Strom aus der Strasse - Energie fuer Elektroautos

Mar 30, 2010 317 Replies

Erhard Schwenk schrieb:

Ich halte deine Aussage für naiv.

Bisher hatten wir im Wesentlichen eine vorraussehbare Last. Zum Ausgleich wurden unterschiedliche Techniken geschaffen um die Übergänge zu bewerkstelligen. Ein Teil der Regelung basiert übrigens auf Stromabnahmesperren für Großverbraucher, die haben es nicht so beqeum wie die Haushalte und können verbauchen wann sie Lust haben, die müssen ihre Betriebsabläufe der Stromverfügbarkeit anpassen. Solange das zu festen Zeiten passiert, ist das alles kein Problem. Nur Windenergie hält sich nicht an Zeiten.

Deine Auissage ist albern, Europa ist praktisch komlett vernetzt, von Nordschweden bis Süditalien.

Das ist Verschwörungsthorie. Was hälst du davon, deinen Haushalt auf Windstrom umzustellen, zu entsprechend hohen Preisen selbstverständlich und du darfst nur Strom verbrauchen wenn gerade Wind weht.

Jaja, die alte Verschwürungstheorie.

Öl welches wir hier haben können wir nutzen, wir können kurzfristig anderweitug Öl beschaffen und uns, wenn es sein muss einschränken. Durch Vorratshaltung haben wir eine gewisse Pufferzeit.

Mit Gleichstrom nicht einmal so sehr hoch, aber eine Leitung ist von einer Sekunde auf die andere Abgeschaltet.

Du kannst ja mit deinen Winfräder Wasserstoff für ie Reserve herstellen. Hast du einmal durchgerechnet, was Strom dann kostet?

Nein.

Das gehört zum Wirkungsgrad des Motors.

Ansonsten hat auch der benzinmotor 100% Wirkungsgrad, ein großer Teil ist leider nur nicht nutzbare Wärme.

Das wird der Weg sein.

Harald

Gerald Gruner schrieb:

Arriviert vielleicht, Experte mit Sicherheit nicht. Kein Experte hat die Leute je ernst genommen.

Harald

"Martin Kobil" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@x3g2000yqd.googlegroups.com...

Hi, nee, da stecken etliche "Vereinfachungen" drin. Der " Verlust" ist keineswegs 10%, denn der gilt bestenfalls bei Millimeterabstand (Rasierer auf seinem Ladetablett) und Stillstand. Fährt Dein Stromer gleichzeitig, gibts außer der geringeren Überdeckung der Feldspulen auch Schaltverluste und einen deutlich größeren Abstand...rechne lieber mal mit 60%, solange das keiner vorführen kann. Auch müßte man schon deutlich mehr als die Autobahn "stückweise" belegen, da man für hohen Ladestrom ja auch entsprechende Feldspulen mitführen müßte...Gewicht, Raum und Fahrzeugform sind dann ziemlich unflexibel. Mal abgesehen von den Effekten, die soein gewaltiges Magnetfeld noch hätte, etwa das Erhitzen von Zahnspangen im Mund :-) Denk an den Leistungsbedarf eines KFZs mit einem .cw bei 0,2, das sind schnell mal 50kW...zumal mit Deiner postulierten Fahrgestellsteuerung und den anderen Bedarfsgeräten an Bord, Klimaanlage etc. Wo sollen die denn herkommen? Und wie dick wird das Kabel, wenn es beim Weisweiler-Kraftwerk aus der Autobahn kommt? Dick genug für einen Stau von Elektro-LKW bei Gegenwind? Ne Menge Kupfer rieselt da gerade durch die Sanduhr...

Autobahnladung ist nicht dasselbe wie ein Linearmotor beim Transrapid. Eine Bedingung für soein System wäre schonmal eine mechanische "Verbindung", etwa indem das Fahrzeug mit Führungsrädern auf Lenkschienen aufreitet oder an einer Bordsteinkante entlangrollert. Idealerweise würde man dann einfach darüber eine Stromabnehmertechnik machen, billig wärs. Denk an die linken Räder, Du fährst an die innere Leitplanke heran und "reitest" mit auf den Felgen aufsitzenden Laufscheiben in passende Rillen an der "Leit-Leitplanke", das vordere Rad dabei in einer anderen Spur als das hintere. Dann darf gezapft werden. Theoretisch heben dann die inneren Räder ab, soeine Konstruktion wäre stabil und könnte wegen der weichen Außenräder weiterhin um Kurven herum. Bei Eis in der Rille wärs schlecht, aber schon ein "Nutzer" würde das freischneiden. Sonst gäbe es nur Funkenverschleiß, das Fahrzeug benötigt nur eben einzeln getriebene Räder, damit die aufgelaufenen Leiträder eine höhere Drehzahl laufen können als die mit Straßenkontakt. Und das Fahrzeug sollte den Winkel ausgleichen...und der Bremsweg wäre vermutlich länger. Soein System wäre schon jetzt leicht machbar, dieselbe Straße könnte weiterhin von Stinkern und Handkarren benutz werden und man bräuchte nichtmal die Decke tauschen, nur die innere Leitplanke...das ginge vermutlich sogar ohne Sperrung der Fahrbahn. Diese Drahtloslader-Freidenker dagegen werden sich nur wieder bereichern wollen wie bei der Mautgeschichte.

Iditt, das wäre ja realistisch. Und würde demzufolge bedeuten, das man es wirklich tun muss (auf öffentlichen Druck hin). Nein, die Autoindustrie lebt viel besser damit, dass sie ein Alibi-Ökokonzept entwickeln, welches so offensichtlich nicht realisierbar ist, dass sie sie dann gegenüber der Öffentlichkeit darstellen können als: "Wir wollen ja umweltverträgliche Autos bauen, aber sehen sie selbst, wie schwierig und teuer das ist...".

Und diese Botschaft lässt sich halt viel glaubwürdiger rüberbringen, indem man möglichst exotische Projekte veröffentlicht:

- Mercedes und BMW basteln der Form halber seit Jahren an Wasserstoffantrieben herum.

- VW hat mal dieses 1l-Abschreckungs-Auto gebaut um den Kunden klar zu machen, dass Spritsparen nur mit exorbitantem Verlust an Komfort einhergeht. Und der 3l-Lupo war ja IMO auch nur in diese Richtung gedacht - bei dem Verkaufspreis war von vornherein klar, dass man sich nachher gut hinstellen kann und sagen kann: "Die Kunden wollen ja solche Autos nicht".

Aber zu deiner Aussage, von wegen 3 Jahre Entwicklungszeit:

Da macht man sich als Kunde falsche Vorstellungen, man ist leider zu sehr von der Werbung beeinflusst, die sagt dass die Autohersteller ja alle 2 Jahre das Auto völlig neu erfinden. Real ist aber: Opel macht gerade Werbung mit mitlenkenden Scheinwerfern - wann genau hatte Citroen das gerade noch in Serie? Vor 30 Jahren? 40? Mercedes nennt die Start-Stopp-Automatik (wie auch andere Hersteller) was ganz tolles neues - ich hatte mal einen Fiat-Ritmo, bei dem gab's das als Sonderausstattung damals vor rund 30 Jahren auch schon.

Alle Hersteller nölen herum, wie schwer es ist, ein Hybridauto zu entwickeln. Dabei ist ein E-Motor erheblich einfacher aufgebaut als ein Verbrenner, die Technik ist uralt und erreicht nahezu 100% Wirkungsgrad, es gibt also kaum noch Bedarf für Weiterentwicklung, die Dinger kann man einfach von der Stange kaufen. Aber die großen deutschen Hersteller kommen mal gerade so mit einem Alibi-Hybrid gegen exorbitanten Aufpreis raus.

Aus der Beobachtung würde ich in etwa sagen: Die deutschen Hersteller haben eine riesengroße Marketingabteilung. Eine kleine Unterabteilung von dieser stellt die Entwicklung von neuen Modellen dar. Von dieser Wiederum ist der größte Teil der Mitarbeiter mit Design beschäftigt. Und am Rande gibt es noch ein kleinen Budget-Rest, mit dem neue techniken entwickelt werden dürfen.

Als Werbegebildeter Kunde ist einem das nur nicht klar, da glaubt man, es wäre anders herum und die Hersteller würden wirklich Geld in die Entwicklung neuer Techniken stecken.

CU Rollo

Der Einwandt ist berechtigt. Aber: Um den gesamten Fuhrpark auf eine neue Technologie umzustellen, würde es locker 20 Jahre dauern, zumindest bei Elektroautos. Bei anderen Energiespeichern noch länger. Innerhalb dieses Zeitraums ist es ohnehin zu hoffen, dass Strom nicht mehr hauptsächlich aus fossilen Energieträgern kommt.

Elektrische Energie ist hervorgagend verteilbar und das Verteilungsnetz existiert zum großen Teil schon. Das ist der große Vorteil. Andere Energieträger haben sowas nicht in der Form, vorallem keine ganz neuartigen noch nicht bekannten Energieträger:-) Nur fossile Energieträger haben ein ähnlich gutes Verteilernetz. Warum nutzt man also Strom nicht zum Heizen? Weil der Wirkungsgrad der Kraftwerke so schlecht ist, Wärme kann eine Ölheizung mit fast 100% Wirkungsgrad erzeugen, ein Kraftwerk kann Strom nur mit vielleicht 40% erzeugen. Beim PKW ist das aber anders, da kann die Maschine vor Ort (der Motor) die Energie auch nur zu rund 20% umsetzen, also schlechter als ein Kraftwerk.

Und noch was: Ich zumindest bin auch nicht der Meinung, dass sich so bald reine Elektrofahrzeuge durchsetzen werden, dazu fehlen noch die bahnbrechenden Erfindungen in Sachen Akkutechnologie. Ich denke für die nächsten 50 Jahre eher an sparsame Hybridautos die mit regenerativ erzeugten Brennstoffen fahren. Also Biosprit aus Pflanzen.

Aber noch mal kurz zusammengefasst: Strom ist der einzige Energieträger, der sich derzeit sinnvoll regenerativ erzeugen lässt, den es jetzt schon gibt (abwärtskompatibel) und von dem anzunehmen ist, das dieser Energieträger auch in 100 Jahren noch relevant sein wird. Insofern ist es vernünftig, bezüglich der Mobilität auf elektrische Energie zu setzen. Denn schließlich ist jedem klar, dass eine Umstellung die man jetzt anstößt, erst in 20 bis 30 Jahren wirklich zum Tragen kommt. Es ist also nicht so, dass die Protagonisten von Elektroautos den derzeitigen Energiemix zur Stromerzeugung nicht bedenken, sondern es ist so, dass sie den zukünftigen bedenken.

CU Rollo

Das ist so nicht richtig, Europa ist groß genug, dass irgendwo immer Wind weht. Man bräuchte nur ein Hochleistungsnetz, welches elektrische Energie über ganz Europa verteilen kann.

Aber Windenergie muss ja nicht alles sein, bei Flaute ist oft schönes Wetter und Photovoltaik arbeitet gut. Dann gibt's ja noch speicherbares Biogas. Und es könnte große Wasserkraft- und Pumpspeicherwerke in Norwegen geben.

Man braucht leider 'nur' ein ordentliches Verteilungsnetz, die Idee firmiert IMO unter dem Namen 'Supergrid'. Willkürlich herausgegriffen:

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CU Rollo

Richtig, Rush Hour ist die Zeit, in der all die Elektroautos keine Energie aus dem Stromnetz entnehmen.

CU Rollo

Am Fri, 2 Apr 2010 10:32:33 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:

Die wollen aber gelegentlich auch mal 100 Kilometer ohne nachladen fahren und deshalb wird so ein Fahrzeug kaum jemand kaufen.

Lutz

Roland Damm schrieb:

Du meinst im Ernst, der Wind wird sich über Europa immer so verteilen, dass eine ausgeglichene Windernergieerzeugung gegeben ist? Der Wind wird sich nicht nach deinen Wünschen richten.

Sicher wird irgendwo ein wenig Wind sein, dann musst du aber die Kapazität der Windenergie danach auslegen, dass es mit "irgendenwo noch ein bischen Wind", für ganz Europa reicht. Bei normaler Windlage stehen 60% der Anlagen und bei günstigen Wiunden

90%

Insbesondere nachts. Und oft reicht nicht, es muss IMMER sein, sonst kannst da das nicht als Ausgleich einkalkulieren.

Hast du dir einmal Gedanken über Kosten und Effizienz gemacht? Das ist jetzt schon heftigst ungünstig, obwohl wir praktisch nahezu 100% der erzeugten Energie verwerten können, weil andere Anlagen runtergeregelt werden.

Ob es reicht? Ich habe Zweifel.

Norwegen hat wohl so gut wie alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Für Pumpspeicherbecken brauchst du Land, welches du überflutest.

Harald

Dafür kann man im ICE schlafen, lesen, essen, Bier trinken, sinnleer aus dem Fenster starren...

-ras

Du setzt Dich zu jedem Fremden in's Auto? Mutig.

-ras

Und ich kenne einen Geschäftsmann, der gerade die feste Zeiteinteilung des Bahnverkehrs als Vorteil sieht.

Besucht er eine Außenstelle per Auto, wird seine Abreise mit vielen "schauen Sie sich doch noch mal kurz das an" immer weiter rausgezögert. Ist er mit der Bahn da, kann er einfach sagen "Sorry, mein Zug fährt in 20 Minuten, ich muß zum Bahnhof" - und keiner kann deshalb sauer sein.

vG

Andere setzen sich zu jedem Fremden ins Flugzeug:

vG

Volker Gringmuth schrieb:

Das ist im Prinzip richtig, aber was antwortet er auf "dann nehmen Sie halt den nächsten"?

Gruß Matthias.

Ja, ist auch als Berufstätiger ein Vorteil, diese "mal eben schnell"-Aktionen abzuwenden. Wenn es doch mal sein muß, dann hängt man halt eine Stunde dran, aber die sinnlosen Nerv-Anfragen, wenn man gerade am Gehen ist, kann man so fein abwürgen.

-ras

"Wenn sie mir das neue Ticket bezahlen, und die Hotelübernachtung in X-Stadt, von wo aus ich dann keinen Anschluß mehr bekomme?!"

-ras

Genauso verrückt...

-ras

Harald Hengel schrieb am Fri, 2 Apr 2010:

Das Schicksal teilen die dann wohl mit einigen heutigen "Experten"... ;-)

MfG Gerald

Roland Damm schrieb am Sat, 03 Apr 2010:

[große Verschwörungstheorie gesnippt]

Verschwörungs-Hysteriker sind immer wieder erheiternd, egal wie lächerlich ihre Anwürfe sind...

MfG Gerald

man sparpreis | grep zugbindung

vG

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