Stromverbrauch Elektroautos


Wenn Rechenfehler, dann geht er auf das Konto der Redaktion von "Auto Motor und Sport": <http://www.n-tv.de/auto/-article3612916.html

Egal welcher Wert stimmt: beides ist indiskutabel.

Immer noch indiskutabel. Sogar zu DDR-Zeiten war die Fahrt M-B über die Transitautobahn trotz Grenzkontrollen und buckelpistenbedingter Langsamfahrstellen in der Regel in weniger als 10 Stunden zu schaffen. Heute sind Reisezeiten von ca. 6 Stunden nichts ungewöhnliches mehr. Wenn ein Elektroauto diese Zeiten auch schafft, fängt es an, interessant zu werden.
Gruß
Michael
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Am 08.07.2011, 01:19 Uhr, schrieb Michael Landenberger

Dann brauchst du halt Akkus fr 300 km und eine Schnelladesule, die es in max. 30 min schafft.
Oder 600 km am Stck: http://de.engadget.com/2010/10/27/rekord-dbm-energys-elektrischer-audi-a2-schafft-600-km-am-stuck /
Der Hersteller hat das inzwischen auch extern prfen lassen: http://www.dbm-energy.de/de/presse.html
Nur bezahlbar wird's davon noch nicht. ;-)
Ralf
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Am 08.07.2011 01:41, schrieb Ralf Koenig:

Soso. Akkus für 300km. In 30 min Schnelladen.
Was für nen Ladestrom und was für ne Ladespannung braucht man denn da so?
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de /
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Erhard Schwenk wrote:

Man macht’s langfristig wie beim Verbrennungsmotor - da setzt man ja auch die gerade verbrannten Benzinmoleküle nicht neu zusammen, sondern tut einfach frische rein.
Was spricht dagegen, an Stromtankstellen der Kuhzunft standardisierte, frische Akkus bereitzuhalten, die man einfach (das System dafür wäre zu konstruieren) ins Auto einsetzt und weiterfährt, während die gerade leergefahrenen dort wieder geladen werden?
Neu ist die Idee ja nicht, sie stammt aus Pferdewagens Zeiten und gab schon dem Relais den Namen.
vG
--
"Lafontaine hatte recht! Aber Rechthaber können die Deutschen gar nicht
leiden. Deshalb sagt der Deutsche: Ja, der Lafontaine, der hat vielleicht
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Volker Gringmuth wrote:

Dagegen spricht der massive Aufwand einen Akku zu fertigen. Das kostet eine Menge Energie, die man immer vergisst dem Fahrbetrieb zuzurechnen.

Tja, neu nicht, aber nach über 100 Jahren immer noch nicht praxisreif. Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind nach wie vor deutlich günstiger im Gesamtkonzept als Elektroantriebe. Selbst die Bahn, welche aufgrund ihrer Schienengebundenheit kein Problem hat, Strom an die Fahrzeuge heranzuführen, weiss, das Strom nur bedingt wirtschaftlich ist.
Harald
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Ja, ja, und deshalb Elektrifiziert die Bahn auch nach und nach fuer sehr viel Geld die Nebenstrecken.
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Martin Kobil wrote:

Warum hat sie es nicht schon lange getan?
Harald
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Hi, weil Elektrooberleitungen regelmäßig gewartet werden müssen. Wenn aber die Wartungsfahrten häufiger sind als die Nutzfahrten auf der Strecke....
--
mfg,
gUnther
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Am 08.07.2011 20:29, schrieb gUnther nanonüm:

Stau ist, wenn man voran kommen will aber nichts geht. Egal, aus welchem Grund. Bei der Bahn ist das aufgrund der Fahrpläne eine gängige Sache. Meistens gleich im Stundenbereich. Das macht das System so abstoßend und sorgt dafür, dass sein Marktanteil seit Jahrzehnten nur um 10% herum krebst.
Die Technologie, das zu ändern, wäre längst vorhanden. Museumsbetrieb kennt man aber halt schon und seitens des Bahnmanagement hat man sich seinem vermeintlichen Schicksal ergeben.
Im obersten Bahnmanagement kümmert man sich nicht mal um das Auto, das in nicht allzuferner Zukunft keinen Fahrer mehr brauchen wird. Dann holt einen "der Zug" vor der Haustür ab und bringt einen auch zur gewünschten Haustür. Egal zu welches Tageszeit und egal von wo nach wo. Was will die Bahn dieser absehbaren Herausforderung eigentlich entgegen setzen? Oder will sie schicksalsergeben in die Pleite rutschen, weil man sowas Unerhörtes doch überhaupt nicht vorhersehen konnte?
--
Servus
Christoph Müller
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Also die Idee von selbstfahrenden Autos gefaellt mir. Das waere z.B. auch etwas fuer Carsharing, weil man dann eben nicht zu einem freien Auto kommen muss, sondern das Auto zu einem selbst kommt. Das duerfte auch Taxis ueberfluessig machen. Und in deiner angedachten Kombination mit der Bahn ideal fuer eine durchgehende Elektromobilitaet.
Ich vermute aber mal, bis dahin werden noch zahlreiche Jahrzehnte vergehen, ....
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Hi, und mir graust es vor den dann "rollend parkenden" leeren Fahrzeugen, die ständig um den Block herumschleichen :-)
--
mfg,
gUnther
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Am 09.07.2011 11:09, schrieb gUnther nanonüm:

Warum sollten sie das tun? Sie können doch auch aus dem Zentrum raus fahren und dort auf die nächsten Aufträge warten und währenddessen ihren Akku laden.
--
Servus
Christoph Müller
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Hi, klar, in München "aus dem Zentrum fahren", also etwa bis ins Erdinger Moos, wa? Und dann wenn Du Deine Pizza gegessen hast und die Karre wiederhaben willst, steht der leere Kasten im Stau...
--
mfg,
gUnther
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Am 09.07.2011 19:46, schrieb gUnther nanonüm:

Nun übertreib' mal nicht. Habe selber 8 Jahre dort gelebt.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 08.07.2011 22:18, schrieb Martin Kobil:

Ob Carsharing oder Mietauto - ist eigentlich egal. Ist nur ein Abrechnungsmodell. Jedenfalls werden nicht mehr so viele Leute unbedingt ein eigenes Auto brauchen. In den Ballungsgebieten sind sie aufgrund der Parkplatzsituation jetzt schon eher ein Klotz am Bein statt einer Hilfe. Dem heute bekannten ÖPNV wird das fahrerlose Auto allerdings ganz schön Kundschaft abjagen. Und wird das Langstreckenproblem nicht z.B. durch eine intelligente Bahn gelöst, dann wird das das Ende derselben sein und gleichzeitig wird man dann noch lang auf mobile Verbrennungsmotoren setzen müssen. Denn ob das mit den Akkus wirklich so klappt, wie gerne getönt wird, muss sich erst noch rausstellen. Ein E-Auto-Boom kommt alle paar Jahrzehnte und ist bis jetzt regelmäßig wieder wegen der schlappen Akkus eingeschlafen.

Teilweise. Taxifahrer sind ja teilweise auch etwas "Seelenklempner".

Aber nur, wenn die Schiene auch mitmacht. Wenn nicht, fürchte ich um ihre Existenz.

Wenn die Schiene nicht mitmacht, wird es um sehr viele Jahrzehnte gehen. Ist sie nämlich erst mal demontiert, wird es besonders schwer, wieder so ein System auf die Beine zu stellen.
--
Servus
Christoph Müller
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Hi, ja, aber nur, weil die Bahn seit vielen Jahren nicht mehr das Ziel hat, pünktlich zu sein. Das fing etwa damals an, als die Werbung darauf herumritt. Vorher war das sprichwörtlich, danach nur noch Werbung, also gelogen.

Das hat die Bahn selbst verursacht. Möglich wäre das durchaus, die Schweizer etwa führen das täglich vor. Vermutlich kriegt dort jeder Junglokführerassistent zum Dienstantritt eine Schweizer Uhr....bei uns dagegen gibts ne talmivergoldete bei Dienstende...vorher schert das keinen. Aber die Schweizer haben viele Stellen, an denen man sich irgendwann entscheiden mußte, "Straße oder Schiene, oder nur Eselsrücken..." da ist die Bahn dann doch günstiger, die braucht keine Straßenreinigung und braucht weniger "Talfläche". Und schmalere Brücken, engere Tunnels. Bei uns dagegen liegt die Priorität bei Autobahnen, Autobahnen, Autobahnen und Parkplätzen, dazwischen Autobahnen....

Es ist Absicht. Nicht wegen Sparen, sondern weil das eine PR und Proporz-Frage ist. Möglich wäre ja, daß wenigstens Teilsysteme pünktlich wären. Es gab mal die D-Züge, wer erinnert sich noch? Die holten ihren Fahrplan auf Kosten der anderen auf. Gelegentlich mopste man sogar die Lok des überholten Bummelzugs. Mit Einführung der Sonderspezialklimapolstersesselmultimediazüge war das gestorben. Die rasen zwar gelegentlich flott dahin, sind aber ansonsten Aliens, wie Springerstiefel in der Schuhboutique...passen weder ins Regal noch in die Auslage. Eigentlich hätte man deren Supersondergleisanlage aufständern müssen. Platz ist über den Oberleitungen doch ohne Ende. Stattdessen quetscht sich soein Lindwurm durch das Gekröse normaler Bahnwurschtelei.

Die Straße ist in der heutigen Bauart auch ein Todeskandidat. Bedenke all die verschwendete Energie, um "Straßenlage" und Seitenhalt zu garantieren. Das wird man irgendwann mit einem Wert beziffern können und ab da ist der Punkt nicht weit, wo man lieber sein Töfftöff schnellstmöglich an einer lokalen Schwebebahn anhängt :-)
--
mfg,
gUnther
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Am 09.07.2011 11:24, schrieb gUnther nanonüm:

Die hier angesprochene Form des Staus hat mit Pünktlichkeit nichts zu tun. Es geht hier einfach um die Fahrplanabhängigkeit. Der Fahrplan deckt sich leider nur sehr selten mit den Fahrtwünschen der (potenziellen) Fahrgäste. Fahrgast will von A nach B. In's Auto steigt er ein und fährt halt los. Mit dem Zug muss er dagegen erst mal sehen, wie er dort überhaupt hin kommt und wann und ob überhaupt eine Verbindung zur gewünschten Zeit in die gewünschte Richtung geht.
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Servus
Christoph Müller
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Hi, sach ich doch. Die Bahn ist mal gebaut worden, um einen Bedarf zu decken. Das hat die auch geschafft, und war sprichwörtlich pünktlich. Doch dann kamen diverse "Verbesserungen", meistens sponserte man das Auto zu Lasten der Bahn. Früher gabs Gleise kreuz und quer, Schranken sperrten Straßen ganz nach Belieben. Doch das duldet heutzutage niemand mehr. Ergo sind nur noch wenige Hauptstrecken übriggeblieben, auf denen aller Verkehr geknubbelt wird. Kannst ja mal einen Flughafen fragen, wie das mit dem "kombinierten Verkehr" von Privatmaschinen, Flugschulen, Verkehrs- und Frachtmaschinen sowie Militär so abgeht....dasselbe Problem. Auch wenn es nie so aussah, früher gabs durchaus mehrere Gleissysteme. Und stets ein freies Gleis am Rand. Heutzutage blockiert ein einziger leicht verspäteter ICE den ganzen Strang von München bis rauf nach Magdeburg...das ganze Konstrukt kommt durcheinander. Karenzzeiten gibts nicht, denn es gibt ja auch nur noch höchst seltene "Ausweichstellen" für die ewiglangen Züge heutzutage. Und mußte mal ein Frachtzug auf ein lange ungenutztes Ausweichgleis abfahren, fehlt es an der Dieselrangierlok nahebei, um das Trum wieder aufs Hauptgleis zu schubsen. Ist ja alles ferngelenkt heutzutage. Spart Personal... Guck Dir mal an, wieviele "Industriegebiete" überhaupt noch Bahnanschluß haben. Das ist ne äußerst seltene Ausnahme inzwischen, beinahe ist ein Kanalhafen leichter zu haben. Eigentlich bräuchte die Bahn auf fast allen Nicht-Bummelstrecken mindestens ein weiteres Gleis. Möglichst eines mit etwas mehr als dem Mindestabstand, für Schwerlast mit Überbreite...doch was wird geplant? Spar-Tunnels für S21, mit Unterbreite und Unterhöhe, für Zwergloks. Das ist politisch gewollt. Denn Autohersteller sponsern unsere Regierung, da kann Bombardier nicht mithalten.
--
mfg,
gUnther
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Am 09.07.2011 20:00, schrieb gUnther nanonüm:

Nochmal: Die Pünktlichkeit ist NICHT das Problem. Ob man 5 Minuten früher oder später am Ziel ankommt, spielt i.d.R. keine Rolle. Die Pünktlichkeit wird zur im Zusammenhang mit Viel-Auf-Einmal-Systemen zum echten Problem. Nämlich dann, wenn man dadurch den Anschluss verliert. Dann geht's nicht mehr nur um wenige Minuten, sondern ganz schnell gleich um mehrere Stunden. Das hängt mit dem Betriebssystem zusammen und nicht damit, ob auf dem Gleis oder auf der Straße gefahren wird.

Warum sollte "man" das tun, wenn die Bahn bessere Angebote hat? Hat sie halt nicht, weil sie keinen Individualverkehr anbietet. Die ganze Welt betreibt nun mal Individualverkehr. Selbst mit Herden- und Schwarmtieren ist es nicht anders.

hat die Bahn höchstselbst für überflüssig erklärt.

Wäre das ein erstrebenswerter Zustand?

Hat gute Gründe.

Nicht ergo, sondern weil sich das oberste Bahnmanagement nicht auf Individualverkehr einlassen wollte. Es besteht auf ihrem alt"bewährten" Museumsbetriebssystem. Die Bewährung hat schon mal geheißen dass der Marktanteil von fast 100% auf heute etwas über 10% eingebrochen ist. Das fahrerlose Auto wird vermutlich auch noch die restlichen 10% hinwegfegen. Wäre eine Katastrophe für die Umwelt. Die aber ist der Bahn ganz offensichtlich völlig egal. Schließlich gilt die Bahn ja doch als besonders umweltfreundlich. Mit ihrer Abschaffung wird sie diesen Vorteil allerdings nicht mehr ausspielen können. Man kann's auch so betrachten: Die Bahn liefert ein dermaßen miserables Angebot, dass sich 80% der Leute auf die Straße gezwungen sehen. So gesehen ist die Bahn sogar eine ganz dicke Umweltsau. Schließlich hätte sie es ja in der Hand, umweltfreundlichen Verkehr zur Massenanwendung zu machen. Aber halt nicht mit dem ungeliebten Viel-Auf-Einmal-Betriebssystem, sondern mit Individualverkehr auf der Schiene.

Ist schon etwas Anderes.

Diese Ziele sind im Rahmen der Rendite-Bahn verloren gegangen. Wen willst du dafür verantwortlich machen und was nützt es, wenn du Verantwortliche gefunden hast? Löst sich damit irgendein Problem auf?

Individualverkehr organisiert sich weitgehend selbst. Gibt auch weit weniger Staus, als von Schienenleuten gerne unterstellt wird. Ein Stau ist, wenn man vorankommen will, aber nichts vorwärts geht. Ist also auch jeder Fahrplan, der nicht 100% mit den Kundenbedürfnissen übereinstimmt. Stundenlanger Stau ist auf der Schiene der NORMALzustand. Stau auf der Straße ist eher ein Ausnahmezustand (Ausnahme Berufsverkehr).

Warum müssen sie denn gar so lang sein? Welche Vorteile sollte das bringen? Dass es noch länger dauert, bis man sich endlich mit so einem langen Ding in Richtung Ziel auf den Weg machen kann? Schließlich müssen alle anderen Waggons so lange mit der Abfahrt warten, bis auch der allerletzte beladen ist. "Zeit ist Geld" scheint da irgendwie keine Rolle zu spielen.

Vor historischen Zeiten waren Antriebe mal eine verdammt teure Angelegenheit. Die Zeiten haben sich längst grundlegend geändert. Kein Grund also, noch länger an der Lok-Waggon-Technologie festzuhalten. Heute könnte man JEDEM Waggon einen eigenen Antrieb verpassen. Schon ist das Rangierlok-Problem gar keines mehr.

Trotzdem hält man noch immer am Lok-Waggon-Konzept fest. Ein unglaublicher Vorgang.

Hier wurde erst vor Kurzem ein florierendes Industriegebiet von der Schiene abgekoppelt. Strategisches Denken scheint bei der Bahn nicht hoch im Kurs zu stehen. Die Schließung einer Raffinerie hat als Argument gereicht. Dass dort jetzt ein großes Fußballstadion ist und auch sonst täglich jede Menge Leute dort hin müssen - wen interessiert das schon bei der Die Bahn?

Bahn-Management eben.

WER will denn sowas und wozu?

Das ist mir zu unspezifisch. Kannst du etwas deutlicher werden?

Bombardier könnte am Individualverkehr auf der Schiene arbeiten. Mach' mal einen Kontakt. Vielleicht werden wir uns ja irgendwie einig. Aber ich fürchte, dass die auch nur von Bestellungen leben und nichts selbst aus eigenem Überlebenstrieb heraus anpacken. Ich habe die Bahnbranche als eine Branche kennengelernt, in der Neues normalerweise ziemlich verpönt ist. Ist zwar in der Autobranche auch so. Allerdings liegen dazwischen ein paar Größenordnungen. Der Autobranche kommt in Sachen Fortschritt auch noch entgegen, dass die Fahrzeuge nicht so lang halten wie Züge. Deshalb können sie viel öfters Veränderungen an den Fahrzeugen anbringen, was dem Fortschritt doch ziemlich förderlich ist.
--
Servus
Christoph Müller
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Hi, da bin ich anderer Meinung. Pünktlichkeit ist ein Kulturgut. Man will nicht nur den Anschlußzug erwischen, man will z.B. die Freundin nicht im Regen warten lassen. Oder rechtzeitig vor Ladenschluß noch einkaufen. Oder pünktlich zur Schule, zum Job zu kommen.

Ich hab bislang noch keinen "nicht-Individualverkehr" bei der Bahn benutzt. Wie geht das vor sich? Viehwaggons, die erst abfahren, wenn genug Touristen drin sind? Ich hab mir ne eigene Karte gekauft und bin dann ganz nach Belieben in diversen Zügen mitgefahren, sehr individuell.

Hat sie nicht. Sondern sie hat die Wartung eingespart und dann die verkommenen Gleise aus den Büchern gestrichen. Oder verkauft. Oder "verliehen", etwa an Museumsbahnen. Daß die Schienen überflüssig wären, stimmt ja nur, weil es Straßen "drumherum" gibt, die direkt zu den Kunden führen, und die Bahn es bislang stets verabsäumte, ein Speditionsprogramm zu etablieren. Die kaufen Stinnes und sonstwen, aber ein RollOnRollOut-System gibts bis heute nicht. Dabei wäre das eigentlich leicht, Container vom Waggon auf den "Bahnsteig" abzustellen und weiterfahren, das kann in Sekunden passieren. Es passiert nix.

Kommt drauf an. Willst Du auch nur "Fahrn will nicht vernünftig sein, immer nur das gute Super rein.." oder willst Du effizienten Güterverkehr?

Naja...Fußgänger kommen um Schranken leicht herum, meist gehts oben drüber. Guck Dir mal Japan an, da ist das Überqueren von Geleisen tägliche Übung. Stört da keinen. Da sind Autos eher die Ausnahme. Scheint auch ohne "2 Autos für jede Person" zu klappen. Aber bei uns geht der Trend zum Drittauto.

Die Bahn ist ein Staatsbetrieb. Die Vorgaben kommen vom Staat. Dort ist man seit den 70ern dabei, die Bahn auszuhungern und der Straße nachzuhelfen. Das ist ein gewaltiges ABM-Programm. Die Industrie fertigt Autos, es werden Straßen gebraucht und ..oh Wunder...man kann "Industriegebiete" mitten in der Walachei errichten, solange ein LKW hinkommt, geht das überall. Was das kostet ist erstmal irrelevant. Daß es was kostet, sieht man in der Schweiz, die diese "Dreckeffekte" in ihren schönen Alpentälern ungern sehen.

Aber njur weils da die Dritte Dimension gibt. Ansonsten...

Naja, man könnte ein paar strategische Köpfe rollen lassen. Der Atomausstieg ist ja auch soein Schnellschuß, wo es ganz überraschend "irgendwem" klar wurde, wie man Statistiken liest. Dieselben "Probleme" haben unsere Geldverschwender auch beim Güterverkehr.

Das ist jetzt aber Wortverbiegung. Du kannst z.B. während des "Staus" im Zug hin&herlaufen :-)

Schnelle Verlaufssysteme wie bei Fracht wären doch kein Akt. Moderne Waggons haben begrenzte Eigenantriebe oder wären über Schieneneinbauten beweglich. Soein Zug stellt sich bei der Ausfahrt selbst zusammen und trennt sich bei Bedarf in "Unterzüge" auf...soein System ist garnicht schwierig. Der "Kurswagen" früherer Zeiten war nichts anderes, man saß im Zug nach Basel, aber mit Kurswagen Zürich. Irgendwann gabs seltsames Geschiebe, und dann war der Zug einer nach Wien...

Notgleise ohne Oberleitung wären dennoch ein Problem...

Genau.
Es gibt Konkurrenz beim Auto. Doch nicht bei Monopolisten. Denk nur an die Postautos in den 60ern, Spezialfahrzeuge damals von VW...
--
mfg,
gUnther
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