Grosse Energiediskussion

Emil Naepflein schrieb am Mon, 30 May 2011:


Nur dass es hier gerade eben auf tatsächlich nutzbare Energie ankommt. Erstere Aussage ist damit ungefähr so sinnvoll, als wenn ich behaupten würde, unsere Energieversorgung dadurch sichern zu können, dass ich 10^12 Hamster in Laufrädern Strom erzeugen ließe... ;->
MfG Gerald
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Wir hatten es doch schon beim Strom aus der Wüste. Dort brauchst du nicht nur Wärme, sondern auch Kühlung.
Auch die Hamster werden überhitzt und arbeiten dann nicht mehr korrekt.
--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de
.


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Wolfgang Horejsi schrieb am Tue, 31 May 2011:

Ich würde natürlich mutierte Superhamster nehmen, die von radioaktiven Spinnen gebissen und in Kryptonitwasser gebadet wurden. Die halten das aus... ;->
MfG Gerald
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Am 30.05.2011 08:39, schrieb Michael Schwimmer:

Weil ich das vor längerer Zeit schon mal ziemlich mühsam aus den Daten des Umweltbundesamtes herausgerechnet habe. Habe ich im Buch "Der gangbare Weg in die regenerative Energiewirtschaft" ISBN 3-928671-02-2 1992 veröffentlicht.

Im Detail müsste ich mir den Rechengang nochmal anschauen, was mir aber aufgrund der erreichbaren Gegenleistung aktuell zu großer Aufwand ist. Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, dass er Aufwand durchaus erheblich war, weil die Dachflächen so direkt gar nicht veröffentlicht waren. Sie ließen sich allerdings durch "verschalten" unterschiedlicher Statistiken durchaus ermitteln. Ein Dr. der Mathematik hat das Ganze dann auch nochmal überprüft. Die Zahlen gelten noch für die alte BRD.
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph,
Am Mon, 30 May 2011 17:25:24 +0200 schrieb Christoph Müller:

die Gegenleistung wäre, dass du glaubwürdig herüberkommst.
Wenn dir das aber bereits zu viel Mühe macht, frage ich mich, wie du jemals die Mitleser von deinem Astrohs und Astrail überzeugen willst.

Was hat denn der Onkel Doktor überprüft? Die zugrundegelegten Daten oder lediglich den Rechenweg?
In deinem Buch hast du doch sicherlich genau dargelegt, wie du auf das 4,3-fache kommst, zitiere doch einfach mal daraus und lass uns über die zugrundegelegten Daten und deine daraus gezogenen Schlussfolgerungen diskutieren.
Viele Grüße Michael
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Am 30.05.2011 23:42, schrieb Michael Schwimmer:

Kannst ja mal einen Blick in das angegebene Buch riskieren. Das würde dein glaubwürdiges Interesse am Thema bekunden.

Ich weiß, dass diese Ermittlung damals ziemlich aufwändig war. Im Augenblick glaube ich einfach meinen eigenen damaligen Bemühungen, weil sie ja auch noch kontrolliert wurden.

Dann scanne ich halt mal was ein. Grafik geht hier natürlich nicht. Den genauen Rechenweg habe ich allerdings nicht veröffentlicht, weshalb ich mich da wieder neu reinarbeiten müsste. Hier ein Zitat:
--------------------------- SOLARENERGIE Welche Flächen könnten für die solare Energieversorgung am einfachsten herangezogen werden? Das Bild auf Seite 21 zeigt die Flächennutzung in der BRD. Gebäude haben demnach einen Anteil von ca. 6,2% und Verkehrsflächen wie Straßen, Parkplätze usw. ca. 10,4%. Der Rest ist vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche, Gärten usw. Solarstrahlung auf die versiegelte Fläche der BRD im Vergleich zum gesamten Primärenergiebedarf Die Sonne strahlt Jahr für Jahr 70 mal mehr Energie auf die Fläche der Bundesrepublik als deren gesamter Primärenergiebedarf darstellt. 6,2% der Fläche des Landes sind bebaut, weitere 10,4% werden als Verkehrsfläche genutzt. Das ungenutzte Energiepotential durch Dachflächen beträgt bereits das 4,3-fache des gesamten Primärenergiebedarfs. Würden alle Verkehrsflächen in überdachte Alleen verwandelt, so wäre ein zusätzliches Potential vom 7,3-fachen des Primärenergiebedarfs vorhanden. Ohne weitere Natur zu zerstören, steht also ein Potential zur Verfügung, das den derzeitigen Energiebedarf um das 11,6- fache übertrifft. Das Bild oben zeigt die Energiepotentiale auf die ohnehin schon vom Menschen geschaffene Steinwüste. Demnach fällt auf die projizierte Fläche von Gebäuden schon das 4,3-fache unseres augenblicklichen Energiebedarfs. Durch schräge, nach Süden geneigte Flächen sowie durch die mögliche Nutzung der Fassaden kann sicher davon ausgegangen werden, daß den Gebäuden ein Energiepotential vom 5-fachen und mehr zur Verfügung steht. Es genügt theoretisch, nur jedes 5. Gebäude zu einem Energiehaus zu machen und wir wären aller Energiesorgen enthoben. Urlaubsfahrer kennen sicher die endlosen Staus bei sengender Hitze auf den Autobahnen. Die Energie, die auf die Verkehrsflächen der BRD strahlt, übertrifft den bundesdeutschen Primärenergiebedarf Jahr für Jahr um immerhin das 7,3-fache. Wie schön wäre es doch, wenn wenigstens die schlimmsten Kilometer mit einem Sonnenschirm versehen wären? Diese Sonnenschirme könnten ja ohne weiteres Sonnenkollektoren oder Solarzellen darstellen, die ähnlich aussehen würden, wie mehrere Wegweiserbrücken hintereinander. Prinzipiell ist es angesichts des 11,6-fachen Überangebots allein auf menschlich geschaffenen Steinwüsten möglich, den gesamten Primärenergie-bedarf bei einer Ausnutzung von lediglich 10% zu decken. Das heißt weiter, daß wir dann immer noch 70% unserer »Kraftwerkenergie« und 80% unserer »Fahrzeugenergie« wegwerfen dürfen! Das ist nämlich die derzeitige Ist-Situation Anfang der 90er Jahre. WEITERE ENERGIEPOTENTIALE Bisher wurde ausschließlich auf Sonnenenergie eingegangen. Zur Verfügung stehen außerdem noch Wind, Biogas, Wasser, Biomasse (z.B. Pflanzenöle, C4-Gräser usw.) sowie konventionelle Brennstoffe inkl. Uran. WIND Der Vorstand der »Gesellschaft zur Förderung dezentraler Energieversorgung e.V.«, Adalbert Niedenzu, berechnete 1989, daß rund 20% des bundesdeutschen Strombedarfs gedeckt würden, wenn ausschließlich die allergrößten Strommasten (380 kV-Masten) Windräder tragen würden. Diese Rechnung berücksichtigt bereits die tatsächlichen Windverhältnisse am Standort. BIOGAS Die Nutzung von Biogas führt zu erheblich reduzierter Nitratbelastung des Grundwassers, aber auch dazu, daß erheblich weniger Kunstdünger ener-gieaufwendig produziert werden muß und daß das Grundwasser durch dessen Fehlen deutlich weniger belastet wird. Der Stickstoff im Grundwasser wird sich in den nächsten Jahren zu einem der zentralen Probleme entwik-keln, so daß ohnehin etwas in diese Richtung unternommen werden muß. Mit Biogas aus der Viehwirtschaft steht ein Potential bereit, das etwa 3% des deutschen Strombedarfs decken könnte. Das entspricht etwa der Stromerzeugung aller hierzulande installierten Wasserkraftwerke. Biogas kann jedoch nicht nur aus der Viehwirtschaft gewonnen werden. Die Biogastechnik kann grundsätzlich für fast alle Arten von biologischen Substanzen wie Gras, Stroh usw. eingesetzt werden. Das Energiepotential aus Biogas übertrifft also die beschriebenen 3% sicher ganz erheblich. Biogas besteht im Wesentlichen aus Methan, einem Gas also, das die Wär-meabstrahlung in das All reduziert und somit zum Treibhauseffekt beiträgt. Dieses Methan entsteht allerdings auch ohne Biogasanlage in natürlichen Gärprozessen, bei der Verottung und als Nebenprodukt der Verdauung. Dann entweicht es in die Atmosphäre und kann entsprechend wirken. In Biogasanlagen wird dieses aufgefangen und verbrannt. Die Methanemission wird also reduziert und die Atmosphäre wird von Treibhausgasen entlastet. WASSER UND BIOMASSE Die Wasserkraft ist eine Energieform, mit der der Mensch neben dem Feuer die längste Erfahrung hat. Das gleiche gilt für Biomasse. Sie ist für... ---------------------------
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Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph,
Am Tue, 31 May 2011 09:20:26 +0200 schrieb Christoph Müller:

laut statistischem Bundesamt hat die Gebäude- und Freifläche im Jahr 2009 einen Anteil von 6,9%, das sind 24512 km². Im Jahr 2000 waren es noch 6,5%, deine Zahl von 6,2% vor der Wende könnte also hinkommen. Das bezieht sich aber eindeutig auf die die Gebäude- und Freifläche, nicht auf die Gebäude selbst. Dazu gehören auch Vorgärten, Höfe, Privatparkplätze und private Spielplätze.
Eine einfache überschlägige Rechnung zeigt bereits, dass die Gebäudegrundfläche niemals so hoch sein kann, wie von dir als Grundlage angesetzt. Bei 80.000.000 Einwohnern stünde dann damit jeder Person etwa 300 m² Gebäudegrundfläche zur Verfügung, somit würde ein durchschnittlicher 2 1/4 - Personenhaushalt exklusiv 680 m² Gebäudegrundfläche zur Verfügung haben.
Nimm also den Faktor 8-10, dann kommst du etwa hin.

Ich soll also Geld dafür ausgeben? Nein Danke!
Wenn dir das Thema so wichtig wäre, hättest du es ja auch schon längst kostenfrei und online zur Verfügung stellen können!
Viele Grüße Michael
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Am 31.05.2011 11:03, schrieb Michael Schwimmer:

Danke. Dem muss ich anscheinend doch nochmal nachgehen.
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Servus
Christoph Müller
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Am 31.05.2011 11:03, schrieb Michael Schwimmer:

Denkt keiner mit?
Wie groß ist die Dachfläche in dem Betrieb, in dem Du arbeitest, in dem Du Deine Lebensmittel kaufst, den neuesten Hollywoodstreifen ansiehst, Deine Frau eure Kinder zur Welt bringt, Dein Bürgermeister Deine Steuern verprasst, der Typ, der Dein Auto gestohlen hat, einsitzt.........Leg das auf Deine Berechnung um, und ich glaube, Du brauchst den Faktor 8-10 nicht, oder?
Andreas
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Hallo Andreas,
Am Tue, 31 May 2011 18:06:48 +0200 schrieb Andreas S:

Laut statistischem Bundesamt hat die gesamte Betriebsfläche in DE einen Größe von 2500 km², das sind etwa 0,7 % der Fläche der BRD. Darunter fällt auch Abbauland mit etwa 0,5 % und ca. 1600 km². Der Anteil der Gebäudeflächen an den dann noch übrig gebliebenen Betriebsflächen dürfte vielleicht etwas höher sein, aber insgesamt geht das im Rauschen unter.
Und was nicht unter Betriebsfläche geführt wird, fällt eben unter die Kategorie Gebäude- und Freifläche.

Mach doch einfach mal eigene Berechnungen und lass uns daran teilhaben!
Vielleicht verstecken sich ja tatsächlich noch einige Gebäudeflächen vor den Bundesstatistikern?
Viele Grüße Michael
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Am 24.05.2011 16:38, schrieb Frank Müller:

da gibt es sehr unterschiedliche Konzepte und damit auch unterschiedliche Wirkungsgrade.... aber schau selbst:
http://www.bhkw-prinz.de/bhkw-auswahl-leicht-gemacht-mini-bhkw-finder/762
Für die Entscheidung ob ein mini-BHKW beschafft werden soll oder die alte Heizung einfach erneuert werden soll, ist der el Wirkungsgrad der eine Faktor, der erzielbare Strompreis der Andere.
Da die Einspeisevergütung aufgrund der aktuellen Gesetzeslage gering ist, lohnt es sich für die mini-BHKW-Betreiber (oder die möglichen Betreiber) nicht, wenn mehr Strom produziert wird als man auf dem eigenen Grundstück verbrauchen kann.
Wenn man annimmt, dass es ein erdgasbetriebenes BHKW mit einem Wirkungsgrad von 33% wäre, dann verurssacht jede eingespeiste kWh Strom (die mit ca 5 ct vergütet wird) Gaskosten von 15 ct (bei einem Gaspreis von 5 ct/kWh). Das mini BHKW rechnet sich als nur, wenn es so betrieben wird, dass man möglichst wenig Strom zukaufen muss und dann stehen den 15 ct Gaskosten (für die Produktion einer kWh el) die Ersparnis von ca 23 ct/kWh gegenüber. Da sind aktuelle Produkte genau darauf zugeschnitten. z.B. Stirlingmotor der 1 kW el leistet egal ob die Brennwerttherme (die den Stilringmotor antreibt) nun mit 3 kW oder mit 20 kW heizt. Das eine kW kann man zumeist selber brauchen. Ganz anders wäre das, wenn es einen starren el Wirkungsgrad gäbe, dann wäre man bei entsprechendem Wämebedarf, ohne gleichzeitigen Strombedarf gezwungen, den Strom unter den Gestehungskosten einzuspeisen. Der Netzbetreiber lacht, bezahlt dem mini BHKW betreiber 5 ct und verkauft den eingespeisten Strom dann für 22 ct/kWh, alles auf der selben Spannungsebene ....
Nach meiner Überzeugung haben die Lobbyisten der Energiekonzerne bei der letzten Überarbeitung des KWK-Gesetzes da ordentlich ihre Interessen vertreten .... Schon allein die gesetzlice Festlegung des "ortsüblichen Preises" an den Baseload (Phelix) an der EEX ist nicht mal im Großhandelsbereich sachlich richtig ... und noch viel weniger wenn es um den "Stromeinzelhandel" geht.
--
Mit freundlichem Gruß


Robert
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begin quoting, Robert Pflüger schrieb:

... plus die umgelegten Mehrkosten der Anlage gegenüber der energielosen Klimatechnik, die die Heizung obsolet gemacht hätte ...

Wieviel kWh willst Du denn zum Eigenverbrauch erzeugen?

Ha! Das ist doch völlig absurd: 1 kW wären hochgerechnet aufs Jahr 8760 kWh - welcher Haushalt hat den soviel el. Grundlast? Das funktioniert auch heruntergebrochen auf die Heizperiode nicht - wobei Du außerhalb dieser entweder Strom komplett zukaufen oder die Abwärme in die Landschaft blasen mußt.
Die tatsächliche Grundlast von Haushalten dürften in der Gegend von 10-100 W liegen, alle ernsthaften Verbraucher haben dann Leistungen im Bereich 1-5 kW (elektr. Durchlauferhitzer mit ca. 20-25 kW lassen wir mal weg), aber dafür immer nur relativ kurze Laufzeiten im Viertelstunden- bis Stundenbereich. Im Endeffekt kannst Du Dein 1 kW praktisch nie nutzen, vielleicht 100-500 h im Jahr, oder sowas, in denen Du oberhalb dieser Leistung liegst, ansonsten liegt entweder nur ein eine Größenordnung niedrigerer Bedarf vor, oder er ist so viel höher, daß Du den meisten Strom doch zukaufen mußt. Ohne Lastausgleich durch Verbundbetrieb, also gerade nicht Eigenbedarfsdeckung, ist das also Müll. (Vergiß nicht: Strom speichern ist nicht!)
Also lüg Dir doch nichts in die Tasche. Da kannst Du das Geld auch gleich in den Fluß werfen, da hörst Du es dann noch plätschern.

Himmel! Komm doch mal wieder auf den Teppich!
Was man minimal verlangen müßte, wäre ein Hochtemperaturwärmespeicher, der für ein paar Stunden die Hitze hält und dann daraus bei abgeschaltetem Brenner den Generator mit niedriger Leistung laufen lassen könnte - die Abwärme dann noch meinetwegen in einen Niedertemperaturspeicher, dann kann man damit noch duschen. Aber das ist von der Kostenseite her völlig unrealistisch, und die Spitzenlasten kriegst Du damit auch nicht abgedeckt.
Wofür brauchst Du überhaupt wieviel Strom?
Kochen? -> Gas, ist sowieso im Haus. Waschmaschine? -> Nimm nicht-elektrisch vorgewärmtes Brauchwasser. Bleiben dann sowas wie Kühlgeräte, Bügeleisen, Staubsauger, Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik und natürlich Beleuchtung - was wesentliches vergessen?
Wenn Du mal unvoreingenommen eine energetische Optimierung unter Beachtung ökonomischer Gesichtspunkte machst und Dir verschiedene Szenarien durchrechnest, dann kommt dabei mit Sicherheit keine teilweise Eigenversorgung mit BHKW heraus, sondern natürlich thermische Sanierung auf Nullenergie und ansonsten natürlich elektrische Vollversorgung (also kein Gas - ohne Heizung lohnt sich nämlich der Anschluß nicht) über das Netz. (Wenn Du dann partout noch PV aufs Dach machen willst, kannst Du davon natürlich auch noch selbst etwas verbrauchen.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 24.05.2011 23:58, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

hätte ... vor zwei Monaten schon hab ich in diesem Thread daran erinnert, dass es nicht nur Neubauten gibt sondern die Mehrzahl der neuen Wärmeerzeuger in Altbauten eingebaut werden. Und da kann man nicht "mal schnell" die Heizung obsolet machen.

genau deshalb ist ja eine Korrektur der Gesetzeslage notwendig.

Abwärme in die Landschaft zu blasen ist beim Konzept der mini-BHKW nicht vorgesehen, denn es ist nicht rentabel. Zwar könnte man eine kWh Strom mit 15 ct Gaskosten produzieren, aber die Leistung wird selten komplett benötigt, der Rest muss eingespeist werden. Bei einer Vergütung von aktuell ca 5 ct/kWh ist das immer ein Mischlkalkulation und je mehr Strom der mini-BHKW-Betreiber einspeisen muss um so mehr gerät er in die Verlustzone. Also allein aufgrund der Gesetzeslage bezüglich der Einwspeisevergütung ist es nicht rentabel mini BHKW mit hohem el. Wirkungsgrad zu haben. Wenn man den Anteil an BHKW-Strom und die Versorgungsstabilität erhöhen will, dann kann der Geseztgeber hier effektiv eingreifen.
--
Mit freundlichem Gruß


Robert
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begin quoting, Robert Pflüger schrieb:

Ach so, es geht Dir gar nicht um Eigenversorgung, sondern Du willst für Dein Hobby Subventionen abgreifen.
Ich glaube nicht, daß es sinnvoll ist, daß ich Dir Deine Brennstoffverschwendung bezahle. Vergiß es und nimm eine elektrische Wärmepumpe als Heizung, die hat eine wesentlich günstigere Ökobilanz als ein BHKW.
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 25.05.2011 13:39, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

mir geht es um einen sinnvollen "Mix" der Stromerzeugung. Bei Wohngebäuden ist in Neubauten sicherlich eine Variante der Wärmepumpe das Gerät der Wahl um den Wärmebedarf zu decken. In Altbauten die oftmals nur mit unverhältnis hohem Aufwand ungerüstet werden können (und es geht nicht nur um Dämmung sondern auch um z.b, Umstellung von Heizkörper auf Fußbodenheizung um einen akzeptablen Wirkungsgrad der Wärmepumpe zu erreichen) ist es insgesamt betrachtet sinnvoller neben der benötigten Wärme durch die Verbrennung von irgendwas auch Strom zu produzieren. Im Winter ist der Strom aus einem mini BHKW der Strom den der Nachbar für seine Wärmepumpe braucht. Solarstrom zum Heizen dürfte nicht genügend zur Verfügung stehen. Und so lange Kohlekraftwerke am Netz sind bzw nicht alle Kraftwerke mindestens GUD-Kraftwerke sind (oder regenerativ) ist der weitere Ausbau der BHKW sicherlich ökologisch sinnvoll, das bleibt auch so wenn dir dein Auftraggeber das Doppelte für deine Lobbyarbeit bezahlen würde.
--
Mit freundlichem Gruß


Robert Pflüger
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begin quoting, Robert Pflüger schrieb:

Das ist genau dann sinnvoll, wenn diese Stromerzeugung unter unsubventionierten Marktbedingungen wirtschaftlich ist. Ist sie aber nicht - Ende Gelände. (Nix Verschwörung.)

Es ist nicht "der" Strom. Es ist auch Strom. Der Nachbar soll und wird den billigeren nehmen, was heißt, daß der BHKW-Strom auch nicht mehr wert ist.

Warum nicht? Kann man es der Steckdose ansehen, welcher Strommix da rauskommt?
(Recht hast Du insofern, als daß man selten heizen muß, wenn die Sonne so schön scheint. Stimmt aber nicht immer: Knallheiß bei 27 °C und strahlender Sonne im Rheintal kommt durchaus zusammen mit Schneefällen im Harz vor.)

Ist es natürlich nicht, sondern sinnvoll ist es, die Investition in ökologisch günstigere, was vor allem heißt: effizientere Kraftwerke zu investieren. Und genau dieses Signal gibt der Markt, ganz vollautomatisch und ohne jede Subvention.

Der mit der Lobbyarbeit bist wohl Du:

Und bei mir bleibt dreimal null immer noch null. Ich beherrsche nämlich u. a. auch das Kleine Einmaleins.
Gruß aus Bremen Ralf
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Am Wed, 25 May 2011 15:12:27 +0200 schrieb Robert Pflüger:

Nein. Es ist zu teuer, wenn es auch (vielleicht) ökologisch sinnvoll ist.

Das kann man auch alles unabhängig von der verwendeten Wärmequelle machen.

Ökologisch sinnvoll sind BHKW nicht. Oder nur sehr, sehr eingeschränkt.
Frank
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begin quoting, Frank Müller schrieb:

Das hängt von den Energiepreisen ab. Mit steigenden Rohstoffpreisen verschieben sich Primärnergieträger und Strompreise parallel (weil die Fixkosten der Kraftwerke nicht mit steigen), außerdem bei Strom geringer, weil sich der Kostendeämpfungseffekt der zunehmenden regenerativen Einspeisungen auswirkt. Damit werden die WP dann immer günstiger. (Außerdem hast Du mit falschen Strompreisen gerechnet.)

Kann man, aber wenn man damit fertig ist, dann ist am Schluß die Wärmequelle weg wegen unnötig.

Ja, leider. Damit bleibt nämlich das Dilemma, daß eineseits doch noch Heizwärme benötigt wird, andererseits aber die Kraftwerksabwärme weggeworfen werden muß. Die Lösung ist, beides zu reduzieren: Wärmedämmung bzw. fortschrittliche Klimatechnik im Gebäudebau, andererseits zum einen Ersatz von fossilen Kraftwerken durch regenerative und zum anderen die Steigerung der Energieeffizienz der thermischen Kraftwerke. Und dafür sind FuE-Investitionen am sinnvollsten untergebracht.
Gruß aus Bremen Ralf
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On Wed, 25 May 2011 15:12:27 +0200, Robert Pflüger

Man muss das m. E. auch ökonomisch sehen:
Voraussetzungen sind: 1. Es sind überreichlich erneuerbare Energiequellen da 2. Es ist ist nur begrenzt Investitionskapital da.
Die Investition, pro Jahr 1 kWh durch Windkraft im Binnenland zu erzeugen, beträgt derzeit 0,80 €, Tendenz fallend.
Eine Investition, die "Energie spart"/"CO2 spart" ist nur dann sinnvoll, wenn sie pro jährlich eingesparte kWh weniger als 0,80 € kostet.
Bsp: ein Kühlschrank, der pro Jahr 137 kWh verbraucht (Gorenje RI4158W) kostet etwa 260 € im Versandhandel. Ein Gerät, was viel weniger Strom verbraucht (82 kWh pro Jahr; Liebherr IKP 1760-20) kostet im Versand um die 685 €. Ich spare also 55 kWh im Jahr durch eine Mehrinvestition von 425 €.
Es ist völlig unwirtschftlich, zu CO2-Vermeidung das teurere Gerät zu kaufen. Wenn ich die Mehrkosten statt in einen sparsamen Kühlschrank in Windkraftanlagen investiere, spare ich nicht 55 kWh im Jahr sondern 531 kWh, also 10 Mal so viel.
Bei begrenzten Investitionsmitteln ist es wichtig, dort zu investieren, wo die Investition die größte Wirkung in der gewünschten Richtung bringt. Das wird bei der ganzen Energiespar-Diskussion meist völlig vernachlässigt.
Wenn Energie in Offshore-Windparks wohlmöglich mit noch kleineren Investitionskosten für die pro Jahr gelieferte kWh erzeugt werden kann ist es auf jeden Fall nötig zu überlegen, ob dann aus Klimagründen nicht eine sehr preiswerte ohmsche Widerstandsheizung vielleicht optimaler ist als eine teure Wärmepumpen/BHKW-Kombination.
Es geht nicht darum, aus fossilen Energien die maximale Heizwärme herauszuholen, es geht darum, mit minimaler Investition maximale CO2-Einsparung zu erreichen.
l.
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Am Wed, 25 May 2011 13:39:16 +0200 schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Stimmt, um den Wärmebedarf einer typische 4-köpfigen Familie (20.000kWh Heizung 2.400kWh Warmwasser) zu decken, werden im Kraftwerk nur 16.842kWh Brennstoff verfeuert. Bei normalen Stromkosten von ¤0,20 ist es aber ca. ¤250 teuerer als mit Gas zu heizen.
Frank
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