Ralf Koenig schrieb am Fri, 15 Jul 2011:
Jeweils ohne Haken, Ösen und einem dutzend Fußnoten mit Ausschlüssen?
Das sind zwei verschiedene paar Schuhe, auch wenn beide unter "Garantie" firmieren.
Schau einfach mal, wer in der Autoindustrie in der Vergangenheit mit besonderen Garantien um Vertrauen werben muss und wer nicht. (Ob zu Recht oder zu Unrecht spielt dabei keine Rolle!) Es waren neue (oft asiatische) Firmen, die auf den hiesigen Markt kommen wollten und initiales Vertrauen brauchten, oder bekannte Firmen, die ein Qualitätsproblem (z.B. Durchrostung) hatten und per weitreichender Garantie bestätigen wollten, dass diese überwunden wurden. Solange eien Marke das grundlegende Vertrauen *hat*, braucht sie auch keine zusätzlichen Maßnahmen zu dessen Stärkung und konzentriert ihr Marketing auf andere Bereiche. Verliert sie es, wird es teuer, das Kundenvertrauen wieder zu gewinnen...
Aus den Garantien kann man IMHO vorallem ersehen, wie sehr die jeweiligen Hersteller ihren Lösungen vertrauen und was davon nur wertloses Marketing auf bunten Prospekten ist. Ein Akku-Hersteller, der *behauptet*, sein Akku hätte x Leistung und y Lebensdauer, aber nicht bereit ist, dafür auch wirklich einzustehen, ist unglaubwürdig und das ganze nur Marketing-Gewäsch.
Kaa-tschingggg. Du hast es erkannt. :-) Es kommt drauf an, was unterm Strick *wirklich* rauskommt und nicht, was irgendein Marketing-Heinz (oder ein religiös überzeugter Öko-Jünger) verspricht. Wenn es um vertraglich einklagbare Kostenzusagen also reales Geld geht, trennt sich die Spreu vom Weizen. Daher sehe ich dies als eine der Gretchenfragen an.
Wenn irgendwann im mehreren Auto-Generationen sich die Technik stabilisiert und hinreichend reale Erfahrung gesammelt worden ist, sinkt die Bedeutung besonderer Garantien dann wieder. Dann wird ich wie heute ein mittlerer Level einpendeln, den einige über- andere unterschreiten, aber wo der Kunde ungefähr weiß, was er kauft.
MfG Gerald