Strom aus der Strasse - Energie fuer Elektroautos

Radbert Grimmig wrote:


Reicht die dem Akkutyp eigene Redox-Reaktion etwa nicht?

Die Tatsache dass alle Reaktionspartner bereits im Akku vorhanden sind. Ähnlich der Oxidatoren in einfachen Sprengstoffen. Des weiteren bedarf es praktisch keiner Aktivierungsenergie. Wenn die Reaktionspartner nicht mehr durch die Membrane getrennt sind, geht es sofort los und fängt Feuer. Innerer Kurzschluss halt. Sony hat es im kleinen ja schon mal erfolgreich mit Selbstentzündung versucht. Wenn man das die erforderlichen drei Zehnerpotenzen für den KFZ-Betrieb hochskaliert, fliegt alles thermisch auseinander. Die Kurzschlussleistung ist bei einem 500MJ Lithium-Akku sicherlich in der Größenordnung 1 Megawatt.
Marcel
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Marcel Müller schrieb:

Ich wüsste nicht, wie man die Redox-Reaktionen gängiger Akkus derart beschleunigen und zudem massenhaft gasförmige Reaktionsprodukte erzeugen können soll, um aus so was eine Explosion im Wortsinn zu machen.

In *sehr* einfachen Sprengstoffen. In etwa (allerhöchstens) auf dem Niveau von Schwarzpulver. Selbst richtiges Schwarzpulver kriegt ja in dem Standard-Test noch nicht mal eine nennenswerte Bleiblock-Ausbauchung zustande. Ich seh das einfach nicht bei Akkus passieren, wo noch nicht mal Nitrat oder Chlorat oder so was in Reichweite ist.
In einem "richtigen" Sprengstoff wie Nitroglyzerin, Pikrinsäure oder TNT sind Oxidations- und Reduktionsmittel zwei Bereiche auf dem gleichen Molekül. Das knallt gleich *ganz* anders.

Aber nicht explosiv (=mit mehr als Schallgeschwindigkeit und nennenswertem Schwadenvolumen) und alles in Allem nicht schlimmer als ein geplatzter Benzintank.
Alles andere glaub ich erst, wenn ich es sehe.
--

Gruß
Radbert
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Radbert Grimmig schrieb:

Einige Hnadyakkus haben ihre Sprengkraft recht spektakulär gezeigt.

Nein, der Kraftstoff braucht Sauerstoff und die Saurstoffzufuhr beschränkt das Feuer, so brennen 50 Liter benzin doch recht gemächlich ab.

Durchaus? Unfälle, bei denen der Tank ausläuft und brennt sind extrem selten.

Weil moderne Akkus Sprengstoff sind.
Harald
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Marcel Müller wrote:

Auf sehr lange Sicht, mit Methanol betrieben, vielleicht. Aber ob man mit Methanol dann in der Gesamtkette wirklich besser wird, als ein bis dahin ebenfalls weiter optimierter Verbrenner (der mit Methanol natürlich auch laufen könnte) ist noch lange nicht sicher. Wasserstoff im großen Stil direkt als Energieträger einzusetzen halte ich für eine Sackgasse. Die Probleme im Umgang damit sind viel größer als der Effizienzvorteil gegenüber einer Umwandlung in Methanol oder andere synthetische Kohlenwasserstoffe.
Gruß, Friedrich
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Martin Kobil schrieb:

Klar, bis in die letzte Nebenstrasse, den letzten Wald- und Feldweg, alles kein Problem.

Verlustleistung? Wie kommen Fussgänger mit Metallgegenständen über den Weg?

Nette Idee, in manchen Fabrikhallen bereits Realität, aber dort ist der Stromverbrauch sekundär?

Da darf es dann keine Schlaglöcher geben, nach diesem Winter hätten wir wohl einige Probleme. ;-)

Wie viel Ballst muss der Wagen eigentlich mitschleppen, ich meine den Aufnehmer für den Induktionsstrom. Der will insbesondere im Stadtverkehr sehr gäufig beschleunigt werden, das kostet Energie.

Warum nicht gleich auf die Bahn damit. Warum nicht ganz simple Oberleitungen oder auch in der Fahrbahn versenkte Schleifkontakte. Billiger und verlustärmer, nur nicht so spektakulär weil seit mehr 100 Jahren bekannt und in einigen Anwendungen im Einsatz, ist ja nichts neues.
Harald
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Hallo, Harald,
Du meintest am 31.03.10:

Kann man damit auch einen Rollator betreiben? Oder ein Skateboard?
Viele Gruesse! Helmut
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Harald Hengel schrieb:

Das Risiko einer unzulässig hohen Phlogistonanreicherung besteht in der Tat. Der Gefahrgut-Begriff müsste neu definiert werden. Dann aber könnte man ein Zugangs-Kontrollsystem installieren, Bußgelder verhängen...
MfG hjs
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Hallo, Hans-Jürgen,
Du meintest am 31.03.10:

Maut mit OBU!
Viele Gruesse! Helmut
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Fussgnger drfen dann selbstverstndlich nur nackt die Strasse berqueren. Ist auch nicht schlimmer als ein Nacktscanner. :-)

Ja, am Besten immer vor roten Ampeln. Wenn man dann noch die Rotphasen verlngert, steigert man die Effektivitt dieses Systems enorm...

Am besten so ein Netz wie bei Autoscootern auf dem Jahrmarkt.

Gruss Dito :-)
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Am 30.03.2010 22:56, schrieb Martin Kobil:

Ein ähnlicher Ansatz wird hier beschrieben: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,678168,00.html . Unterschied ist allerdings dass hier der Antrieb per Linearmotor erfolgen soll. Der Stator liegt in der Fahrbahn, der Konduktor befindet sich im Fahrzeug.
Problem ist bei all diesen Lösungen dass die Einführung sehr teuer ist. Lohnend wäre das ganze nur wenn es von vielen Fahrzeugen genutzt würde. Man müsste sich nach einer Erprobungsphase international unter Einschluss der Hersteller auf eine Norm einigen und dann das Autobahnnetz sukzessive aufrüsten.
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Am 30.03.2010 22:56, schrieb Martin Kobil:

Riesen Luftspalt und unpräzise Lagezuordnung sorgen allerdings für ziemlich mieserablen Wirkungsgrad. Außerdem für ziemlich wuchtige Wechselmagnetfelder, die so manchen Herzschrittmacher und andere medizinische und z.T. überlebenswichtige Dinge aus dem Tritt bringen können. Magnetfelder abzuschirmen ist sehr deutlich aufwändiger als nur elektrische Felder zu eliminieren. Gegenüber der Bahn hat die Straße auch noch den Nachteil, dass sich Spurrillen bilden, in denen sich Dreck, Wasser, Eis und Schnee bevorzugt absetzt und damit leicht eine gefährliche Rutschbahn entsteht.
Außerdem sind solche Induktionsschleifen sehr viel teuerer als eine Stromleitung über der Fahrbahn.

Was hältst du davon? http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm

Nicht nur das. Auch von der Lage. 10% Verlust hat man unter optimalen Voraussetzungen sprich zentimetergenauer Ausrichtung. Real sind's eher deutlich mehr Zentimeter und Verluste.

Was der Spurrillenbildung natürlich extrem "zugute" kommt. Mit allem, was dazu gehört. Stehendes Wasser, Dreck, Eis, Schnee, ...

Wäre natürlich ein Vorteil. Allerdings - soo toll ist der Wirkungsgrund nun auch wieder nicht. Auf der Straße ist die Rollarbeit der Reifen rund 5...7 Mal größer als auf der Schiene. Während man auf der Schiene problemlos waggonähnlich im Windschatten fahren kann, ist das auf der Straße aufgrund der zusätzlichen seitlichen Dimension NICHT möglich. Also hat man auch einen sehr viel höheren Luftwiderstand zu überwinden.
Das Astrail-Konzept liegt übrigens seit Oktober letzten Jahres im Petitionsausschuss des Bundestages. Zum Konzeptverständnis ist auch diese Seite interessant: http://www.astrail.de/Uebersicht.pdf
--
Servus
Christoph Müller
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Martin Kobil schrieb:

Mach doch gleich 'nen Schlitz in die Straße und 'nen Schleifer ans Auto. Carerra is back...
Gruß Andreas
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Also schrieb Andreas Fecht:

Hee, meine Idee. Warum denn nicht...
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt schrieb am Wed, 31 Mar 2010:

Schmutz, Schnee, Eis, Übergangswiderstände, ...
Schau mal, mit welchem Aufwand Carrera-Profis Bahn und Autos pflegen, dass ja kein Stäubchen zwischen die Kontekte gerät. ;-) Und dann schau dir jetzt nach dem Winter die Qualität unseres Straßennetzes an. Man könnte mancherorts Verkehrzeichen 112 flächendeckend aufstelle oder gleich eine 112-Zone definieren... :-(
MfG Gerald
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Also schrieb Gerald Gruner:

Deswegen hängende, verdeckte Montage. Da muss dann schon SEHR viel Wasser in die Rinne kommen, dass das ein Problem würde.

Konstruktiv lösbar. Bei U-Bahnen funktioniert das Prinzip Stromschiene ja auch, und da putzt keiner. :) BTW: Eine 2-Wagen-Einheit der Münchener U-Bahn hat 750kW Antriebsleistung, macht bei 750V Fahrgleichspannung 1000A. Die haben kohlebestückte Schleifschuhe an den Drehgestellen. Auch bei Größenordnung 75kW pro Auto (wenn es denn so viel überhaupt braucht), also etwa 750V/100A, ist das entpsrechend machbar.
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt wrote:

Naja, man hat nach Starkregen schon Autobahnen 15cm hoch unter Wasser stehen sehen. Nicht auszudenken wenn da irgendwas elektrisches drinläge, was nicht hundertprozentig isoliert ist.

Da gibts auch keine spontanen Spurwechsel und recht gut vorhersagbare Belastungen.

750V mit offener Kontaktfläche in einer Straße versenken? Kannst Du aus zigtausend Gründen komplett vergessen. Und Du brauchst den Strom _pro_ _Auto_ - und zwar auch in Spitzenzeiten, also z.B. im Feierabendverkehr. Ein 5-Kilometer-Autobahnabschnitt mit 3 Spuren dürfte dann mehrere 100 Fahrzeuge fassen.
--
Erhard Schwenk

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Also schrieb Erhard Schwenk:

Dann wird halt das Wasser elektrolysiert. :)

Spurwechsel sollten nur in minimalem Umfang nötig sein. Einmal eingeklinkt, fährt man eben "Kolonne" bis zu seiner Ausfahrt. In der Summe sind die kurzzeitigen Lastwechsel dann gar nicht so groß. OK, bei einer U-Bahn sind die Lastwechsel besser vorhersagbar, weil man weiß, wieviele Einheiten maximal auf einem Abschnitt unterwegs sein können. Aber die Größenordnung der Lastspitzen ist dort durchaus beachtlich. Zudem neuere U-Bahnzüge auch mit rückspeisefähigen Drehstromantrieben und Umrichtern ausgestattet sind... das erfordert eine gute Ausregelung. Aber wie gesagt: es funktioniert.

ein Leiter links vom Spalt, ein Leiter rechts vom Spalt. Erdsymmetrisch. Billigste Variante: hängendes Stahlprofil. Nenne mir einen nicht konstruktiv lösbaren der zigtausend Gründe, warum das nicht gehen soll. :)

Du brauchst ja nicht ständig pro Auto 75kW. Im kontinuierlich rollenden Betrieb kommt man mit 10kW, vielleicht sogar noch deutlich weniger, pro Auto gut hin. Wenn Du heute schon mit Benzin 120 km/h fährst, ist das unterster Teillastbereich, von daher...

Bei U-Bahnen, um beim Vergleich zu bleiben, steht so ca. alle 3-4 Stationen eine Gleichrichter- und Einspeisestation. Also grob geschätzt: alle 1-2 km. Nunja - von nix kommt nix. Ein "bisschen" Elektrik muss man schon vorsehen, das ist klar. Aber das müsste man schließlich bei jeder Lösung, die Elektromobilität fördert.
Ansgar
--
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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Hallo,
auf einer einzigen Ubahnstrecke sind zwar evtl. mehrere Züge hintereinander in Abständen unterwegs, aber bei einer längeren mehrspurigen Autobahn sind die insgesamt bewegten Massen und die zusammen benötigte Antriebsleistung doch noch einige Grössenordnungen höher. Ein U-Bahnzug entspricht zwar von der Masse und Leistung her mehreren Lkws oder Reisebussen, aber auf der Autobahn sind halt etliche davon unterwegs. Natürlich kann man die Autobahn in getrennt gespeiste Bereiche aufteilen, aber deren Gesamtzahl muß auch in vernünftigen Bereichen bleiben. Zwischen zwei solchen Bereichen braucht man ja wieder eine isolierende Trennstelle.
Bye
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Ansgar Strickerschmidt schrieb am Thu, 01 Apr 2010:

Bei Schlitzen im Boden??? Die sotteln schnell mal zu. Und wenn sie dann deinen Slot-Abnehmer mit einem tiefgefrorenen Eisprfopf einklemmen, kannst du nicht einmal mehr "Huch" sagen, so schnell wird der bei 120 km/h abgerissen. Und was dann dein Auto mit dir darin macht, möchte ich nicht im Detail wissen...

In U-Bahnen regnet, schneit und friert es auch selten. Und auch die 1000 anderen Schmutzquellen sind weg. Die Bahn fährt auf Schienen und wird dort geführt usw. Kurz: Die Probleme dort sind GANZ anders als auf einer Autobahn mit Individualverkehr.

ROTFL. Es ist immer wieder erheiternd, was alles mit einen Fingerschnippen machbar sein soll...
MfG Gerald
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Martin Kobil schrieb:

Sorry, aber das ist ein uralter Hut. In der Zone habe ich mal ein Kinderbuch gelesen, hieß irgendwie so ähnlich wie "Abenteuer Utopia" oder sowas in der Art, und in dem wurde exakt dieses Verfahren beschrieben. Gut, OK, im Buch war das für Luftkissenautos gedacht, wobei der Autor wohl nicht darüber nachgedacht hat, was für einen Lärm sowas macht und wieviel Dreck das beim Fahren aufwirbeln würde. Außerdem war er der Meinung, daß das Eisenbahnnetz des Ostblocks auf russische Breitspur umgespurt werden würde, sowie daß man darauf mit echten Atomlokomotiven herumfahren würde, dabei weiß doch jedes Kind, daß man Atomreaktoren ortsfest installiert und dann lieber die Oberleitung damit speist ...
Hat eigentlich schonmal jemand drüber nachgedacht, welch beschissenen Wirkungsgrad Transformatoren mit derart riesigem Luftspalt wie dem zwischen Fahrbahn und Fahrzeugboden haben? Kann es sein, daß dadurch nur sinnlos noch mehr Energie verheizt wird als ohnehin schon?

Na klar Bubi, träum weiter. Boah ... nee ... kann nicht widerstehen ... friß das hier: <http://bauoptionen.de/zweiwege/zweiwege/index.html -- Es ist Zeit für Reich
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