstellen. Die naechste Ebene ist die Landesebene. Die Parteien haben zum Verkehrs- wesen Landesarbeitskreise, usw. Wenn die Sache Hand und Fuss hat, finanzierbar erscheint und die Bevoelkerung das Projekt annehmen will, wuerdest Du regional viel un- terwegs sein muessen, um die Idee vorzustellen. Parallel dazu findet Deine Pressearbeit statt. Zu jeder Versammlung kannst Du die Presse einladen, usw.

Jedoch stellt sich dies nur auf oeffentlichen Versammlungen dar, also indem sich die Bevoelkerung Deiner Idee an- schliesst.

Den Leuten kann eine Railtaxi-Idee als grosser Unsinn vor- kommen, das stimmt.

Jenachdem, wie Deine Projektidee vorgetragen wird, also wie das Thema rueberkommt, desto verschiedener kann reagiert werden. Ich wuerde halt ein Railtaxi als Abloesung des Bus- und Bahnverkehrs vorstellen, also als einen horizontalen Auf- zug, der einem in einem Individualfahrzeug wie ein Taxi an jeden Ort im Kreisgebiet bringt, und das zu einem Einheits- preis, da es sich um einen Verkehrsverbund handelt. Zu jedem solchen kleinen ueberschaubaren Baustein kann dann ein weiteres Netz angebaut werden.

Wenn das finanziell und technisch einwandfrei (was ich nicht glaube) aufgebaut werden kann, wird das Theorie+Praxis.

Es liegt ganz an Dir, oeffentliche Versammlungen zum Thema zu organisieren. So kann z.B. jeder Buerger einer Gemeinde zu Versammlungen im Rathaus aufrufen, oder eine Buergerversammlung einfordern, bei der auch der Buergermeister anwesend sein muss. Ausserdem kann das Thema im Gemeinderat und im Kreistag von Dir vor- getragen werden. Genauso koennen sich einzelne Partei- en dazu entschliessen, das Thema auf einer Buergerver- sammlung zu behandeln, usw. usf.
K.L.
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Am 23.09.2011 15:51, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Na ja. Wenn ein Großprojekt geplant wird, muss man doch auch nicht wissen, was der Türknauf an der Toilette kostet und wer genau das Toilettenpapier zu welchem Preis liefern darf. "Detailliert" ist ein ziemlich dehnbarer Begriff.

Setzt voraus, dass sich schon mal jemand aus dem Gremium mit dem Projekt befasst hat.

So habe ich lang und erfolglos probiert. Im Moment scheinen sich völlig andere Wege aufzutun. Mehr dazu, wenn Nägel mit Köpfen gemacht sind.

Das Geld für die dafür nötige Pressearbeit habe ich nicht. Ich habe auch noch andere Dinge zu tun. Aber wie gesagt - im Moment scheint etwas in Bewegung zu geraten.

Der Busverkehr wird NICHT abgelöst. Der Bahnverkehr auch nicht. Ganz im Gegenteil wird er sich sogar vervielfachen. Nicht mal die Viel-Auf-Einmal-Betriebsweise wird abgelöst. Es wird eigentlich nur Individualverkehr auf der Schiene hinzugefügt. Dieser wirkt sich allerdings auch auf den VAE-Verkehr aus und die Hochgeschwindigkeit am Boden wird man damit ebenfalls einstellen, weil die durchschnittliche Tür-zu-Tür-Zeit damit zu lang ist.

Du setzt voraus, dass man die Fahrzeuge recht preiswert schon in winzigen Stückzahlen haben kann. Dem ist nicht so. Die Railtaxis sind vollgepackt mit Hightech. Die muss erst mal entwickelt werden. Die ganzen Technologien müssen auf einer Plattform zu einem Gesamtsystem zusammengefügt werden. Das geht nicht mit ein paar Euro fuffzich.

Ist also keine finanzielle oder technische Frage, sondern eine Glaubensfrage.

Dieser Weg hat so nicht funktioniert. Ein ganz anderer scheint jetzt doch zu gehen. Wenn auch nicht gleich mit Railtaxi am Start. Aber immerhin. Das andere Thema muss sowieso zeitlich Vorrang haben.
--
Servus
Christoph Müller
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Die Kostenschaetzungen muessen schon sehr genau sein. Die oeffentliche Hand kann sich auf Ungewissheit nicht ein- lassen.

So koennen wir also nur "abwarten und Tee trinken"!
K.L.
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Am 11.09.2011 22:23, schrieb Marc Gerges.:

Das ist die kostspieligste Angelegenheit.

Das mit dem heutigen Schienenverkehr erledigt sich in dem Augenblick von selbst, in dem das fahrerlose Auto seine Bauartzzulassung bekommt. Dann steht nur noch Pleite oder andere Verkehrsorganisation zur Wahl. Mir wäre zweiteres lieber.

Beides parallel wäre nur eine gewisse Übergangszeit lang. Da müssten Railtaxis quasi wie "normale Züge" in der Blocksicherung mitfahren. Ich bin mir sicher, dass das langfristig zu erheblichem Unmut der Railtaxibenutzer führen wird, weil diese dann nicht jederzeit gleich sofort losfahren können. Trotzdem werden sie flexibler unterwegs und schneller am Ziel sein als normale Bahnbenutzer. Deshalb werden sie langfristig die Oberhand gewinnen und immer mehr Zeitschlitze zugeteilt bekommen. Ab einem gewissen Anteil kippt das ganze System hin zum reinen Individualverkehr. Viel-Auf-Einmal-Verkehr (VAE-Verkehr) im herkömmlichen Sinne wird es dann nicht mehr geben. Aber VAE lässt sich mit jedem Individualverkehrsmittel realisieren, so dass auch per Railtaxi noch Liniendienste angeboten werden. Genauso, wie es auch Linienbusse auf den Straßen gibt.

"Wie ich schon sagt - alle Welt schwitzt. Darum müssen wir uns warm anziehen." Wer meint, dass solche Äußerungen einem Irrenhaus entsprungen sein könnten, dem möchte ich nicht mal widersprechen.
Du beklagst hier, dass wir ZU VIEL WÄRME hätten. Aus welchem Grund sollten wir denn dann so großen Aufwand für die Wärmedämmung unserer Gebäude treiben?
Jetzt wird die Wärme durch riesige Kühltürme rausgeschmissen. DESHALB müssen wir zu dieser verlorenen Wärmemenge auch noch die Dämmung PLUS Heizkessel bezahlen. Das soll allen Ernstes für Normalbürger wirtschaftlich sein? Damit das der Fall ist, muss man die Märkte schon wirklich grob verformen.

Dass sie teuer zu investieren ist OBWOHL wir ZU VIEL WÄRME haben! Wärmedämmung ist nebenbei bemerkt auch noch Sondermüll.

Ist das mit einer Heizung anders? Sie produziert lediglich keinen Strom. Der wird andernorts - auch mit Auspuffgasen - mit riesigen Wärmeverlusten produziert.

Wie groß ist das Risiko, wenn so eine Heizung genausoviel kostet wie heute ein Heizkessel? Die Brennertechnik ist mit einem Stirlingmotor übrigens die Gleiche wie mit dem Brennwertkessel. Ich betreibe selber so ein Ding.

Dann bezahlen eben andere.

Elektrisch heizen. Ein Heizstab kostet nun wirklich kein Vermögen. Negativer Strompreis hat ja auch seinen Grund. Z.B. dass zu viel Sonnen und Wind im Netz ist. Damit produziert man aber keine Schadstoffe und kann deshalb mit ruhigem Gewissen auch mal elektrisch heizen. Schon sind die negativen Strompreise wieder weg.

???
Wäre auch möglich.

Warmwasserspeicher sind heute ganz normal. Mauerwerk ebenso und Wasch- und Spülmaschinen sowie Kühl- und Gefrierschränke. Man kann sie alle als Energiespeicher auffassen und seine Gerätschaften dementsprechend programmieren. Wäre effektiver als eine Wärmedämmung.
--
Servus
Christoph Müller
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Das steht zur Disposition. Beim Neubau ist das Vorhandensein des benötigten Grundes wohl das kostspieligste.

Fahrerlose Autos lösen viele Probleme nicht. Wenn hier im Bahnhof ein Nahverkehrszug mit 200 Fahrgästen ankommt, dann hat der vielleicht 30m Länge. Wenn die 200 Leute mit Autos, fahrerlos oder nicht kommen, brauchen sie im Stau schon einen Kilometer Strasse. Und so ein Zug kommt zu den Stosszeiten alle paar Minuten. Ob die Autos dann selbstgesteuert im Stau stehen, oder der Fahrer sich die Bremslichter seiner Vorderleute ansieht, macht für den Platzbedarf an sich keinen Unterschied. Und wenn die 200 Leute mit ihren jeweiligen selbstfahrenden Autos auf von Railtaxis im Bahnhof auf die Strasse gekippt werden, ist niemandem geholfen.

Ich beklage mich nicht, dass wir zuviel Wärme hätten. Ich merke an, dass der Wärmebedarf eines EFH mittlerweile so klein ist, dass es mir den Aufwand nicht wert erscheint, die Wärmeherstellung mit der Stromherstellung zu koppeln.

'Die Märkte' sind nur ein Faktor - vor allem müssen wir uns damit beschäftigen, die Nutzung der fossilen Energieträger zu beschränken. Es erscheint mir sinnvoller, ein Gas-Kraftwerk nicht mit tausenden von stromproduzierenden Heizungen zu ersetzen, sondern mit Windrädern oder Wasserkraftwerken. Ob ich das Gas zum Verfeuern nun in einem grossen Brenner oder tausenden kleinen Brennern teuer zahlen muss und CO2 erzeuge, ist beides schlecht. Wenn ich die Heizung soweit möglich abschaffe und den Strom grün erzeuge, dann scheint mir das besser.

Du wiederholst Dich - richtiger wird's nicht. Die grossen Isolationsstoffe Polystyrol und Steinwolle sind beide recht unkompliziert. Von Aerogel, Vakuumplatten und anderen neuen Entwicklungen gar nicht zu reden.

Meine Heizung alleine macht aber bedeutend weniger Abgas als eine stromproduzierende Heizung. Und die Auspuffgase der Stromproduktion an sich gilt es durch Einsatz von erneuerbaren Energien zu reduzieren.

Fein.
Das Risiko ist momentan das gleiche wie mit der normalen Heizung - die Energieträger unterliegen heftigen Preisschwankungen, die ich nicht beeinflussen kann. Bei der normalen Heizung brauche ich halt weniger von den Energieträgern.

Ich bin Deiner Meinung, dass der Markt momentan nicht besonders gut funktioniert, und ich bin auch Deiner Meinung, dass die kWh elektrisch aus dem thermischen Kraftwerk rund dreimal so teuer ist wie der Energieträger.
Wenn der automatische Strommarkt für jeden verfügbar ist, bedeutet das in der Konsequenz, dass sich der Maximalpreis der kWh elektrisch auf eben dieser Ebene liegt. Wenn zu einem gegebenen Zeitpunkt der Nachfragepreis des Stromes bei dem dreifachen des thermischen Preises liegt, springen halt alle kleinen Heizungen an, kühlen die Verlustwärme weg, liefern Strom und stabilisieren den Preis.
Besser als die momentane Situation ist die Einspeiserei im volkswirtschaftlichen Sinn zu diesem Zeitpunkt nicht. Besser im Sinne von 'weniger Resourcenverbrauch' wird's nur dann, wenn ich nicht nur den Strom verkaufe, sondern auch Heizlast brauche. Und der Strompreis ist halt wegen des optimalen Marktes nach oben begrenzt. Ich kann ein bisschen was an Brennstoffkosten sparen, aber der Gewinn hält sich in Grenzen.

Und interessanter, solange der Verschleiss des Akkus weniger kostet als die Stromspeicherei hereinbringt.
Und je mehr Leute nebenher Strom in Akkus speichern, um so uninteressanter wird die stromproduzierende Heizung.

Dass Wärme speicherbar ist Weiss ich, ich bestelle grad ein 800-Liter-Fass und bin auf der Suche nach 10-12 m^2 Kollektoren. Das macht aber nur Sinn, weil meine Altbaubude eben einen horrenden Wärmebedarf von 60W/m^2 hat. Wenn's als Passivhaus allerdings weniger als 10W/m^2 hätte, würde ich mir das ganze Zeug sparen und meine ganze Heizlast aus einer 230-V-Steckdose decken.
cu .\\arc
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Am 12.09.2011 13:39, schrieb Marc Gerges.:

Wg. fehlendem Überlebenswillen.

Egal. Es geht um Angebot und Nachfrage und Nutzen pro Aufwand. Da darf der Grundstücksaufwand durchaus groß sein. Wenn der Nutzen den Aufwand trotzdem übersteigt, ist alles im Grünen Bereich.

Vorausgesetzt, sie wollen auch alle zur GLEICHEN ZEIT über die GLEICHE STRASSE. Das ist aber gerade in staugefährdeten Gebieten (z.B. Innenstädten) eher unwahrscheinlich, weil die meisten dort gar nicht hin müssen. Die Bahn muss das aufgrund ihrer Organisationsstruktur. Die ist aber mit fahrerlosen Fahrzeugen eine ganz Andere. Damit muss man NICHT GLEICHZEITIG fahren. Man muss auch keinen GEMEINSAMEN Start- und Zielort bedienen. Man fährt von irgendwo nach irgendwo zu jeder beliebigen Zeit und man hat i.d.R. auch noch jede Menge Ausweichrouten.

Selbst das macht einen großen Unterschied. Fahrerlose Autos werden einen Innenraum haben, der eher an ein Zimmer als an ein Auto erinnert. Man wird sich während der Fahrt mit allem Möglichen beschäftigen. Nur nicht mit der Fahrerei selbst. Deshalb wird man vermehrt Bürotätigkeiten ins Auto verlagern und sich dann bald die Frage stellen, wieso man denn überhaupt noch in die Arbeit fährt. Damit werden virtuelle Arbeitsplätze geschaffen. Manche nennen es auch Telearbeit.

200 Leute in 5 Minuten macht 0,7 Menschen pro Sekunde. So viele (wenige) Leute durchzuschleusen ist ja wohl kein Hexenwerk. Das real empfundene Gedränge hängt doch nur damit zusammen, dass alle Türen des Zuges gleichzeitig aufspringen und deshalb auch alle Leute gleichzeitig auf dem Bahnsteig sind.

Strom brauchst du aber trotzdem noch. Der wird andernorts im Schnitt mit massiven Wärmeverlusten produziert. Du hast nur deshalb einen so geringen Wärmebedarf, weil du viel Geld in Wärmedämmung investiert und dir damit wahrscheinlich eine Sondermülldeponie gebaut hast. Das Verbrennen von Energiespeichern in den Kraftwerken hast du damit jedenfalls nicht verhindert.

Klar. An erster Stelle steht bei mir allerdings die Reduzierung der Schadstoffbelastung. Deshalb muss zuerst mal die Stromproduktion massiv dezentralisiert werden, um die ganzen Heizkessel im Land abschaffen zu können. Damit wäre schon mal rund 1/3 unserer Schadstoffproduktion eliminiert. Dann muss auch noch die Mobilität in das System mit eingebunden werden. Das erspart die ca. 50% Herstellungsverluste im Rahmen der Treibstoffproduktion und die 80% Verluste des Tankinhalts. Zudem kann man mit waggonähnlichem Windschattenfahren und Bremsenergierückgewinnung nochmal etwa die halbe Antriebsenergie einsparen. Heute braucht der Verkehr ca. 1/3 unseres Energiebedarfs. Dann nur noch ca. 5% dieses Drittels. 50% Schadstoffproduktion könnten also alleine dadurch schon realisiert werden, obwohl noch nicht mal die Rede von regenerativen Energien war. Gebäudedämmung ist wesentlich teurer und kann prinzipbedingt maximal 1/3 unseres Energiebedarfs einsparen. ASTROHS wird sehr schnell zur Marksättigung mit stromproduzierenden Heizungen führen. Die Hersteller bringt diese in arge Bedrängnis, weshalb sie sich spezialisieren müssen oder sich vom Markt verabschieden. Mit der Nutzung regenerativer Energien stehen jede Menge Spezialisierungsmöglichkeiten offen. Ein sehr wahrscheinliches Szenario wäre Folgendes: Firma A spezialisert sich auf Micro-BHKWs auf Stirlingbasis. Firma B kommt aus der Landwirtschaft und stellt fest, dass sie besondere Erfahrungen in der Verbrennung von Walnussschalen hat. Deshalb wird sie Maschinen der Firma A kaufen - allerdings ohne Brenner und Erhitzerkopf. Den macht nämlich nun Firma B mit ihrem speziellen Know-How.

Nicht entweder-oder, sondern sowohl als auch! Wenn man sowieso eine Heizung braucht, dann darf sie doch auch Strom produzieren. Warum denn nicht? Diese arbeitet mit Energiespeichern (Gas, Öl, Hackschnitzel...). Wind und Sonne lässt sich nicht speichern. Wasser auch nur in begrenztem Umfang. Sie liefern, wenn genug davon da ist. Ist nichts da, liefern sie auch nicht. Dann können aber Energiespeicher verstromt werden und die Versorgungssicherheit ist wieder hergestellt.

Der alte Heizkessel wird mit einer stromproduzierenden Heizung genauso abgeschafft wie mit einem Null-Energie-Haus. Lediglich der Ort der Stromproduktion wird verlagert. Nämlich dort hin, wo man zum Einen die die Abwärme bestens gebrauchen kann und zum andern dort hin, wo der Strom am teuersten ist. Fast 50% des Strompreises gehen für Durchleitungskosten drauf. Die aber gibt es mit dezentraler Stromproduktion kaum noch, weil der Strom i.d.R. innerhalb weniger hundert Meter seine Senke findet.

Wenn sich der Sinn der Worte nicht erschlossen hat und du immer noch so schreibst, dann kannst du's nicht verstanden haben. Wie soll ich's also erklären? Wir haben zu viel Wärme. Trotzdem müssen wir unsere Häuser wärmedämmen. Begründung: Wir haben zu WENIG Wärme (in den Häusern), weshalb wir sie einsperren müssen. Sieht man sich den Aufwand einer Gebäudedämmung an und vergleicht ihn mit der Stromproduktion im Kleinen, dann muss man sich schon die Frage stellen, ob wir noch alle Tassen im Schrank haben. Die Verlagerung der Stromproduktion von der Grünen Wiese in ein EFH kostet einen Haushalt derzeit ca. 3.000,- bis 4.000,- Euro. Was kostet eine Wärmedämmung für ein ganzes Haus? Reicht das 10-Fache?

Was macht man damit, wenn das Haus abgerissen wird?

St.-Florians-Prinzip also.

Erst mal müssen wir von unserer Schadstoffproduktion weg. So schnell wie möglich! Also sollten wir zunächst mal mit den wirksamsten Dingen anfangen und uns dann weiter entwickeln. Fängt man einfach irgendwo an, ist die Wahrscheinlichkeit SEHR groß, nur irgendwelche unbedeutende C-Teile zu erwischen. In die kann man den gleichen Aufwand investieren wie in die wirklich wirksamen A-Teile. Mit den A-Teilen kriegt man richtig fette Wirkung, während man mit den C-Teilen froh ist, wenn man überhaupt über die Nachweisgrenze kommt. Deshalb wäre es so wichtig, die Stromproduktion erst mal zu dezentralisieren. Gebäudedämmung kann man dann immernoch machen. Sie ist halt nun mal sehr viel teuerer als Dezentralisierung und zudem wirkungsloser, weil sie sich lediglich um 1/3 unseres Energiebedarfs kümmern kann. Mehr ist damit prinzipiell nicht drin. Mit der Dezentralisierung der Stromproduktion werden allerdings 2/3 des gesamten Energiemarktes beeinflusst! Nimmt man noch Individualverkehr auf der Schiene (Railtaxi) hinzu, sind's sogar 100%. Solche Dimensionen sind mit Gebäudedämmung schlicht nicht möglich. Aber sie kostet verdammt viel Geld, das dann für die Dezentralisierung fehlt.

Aber sobald Strom damit gewonnen wird, ist dir das Risiko zu groß? Wie kann das sein, wenn es doch das Gleiche ist?

Dir geht es also nur um das Preisrisiko. Aber auch die Strompreise verändern sich. Insbesondere mit dem vorgeschlagen ASTROHS. Damit lernt man schnell, dass nicht das Niveau das Entscheidende ist, sondern die Veränderungen selbst.

Bevor Verlustwärme weggekühlt wird, werden allerdings erst mal die Wärmespeicher gefüllt. Bis die voll sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wieder Wind weht oder Sonne scheint und damit der Strompreis nach unten gedrückt wird. Damit sinkt auch das Interesse daran, noch teure Energiespeicher zu verheizen. In solchen Fällen kann es sogar günstiger sein (auch für die Umwelt), elektrisch zu heizen als mit Brennstoffen.

Wie oft wird dieser Zeitpunkt vorkommen? Um wie viel Energie geht's?

Eben.
Die Brennstoffkosten sollten mindestens rausspringen. Geschickt programmiert auch etwas mehr. Aber schon damit kann sich ein Durchschnittshaushalt einen Urlaub im Jahr mehr gönnen.

Das ist im Übrigen sein SEHR kritischer Punkt. Aber auch Brennstoffe sind doch Energiespeicher. Lagerplatz braucht man sowieso (sofern nicht Gas aus dem Gasnetz) und ihre Verluste halten sich in Grenzen. Damit kann man auch jederzeit Strom gewinnen. Genauso, wie mit dem Akku. Nur halt sehr viel billiger.

Wird man sehen. Glaube ich so nicht. Wie gesagt - Akkus sind Energiespeicher. Brennstoffe auch. Die sind allerdings sehr deutlich billiger.

Du kannst deine Hütte bestimmt auf Passivhausstandard hin kriegen. Es stellt sich eigentlich nur die Frage, ob du dafür so viel Geld hinlegen willst. Dem Vernehmen nach eher nicht. Du könntest aber deinen Heizkessel rausschmeißen und gegen was Stromproduzierendes tauschen. Damit wird dein Heizkessel genauso überflüssig wie im Passivhaus. Er muss auch nicht mehr versorgt werden. Genauso wie im Passivhaus. Du würdest damit lediglich ein Stück Kraftwerk von der Grünen Wiese ins Haus verlagern, das dann genauso warm wäre wie mit Passivhausstandard oder mit Heizkessel oder mit 10...12 qm Kollektoren. Mach' mit der Fläche Strom draus, ist die Umweltwirkung eine bessere.
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Servus
Christoph Müller
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