Notstromeinspeisung

Hallo,
seit kurzem wohne ich in einem Einfamilienhaus auf dem Lande. Die Stromzufuhr erfolgt über eine Freileitung. Geheizt wird das Haus mittels
einer Gastherme. Kohleöfen oder Kamin sind nicht vorhanden. Bei Stromausfall ist keine Beheizung des Hauses möglich. In einem eisigen Winter könnte es Probleme geben. Nun möchte ich mir ein Stromaggregat zulegen und über die Terrassensteckdose rückwärts den Strom ins Haus einspeisen. Die gesamte Hausinstallation ist auf eine Phase geschaltet (außer Herd). Natürlich wird mit dem 3-poligen Hauptschalter (s. vorh. Faden) das Haus vorher spannungsfrei gemacht. Nun meine Fragen: 1. gibt es eine bessere Lösung? 2. gibt es möglicherweise Probleme mit dem FI-Schutzschalter, der die Terrassensteckdose schützt, sowie dem Sicherungsautomaten für diesen Stromkreis? 3. Ist sonst noch was zu beachten? Im Voraus besten Dank für die Hinweise.
--
Hubert Bilek




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Hubert Bilek schrieb:

Hallo,
über eine Steckdose einspeisen ist ganz schlecht weil man dazu ein sogenanntes Selbstmordkabel braucht, an beiden Enden je ein Schukostecker. So ein Kabel darf nur in der Phantasie als schlechtes Beispiel existieren, aber nicht real zur Benutzung.
Daher die einzig vernünftige Lösung: Das Haus muß mit dem Stromnetz und mit dem Generator über einen Umschalter mit zwei Stellungen verbunden werden, entweder das Haus wird vom Netz gespeist oder vom Generator. Eine Verbindung zwischen Netz und Generator darf nicht möglich sein. Der Anschluß des Generators an den Umschalter kann steckbar erfolgen, aber wie immer muß auf der Verbraucherseite ein Schukostecker sitzen und auf der speisenden Seite eine Dose, besser nimmt man dafür die blauen CEE Stecker und Dosen. Natürlich muß dieser Umschalter dreipolig sein und für 400 V und die Stromstärke der Hauptsicherung geeignet sein. Der Ein/Aus Hauptschalter des vorherigen Fadens ist für die wahlweise Speisung aus dem Netz oder Generator nicht geeignet. Der Umschalter muß auch dafür sorgen das an dem blauen CEE Stecker für den Generatoranschluß bei Netzbetrieb oder unbenutztem Stecker keine Spannung anliegen kann.
Bye
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Am 16.11.2010 13:10, schrieb Uwe Hercksen:

mW hat der Umschalter drei Stellungen. Netz - 0 - Generator.

Es gibt Steckdosen die als Stecker ausgeführt sind. zB sind die Netzknoten der Telekom durchweg auch für den Anschluß von mobilen Stromgeneratoren ausgerüstet. Die werden immmer dann benötigt, wenn am Stromnetz arbeiten durchgeführt werden müssen.
--
tschüs

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Na wenigstens einer, der durchblickt.
Kein Schtz sondern 1 - 0 - 1 Schalter und Einspeisestecker als Wandgert geht. Stecker, nicht Steckdose.
MfG bastian
nb die 0-Stellung ist Vorschrift, um Kontaktberschneidung sicher zu verhindern. (Netzrckspeisung)
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Hi, wichtigstes Utensil dafür ist das Stecker-auf-Stecker-Kabel. Ich kenne Jemanden, der hat das "bereit". Mag sogar sein, daß es klappt. Aber es ist zweifellos riskant. Und verboten. Also laß das besser.
--
mfg,
gUnther
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Am 16.11.2010 18:39, schrieb gUnther nanonüm:

Du meinst Kupplung auf Stecker Kabel.
--
tschüs

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Hi, wenn Du einen Baumarktgenerator an der Terassensteckdose anschließen willst, welches "Kabel" würdest Du nehmen?
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mfg,
gUnther
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Am 17.11.2010 07:57, schrieb gUnther nanonüm:

Sowas mache ich nicht, denn das ist Pfusch mit hohem Gefährdungspotential. Entsteht Personenschaden, wirst du keine Begründung für die Notwendigkeit dafür finden können, zumindest keine, die vor einem Gericht bestehen könnte. Wer Fremdeinspeisen will, soll sich dazu eine Einrichtung schaffen.
--
tschüs

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Hi, das erzähl mal einem Pfuscher, der Weihnachten angesichts Familie und kalter Bude den dunnemals zum Heckenschneiden gekauften Benzinstromer aus dem Geräteschuppen zerrt. Wetten, daß der Deine Vorschriftenfibeln höchstens zum Kaminanzünden verwendet? Und wenn das schiefgeht, hilfts doch dem Genpool :-)
--
mfg,
gUnther
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Am Wed, 17 Nov 2010 12:23:02 +0100 schrieb gUnther nanonüm:

Hier in der Nähe hatten den welche nach wegen Zahlungsverzug abgeschaltetem Strom im Keller des EFH laufen lassen.

Die brauchten ihn auch nicht mehr selbst raustragen.
Lutz
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Aha, mit so einem "Selbstmrderkabel" mit Steckern an beiden Enden? :-( Gruss Harald PS: Ich wrde die Heizung auf Anschluss ber Steckdose umbauen. Dann reicht ein normales Verlngerungskabel von der Heizung bis zum Aggregat fr den Notbetrieb. Weitere Verbraucher wie Lampe und Radio kann man ber ein weiteres Verlngerungs- kabel anschliessen. Falls einen die Kabel- fhrung von der Terasse mit dem Aggregat durch die offene Terassentr strt, knnte man auf der Terasse noch einen festen Wohnwagenstecker anbringen verbunden mit einer Steckdose innen. Dort kann man dann mit einem kurzen Verlngerungskabel das Aggregat anschliessen. Gruss Harald
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Hi, ja, genau, die Dinger sind praktisch, beide Enden passen in die Steckdose, man kann sich nicht vertun. ;-)

Oder eine ordentliche USV mit genug Wumms für Licht, TV und Heizung im Keller aufstellen, die einen externen Ladeanschluß hat. Und die dann per Generator extern nachladen. Auf Niedervolt. Soeine USV puffert nicht nur beim Stromausfall, sie kompensiert auch die allseits beliebten Brownouts und kann in gewissem Rahmen Überspannungen und Blitze filtern. Elektrische Geräte leben erstaunlich lange hinter soeiner USV. Man sollte aber wohl keine größeren Verbraucher in diese Notkalkulation einbeziehen, Waschmaschine, Toaster, Sauna, Fön, das sollte man dann lassen :-) Die Automatik kann dann auch kleinere Störungen fast unbemerkt ausgleichen, sofern nicht gerade einer ne Pizza macht. Und man hat Zeit genug, den Generator anzureißen. Modelle mit Elektrostart und Funk sind nämlich nicht gerade billig.
--
mfg,
gUnther
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Hallo Harald,
vielen Dank für den einzigen akzeptablen Lösungsvorschlag aus dieser Runde. Ja, genau so werde ich das machen.
Gruß Hubert
--
Hubert Bilek




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begin quoting, Hubert Bilek schrieb:

Akzeptabel für wen? So ohne weiteres ist der mitnichten in Ordnung.

Wem nicht zu raten ist, ist nicht zu helfen.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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wrote:

Falls sich diese Antwort auf mein Posting bezieht, wsste ich gern, was Dich an dieser Lsung (Stecker der Heizung aus der Wand ziehen und per Verlngerungskabel an das vorher gestartete Aggregat anschliessen) strt. Gruss Harald
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Harald Wilhelms schrieb:

Hallo,
er hat Deine pragmatische, aber sichere Lösung wohl nur falsch verstanden. Jedenfalls wird bei dieser Lösung ja kein unzulässiges Kabel mit zwei Steckern daran benutzt.
Bye
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begin quoting, Uwe Hercksen schrieb:

Habe ich nicht, und sie ist nicht sicher.

Es fehlt der Personenschutz, ggf. auch einfach der Überstromschutz. Und "pfeif drauf" löst das Problem nicht.
Gruß aus Bremen Ralf
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On Thu, 18 Nov 2010 21:56:48 +0100, "Ralf . K u s m i e r z"

Der Personenschutz ist dadurch gegeben dass der mobile Generator ein IT-Netz bildet. Da dieses Netz bei einem solchen Einsatzfall sehr klein ist, ist der 1.Fehler völlig ungefährlich. Wenn das nicht so wäre dann wäre keiner der frei verfügbaren Generatoren zulässig.
Der Überstromschutz befindet sich üblicherweise am Generator. Wobei die modernen Invertergeneratoren bei Überlast einfach ausgehen. Und solange die maximale Leistung des Generators die Belastbarkeit des angeschlossenen Kabels nicht überschreitet, ist auch kein weiterer Leitungsschutz für das Kabel nötig.
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begin quoting, Emil Naepflein schrieb:

Optimist.
Unzulässig ist nicht "der Generator", sondern einfach etwas dranzusteckern. Ja, und die simple Lösung ist natürlich das RCD.

Die "modernen" vielleicht. Aber nicht die alte Zweitaktknatterkiste vom Flohmarkt. Und die tödlichen Unfälle mit Notstromaggregaten und Bauarbeitern im Matsch sind ganz gut dokumentiert.

Das ist wahr. Das Problem ist auch eher, wenn man in die Verteilung einspeist, daß der Kurzschlußstrom zu klein ist, um die Peronenschutzautomaten auszulösen.
Im Grunde ist es immer das gleiche Problem: Entweder, man hat Ahnung, oder eben nicht.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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On Fri, 19 Nov 2010 14:48:21 +0100, "Ralf . K u s m i e r z"

Am mobilen Generator der ein IT-Netz bildet funktioniert erstmal kein RCD, da nichts geerdet ist. Wenn dann müsste man einen Isolationswächter einsetzen. Erst wenn der 1. Fehler als Erdschluss eingetreten ist, würde der RCD funktionieren.

Es ging ja im ursprünglichen Vorschlag darum nur die Heizung selbst anzuschließen. Das ist durch aus zulässig. Die Einspeisung direkt ins Hausnetz sehe ich auch eher kritisch, aber ist wohl auch nicht verboten. Alles was ich bisher darüber gelesen habe ist aber, dass es nicht verboten ist.
http://www.eon-bayern.com/pages/eby_de/Partner/Installateure/Elektroinstallateure/TAB_Niederspannungsnetz,_Richtlinien_und_Merkblaetter/inst_richtlinien_notstrom_200526685.pdf
Ergänzenden Bedingungen für mobile Notstromaggregate.
Dort steht ist immer nur von "sollte" die Rede, d.h. es ist nicht verboten es trotzdem zu tun.
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