Grosse Energiediskussion

Andreas S schrieb:


Du?
Bei dir muss es seltsam sein, auf welchem Stern lebst du?
Hier schaltet die Heizung ständig an und ab, denn sie ist so ausgelegt, dass bestenfalls bei extremer Kälte dauerhaft läuft. Ich habe auch nicht bemerkt, dass die Sonne scheint, wenn die Heizung abschaltet und weggeht wenn die Heizung einschaltet. Und nachts scheint die Sonne überhaupt nicht.

Wovon traumst du. Du brauchst die Kombination 0,99 GW Solar, 0,99 GW Wind und 0,99 GW AKW
Um 1GW konventionell zu ersetzen brauchst du mehr als das. Im Sommer hast du Nacht, Wärem und Windstille zugleich. Der Bedarf an Heisswasser ist so gering, dass du die KWK getrost vergessen kannst.
Praktisch bedeutet es 0 Wind, 0 Sonne und wohl keine 1% der installierten KWK Lesitung.

Wie viele Millionen Euros wird die Batterie kosten. Ausserdem gibt man die Leistung einer Batterie mit GWh an. Du bräuchtest für eine Stunde Überbrückung 1GWh.

Jaja, das Geld kommt aus der Druckerei?

ROTFL
Doch, Dummheit ist viel mehr verbreitet.
Harald
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 19:33, schrieb Harald Hengel:

Nein ich meinte wirklich 1GW Solar + 1GW Wind + 1GW KWK, und wenns von jedem 2 GW braucht, ich habs nicht ausgerechnet, dazu kenn ich zuwenig Hintergrundzahlen. Zwei explodierte AKW in 25 Jahren, habs nicht ausgerechnet, obwohl mir die Zahlen reichen!!!
Andreas
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Andreas S schrieb:

Dann solltest du dich mit den Hintergrundzahlen befassen.
Harald
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 17:38, schrieb Harald Hengel:

Der verkappte Wirtschaftler rechnet einem dann vor, dass es sich nicht lohnt, einen Heizkessel anzuschaffen, der einen über die kältesten Tage im Jahr hilft. Dass es also günstiger wäre, die Heizleistung zu halbieren oder noch besser gleich ganz auf die Heizung zu verzichten, weil das am meisten Geld sparen würde.

Deshalb sollten dort auch entsprechende Veränderungen eingeleitet werden.

Hat historische Gründe, die es so nicht mehr gibt. Mittlerweile hätten wir eine größere Versorgungssicherheit, wenn der Strom dezentral produziert würde.

würde aber viel Umweltschaden vermeiden. Der ist allerdings eine andere Kostenstelle und geht die Kraftwerkler deshalb anscheinend nichts an.

Mit Maschinen, die in die Zeit passen (also modern sind), ist das sicher kein Problem. Die sind entsprechend flink und klein. Mit mit den real installierten Oldtimern kriegt man das nicht so leicht hin.

Er hat eher vergessen zu veranlassen, dass die Maschinen, die Strom aus Energiespeichern produzieren, flink agieren können müssen.

Die notwendigen Voraussetzungen sehe ich im Astrail-Konzept. Beim Strom regelt sich der Preis aufgrund von Angebot und Nachfrage auf rein technischem Wege ein. Das wird dazu führen, dass die flinken Anlagen die besten Strompreise mitnehmen können, während sich die unflexiblen mit den eher mäßigen Durchschnittspreisen (eher darunter) herumschlagen müssen.

Dass sie so blöd gebaut werden, hängt eher damit zusammen, dass sich die Strompreise NICHT nach dem aktuellen Verhältnis von Angebot und Nachfrage richten, sondern mehr nach dem EEG. Da ist vom Verhältnis Angebot zu Nachfrage nicht mal die Rede.

Dem dummen Bürger wird von ALLEN Seiten - auch von den Großkraftlern - sehr gerne ein X für ein O vorgemacht, wenn das den eigenen Interessen irgendwie dienlich ist. Leider ist das Thema Energie ein ziemlich abstraktes, das sich deshalb leider nicht jedem sofort erschließt. Daher die große Masse oft reichlich dümmlicher Argumentation, die nur von Wenigen verstanden wird.

Muss jeder Fußgänger auch.

allerdings aus IHRER Sicht! Was dem einen ein großer Vorteil sein kann, kann dem anderen ein genauso großer Nachteil sein. Der Dieb wird es für sehr wirtschaftlich halten, wenn er dich beklaut. Du als Beklauter wirst das freilich ganz anders sehen, obwohl sich dadurch an der Tat an sich nicht das Geringste ändert.

Dafür bräuchten sie ein automatisches bilaterales Stromhandelssystem für alle. Stromhandel (Smart-Grid) interessiert sie schon. Aber nur, so lange sie es selbst kontrollieren und sich somit Konkurrenz vom Leib halten können. Deshalb wird immer auch nur ein HALBER Stromhandel realisert, wie man derzeit am Pilotprojekt in Mannheim sieht.

Da gibt eins das andere. Die großen Gewinne haben die Energieversorger zu einer sehr mächtigen Institution werden lassen, die massiven Einfluss auf die Politik nehmen kann und dies auch macht.

Mit einem automatischen bilateralen Stromhandelssystem müssten sie genau das NICHT machen. Das könnte man nämlich den Leuten draußen im Feld auf's Auge drücken, indem man entsprechende Freqenzumrichter verlangt. Die Leute "draußen" haben auch mehr von den Anlagen als die Kraftwerksbetreiber, weil letztere Gezwungen sind, einen Großteil der aufgewendeten Energie einfach wegzuwerfen. Die Leute "draußen" würden diese "Abfall"energie i.d.R. allerdings sinnvoll nutzen, was Heizkessel mitsamt Versorgung und teure nachträgliche Wärmedämmung überflüssig macht. Wärmedämmung ist vor allem was für den Wohnkomfort, so lange noch Abwärme im Überfluss vorhanden ist.

Kleinstanlagen nicht. Die Genehmigungsverfahren sind also kaum ein Hinderungsgrund.

Im Süden Deutschland eher nicht.

In der Politik mischen die Stromkonzerne allerdings ganz mächtig mit. Also kein Grund zum Jammern. Zum heulen sind eher die Komprisse, die auf diese Weise raus kommen.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Christoph Müller schrieb:

Klar, das wird dir auch vorgerechnet, 500 Euro monatlicher Abtrag für Wäremdämmassnahmen und Wäremrückgewinnnung, daüfr sparst du satte 80 Euro Heizkosten im Monat.

Richtig, leider fehlt es daran.

Klar, Strom nur im Winter, nach deinem Konzept.

Umweltschäden vermeiden ist eine unbewiesene Behauptung.

Jaja, immer die gleiche Leier bei dir, wir ersetzen kostengünstige Maschinen durch viele teurere und das modern flickn wir noch hinein und alles wird gut.

Klar, wir machen es teuerer und es wird gut. Leider lässt sich die Physik keine Vorschriften machen.

Das passiert jetzt bereits. Du hast bisher noch keine Anlagen genannt, die mit konventioneller Energieerzeugung konkurrieren können.
Die erzeugen nicht preiswerter, wenn man das Abrechnungsprinzip ändert. Derzeit leben sie davon, dass sie sich nicht am Markt über den Preis behaupten müssen, sondern sie bekommen einen weit überzogenen Preis.

Ich muss nicht zufällig heizen, wenn die Strompreise hoch sind, ich muss heizen wenn ich es brauche.

Stimmt, aber ein Preis nach Angebot und Nahfrage wäre das Aus für Wind. Solar unhd ebenso für KWK
Harald
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 20.05.2011 00:44, schrieb Harald Hengel:

Ach wär das schön
GL
--
Der Zeitgeist ist das, was grad die Mehrheit unter der
Normalverteilungsglocke für richtig hält. Hinten sind die
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 20.05.2011 00:44, schrieb Harald Hengel:

Was fehlt, ist die Kenntnis im Volk. Ohne wird eben alles abgenickt, was oben beschlossen wird. Um etwas in die richtige Richtung bewegen zu können, muss man erst mal wissen, was zu tun ist. Das rauszukriegen ist natürlich sehr viel aufwändiger, als nur gegen irgendwas zu sein. Um gegen was zu sein, muss man nicht viel wissen. Da reicht ein schlechtes Bauchgefühl vollkommen aus. Man muss ja nichts begründen.

Das du ganz offensichtlich nicht verstanden hast. Denn mein Konzept regelt nur nach Angebot und Nachfrage und sorgt für Individualverkehr auf der Schiene. Da kann jeder selber nach Gusto für sich entscheiden, in was er gerne investieren will oder nicht. Wenn du meinst, dass es damit nur im Winter Strom gäbe, dann bin ich mir sicher, dass vielen anderen auffallen wird, dass der Strompreisregler die Preise dann im Sommer gehörig nach oben dreht. Schlaue werden sich überlegen, wie sie diesen Umstand am Besten nutzen könnten. Z.B. mit PV oder mit anderen Anlagen, die im Vergleich zum Strompreis zu diesen Hochpreiszeiten günstig produzieren können.

Tatsächlich? Was würdest du denn als Beweis akzeptieren?

Hältst du das für ein Sachargument? Dann solltest du vorrechnen.

Du meinst, es ist billiger ganze Länder absaufen zu lassen. Ist ja eine andere Kostenstelle und geht uns deshalb nichts an. Und außerdem - das mit dem CO2-Problem bezweifeln wir einfach und machen eine Verschwörungstheorie draus und nennen sie Klimaschwindel oder so.

Wieso leider? Wir können die Physik doch nutzen, wenn wir ihre Gesetze akzeptieren.

Wo kriege ich einen entsprechenden Vertrag?

Energieerzeugung ist nur was für Journalisten und Laien, die von der Physik so wenig Ahnung dass sie sowas tatsächlich glauben. Die Gesetze der Physik erlauben uns kleinen Menschlein halt nur die Umwandlung von Energie und ihre Nutzung. Energieerzeugung ist dem Lieben Gott vorbehalten. Vielleicht auch noch eingebildeten Schnöseln, die mit kraftmeierischen (aber leider gehaltlosen) Sprüchen punkten wollen.
Solltest du mit der "Energieerzeugung" nur die Stromproduktion meinen? Ja es gibt auch kleine Anlagen, die sich lohnen und mit den Großanlagen konkurrieren können. Es ist aber wie immer: Wirtschaftlichkeit ist immer das Verhältnis von Nutzen pro dafür nötigen Aufwand. Wer was als Nutzen und was als Aufwand betrachtet, darf jeder ganz für sich alleine entscheiden. Je weniger Ahnung man von Wirtschaft hat, desto weniger glaubt man das. Als Ahnungsloser gibt es nur "DIE Wirtschaftlichkeit". EINE Zahl, die ALLES sagt. Bedauernswerte Menschen, die so denken.

Das Verhältnis von Nutzen zum dafür nötigen Aufwand sollte halt besser werden als es jetzt ist.

Weil es gar keinen Markt für diese Anlagen gibt. Mit ASTROHS könnte dieser allerdings ruckzuck geschaffen werden.

Lebst du in einem Zelt? Ein Zelt hat nämlich nur äußerst wenig wärmespeichernde Masse und Zeltbewohner nehmen auch nicht gerne schwere Dinge mit, die eine größere Thermische Masse haben könnten. Dann ist es tatsächlich so, dass die Wärmeproduktion exakt zum Zeitpunkt des Bedarfs stattfinden muss.
Hierzulande lebt man allerdings eher in gemauerten Gebäuden oder welchen aus schwerem Beton mit wesentlich mehr thermisch aktiver Masse und man hat i.d.R. auch noch Warmwasserspeicher. Damit lässt sich die Wärme- und Stromproduktion ganz gut zeitlich entkoppeln. Strom wird dann vor allem dann produziert, wenn die Lage günstig erscheint. Wenn man also die Abwärme als Nutzwärme betrachten kann und gleichzeitig auch der Strompreis hoch ist. Die Nutzwärme kann man ja zeitlich versetzt abholen.

Systematisch nicht. Sollten nicht das passieren, was man eigentlich will, wird man unabhängig davon noch immer korrigierend eingreifen können.
Jetzt behält man allerdings ein Abrechnungssystem, das grundsätzlich für die superträgen Großanlagen optimiert ist und versucht somit eine Technik in einem Markt zu etablieren, der für diese Technik gar nicht geeignet ist. So treibt man Aufwandsmaximierung statt -minimierung.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 10:24, schrieb Christoph Müller:

Schon mal was von Kraft-Wärme-Kopplung gehört? Da werden Wirkungsgrade von bis zu 90% erreicht. Nur braucht man dafür ein ausgebautes Fernwärmenetz, was in Neufünfland aber in allen größeren Städten gegeben ist. Da können Deine kleinen "Blockheizkraftwerke" im Einfamilienhaus oder auch im größeren Mehrfamilienhaus bei weitem nicht mithalten. Nur mal ein Beispiel aus meiner Gegend: http://www.drewag.de/de/drewag/unternehmen/werke/dg_werke_daten_nossenerbruecke.php Und jetzt noch etwas besonders innovatives, oder auch ästhetisches, http://www.drewag.de/de/drewag/unternehmen/werke/dg_werke_graffiti_projekt.php auf "Listenansicht" klicken und dann einen beliebigen Standort anklicken, schon wird das jeweilige Kunstwerk angezeigt.
MfG, André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 20:05, schrieb André Grafe:

Ja. U.a. deshalb haben wir mehr als genug Energie. Wenn sie uns nicht reicht, stellen wir uns nur zu blöd an.

Ich weiß.

Oder Stromnetz. Letzteres kann man hierzulande als gegeben voraussetzen.

Wenn's schon da ist, kann man es auch nutzen. Wenn's nicht da ist, sollte nachgerechnet, was denn billiger käme: Massenhaft Micro-BHKWs installieren oder Fernwärmeleitungen.

Setze die richtigen Marktanreize und schon werden bessere Anlagen gebaut werden. Besonders wichtig dabei: WESSEN Standpunkt wird betrachtet? Wirtschaftlichkeit definiert man je nach Standpunkt nämlich durchaus sehr verschieden. (Nutzen pro Aufwand - wer was als Nutzen und was als Aufwand betrachtet, kann SEHR unterschiedlich sein.)
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Ja gebraucht wird er schon, sonst würden sie nicht laufen. In deinem Szenario würde dieselbe Strommenge mit Feuerungsanlagen ohne solche Filter betrieben, die Luftverschmutzung nähme also zu.

Woraus die Forderung abzuleiten wäre, diese nachrangig oder gar nicht einzuspeisen.

So gering ist er eigentlich nie, deswegen heißt es ja Grundlast. Besser formuliert ist es umgekehrt: Die Grundlastkraftwerke werden genau in der Kapazität gefahren, die dem niedrigsten Gesamtstrombedarf entspricht.

Das ist wieder dein Energieminimalismus.

Doch. Großanlagen werden gefiltert, aber die willst du abschaffen. Kleinanlagen werden nicht gefiltert, davon willst du mehr. Also gibt es unterm Strich mehr ungefilterte Abgase.

Dieses "weil" verknüpft zwei Aussagen, zwischen denen es keinen kausalen Zusammenhang gibt. Es ist da fehl am Platze.

Du hast meine Aussage vor dem Hintergrund deines Energieminimalismus falsch interpretiert. Mit "Effizienz" meine ich nicht Minimierung des Energieverbrauchs um jeden Preis. Ich meine damit das gesamte Kosten- Nutzen-Verhältnis des Unterfangens. Das ist etwas völlig anderes.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 21:27, schrieb Wolfgang Schwanke:

Halte ich für eine ziemlich naive Vorstellung. Natürlich findet er seine Abnehmer. Die Tarifpolitik sorgt dafür. Aber auch für einen entsprechenden verschwenderischen Umgang mit unseren Ressourcen.

Du solltest dich mal schlau machen. Man kann Strom nicht nur mit ungefilterten Otto- und Dieselmotoren produzieren.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Zumindest, wenn uns unsere Lebensgrundlagen am Herz liegen sollten. Die NICHT speicherbaren Energieformen MUSSEN Vorrang bekommen. Wozu müssen wir denn Energiespeicher verbrennen, wenn das grade gar nicht nötig ist? Man kann doch das Feuer einfach aus machen. Spart dann auch noch teure Speicherkraftwerke.

dafür hat man mit entsprechender Tarifpolitik gesorgt, die seit jeher auf GLEICHMÄSSIGE Netzlast angelegt ist, um die großen Kraftwerke wirtschaftlicher betreiben zu können. Die sauberen Energieträger stören jetzt allerdings, weil sie verlangen, dass man je nach aktuellen Bedingungen die Verbrennung von Brennstoffen runterfahren bis einstellen muss. Andernfalls gibt's ja kaum eine Entlastung vom Umweltschaden.

Ein Begriff, mit dem viel Schindluder getrieben wird, weil er oft gar nicht verstanden wird.

Wir brauchen aber gar keine Grundlastkraftwerke. Selbst dann nicht, wenn eine Grundlast am Netz hängt. Wir brauchen eine Entlastung von Umweltschäden, weshalb grundsätzlich den nicht speicherbaren Primärenergieformen der Vorrang einzuräumen ist. Ihre Grenzkosten gehen ohnehin gegen Null. Sie werden also auch bei einem Strompreis nahe Null noch ins Netz einspeisen. Verbrennt man zu diesen Kosten Energiespeicher, zahlt man in jedem Fall drauf.

Wieso Minimalismus? Wenn genug Solar- und Windstrom da ist - wozu sollten wir denn dann in Gottes Namen unbedingt Energiespeicher verbrennen? Die hebt man sich als normal denkender Mensch für die Zeiten auf, in denen Sonne und Wind nicht reichen. Aber normal denkende Menschen sind rar. Deshalb dreht man lieber die Windräder aus dem Wind und schafft sich teure Speicherkraftwerke an. Hauptsache, man SELBST (als Konzern) alles unter Kontrolle.

Ich will sie geometrisch in Größe und Lage verändern.

wäre das nötig, wär's für Heizungen längst vorgeschrieben. Bei Otto- und Dieselmotoren ist es nötig. Deshalb gibt's dafür auch Kat und Feinstaubfilter. Ein Stirlingmotor hat einen Brenner wie eine Heizung. Deshalb braucht er keinen Kat und auch keinen Feinstaubfilter. Mit Turbinen und Dampfmaschinen würd's wohl ähnlich laufen.

Wie willst du Großkraftwerke z.B. mit Heu oder Hackschnitzeln befeuern? Merkst du was?

Mir geht es überhaupt nicht Energieminimalismus. Wie kommst du drauf, dass das meiner wäre?

Ich auch nicht.

Mir auch. Es scheint also Unterschiede zu geben in der Auffassung, was in "gesamt" alles zu berücksichtigen ist.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Christoph Müller wrote:

Insgesamt, aber wenn man in Wohngebieten mit Motoren Strom erzeugt, verbrennt man natuerlich dort mehr Oel als wenn man damit nur Heizkessel betreibt und das gibt dort mehr Abgase. Das wesentliche ist aber dass die Grosskraftwerke gar kein Oel verstromen sondern Kohle, im Gegensatz zu Heizungen mit Dieselmotoren.

Die sind aber heutzutage perfekt gefiltert und damit sauber, (was bein Kohle auch noetig ist) und sie kommen natuerlich nur zu einem kleinen Anteil in die Staedte. Grosse Dieselmotoren (Schiffsmotoren) haben Wirkungsgrade bis 50% und koennen jahrelang durchlaufen, waeren also durchaus als dezentrale Stromversorgung brauchbar, wenn man aus irgendwelchen Gruenden das Verbundnetz abschaffen will...
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 10:33, schrieb Carla Schneider:

Ist gar nicht mal sicher. Denn man kann Motoren auch mit was Anderem als nur Öl betreiben. Es gibt auch nicht nur Otto- und Dieselmotoren, sondern auch z.B. Stirlingmmotren, Dampfmaschinen und -turbinen, Brennstoffzellen usw.
Desweiteren ist es sinnvoll, sich mal über die Größenordnung ein paar Gedanken zu machen. Mit der Abwärme eines Autos kann man einen ganzen Wohnblock heizen. Es fahren - insbesondere in Städten - sehr viele Autos. Das Astrail-Konzept, das ich verfolge, wird sehr viel in Richtung elektrischer Massenmotorisierung unternehmen, so dass diese Fahrzeuge dann auch nicht mehr mit Benzin oder Diesel angetrieben werden, sondern überwiegend mit regenerativen Energien.

CO2 kriegen sie trotzdem nicht raus und den Raubbau an den fossilen und nuklearen Energieträgern auch nicht.

Mein Vorschlag geht von einem intakten Stromnetz aus. Ohne wird es nicht gut funktionieren können.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 18.05.2011 18:06, schrieb Frank Müller:

Diese Rede kenn ich:
"Kleinanlagen rechnen sich nicht", ist wie "Wasserbett würd ich nie kaufen"
Diese Sprüche höhr ich nur von denen, die sowas noch nie besessen haben. Leider gibts die mit den Kleinkraftwerken noch zu selten, um deren Meinung persönlich zu kennen, bei den Wasserbetten kenn ich mitllerweile einige, keiner ist dabei, der jemals wieder was anderes kaufen würde.
Schon allein der Umstand, dass Gas nur zur hälfte, und Öl nur zu 20% besteuert wird, wenns in einem KWK zur Wärme und Stromproduktion eingesetzt wird, sorgt dafür, dass sich KWK-Anlagen auch in EFH rechnen können.
Andreas
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 19.05.2011 18:45, schrieb Andreas S:

Heizungen dazu gibt's von flextem.de (an den Großhandel). Calore und Calidus habe ich selber berechnet und entworfen. Erstere (Luxusversion) ist auch noch brumm- und magnetfeldfrei. Liegt man mal krank im Bett, weiß man's zu schätzen.

bei uns läuft ein Remeha Micro-BHKW.

Scheint irgendwie Suchtpotenzial zu haben. Habe zwar selber kein Wasserbett. Aber die, die eins haben, wollen auch nach meiner Erfahrung nichts Anderes mehr.

Vor allem dann, wenn man den selber produzieren Strom auch noch selber verbrauchen kann. Sprich, wenn tagsüber wer daheim ist und dort evtl. auch noch mit Computer arbeitet.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Wed, 18 May 2011 18:06:13 +0200, Frank Müller

Die typischen Klein-BHKWs für Einfamilienhäuser haben derzeit elektrische Wirkungsgrade von 10-20 %.
Die haben dann elektrische Leistungen von etwa 1 kW. Bei 40 Mio. Haushalten wären dass dann etwa 40 GW Leistung - wenn gleichzeitig 8 kW an thermischer Leistung gebraucht wird. Im Winter ist das höchstens an wenigen Tagen der Fall, im Sommer beträgt der Wärmebedarf nur 1/10, udn wird immer mehr von Solaranlagen gedeckt.
Klein-BHKWs können einen Beitrag leisten, aber die Höhe des Beitrages wird um 1-2 Größenordnungen überschätzt.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 24.05.2011 08:44, schrieb Emil Naepflein:

es gibt BHKW mit Stirlingmotor und da ist der Wirkungsgrad oft nachrangig. Vielmehr wird darauf abgezielt den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen und die Wartungskosten gering zu halten. Die aktuelle Gesetzeslage ist für die Kleinen so, dass es sich nicht rentiert Strom einzuspeisen. Warum also ein mini-BHKW mit großem Wirkungsgrad? Wenn ein mini-BHKW-Betreiber für die eingestpeiste kWh Strom die Hälfte dessen erhalten würde, was er selber an seinen Netzbetreiber für die angenommene kWh bezahlt, dann wäre der gesetzliche Rahmen besser geeignet den BHKW-Anteil zu erhöhen. Der Baseload-Großhandelspreis ist für die vielen möglichen mini-BHKW-Betreiber kein Anreiz Strom ins Netz zu speisen.
Mini-BHKW die auf elektrischen Wirkungsgrad hin optimiert sind (aber dennoch wärmebedarfsgeführt betrieben werden), leisten deutlich mehr und der Merhaufwand an Wartung muss aus dem erzielbaren Verkaufserlös des Stromes gedeckt werden können. Also ist eine Anpassung des KWK-Gesetzes nötig, wenn man den Anteil der von mini-BHKW eingespeisten Strommenge erhöhen will.
--
Mit freundlichem Gruß


Robert Pflüger
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Tue, 24 May 2011 09:43:19 +0200, Robert Pflüger

Diese Vorgehensweise führt aber nicht dazu dass die Primärenergie in Form von Erdgas effektiv genutzt wird. Diese Anlagen sind auch nicht besser als ein Brennwertkessel. Würde das Gas dagegen in einem moderenen GUD-Kraftwerk mit hohem Wirkungsgrad verstromt, so kann man selbst ohne KWK viel mehr Nutzen aus der Primärenergie ziehen.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 24.05.2011 11:18, schrieb Emil Naepflein:

Eine direkte Konsequenz aus der Abrechnungsmethodik. Was ich aus diesem Grund für richtig halte, traue ich mich angesichts der vieeln Wiederholungen schon gar nicht mehr zu schreiben.

Ein Brennwertkessel produziert aber keinen Strom.

Dann lass' uns das doch endlich mal in einem für alle fairen Markt auch zeigen.
Die Anstrengungen, die ich beobachte, laufen meistens darauf hinaus, dass sich ein paar Wenige den Markt unter sich aufteilen. Das setzt einen hohen Grad an Zentralisierung und somit auch Großtechnologie voraus. Desweiteren darf es kein bilaterales automatisches Stromhandelssystem geben, weil das augenblicklich zu massiver Konkurrenz von allen Seiten führen würde. Deshalb werden auch immer nur HALBE Smart-Grids diskutiert. Der VERBRAUCHER kriegt einen variablen Preis, damit die eigenen Anlagen möglichst gleichmäßig ausgelastet werden können. Man will alles SELBST unter Kontrolle haben und nur ja keine Macht abgeben. Was dabei aus unseren Lebensgrundlagen wird, ist dabei leider ziemlich nachrangig. Zu den Lebensgrundlagen gehört auch sozialer Friede und damit auch genug Geld im Geldbeutel sowie eine hinreichende Ausprägung von Eigenständigkeit und Unabhängigkeit. Greift die Sichtweise noch weiter um sich, dass die Kundschaft als auszunehmende Beute wahrzunehmen ist, dann wird diese Kundschaft schnell am Ende sein, was dann in ein gesamtwirtschaftliches Desaster führt. Es wird zwar jetzt wieder gerne behauptet, dass wir die Wirtschaftskrise gut überwunden hätten - ich glaube daran noch nicht. Mit Griechenland, Portugal, Irland, Spanien, Italien, Japan und selbst den USA sind ganze Wirtschaftsbereiche am Abgrund, die uns leicht mit ins Verderben reißen können. Der Kleine Mann kann nichts dafür. Dafür sind nur ganz wenige, dafür um so mächtigere Köpfe verantwortlich. Zu hohe Machtkonzentration ist ungesund. Nicht nur für Einzelne, sondern für ganze Nationen und die ganze Welt. Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich bin durchaus für Unterschiede der Menschen untereinander, weil sie nun mal unterschiedlich sind und weil auch viel Motivation im Spiel ist. Aber alles mit Maß und Ziel.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Robert Pflüger schrieb:

Die Preisstellung der Elektroabnahme für Haushaltskunden ist nicht kostengerecht, sondern pauschalisiert und geht von einem durchschnittlichen Lastprofil aus. Wenn die Haushaltskunden jetzt anfangen, "den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen", dann verschiebt sich das Lastprofil hin zu teurer Spitzenlast. Da die Versorger keine karitativen Einrichtungem sind, sondern Wirtschaftsbetriebe, müssen sie die geänderte Kostenstruktur natürlich weitergegeben.
Im Ergebnis haben es die BHKWler dann also geschafft, effiziente Großkraftwerke durch ineffiziente kleine zu ersetzen und ihre Energiebezugskosten zu erhöhen. Ganz tolle Leistung!
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.