Grosse Energiediskussion

May 10, 2011 301 Replies

Enteignung, auch wenn sie schleichend erfolgt, wäre verfassungswidrig. Und das ist gut so

Schmerzlos schon, denn viele der Reichen haben echtes Interesse an ihren Unternehmen und nicht primär am Konsum. Für das Wachstum ihrer Unternehmen arbeiten sie mit vollem Einsatz und vollem Risiko. Wäre das nicht so, könnten sie eine Ertrag- und Risikolose Geldanlage wählen und bis zum Ende ihrer Tage sorglos und in Luxus leben. Wenn du ihnen Motivation und Maßstab ihres Tuns nimmst, dann fällt dieses unternehmerische Handeln eben weg. Das nennt sich dann Sozialismus - das Ergebnis ist bekannt: Armut, Unfreiheit und Gleichheit für alle, außer für die die "Gleicher" sind.

Familien verarmen wieder, wenn sie unfähig zum unternehmerischen Handeln sind. Das große Geld ist also kein leistungsloses Daueranrecht sondern ist zum großen Teil bei Leuten, die es wirtschaftlich sinnvoll einsetzen. Sinnvoller, als eine staatliche Plankommision.

Viel sinnvoller als Vermögenssteuern sind rechtsstaatliche Regeln, die keine Gleichmacherei, wohl aber Chancengleichheit garantieren: Gutes Bildungswesen (Eliteförderung UND Nachhilfeunterricht), Bekämpfung von Monopolbildung, Korruption, Lobbyismus, Bürokratie, Staatswirtschaft und alles was sonst noch den Marktmechanismus aushebelt.

Nein, tun sie nicht. Schon jetzt, bei 3% Inflation, ist es mit normalen, risikoarmen Anlageformen (Termingeld, Staatsanleihen, gute Unternehmensanleihen) nicht mehr m=F6glich, den Realwert seines Kapitals auch nur zu erhalten, geschweige denn, ihn auszubauen. Davon kannst du dann noch die "Ertragssteuern" auf das Scheinplus abziehen und kommst damit auf einen j=E4hrlichen realen "Zuwachs" eines solchen konservativ veranlagten Verm=F6gens von minus(!) 1 - 2%.

Und jetzt bitte nicht mit dem Ruf kommen, man solle doch dann spekulativer veranlagen, weil dann mu=DF ich schon an die (meist von den selben Personen) vorgetragenen Spekulantenverdammungsges=E4nge erinnern.

Wieso nimmst du als Anschauungsbeispiel nicht die mit 10 oder 100 Tsd? Von denen gibts gesch=E4tzt 10 Millionen mal mehr.

Am Mon, 16 May 2011 23:00:49 +0200 schrieb Ludger Averborg:

Wenn du morgen 0 Uhr alles ganz gerecht verteilst bestehen mittags schon wieder die ersten Ungleichgewichte, was auch am Verhalten der Akteure liegt.

Das Problem wirst du nicht lösen, versuchen in den Auswirkungen zu dämpfen kann man es natürlich.

Ein Problem (oder auch Glück, kann man sehen wie man will) ist was man aus dem macht was man mehr hat als man unbedingt zum Leben braucht. Ausgeben oder in etwas investieren was spätere Einnahmen verspricht - da scheiden sich die Geister.

Lutz

"Lars Wilhelm" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@bl1g2000vbb.googlegroups.com...

Vermutlich ist bei 25% zzgl. Soli der Betrag noch so verschmerzbar, dass er das kleinere Übel darstellt gegenüber dem Risiko, auf einer Daten CD einer ausländischen Bank zu erscheinen.

"Werner Baumschlager" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@e21g2000vbz.googlegroups.com...

Das war ein billiger Versuch der Polemik. Nichtspekulative Geldanlagen sind in der Regel langfristig. Langfristige Geldanlagen kann man nur langfristig mit der Inflationsrate vergleichen. Da ist es reine Polemik, wenn die gefühlte Inflation der Preise für Rohmilch als Maßstab genommen wird. Die Inflationsrate in D, sagen wir mal der letzten 5 oder 10 Jahre, ist keineswegs 3%.

Werner Holtfreter schrieb:

Das war nur bis 2008 selbstverständlich. Seitdem ist die Gewerbesteuer keine Betriebsausgabe mehr.

Du unterschätzt den Einfallsreichtum des Staates, wenn es um seine Einnahmen geht. Die Anrechenbarkeit der Gewerbesteuer ist aktuell keineswegs selbstverständlich gegeben, sie ist z.B. auf einen maximalen Hebesatz gedeckelt und kann nicht auf Verluste angerechnet werden.

Siegfried

Das tun wir ja nun schon alles seit 62 Jahren. Der Erfolg sind 2 Billionen Staatsschulden (Tendenz steigend) und eine Armutsquote von ca. 20 % (Tendenz steigend).

Mit den von dir empfohlenen Mechanismen bewegen wir uns (experimentell nachgewiesen) in die falsche Richtung.

l.

Das glaube ich nicht. Denn bedingt durch Inflation wird ein Teil der Rendite eh abgefangern.

dabei kommen aber keine Summen zusammen. Denn wie Du selber zitiert hast, sind die paar Multimillion=E4re diejenigen die am wenigsten zum Einkommenssteuerertrag beitragen. Logisch- es gibt ja nur wenige. Im Jahr 96 sp=FClte die Verm=F6genssteuer ca. 9 Mrd DMn die Kassen.

Am Tue, 17 May 2011 09:44:42 +0200 schrieb Ludger Averborg:

Rechnerisch wurde die Armutsquote bei Kindern eben auf die Hälfte korrigiert

- mit Zahlen kann man doch eigentlich alles belegen.

Lutz

Alles ganz gerecht verteilen will doch gar niemand. Es soll doch nur so verteilt werden, dass möglichst wenige in Armut leben. Und dass das nicht durch eine einmalige Aktion erreichbar ist, scheint mir selbstverständlich. Natürlich muss dass ein kontinuierlicher Prozess sein.

Ich bin mir gar nicht so sicher, dass wir überhaupt das gleiche Problem meinen.

Mir geht es um zwei Dinge:

- dass in unserer Gesellschaft, die private Vermögen in Höhe von mehr als 10 Billionen ? angehäuft hat, es unsinnig ist, wenn der Staat (der ja eine Organisation der Gesellschaft ist) für seine 2 Billion ? Schulden jährlich 70 Mrd Zinsen bezahlt.

- dass in einer superreichen Gesellschaft mit einem Bruttoinlandsprodukt von mehr als 30 000 ? pro Einwohner es möglich sein sollte, dass auch Arme ein auskömmliches Leben haben.

(der erste Punkt ist dabei letztlich nur ein Beitrag zum zweiten Punkt)

l.

Am Tue, 17 May 2011 11:19:23 +0200 schrieb Ludger Averborg:

Und das bei momentan vergleichsweise niedrigen Zinsen. Unsinnig war es aber schon diese Verbindlichkeiten bis 2 Billionen Euro anwachsen zu lassen.

Manches von den 10 Billionen hat aber vielleicht auch gar nicht mehr den Wert mit dem es in den Büchern steht?

Die Lösung wird schon an der Definition von arm scheitern.

Ich kenne in D eigentlich auch keinen der vom Staat gar nichts bekommt, vielleicht sollte er sich hier mal neu sortieren und auf das wesentliche konzentrieren, dann klappt das auch eher mit den Einnahmen und Ausgaben.

Lutz

Am 16.05.2011 21:51, schrieb Wolfgang Schwanke:

Vielleicht kennst du das "richtige Leben" nicht. Profis benutzen häufig spezielle Software für ihr Metier. Dafür gibt's immer wieder Updates. Mit jedem Update steigen die Anforderungen an den Computer. Was bislang in Ruckzuck ging, dauert auf einmal "ewig", womit das Arbeiten keinen Spaß mehr macht. Auch wenn auf einmal Dinge gehen, die früher nicht möglich waren. Frag' z.B. mal einen ganz normalen Hausarzt. Der wird dir auch noch erzählen, welche statistischen Auswertungen wg. der immer besser werdenden Rechenleistung auf einmal angefordert werden und was deswegen plötzlich alles zu dokumentieren ist... Probier' sowas mal auf einem alten 8-Bit-Computer. Du wirst von Glück reden können, wenn die heute notwendige Software darauf überhaupt noch läuft.

Wie beschrieben - ich habe GANZ andere REALE Erfahrungen gemacht.

Du schreibst hier von der Embedded World. Also von Computern, die fester Bestandteil einer (teuren) Maschine, eines Scanners, Druckers oder sonst was sind. Deren Software ist meistens nicht besonders updategetriggert. Je nach dem, worum es geht, gibt's da im Produktzyklus vielleicht 2, 3 oder auch mal 10 Updates. Aber diese werden dann immer ganz gezielt auf die verbauten Computer abgestimmt und sie werden gerne auch recht hardwarenah betrieben, so dass ein Austausch gegen einen beliebigen Computer eine riskante Angelegenheit wird.

Das Problem der Nichtaustauschbarkeit der Stromerzeuger haben wir im Netz allerdings NICHT.

Ich plädiere für die Abschaltung nicht mehr zeitgemäßer Anlagen. Oder willst du deinem Hausarzt erklären, dass er sein Arztprogramm noch auf seiner alten CP/M-Kiste laufen lassen muss, weil dieser evtl. noch immer funktionert? Er wird dir sicher was dazu erzählen...

Genau so sehe ich das auch.

Genau DAS ist das Problem. Mit einem automatischen bilateralen Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) gäb's allerdings rund 40 Millionen alleine in Deutschland.

Durchaus sind sie anwendbar. Jedenfalls dann, wenn man den Markt endlich wieder zum Funktionieren gebracht hat. Mit ASTROHS sollte das der Fall sein.

Du solltest dich zum Thema schlauer machen.

Meine Heizung muss ich trotzdem bezahlen. Mit einem Micro-BHKW aus Massenproduktion und mit ASTROHS könnte ich per geschickter Stromproduktion zu den richtigen Zeiten vermutlich meine ganzen Brennstoffkosten wieder einspielen. Vielleicht auch etwa mehr. Das wäre dann für mich profitabler als die jetzige getrennte Lösung. Trotz meiner deutschen Staatsbürgerschaft.

Das Bessere ist des Guten Feind. Ist nichts Neues. Deshalb werden schon immer Investitionen vernichtet. Auch in Friedenszeiten.

Jetzt haben wir z.B. das Problem der riesigen Stromöfen auf der Grünen Wiese, die man nicht mal dann abschalten kann, wenn genug Wind ansteht. Man dreht eher die Windräder aus dem Wind als die Stromöfen abzustellen, die einfach viel zu groß und deshalb viel zu träge sind. Seit man um die Umweltbelastung durch Brennstoffe weiß, sollte solches Verhalten eigentlich der Vergangenheit angehören. Es passt nicht mehr in unsere Zeit. Es bringt unnötige, leicht vermeidbare Belastungen mit sich.

Du meinst allerdings, dass wir diese Belastungen aufrecht erhalten müssen, weil diese Anlagen mit großen Investitionen errichtet wurden und sie noch nicht kaputt sind. ... -> Arztprogramm auf 8-Bit-Computer... Passt auch nicht mehr in die aktuelle Zeit.

ist in erster Linie ein Märchen.

Mit Behauptungen was herleiten zu wollen, funktioniert i.d.R. nicht. Fakten sind schon auch von Bedeutung.

Am 17.05.2011 08:42, schrieb Wolfgang Horejsi:

Kommt drauf an, wer für wen die Daten erhebt und die Statistik auswertet

Andreas

Christoph Müller schrieb:

Warum? Wenn die Kiste genau das macht, was der Doc von ihr verlangt....? Für den Kraftwerksbereich: bitte definiere "nicht mehr zeitgemäß".

Könntest Du bitte diese unsägliche Werbung unterlassen? Oder hast Du es wirklich nötig, weil sich das Produkt nicht am Markt durchsetzen kann?

Jörg

ZITAT:

Bill Bonner

Der E-Mail Dienst für kritische Investoren, Ausgabe vom 17. Mai 2011

... Der Bericht von Credit Suisse erwähnt zwei größere Perioden, in denen US-Anleihen real gesehen im Bärenmarkt waren. Die erste dieser Perioden war zwischen August 1915 und Juni 1920. Die Anleihenkurse gingen um 51% zurück und bleiben dann bis August 1927 im Keller. Dann begann eine Erholung, und die dauerte 12 Jahre lang. Und damit ungefähr genauso lange wie die damalige Erholung bei den Aktienkursen.

Aber erheblich schlimmer war der zweite Bärenmarkt. Zwischen Dezember 1940 und September 1981 fielen die Kurse der US-Staatsanleihen real gesehen um

67%. Und sie brauchten bis September 1991 zum "break even".

Und einige Länder haben seit den gesamten 111 Jahren, die die Studie abdeckt, mit ihren Staatsanleihen nur negative reale Renditen gebracht. Darunter Belgien, Finnland, Deutschland, Italien und Japan.

ZITATENDE

Martin Schoenbeck schrieb:

Keine Ahnung. Unser Haus steht auf einem zugigen Hügel, ca. 600müM. Baustandard 1990er Jahre, _kein_ Minergie oder so was. Eher billig ;-). OK, Jan/Feb 2003 waren ziemlich kalt, auch im Dez 2001 gab es eine sehr kalte Woche mit wiederkehrenden Nachttemperaturen unter

-10°C. Der Rekord war während zweier Tage ein Bedarf von 5.5 kW. Die Monatsmittel Dez bis Feb schwanken so um 2 bis 3.5 kW. (Innentemperatur um 20°C.)

OK, leichter Beschiss durch elektrische Zusatzheizung, da ich im Bad nicht gern friere ;-), das macht dann noch so plus 50 W in den Wintermonaten.

Ein Nachbar hat schon Mut gezeigt mit seiner 3.5 kW Luft-Wärmepumpe. Das war dann im Dez 2001(?) beschränkt lustig, da es längere Zeit deutlich unter 0°, phasenweise unter -10°C, blieb. Im Haus hat er nach 2 Wochen dann nur noch so 16°C gehabt, hat es aber, oh Wunder, gesund überlebt.

Am 17.05.2011 19:30, schrieb Joerg Bradel:

Das ist es ja eben. Das tut sie NICHT, weil sie es nicht kann.

Schnelles hoch- und runterfahren bei gleichzeitig wirtschaftlichem Betrieb können diesen alten trägen Kisten nicht. Sie kommen trotz Wettervorhersage über mehrere Tage nicht mit. Im Rahmen der verstärkten Nutzung regenerativer Energien ist solche Trägheit nicht mehr zeitgemäß.

Definiere "Werbung" und erkläre, was dir im konkreten Fall nicht gefällt.

Werner Holtfreter schrieb:

Nicht wirklich. Am Ende der Kette steht immer der Verbraucher, egal ob mit Land spekuliert wird, Lebensmitteln, etc. Viele Spekulationen laufen über politische Beeinflussung.

Harald

"Christoph Müller" schrieb im Newsbeitrag news:4dd2821a$0$6768$ snipped-for-privacy@newsspool3.arcor-online.net...

Hast du dir schon einmal überlegt, dass aktuelle Großkraftwerke alle ausserhalb der Innenstädte stehen? Die kleinen BHKW, die dir so sehr am Herzen liegen, stehen dann wohl eher mitten im Wohngebiet. Bei der Verbrennung in einem Heizkessel entstehen andere Abgase als bei der Verbrennung in einem Motor. Es ist fraglich, ob diese Abgase nicht doch besser weit ausserhalb der Wohngebiete in die Luft geblasen werden, gut kontrolliert und optimal gereinigt, im Bedarfsfall auch gerne mit Nachrüstung neuester Filtertechnik.

"Werner Holtfreter" schrieb im Newsbeitrag news:iqujt8$7ur$ snipped-for-privacy@news.albasani.net...

Eine Statistik zur Rendite von Staatsanleihen bei der die Zeit des 1. und 2. Weltkrieges mit eingerechnet ist, ist noch eine billigere Polemik als die von dir gefühlten 3% Inflation. Mit solchen Daten machst du dich ja nun einmal komplett lächerlich.

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